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Surfen mit Risikofaktor
Internetgefahren: Runder Tisch am Gymnasium
PEGNITZ
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 4. April 2008

Der Elternbeirat des Pegnitzer Gymnasiums mit Schülerheim veranstaltet am Dienstag, 8. April, um 19 Uhr unter dem Motto „Gefangen im Netz – Das Internet: Unerlässliche Informationsquelle mit hohem Risikofaktor“ die nächste Auflage seines „runden Tisches“ in der Aula des Gymnasiums.

Die Nutzung des Internets ist inzwischen fester Bestandteil unseres Alltags, ist auch aus den Unterrichts- und Lernprozessen kaum mehr wegzudenken. Das globale Surfen ist nicht mehr nur „in“ – es ist ein Muss, dient als nahezu unersetzliche Informationsquelle.

Im weltweiten Netz
Doch die Selbstverständlichkeit, mit der sich Kinder und Jugendliche heute im weltweiten Datennetz bewegen, sich auf diversen Kommunikationsplattformen austauschen und dabei vieles – wenn nicht alles – über sich preisgeben, birgt auch eine Reihe von Gefahren in sich. Gefahren einer multimedialen Welt, die auch den Umgang mit Handys und Computerspielen einschließt, den Aufenthalt in Live-Chats und geschlossenen Benutzergruppen wie ICQ und SchülerVZ. Gefahren, die oft von Schülern wie Eltern unterschätzt werden.

Experten zu Gast
Aufklärung tut Not, meint daher der Elternbeirat des Pegnitzer Gymnasiums.

Bei dieser Informationsveranstaltung, bei der das Stichwort Medienkompetenz im Mittelpunkt steht, werden sich Experten dieses Themas aus verschiedenen Blickwinkeln annehmen.

Der Medienpädagoge Stefan Ranninger vom Schulamt Bayreuth sowie Katrin Schamel und Alexander Kollroß, Jugendkontaktbeamte der Polizei, berichten über aktuelle Forschungsergebnisse, über Entwicklungen und Tendenzen, die auch Eltern kennen sollten. Sbr


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Mit Einfach-Englisch raus ins Leben
Bundesweites Pilotprojekt an Goldkronacher Grundschule: Die Kommunikation steht im Mittelpunkt
GOLDKRONACH/EICHSTÄTT
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 3. April 2008

„This is Colin ...“ An Colin, die Katze Tibby und Colins Schwester Linda werden sich viele erinnern, die im Gymnasium zum ersten Mal mit Englisch in Berührung kamen. Statt mit Colin, Linda, Tibby und dem Rest der fiktiven englischen Familie Scott lernen Goldkronacher Zweitklässler Englisch mit ganz praktischen Beispielen: Aus ihrem jungen Leben, mit ihren Hobbys, ihrem Alltag. Ganz nebenbei tun sie das in einem bundesweiten Pilotprojekt und lernen Basic Global English (BGE).

„Das Projekt läuft ganz im Humboldtschen Sinne – indem ich nicht nur die Studenten integriere“, sagt der Linguist Dr. Joachim Grzega, der seit 1998 als Sprachwissenschaftler an der katholischen Universität Eichstätt arbeitet, aber noch keine Dauerstellung als Professor hat. Der 37jährige Privatdozent hat vor knapp vier Jahren begonnen, sich „über die Tatsache Gedanken zu machen, dass die Kinder oft nur reproduzierend britische oder amerikanische Reime, Wendungen oder Liedtexte heruntersagen können“. Sie könnten aber nicht kommunizieren. Das sei für Grzega der Auslöser gewesen, die englische Grammatik auf 20 Regeln einzudampfen und einen Grundwortschatz auf 750 Wörter festzulegen.

Im Gespräch mit dem KURIER sagt Grzega, es sei „die Vorstellung des BGE, dass die Lerner entscheiden können, ob ihnen das ausreicht oder ob sie tiefer einsteigen wollen“. Der Ansatz des Sprachwissenschaftlers lehnt das Erlernen der englischen Sprache nicht an die britische oder amerikanische Kultur an. Ziel von Grzegas Einfach-Englisch ist es, bei den Kindern die Hemmschwelle vor einer Sprache zu senken und sie auf möglichst einfache und effiziente Art mit anderen Kindern, die Englisch nicht als Muttersprache haben, in Kommunikation treten zu lassen. Ersten zaghaften Versuchen im Schuljahr 2006/2007 folgten Vorträge an verschiedenen Universitäten, darunter auch in Bayreuth – und dort kam Grzega mit Wolfgang Fischer, dem Rektor der Alexander-von-Humboldt-Schule in Goldkronach in Kontakt.
Geplaudert wird schnell
Fischer, selbst einige Jahre in der Entwicklungshilfe tätig, fand Grzegas Idee von einem Einfach-Englisch sofort charmant. Denn: Fischer und seine Schule sind Teil des Comenius-Projekts, und die Kinder können mit neun europäischen Partnerschulen in Kontakt treten – wenn sie sich verständigen können. „Nur so macht das Ganze auch Sinn. Ab der dritten Klasse lernen die Kinder in der Grundschule Englisch. Was aber machen wir mit den Zweitklässlern?“, sagt Fischer. 95 Prozent seiner Zweitklässler lernen seit diesem Schuljahr Grzegas Einfach-Englisch auf freiwilliger Basis. So haben die Schüler und der Sprachwissenschaftler gleichermaßen ihren Nutzen: „Grzega ist nicht der Praktiker, aber wir haben gebraucht, was er anbietet“, sagt Fischer ganz pragmatisch. Die Erfahrungen seien sehr gut: „Die Kinder fangen nach kurzer Zeit an, untereinander Englisch zu sprechen, grüßen Lehrer auf dem Gang in Englisch. Sie können jetzt auch ihren Comenius-Partnern einmal eine Mail schreiben und bekommen auch eine Antwort. Dadurch, dass sie merken, dass die anderen auch nicht perfekt in dieser Sprache sind, steigt das Selbstvertrauen im gleichen Maß wie die Hemmschwelle sinkt.“

Fischer räumt dem Basic Global English – wie auch sein Erfinder Grzega – eine rosige Zukunft ein: „Ich könnte mir vorstellen, dass es den Durchbruch schafft. Vielleicht können wir weitere Comenius-Schulen dazu bringen, sich zu beteiligen“, sagt Grzega. Aber man brauche eben aufgeschlossene Schulen wie die von Wolfgang Fischer – denn beim Unterricht „müssten schließlich auch die Lehrer umdenken, den Kindern mehr Zeit lassen, die Gedanken in der neuen Sprache zu äußern und einen Satz rauszubringen“, der noch nicht einmal grammatisch richtig sein muss. Nur so könne man den Kindern Brücken zur Kommunikation bauen und die Scheu nehmen, die neue Sprache auch mit Spaß anzuwenden.

