Der Elternbeirat führt derzeit folgende Projekte am MWG durch:
 
Schulcafé:
Das Café blue wurde in Zusammenarbeit mit Lehrern-Schülern-Eltern vor 8(?) Jahren ins Leben gerufen. Hier können sich die Kinder Pausenverpflegung und von Montag bis Donnerstag ein warmes Mittagessen kaufen.
 Am Dienstag kochen die Eltern. Gegen 9°° treffen sich jeweils zwei Mütter (Väter sich auch willkommen) und beginnen Gemüse zu schnippeln, Salat zu putzen, zu kochen. Das macht nicht nur sehr viel Spaß, es ist auch kommunikativ. Jede Mutter ist ca. 2 - 3 mal im Halbjahr zum Kochdienst eingeteilt.
Wir würden uns über Verstärkung freuen. Wegen des G8 hat jedes Jahr ein Jahrgang mehr nachmittags Unterricht. Da wäre es schön, wenn wir noch an einem weiteren Tag kochen könnten.
 
Gartengruppe:
Um unseren traumhaften Park beneiden uns sehr viele Schulen. Doch im Zuge der Kürzung der öffentlichen Mittel kann der Park nicht ausschließlich vom Hausmeister gepflegt werden. Wir unterstützen ihn.
Konkret heißt das, wir treffen uns, um Unkraut zu jäten, Rosen zu schneiden, Beete zu pflegen.
Auch hier können wir Verstärkung gut gebrauchen.

 

Setze die Millenniumsziele der Vereinten Nationen in die Praxis um:
eine Initiativgruppe um Schüler, Lehrer und Elternbeiräte des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums.
Foto: Ritter
 
Frau Olschners Teil der Arbeit nimmt Gestalt an. Ihr Wahlkurs wird kleine Osterpäckchen für Flüchtlingskinder im Wert von 5,-- € mit fair gehandelten Süßigkeiten zusammenstellen und unsere Schüler bitten, sich als Sponsoren zu betätigen.
D.h. wir gehen durch die Klassen des MWG, informieren über die Situation von Flüchtlingskindern im Allgemeinen und auch über die der rund 70 Flüchtlingskinder in Bayreuth und bitten die Schüler, Päckchen für diese Kinder zu erwerben.
Es können sich auch Schüler zusammentun, sodass kleine Beträge gespendet werden können. Zudem informieren wir über die fair gehandelten Produkte und erklären, warum wir keinen lila Schmunzelhasen in die Päckchen packen.
Die kleinen Geschenke sollen am Donnerstag vor den Osterferien überreicht werden.
Rosen zum Auftakt
Bayreuth 29.01.2007 21:19
Aktion Millenniumsziele treibt erste Blüten

Von Frank Schmälzle

Die Aktion Millenniumsziele, eine gemeinsame Initiative Bayreuther Schüler und des KURIERS, treibt buchstäblich erste Blüten: Am Valentinstag, also am 14. Februar, werden engagierte Schüler mit einer blumigen Aktion auf ihr Projekt aufmerksam machen.

Was schenkt man sich zum Valentinstag? Rosen natürlich - und das tun auch Bayreuths Schüler untereinander sehr ausgiebig. Mit einem Kärtchen und einem kleinen Gruß überwinden die Blumen auch schon mal die Schulhofgrenzen. In diesem Jahr werden auf diesem Weg wieder 2000 bis 3000 rote Rosen verschenkt - und in diesem Jahr werden sie auf Initiative von Schülerinnen und Elternbeirätin Maria Lampl erstmals sämtlich aus fairem Handel stammen. Damit kommen Bayreuths Schüler dem ersten von acht Zielen, die sich die Vereinten Nationen gesetzt haben, nach: den Anteil der Weltbevölkerung, der extrem unter Armut und Hunger leidet, zu halbieren.

Sehr konkret sind auch die Pläne, die Dr. Tobias Haaf, Lehrer am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium, mit seinen Sechstklässlern schmiedet. Sie haben im Unterricht die Themen Kinderarbeit und Kindersoldaten behandelt. „Die Betroffenheit war groß”, so Haaf - und auch der Wille, selbst etwas dagegen zu tun. „Wir kamen auf die Idee, dass Kinder gegen Kinderarbeit arbeiten.” Jonglieren wollen sie, Straßenmusik machen, Einkaufstaschen tragen und Autos putzen. An Ideen, wie sie Geld verdienen können, das dann den wahren Kinderarbeitern helfen kann, mangelt es den Sechstklässlern nicht. Im Frühjahr wollen sie es anpacken.

Allen Kindern Bildung möglich machen - zu diesem Millenniumsziel tragen drei Schülerinnen des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium längst ihren Teil bei. Eigentlich bleibt neben der Schule nicht mehr viel Zeit. Sie aber sind trotzdem dreimal in der Woche in einer Einrichtung im Stadtteil Altstadt anzutreffen und helfen dort Kindern bei deren Hausaufgaben. Das Engagement der drei Gymnasiastinnen wird eine Bayreuther Projektgruppe der Aktion Millenniumsziele begleiten und dokumentieren.

Elftklässler des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums werden sich aus ganz praktischer Perspektive um das Thema Fairer Handel kümmern. Auf Anregung ihres Lehrers machen sie sich in den nächsten Tagen und Wochen in Bayreuther Lebensmittelgeschäften auf die Suche nach fair gehandelten Produkten. Die Ergebnisse ihrer Recherche sollen sich in einem fairen Einkaufsführer widerspiegeln.

Erste Kontakte bestehen zudem zwischen Realschülern und der Aidsberatung, die neben Prävention und Betreuung HIV-Positiver in Oberfranken einer Partnerschaft mit einem Aidswaisenhaus in Uganda betreibt.

Mit ihrer Arbeit, über die sie auch im KURIER berichten werden, wollen Bayreuther Schüler die acht Millenniumsziele stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen. Der Hintergrund: 189 Staaten haben sich bei einem Gipfeltreffen in New York dazu verpflichtet, innerhalb von 15 Jahren den Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, zu halbieren, allen Kindern eine Grundschulbildung zu ermöglichen, die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern und die Rechte von Frauen zu stärken, die Kindersterblichkeit zu verringern und die Gesundheit der Mütter zu verbessern, HIV/AIDS, Malaria und andere übertragbare Krankheiten zu bekämpfen, den Schutz der Umwelt zu verbessern eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufzubauen. Wer Interesse hat, die Bayreuther Millenniumsinitiative zu unterstützen, wendet sich an Maria Lampl, Telefon 09 21/2 79 13, E-Mail MariaLampl@aol.com