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Kostenfreier Schulweg
Landratsamt informiert über die Voraussetzungen
NÜRNBERGER LAND
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 2. April 2008

Für viele Eltern steht in Kürze eine wichtige Entscheidung an, nämlich die, in welche Schule ihr Kind in Zukunft gehen soll. Mit diesem Schulwechsel geht oft ein längerer Schulweg einher. Da die Fahrtkosten meist nicht unerheblich sind und eine Belastung für das Familien-Budget darstellen, kommt der Staat unter bestimmten Voraussetzungen für die Kosten des Schulweges auf.

Die Kostenfreiheit des Schulweges wird jedoch nur gewährt, wenn die Schüler die nächstgelegene Schule der gewünschten Schulart beziehungsweise Ausbildungs- und Fachrichtung gewählt haben. Bei Fragen können sich Eltern an das Landratsamt in Lauf, Telefon 09123/950292 wenden.
Zuständig für die Fahrtkosten der Schüler an weiterführenden Schulen im Landkreis Nürnberger Land ist das Landratsamt. Die Fahrtkosten werden nur übernommen, wenn der Schulweg länger als drei Kilometer ist und es sich bei den Schulen um öffentliche oder staatlich anerkannte private Realschulen, Gymnasien, Berufsfachschulen (nur Vollzeit) oder Wirtschaftsschulen bis einschließlich Jahrgangsstufe zehn handelt. Beförderungskosten für Schüler an öffentlich oder staatlich anerkannten privaten Berufsschulen in Vollzeitunterricht oder am Sonderpädagogischen Förderzentrum Lauf beziehungsweise Hersbruck werden ebenfalls übernommen. nk

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„Für Kinder der pure Stress“
Schulbussituation in Auerbach: KURIER sprach mit den Betroffenen
AUERBACH
Von Klaus Trenz
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 22. März 2008

Die Schüler, die Jahr für Jahr von der Grundschule Auerbach in das Gymnasium Eschenbach übertreten, lernen erst einmal Stressbewältigung. Nicht wegen der gestiegenen Anforderungen der höheren Schule, sondern wegen der Art und Weise, wie sie dort hin gelangen müssen – in überfüllten Schulbussen.

Erst kürzlich gingen einige Auerbacher Eltern mit einem Leserbrief auf die Barrikaden (der KURIER berichtete). Die Zustände in den Schulbussen nach Eschenbach werden als chaotisch und unzumutbar bezeichnet: „Es schreit zum Himmel, wie unsere Kinder in die Schulbusse gepfercht werden“.

Für die einzelnen Busse, die das Gymnasium Eschenbach ansteuern, wurden im vergangenen Jahr „Schulbussprecher“ eingeführt. Stefan Koch aus Auerbach ist einer davon. Für den 17jährigen sind das „Hauptproblem“ überfüllte Busse: „Die sind von hinten bis vorne vollgestopft, sodass die Sicherheit zu wünschen übrig lässt“. Am letzten Schultag zählte er im sogenannten „Dörferbus“ – neben dem Linienbus einer von zwei Ergänzungsbussen, der die Schüler in den Dörfern aufsammelt – auf der Heimfahrt 112 Schüler, die im Bus Platz finden mussten.

Oft erfolglos
Vor allem für die „Kleinen“, also die jüngeren Schüler, ist der allmorgendliche Kampf um einen Sitzplatz oft ein erfolgloser. Nicht nur, weil sie sich mitunter dem Recht des Stärkeren beugen müssen, sondern weil es keinen Sitzplatz mehr gibt. Das heißt für viele: Stehen im engen Gang des Busses, mit der Schultasche zwischen den Beinen. Die Haltestelle spielt dabei eine große Rolle, nach dem Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Der zehnjährige Max hat öfter mal Glück. Damit die Chancen auf einen Sitzplatz steigen, wird er – obwohl „sein“ Einstieg in den Schulbus normalerweise in der Stadtmitte wäre – zur Haltestelle am Krankenhaus gefahren, wo ein Schulfreund ihm einen Sitzplatz freihält, so lange es geht. „Max hatte am Anfang des Schuljahres einen regelrechten Horror vor dem Schulbus“, sagt sein Vater.

Das kann der elfjährige Dominik durchaus nachvollziehen: „Mir hat es fast einmal die Luft abgedrückt“. Egal, wen man fragt, ob es der elfjährige Andè ist, der zwölfjährige Alexander oder sein gleichaltriger Schulfreund Michael. Alle sprechen von Gedrängel und „Gequetsche“.

Der KURIER fragte nach, ob es schon zu einer gefährlichen Situation gekommen ist, ob schon mal ein Schüler umgefallen ist. Die Jungs erinnern sich an ein Bremsmanöver wegen einem Reh. Es seien Schüler gegen die Scheiben gedrückt worden, aber umgefallen sei dabei niemand. „Es ist so voll in dem Bus, da kann keiner umfallen“, meint Alexander, schon fast zynisch. Auf die Frage, ob sich die Schüler wenigstens festhalten könnten, kommt ungläubiges Kopfschütteln. Abgesehen davon, dass die jüngeren Schüler wegen ihrer Körpergröße nicht an die Haltestangen heranreichen, ist Festhalten, wohl dieselbe Glückssache, wie ein Sitzplatz: „Wir können uns nicht festhalten. Wie auch – vor uns steht einer, hinter uns steht einer“, sagt Alexander.

Für die 20 Kilometer von Auerbach nach Eschenbach verlassen viele der Kinder 90 Minuten vor Schulbeginn ihr Zuhause, je nachdem welchen Bus sie erreichen wollen, die zwischen 6.45 und 7.15 Uhr von Auerbach abfahren. Wer den frühen Bus nehmen muss, ist bereits um 7.30 Uhr am Gymnasium in Eschenbach, also eine halbe Stunde vor Schulbeginn. Kinder haben keine Probleme, diese Zeit zu überbrücken. Eltern aber halten „ein paar Minuten Schlaf mehr“ für sinnvoller.

Nicht alleine
„Für die Kinder ist das alles Stress pur“, betont die Mutter eines Gymnasiasten: „Und dann sollen sie in der Schule auch noch Bestleistungen bringen“. Die Forderung der Eltern ist deutlich: „Wir wollen für jedes unserer Kinder einen Sitzplatz im Schulbus“.

Mit diesem Anliegen stehen die Auerbacher Eltern nicht alleine da. Auch andernorts werden diese Forderungen immer wieder gestellt – bis jetzt erfolglos. Der Gesetzgeber selbst hat eine hohe Hürde aufgebaut. Er lässt die Beförderung stehend in Linien- und Schulbussen zu.

Mit der öffentlich geäußerten Empörung wollen es die Eltern nicht bewenden lassen. Es sind unter anderem genaue Zählungen der mitfahrenden Kinder in den Schulbussen geplant.

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Meldung vom 18. Februar:
Gravierende Mängel bei Schulbussen ...

Trinken im Unterricht
Genauer: Trinken während des Unterrichts
Viele Kinder und Jugendliche trinken zu wenig, denn in den meisten Schulen ist das Trinken während des Unterrichts verboten. Dadurch kann die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schüler abnehmen, warnen Ernährungsexperten.

Ums Trinken während des Unterrichts gibt es immer mal Probleme, weil manche Lehrer das nicht erlauben wollen. Wenn der Unterricht nicht gestört wird, spricht aber nichts dagegen.

Ganz im Gegenteil:
Es ist durchaus sinnvoll, wie mir in einer E-Mail aus dem KM mitgeteilt wurde,
das Trinken im Unterricht zu propagieren, die Tatsache, dass wir die Broschüre auf unserer Homepage anpreisen, belegt die Meinung des Ministeriums.“

Bei der Broschüre handelt es sich um das Projekt „Trinken im Unterricht“ der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM).
Redi Redetzky
Das  Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat dazu die Broschüre „Essen und Trinken (auch) in der Schule: Informationen, Fakten und Beispiele“ herausgegeben. ACHTUNG beim Herunterladen: Wenn Sie nicht aufpassen, installieren Sie eine Adobe-Toolbar (von der man nie genau weiß, was die alles machen kann). Laden Sie also keinesfalls die EXE-Version herunter sondern die Datei stmugv_app000???. Die müssen Sie allerdings nach dem Herunterladen in PDF umbenennen.

Bayerische Wirtschaft will Abbrecherquote verringern
Studienanfänger sollen besser informiert werden
MÜNCHEN/BAYREUTH
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 18. März 2008

Die bayerische Wirtschaft will die Zahl der Studienabbrecher in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern verringern und so gegen den Fachkräftemangel kämpfen.

Die Quote der Abbrecher sei deutschlandweit mit bis zu 36 Prozent in diesen Gebieten deutlich höher als in anderen Studiengängen, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Ein Grund sei fehlende Motivation, weil der Stoff gerade in den ersten Semestern sehr umfangreich sei und zahlreiche Prüfungen anstünden.

Künftig sollen an zehn Universitäten und Fachhochschulen im Freistaat spezielle Projekte finanziell gefördert werden. An der Universität Bayreuth hat man das Problem nach Aussage von Unipräsident Professor Helmut Ruppert seit längerem erkannt. Durch Eignungstests und persönliche Beratungsgespräche mit Professoren werde den Schülern bei der Studienwahl geholfen. Den Projekten des vbw, sollten sie umgesetzt werden, stehe die Uni Bayreuth offen gegenüber.

„Der Mangel an Ingenieuren lässt sich keineswegs mit einer grundsätzlichen Technikverdrossenheit der Jugendlichen erklären“, sagte Brossardt. So wählten noch rund 44 Prozent aller Studienanfänger an deutschen Hochschulen Fächer wie Mathematik, Technik, Ingenieur- oder Naturwissenschaften. Bei den Absolventen auf diesen Gebieten liege Deutschland aber weltweit in der Schlussgruppe. Langfristig müsse man eine größere Zahl junger Menschen, vor allem Frauen, für diese Fachgebiete interessieren. „Der einzige Faktor, der sich relativ kurzfristig beeinflussen lässt, sind die hohen Studienabbrecherquoten“, sagte Brossardt.

In bayerischen Unternehmen fehlen laut vbw rund 7500 Ingenieure. Schätzungen zufolge gehen jährlich 700 Millionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung verloren. Die vbw will über drei Jahre verteilt 2,1 Millionen Euro Fördergelder bereitstellen. dpa/mar


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Keiner darf verloren gehen
Fach- und Berufsoberschulen gewinnen an Profil
BAYREUTH
Von Sandra Buchwald
Nordbayerischer Kurier — Montag, 10. März 2008

Erstmals in Bayreuth wurde am Samstag die Arbeitstagung für Lehrkräfte an Fach- und Berufsoberschulen abgehalten. Dabei setzte der Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern (VLB) auf den Dialog mit München: Bernd Sibler, Staatssekretär im Kultusministerium, referierte über Ausbildungsalternativen an der beruflichen Oberschule und stellte sich im Anschluss den Fragen des Plenums.

VLB-Vorsitzender Wolfgang Lambl durfte sich über reges Interesse an der Fachtagung freuen, die neben einer Lernmittelschau und dem Referat des Staatssekretärs Sibler mit anschließender Podiumsdiskussion auch intensive Reflexion in themenbezogenen Arbeitskreisen im Angebot hatte. Wie Lambl hervorhob, zeigten es die stetig zunehmenden Schülerzahlen, dass es sich bei FOS und BOS um einen attraktiven Ausbildungsgang handele. Da die berufliche Oberschule in Zukunft ebenfalls die Hochschulreife ermögliche, seien Eltern nicht mehr gezwungen, bereits in der vierten Klasse für ihre Kinder die weitreichende Entscheidung pro oder kontra Abitur zu treffen.

Auch der Präsident der Universität Bayreuth, Helmut Ruppert, plädierte für ein durchlässiges Schulsystem. Er sprach von einer Scharnierfunktion von FOS und BOS, die den Schülern auch nach der Schullaufbahnentscheidung in der vierten Klasse eine flexible Ausbildung ermögliche.

„Die Kommunen müssen bei Ausbau von FOS und BOS helfen“, betonte Heinrich Dumproff, der die Grüße der Stadt Bayreuth überbrachte. Dieser Verantwortung werde sich auch Bayreuth stellen. Wie Dumproff ankündigte, werde im nächsten Jahr der Spatenstich für eine Schulerweiterung stattfinden – die Erweiterung gebe sieben neuen Klassen Raum.

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Herzstück der Fachtagung war der Vortrag von Staatssekretär Bernd Sibler, der die neue berufliche Oberschule als attraktiven Weg zur Hochschulreife vorstellte. Bildung müsse begabungsgerecht an die individuellen Voraussetzungen der Schüler angepasst sein. Dies werde durch „das von unten nach oben durchlässige bayerische Schulsystem“ unterstützt, da es flexibel auf die Bedürfnisse der Schüler reagieren könne. Die Modellversuche einer beruflichen Oberschule in Verbindung mit der Jahrgangsstufe 13 an den Fachoberschulen (FOS 13) sei mit einer Erfolgsquote von nahezu 100 Prozent derart erfolgreich gewesen, dass man ein Jahr früher als geplant im Schuljahr 2008/2009 die bayernweite Einführung beschlossen habe.

Somit werde auch Schülern, die nach der Grundschule nicht ins Gymnasium überwechseln, zu einem späteren Zeitpunkt die Wahl eines gleichwertigen Weges zur Hochschulreife ermöglicht. Die Schüler, die den Ausbildungsgang über die berufliche Oberschule wählen, dürften sich über intensive Unterstützung durch Brückenangebote freuen. Mit einem Vorkurs in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie Förderunterricht für schwächere Lernende könne individuell auf den Ausbildungsstand der Schüler reagiert werden. „Keiner darf verloren gehen“, appellierte Sibler ans Plenum und kündigte mehr Planstellen im Kampf gegen den Lehrermangel an.

Die Sorgen der Eltern
Dass Lehrermangel jedoch nicht das einzige Problem ist, mit dem Berufs- und Fachoberschulen zu kämpfen haben, zeigte die anschließende Diskussion deutlich. Vertreter von Eltern, Schülern, Schulen und Lehrerschaft schilderten aus ihrer jeweiligen Sicht die Probleme, mit denen sich FOS und BOS auseinandersetzen müssen. Verbesserung der Lehrerausbildung und der Referendarbezüge, Maßnahmen gegen Lehrermangel und überfüllte Klassen, aktuelle Schulbücher, die Vergleichbarkeit der erreichbaren Abschlüsse sowie eine bessere Schullaufbahnberatung – die Teilnehmer gaben Staatssekretär Sibler eine lange Wunschliste mit.


Für jedes Kind einen Sitzplatz
Leserbrief
THEMA: SCHULBUSSE
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 8. März 2008

Die Situation der Kinder im Schulbusverkehr gibt den Anlass für diesen offenen Brief, mit dem sich Auerbacher Eltern an Landrat Armin Nentwig, den Kreistag sowie die Vertreter in Land und Bund wenden.

Die chaotischen Zustände in den Schulbussen von Auerbach nach Eschenbach veranlassen uns Eltern der betroffenen Kinder zu diesem offenen Brief. Wobei in den meisten Schulbussen diese Gegebenheiten vorliegen dürften und sehr viele Eltern auch unserer Meinung sind.

Es schreit zum Himmel, wie unsere Kinder in die Schulbusse gepfercht werden. Viele Kinder kommen schon in aller Herrgotts-Frühe in Stresssituationen und haben nervöse Anspannungsmomente beim Gerangel um die Plätze, vor allem die Jüngeren. Zudem verlassen die Kinder für 20 Kilometer Anfahrt teilweise 90 Minuten vor Schulbeginn ihr Zuhause. Und dann sollen sie in der Schule auch noch Bestleistungen bringen. Unmöglich! Es ist verantwortungslos und nicht mehr hinnehmbar.

Ende letzten Jahres musste der Schulbus plötzlich abbremsen und die Kinder vielen wie Dominosteine um. Gott sei Dank, dass niemand verletzt wurde. Was muss passieren, dass hier endlich vernünftige Verhältnisse geschaffen werden. Wir wollen und müssen hier das Ganze zum Positiven verändern. Wir leben in einem Land, wo Sicherheit und Leistung ganz groß geschrieben werden und unsere Damen und Herren der Politik „betiteln“ immer gerne unsere Kinder als „unser höchstes Gut“.

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Amerikanische Kinder haben in ihren Schulbussen alle Sitzplätze. Im Auto müssen die Kinder angegurtet werden. Nur für unsere Schulbusse machen sie Gesetze, die niemand nachvollziehen kann.

Wir fordern auch für jedes unserer Schulkinder einen Sitzplatz im Schulbus. Am Geld kann es nicht liegen. Wenn man hört und liest, wie viel Geld verschleudert oder allzu großzügig ausgegeben wird, kann man erwarten, dass die öffentliche Hand eine so wichtige Aufgabe ernst nimmt und die finanziellen Mittel dafür aufbringen muss. Viele Politiker besitzen mächtige Dienstwagen mit Chauffeur. Die Straßenbaumaßnahmen auf unserer Bundesstraße 85 sind mehr als übertrieben, zum Beispiel die Einfahrt „Highway“ Michelfeld oder Richtung Amberg. Staatsbauten mit Fehlplanungen, Transrapid und und und. Dort wird Geld zum offenen Fenster hinausgeworfen.

Für die Schulbusfahrten unserer Schulkinder sind vier Ministerien und unzählige Leute zuständig. Und dann so eine unzumutbare Situation in den Schulbussen. Unglaublich, aber wahr!

Sehr verehrte Mandatsträger unserer Region: Geben Sie unsere Meinung auch nach ganz oben weiter und schaffen sie eine menschenwürdige Schulbus-Situation. Erst dann können sie mit Recht und Stolz sagen: „Unserer Kinder sind uns viel wert“. Nehmen Sie bitte öffentlich dazu Stellung.

Thomas Meyer, Uwe Ditz, Beate Friedl, Charly Trenz, Markus Lehnert (alle Auerbach), Richard Schmidt (Zogenreuth)


Bürgermeister in der Radarfalle
Alarmierend: Verkehrsaufklärung mit Achtklässlern an Bushaltestelle in Sophienthal
SOPHIENTHAL
Von Karl-Heinz Reith
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 8./9. März 2008

Ein alarmierendes Ergebnis erbrachte die Verkehrssicherheitsaktion am Freitagmorgen, die die Polizeiinspektion Bayreuth-Land gemeinsam mit der Weidenberger Schulklasse 8a an der Bushaltestelle in Sophienthal durchführte.

Allein in einer Dreiviertelstunde rasten dort 45 Autos am Schulbus vorbei, an dem die eingeschaltete Warnblinkanlage den Fahrern eigentlich Schrittgeschwindigkeit – also drei bis vier Stundenkilometer – signalisierte. Sogar Bürgermeistern aus Nachbargemeinden, einem Taxifahrer und Fahrern, die selbst Eltern sind, musste von den Achtklässlern nach dem Herauswinken durch die Polizei ins Gewissen geredet werden. Die häufigsten Ausreden lauteten: „Ich habe den Bus nicht gesehen“ und „Da ist doch keine Schule in der Nähe“. Manch einem war indes die Verkehrsregel schlichtweg unbekannt.

Im Ernstfall wären an diesem Morgen 31 Führerscheine mindestens für einen Monat eingezogen worden und obendrein noch saftige Geldbußen und Punkte in Flensburg fällig gewesen. Den traurigen Rekord hielt ein Geländewagen mit 77 Stundenkilometern. Er hätte bei einer normalen Verkehrskontrolle seinen Führerschein für zwei Monate abgeben müssen, vier Punkte in Flensburg kassiert und obendrein noch 275 Euro Geldbuße zahlen müssen.

Schlimmstenfalls könnte das Fehlverhalten der Autofahrer das Leben der Schulkinder gefährden. 2004 und 2005 wurden bei Schulbusverkehrsunfällen Schüler getötet, deren Schutz bei der Aufklärungsaktion im Vordergrund stand. Stn

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KOMMENTAR: Also hier kann ich's nicht lassen: Wer an einem haltenden Schulbus, der an einer Haltestelle steht und die Warnblinkanlage eingeschaltet hat, so schnell vorbeifährt, handelt extrem verantwortungslos und gefährdet auf das höchste das Leben von Menschen. Die Strafen für so ein Verhalten könnten meiner Meinung nach ruhig härter sein, und daß in diesem Fall dem Fahrer oder der Fahrerin des Geländewagens nur „ins Gewissen geredet“ wurde, kann ich nicht überhaupt nicht nachvollziehen.

Einigen (vielen?) Menschen scheint da — man kann das 
z.B.  jeden Schultagmorgen vor dem MWG beobachten — jegliches Unrechtsbewußtsein und (was schlimmer ist) Verantwortungsgefühl zu fehlen.

Redi Redetzky

Freiwillig sitzenbleiben aus Protest gegen Turbo-Abitur
Eltern-Aufstand gegen Stress – Ärger über Schulzeitverkürzung am Gymnasium – Kultusminister um Nachbesserung bemüht
BERLIN
Von Karl-Heinz Reith
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 7. März 2008

An einem Dortmunder Gymnasium proben Eltern den Aufstand. Freiwillig sollen alle ihre Kinder gemeinsam in der siebten Klasse eine „Ehrenrunde“ drehen, um den Stress durch die aus Elternsicht überhastet eingeführte Schulzeitverkürzung am Gymnasium zu mildern. Das „Turbo-Abitur“ nach nur 12 statt bisher 13 Schuljahren sorgt derzeit für Verdruss. Väter und Mütter fühlen sich bei den Hausaufgaben als „Hilfslehrer“ missbraucht. Das Familienleben leidet. Die Nachhilfeindustrie boomt.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) war gestern in Berlin um Nachbesserungen bemüht. Nach ihrem Beschluss dürfen Übungen, Projekte und Methodenlernen „flexibler“ als bisher auf das vereinbarte Unterrichtsvolumen von insgesamt 265 Wochenstunden bis hin zur Reifeprüfung angerechnet werden. Teilt man diese Zahl durch die acht Schuljahre, kommt man auf etwa 33 Schulstunden pro Woche. Mindestens 260 Stunden müssen im Lehrplan fachgebunden ausgewiesen sein. Diese werden wie bisher von der fünften Klasse an zum Abitur verteilt.

„Gutes Lernen braucht aber Zeit“, sagt die Vorsitzende des Bildungsausschusses, des Bundestages, Ulla Burchardt (SPD). „Wer das schnelle Abitur will, muss Ganztagsschulen schaffen. Alles andere ist Kinderschänderei.“ Jugendforscher Klaus Hurrelmann fürchtet angesichts des „zusammengepressten“ Unterrichts bei jedem vierten Gymnasiasten eine deutliche Zunahme der Überforderung.

Die Unionsländer verweisen darauf, dass dieses schnelle Lernen heute europäischer Standard sei. Nur: In fast allen EU-Staaten ist die Ganztagsschule die Regel. Dagegen dominiert in Deutschland noch die Halbtagsschule. Eine Folge: Schüler in Deutschland haben bis zum Abitur weniger Unterricht als anderswo. Sind etwa in Frankreich und England über 11 500 Vollzeitstunden üblich, werden hierzulande nur 9500 erteilt, so der Philologenverband.


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Realschule als Mittelweg
Am Mittwoch und Donnerstag Infoveranstaltungen – Leistungen einschätzen
BAYREUTH
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Montag, 3. März 2008

Der März ist für die Viert- und Fünftklässler der Monat der Entscheidung. Gymnasium oder Realschule? Das ist die vieldiskutierte Frage. Entscheidungshilfen können die Informationsabende an den Gymnasien wie an den Realschulen geben, die im März stattfinden.

Nichts geändert hat sich an der Aussage, die der Ministerialbeauftragte für die oberfränkischen Realschulen, Manfred Egner, Bayreuth, im vergangenen Jahr im Gespräch mit dem KURIER gemacht hat – im Gegenteil, sie hat sich sogar verschärft: Die Eltern sollten die Leistungen ihrer Kinder real einschätzen, denn Kinder, die aufs Gymnasium geschickt werden und dort mit ihrer Leistung scheitern, können auch an der Realschule – hart ausgedrückt – schlechte Karten haben, weil „sie die Arbeitsweise nicht kennen“, so Egner.

Mit FOS 13 zum Abi
Die Realschule ist, nicht zuletzt durch die Einführung der 13. Klasse auch an der Bayreuther Fachoberschule, ein weiterer Weg zum Abitur. Sechs Jahre dauert die Schulzeit an der R6, ab der siebten Klasse müssen die Kinder entweder den naturwissenschaftlich-technischen, den wirtschaftlichen oder einen musisch-gestaltenden, hauswirtschaftlichen oder sozialen Schwerpunkt setzen.

Wer in der vierten Klasse im Übertrittszeugnis einen Durchschnitt von 2,33 oder besser hat, kann ohne Probleme auf die Realschule gehen. Wer aus der fünften Klasse übertritt, braucht einen Schnitt von 2,0 oder besser in den Fächern Deutsch und Mathe. Als geeignet gilt, wer einen Schnitt von 2,5 erreicht. In die Proberunde muss, wer einen Schnitt von 3,0 hat (2,66 bei Übertrittswunsch aus der vierten Klasse).

Von der Realschule – in der neunten Klasse können die Kinder zudem den qualifizierenden Hauptschulabschluss als externe Teilnehmer machen – können die Schüler auch aufs Gymnasium wechseln, wenn sie eine entsprechende Übergangs- oder Anschlussklasse besuchen.


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Abi: Aus vier mach fünf
Deutsch, Mathe und Fremdsprache künftig Pflicht – Vorsichtig positive Resonanz
BAYREUTH/MÜNCHEN
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 1./2. März 2008

War die Einführung des achtstufigen Gymnasiums (G8) in Bayern eher eine Hauruck-Aktion, lässt man sich mit der Einführung der dazugehörigen Oberstufe länger Zeit: Aktuell werden an allen Gymnasien Multiplikatoren ausgebildet, gestern stellte Kultusminister Siegfried Schneider den bundesweit einmaligen Weg der Praxisseminare vor. In Bayreuth ist die Resonanz auf die kommende Oberstufe durchaus positiv – mit einigen kritischen Zwischentönen.

„Keiner meiner Kollegen in Bayreuth denkt, das sei nicht machbar, jeder weiß aber auch, wo die Knackpunkte liegen. Jeder weiß, worauf er achten muss – aber auch, dass die entsprechenden Mittel bereitgestellt werden müssen, damit die Reform der Oberstufe ohne große Ecken und Kanten abgeht. Sicher ist aber: Hopplahopp läuft das nicht“, sagt der Direktor des Richard-Wagner-Gymnasiums (RWG), Horst Anclam, auf Anfrage des KURIERS. Anclams erste Reaktion auf die Multiplikatorenschulungen, die in den vergangenen Wochen an allen Bayreuther Gymnasien liefen, sei – so sagt er – durchaus als Meinungsbild der Bayreuther Gymnasien zu verstehen. Man stehe schließlich im engen Kontakt, tausche sich regelmäßig aus.

Die Reform, die ab dem Schuljahr 2009/10 greifen soll, schränkt die derzeitige Wahlmöglichkeit der Abiturienten deutlich ein und erhebt gleichzeitig die Fächer Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache „im Prinzip in den Rang eines Leistungskursfaches“, so Anclam. Deutsch und Mathe sind fester Bestandteil der schriftlichen Abiturprüfung, von den drei weiteren Abifächern – bislang waren es insgesamt vier – muss eines schriftlich, die anderen beiden mündlich geprüft werden. Die drei restlichen Prüfungsfächer können entweder eine Fremdsprache oder Fächer aus dem gesellschafts- oder naturwissenschaftlichen Bereich oder aus den Feldern Sport, Musik und Kunst sein.

„Anders als früher“
Anclam sagt, mit der neuen Oberstufe werde zwar die bisherige Wahlmöglichkeit reduziert, im gleichen Maße aber „eine größere Entwicklungsmöglichkeit der Ausbildung gewährleistet“ – und damit werde dem Ruf der Universitäten und der Wirtschaft gleichermaßen Rechnung getragen. Denn: Gerade in den Kernkompetenzen Deutsch und Mathematik habe es gehapert. „In vielerlei Hinsicht wird die neue Oberstufe aber anders sein als früher“, als in den Hauptfächern generell das Abitur noch abzulegen war, weil durch Seminarfächer und das von Schneider und dem Vizepräsidenten der bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, gestern vorgestellte Praxis-Seminar (P-Seminar) „das persönliche Profil des einzelnen Schülers noch deutlich geschärft oder gleich in Richtung des angestrebten Berufes ausgeprägt werden kann“, so Anclam.
Die Lehrer, die als Multiplikatoren ausgebildet wurden, hätten – wie er und seine Direktorenkollegen auch – viele positive Ansätze entdeckt, aber auch Kritikpunkte ausgemacht: „Der erste Punkt ist die zu erwartende deutlich höhere Stundenzahl von bis zu 36 Wochenstunden. Da stellt sich die Frage, wo die Zeit bleibt, an Projekten zu arbeiten, sich auf Klausuren und Abitur vorzubereiten“, sagt Anclam. Insofern stimmt er den Aussagen seines Kollegen Thomas Freiman (Graf-Münster-Gymnasium) zu, der in einem KURIER-Gespräch die Reduzierung der Prüfungen gefordert hatte. „Das auf ein kompaktes Format zu bringen, wäre sicher ein richtiger Weg“, so Anclam.

„Noch entscheidender aber ist die Frage nach dem Stundenbudget, das wir haben werden. Denn wenn wir gezwungen wären, große Klassen zu bilden – Deutsch und Mathe zum Beispiel werden ja im Klassenverband unterrichtet werden –, wäre es problematisch.“ Also: Mehr Geld und damit mehr Lehrer sind nötig, um eine neue gymnasiale Oberstufe richtig machen zu können. Schließlich kommen bei durchschnittlich 100 Abiturienten dann bei angestrebten Maximalklassenstärken von 25 Schülern vier Deutschkurse und vier Mathekurse auf Leistungskursniveau auf die Schulen zu – und das war bislang utopisch.

Leistung muss sein
Es sei erklärtes Ziel des Kultusministeriums, „die Studierfähigkeit der Abiturienten mit der Reform der Oberstufe zu erhöhen“, sagt Dr. Ludwig Unger, Leiter der Pressestelle des Kultusministeriums, im Gespräch mit dem KURIER. Der Weg zur Oberstufe werde auch schlanker werden, was den Stoff angeht. Kultusminister Schneider habe „die klare Anweisung gegeben, bis Ostern festzulegen, was aus den Lehrplänen herausfallen kann“. Damit, so Unger auf Nachfrage, „liegen Ministerpräsident und Kultusminister auch nicht diametral auseinander. Denn es muss klar sein, dass ein kind- und jugendgerechtes Gymnasium auch eine gewisse Leistungsanforderung haben muss“. Es sei auch ab der fünften Klasse den Schulen, in späteren Jahrgängen auch den Schülern selbst, freigestellt, „ob sie sagen, sie brauchen die Intensivierungsstunden, die man als fakultatives Angebot verstehen sollte“. Man sei auch gezielt dabei, die maximalen Klassenstärken im Gymnasium zu reduzieren.

Abruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Ein Plädoyer: Den Ausbruch wagen aus dem engen Schulkorsett
Gymnasiallehrer und Publizist Fritz Reheis im Kampf um die Rückkehr der Langsamkeit: Raum und Zeit für Muße bieten
SACHBUCH
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 1./2. März 2008
Seine Vorstellung von Schule lässt sich kaum vereinbaren mit G8, mit voll gestopften Lehrplänen, Unterrichtsstunden, die entfallen, ge- und entnerven Lehrkräften mit Burn-out-Syndrom und Schülern, die sich wochenlang in psychotherapeutische Behandlung begeben müssen, um wieder zu funktionieren. Schüler, die der Turboschule, wie Fritz Reheis sie nennt, standhalten müssen.

Reheis weiß, wovon er spricht. Reheis ist heute Publizist und war über 20 Jahre lang Gymnasiallehrer. Heute lehrt er an der Universität Bamberg Bildungssoziologie und vertritt das Fach Sozialkunde. Sein neuestes Buch trägt den provokativen Titel „Bildung contra Turboschule! Ein Plädoyer“. Und damit spricht Reheis vielen Lehrern, Eltern und Schülern aus der Seele. Er trägt zusammen, was viele bereits bemängelt haben an unserem Bildungssystem, und zieht das Fazit: Wissen, das die Schulen von heute vermitteln, ist Wegwerfwissen. Fast Food, schnell gegessen und ebenso schnell vergessen. Einerseits Stress erzeugend, andererseits Langeweile.

Die Gründe dafür zeigt Reheis, der auch Mitglied des Vereins zur Verzögerung der Zeit und Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik ist, deutlich auf. Das „Potential der Langsamkeit“ – so sein erster Buchtitel – könne nur dann ausgeschöpft
werden, wenn umstrukturiert würde. Da nennt Reheis das 45-Minuten-Korsett, zu kurz etwa für eigenständige Erkundung physikalischer Sachverhalte durch Experimente. Kritisch sieht Reheis auch den Umgang mit Fehlern im Unterricht. Aufgrund der knappen Zeit schreite der Unterricht in kleinen, durch Fragen und Antworten strukturierten Schritten voran. So werde der Unterricht zum Wettbewerb um die Vermeidung von Fehlern.
Völlig falsch, sagt Reheis. Denn damit zwinge man Schüler auf den Dauerprüfstand. So komme es zur Testeritis. Ganz zu schweigen von den Langzeitfolgen für die Kinder. Wo im Laufschritt gelernt wird, fehle die Zeit zum genauen Wahrnehmen, zum Nachdenken über das Wahrgenommene und zum Bewerten der Ergebnisse. Der Zeitdruck lasse oft nicht zu, das Gelernte zu wiederholen, zu üben oder gar anzuwenden. Damit verwehrt die Schule den Kindern oft das eigentlich wohlverdiente Erfolgserlebnis, welches Lernprozesse abschließen sollte und zu neuem Lernen motiviert, sagt Reheis.

Dass es auch anders geht, zeigt der Autor in den letzten Kapiteln seines hochinteressanten Buches auf. Lehrer, die den Unterricht umkrempeln, die den Ausbruch wagen. Seine Forderung für die Schule im 21. Jahrhundert ist zugleich ein Blick zurück. Was Scola im Mittelalter für das Klosterleben war, sollte die Schule von heute auch bieten, sagt Reheis. Raum und Zeit für die Muße. „In einer solchen Schule könnte jeder Heranwachsende in einer frühen Phase seines Lebens zum ersten Mal erleben, was es heißt, im Getriebe des Alltags innezuhalten. Den Blick zurück und nach vorne, in die Nähe und in die Ferne pendeln zu lassen, und gemeinsam über das nachzudenken, was eigentlich wichtig ist im Leben.“

Ein Buch, das auf jedem Schreibtisch im Kultusministerium liegen sollte. gs

INFO Fritz Reheis: Bildung contra Turboschule! Ein Plädoyer, Herder-Verlag, 14,90 Euro. ISBN 978-3-451-03008-6

Abruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

„Blanke Angst“ in Schülerfamilien
Ganztags-, Gesamtschule oder bisheriges System?
FORCHHEIM
von Frank Gundermann
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 1./2. März 2008
Die Lehrerausbildung muss verbessert werden, zudem sollten Auswahlkriterien für Lehramtsstudierende gefunden werden. Auf diesen gemeinsamen Nenner konnten sich trotz unterschiedlicher Standpunkte die Diskutanten eines Workshops zum Thema „Ganztagsschule – Forschung, Erfahrungen, Praxis“ in Forchheim einigen.

Rund 280 bayerische Lehrer, Wissenschaftler und Pädagogen nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil. Derzeit gibt es in Bayern 162 Hauptschulen, zwölf Gymnasien und zehn Realschulen mit Ganztagsangeboten.

Birgit Hoyer formuliert es optimistisch. „Es befördert Hoffnungen“, sagt die Geschäftsführerin des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZfL) der Universität Würzburg. Sowohl die derzeitige politische Situation, die Bildung zum zentralen gesellschaftlichen Thema gemacht habe, als auch die Wirtschaft, die sich des Themas angenommen habe, böten eine gute Konstellation.

Dass zum Thema Ganztags- und Gesamtschule jedoch noch jede Menge Diskussionsbedarf besteht, das zeigte die Abschlussveranstaltung der Tagung. Während Walter Fronczek, Schulpolitik-Experte des Bayerischen Philologenverbandes, als Vertreter der Gymnasiallehrer langfristige Perspektiven und klare Rahmenbedingungen für eine fortschreitende Professionalisierung gerade auch für den Erfolg des G8 forderte und Veränderungen der Schulstruktur ablehnte, sprach sich der Leiter für Schul- und Bildungspolitik des Bayerischen Lehrerverbandes, Fritz Schäffer, für einen Wandel aus. Er forderte eine gemeinsame Schule, die vom ständigen Sortierzwang des dreigliedrigen Schulsystems mit Haupt- und Realschule sowie Gymnasium befreit werden müsse.

Abruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers
Denn „was da zurzeit in Familien abläuft, ist verrückt“, sagte Schäffer. So herrsche bei Eltern von Dritt- und Viertklässlern die „blanke Angst“, dass die Noten auch ja zum Übertritt ans Gymnasium reichten. So müsse man sich überlegen, ob man wirklich ein Schulsystem wolle, das vor allem auf Noten und Zertifizierung ausgerichtet sei. Gerade bei der Strukturfrage und einer möglichen Änderung des dreigliedrigen Schulsystems zur Gesamtschule dürfe es keine Dogmen und Tabus geben.

Hans-Peter Kempf, der stellvertretende Landesvorsitzende des Bayerischen Realschullehrer-Verbandes, sprach sich gegen eine Gesamtschule und für eine Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems aus, das weiterentwickelt werden müsse. Der bildungspolitische Sprecher der SPD, Hans-Ulrich Pfaffmann, forderte mehr Selbständigkeit für Schulen sowie weniger Verwaltungsaufwand und mehr Zeit für Schüler, was Ganztagsschulen ermöglichten. Und auch CSU-Vize-Fraktionsvorsitzender Karl Freller sagte, dass Ganztagsschulen die emotionale Beziehung zwischen Lehrern und Schülern verbessern würden.

Schüler werden nicht gefragt
Sieghard Schramm, Schulausschuss-Mitglied im Bayerischen Städtetag, sprach sich für „Schule als Lebenshilfe“ und „Schule als Lebensraum“ aus, die sich dem gesellschaftlichen Wandel anpassen müsse, beispielsweise in Form der Ganztagsschule. Die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands, Isabell Zacharias, betonte, dass es den Schulen vor Ort überlassen sein sollte, sich für oder gegen die Form der Ganztagsschule zu entscheiden. Sebastian Nähr von der Landesschülervereinigung forderte veränderte Strukturen und eine expansive Wissensvermittlung, bei der den Schülern der Unterrichtsstoff nicht eingetrichtert, sondern zum eigenständigen Lernen angeregt werde. Zudem bemängelte der 17-jährige Schüler, dass bei der ganzen Diskussion die eigentlichen Betroffenen, nämlich die Schüler, kaum gefragt würden.


Im Internet top, im Lesen flop
Bildungsforscher schlagen Alarm: Schulen müssen Jungs besser fördern
STUTTGART
von Andreas Heimann
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 23. Februar 2008
Jungen sind nicht mehr selbstverständlich das starke Geschlecht. In der Schule haben sie oft schlechtere Noten und häufiger Probleme. Sie müssen eher ein Schuljahr wiederholen und verlassen die Schule häufiger ohne Abschluss. Die Pisa-Studie bescheinigte ihnen, dass sie schon beim Lesen nicht mehr mithalten können. Die Schule nehme zu wenig Rücksicht auf Jungs, beklagen Bildungsforscher und fordern ein Umdenken.

Bei der Förderung von Jungen und Mädchen gebe es ein klares Missverhältnis, sagte Bruno Köhler, Leiter des Projektes „Jungenleseliste“ in Stuttgart, bei der Bildungsmesse Didacta. „Auch Jungen brauchen Förderung, gerade beim Lesen und bei der Sprachkompetenz, wo sie sich langsamer entwickeln als Mädchen.“ Reine Jungs-Projekte seien aber selten. „Und wenn es sie gibt, dann geht es häufig vor allem darum, das Männerbild kritisch zu reflektieren.“

Vor 30 Jahren seien die Mädchen die Bildungsbenachteiligten gewesen. Inzwischen gelte in den Schulen mädchentypisches Verhalten als die Norm, typisches Verhalten von Jungs als defizitär. Nicht dass in den Grundschulen die Mehrzahl der Lehrer weiblich sind, sei das Problem, sondern die „Feminisierung der Pädagogik“. Jungen würden in der Schule als die potentiell schlechteren Schüler wahrgenommen: „Viele Jungen bekommen bei gleichen Schulleistungen die schlechteren Noten“, sagte Köhler.

Abruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers
Unbemerkte Kompetenzen
Das pädagogische Konzept in Kindergärten und Grundschulen nimmt auch nach Einschätzung von Wolfgang Bergmann zu wenig Rücksicht auf die Interessen und Bedürfnisse von Jungen: „Es widerspricht ihnen sogar“, sagt der Kinder- und Familientherapeut aus Hannover. Allerdings sei er nicht sicher, ob die Wahrnehmung stimme, dass Jungen in der Schule tatsächlich zurückbleiben. Sie entwickelten unbemerkt beachtliche Kompetenzen, beispielsweise beim hochkonzentrierten Spielen komplexer, umfangreicher Computerspiele, die ihnen auch Vorteile verschaffen könnten. Im Umgang mit digitalen Technologien und dem Internet seien Jungs oft ausgesprochen versiert.

Der hohe Medienkonsum sei allerdings auch eine der Ursachen für die Probleme, die Jungen in der Schule haben, warnte Margrit Wienholz, Initiatorin des Projektes „Kicken und Lesen“, das Jungen motivieren soll, zum Ball und zum Buch zu greifen. Zwar sei erkennbar, dass Mädchen in der Schule besser abschneiden. Das bedeute aber nicht, dass alle Jungen in der Schule Probleme haben: „Es sind zwischen 20 und 25 Prozent, die sozialverträgliches Verhalten und Bildungsabschlüsse verweigern.“

Oft sind es solche Kinder, die so gut wie gar nicht von selber lesen – egal ob Bücher, Zeitungen oder Texte im Internet. Auch Bruno Köhler sieht einen wichtigen Lösungsansatz darin, Jungen zum Lesen zu bringen. „Sie haben eindeutig die geringere Lesekompetenz.“ Das liege häufig aber auch am Lehrplan. „Jungs lesen weniger Romane und mehr Sachbücher, auf ihre Interessen sollte mehr Rücksicht genommen werden.“


Gravierende Mängel
Nordbayerischer Kurier — Montag, 18. Februar 2008
MÜNCHEN. Viele Schulbusse in Deutschland weisen einer Untersuchung zufolge erschreckende Sicherheitsmängel auf. Eine technische Überprüfung durch den ADAC und die Polizei haben bei sieben von 141 Bussen erhebliche technische Fehler gezeigt. Dazu gehörten defekte Nothähne zum Öffnen der Türen und ein nicht richtig funktionierender Einklemmschutz.

Schulbussituation in Auerbach ...
In zehn Fällen wurden Schäden an der Karosserie entdeckt, zwölfmal mussten die Reifen beanstandet werden. Zwei Busse in Nordrhein-Westfalen und ein Bus in Hessen mussten sogar aus dem Verkehr gezogen werden. Neben technischen Mängeln kritisieren die Tester auch das zu knappe Angebot an Sitzplätzen. Bereits beim Einstieg spielten sich im Gedränge „dramatische Szenen“ ab.

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CSU-Fraktionschef will weniger Stoff im G8
MÜNCHEN
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 23. Januar 2008
CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid pocht auf eine Verringerung des Unterrichtsstoffs im achtjährigen Gymnasium (G 8). Schmid sagte in München: „Es muss weniger Fülle sein und damit weniger Druck.“ Die Schüler dürften nicht überfordert werden. Deshalb habe sich Ministerpräsident Günther Beckstein zu Recht für eine Durchforstung des Unterrichtsstoffs ausgesprochen.
Schmid äußerte sich besorgt darüber, dass zu viele Eltern ihre Kinder unbedingt aufs Gymnasium schicken wollen. Er mahnte, es müsse die unterschiedliche Begabung der Schüler berücksichtigt werden. Es gebe zum Teil Anforderungen von Eltern an ihre Kinder, die nicht realistisch seien.

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Alle Schüler müssen einen Samstag zum Unterricht
Alle Schüler müssen einen Samstag zum Unterricht
MÜNCHEN
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 11. Januar 2008
Erstmals seit den 70er Jahren wird es in diesem Jahr wieder einen landesweiten Schultag am Samstag geben.

Als Termin sei der 22. November vorgesehen, sagte ein Sprecher des bayerischen Kultusministeriums. Der Samstags-Schultag ist den Angaben zufolge notwendig, weil Allerheiligen in diesem Jahr auf einen Samstag fällt und die Herbstferien daher mit drei Tagen ungewohnt kurz ausfallen würden. Das Ministerium habe jedoch entschieden, die Ferien wie gewohnt auf eine volle Woche auszudehnen und einen der zusätzlichen Ferientage durch den Samstags-Schultag nacharbeiten zu lassen.

Unterdessen hat sich die Bayerische Staatsregierung für wohnortnahe Schulen auch in ländlichen Regionen ausgesprochen. Vor allem das enge Netz der Grundschulstandorte sei wichtig für Kinder und Familien, sagte Ministerpräsident Günther Beckstein bei einem Kommunalkongress der CSU-Landtagsfraktion in München.

Das in Haupt- und Realschule sowie Gymnasium gegliederte Schulsystem in Bayern müsse auf lange Sicht bestehen bleiben. „Jedes Kind muss seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert werden können“, sagte Beckstein. Dazu gehöre auch eine bessere Integration ausländischer Kinder.

[...]

Am 2. März sind in Bayern Kommunalwahlen.

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Straßenumfrage von x-bay unter Bayreuther Schülern zum Schultag am Samstag

Zum Lokführerstreik erklärt das Kultusministerium:
Pressemitteilung Nr. 164 vom 4. Oktober 2007
Schule findet auch bei Bahnstreik statt

MÜNCHEN. Das Bayerische Kultusministerium stellt klar: An Bayerns Schulen findet auch trotz der Warnstreiks im Bereich der Deutschen Bahn und deren Zuständigkeit für die S-Bahnen der Unterricht statt. Sollten Schülerinnen und Schüler wegen streikbedingten Zugausfalls oder dadurch verursachter Zugverspätungen nicht oder nicht pünktlich zum Unterricht kommen, sind das Fehlen und die Verspätung entschuldigt. Die Schulen stellen die Betreuung der Kinder bis zu ihrer Abfahrt sicher. Informationen der Bahn finden sich unter www.bahn.de/aktuell
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Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus

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