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Damit die Ladezeiten nicht zu groß werden, sind die Meldungen und Nachrichten rund um's MWG und die MWGler zu Monatsdateien zusammengefaßt. Die Links sind chronologisch absteigend von links nach rechts sortiert. Es gibt auch eine komplette Link-Liste zu allen Beiträgen, die nicht mehr über die Eingangsseite erreichbar sind.
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Renaissanceklänge bis Popmusik
Gelungenes Musikfest: Kynsperker Notenschlüssel
HIMMELKRON/KYNSPERK
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 23. April 2008

Der vierte Kynsperker Notenschlüssel, ein Musikfest, bei dem deutsche und tschechische Jugendliche ihr Können zeigen, fand jetzt im Kulturzentrum der Himmelkroner Partnerstadt Kynsperk statt.

Diesmal beteiligten sich erstmals auch junge Leute von der Musikschule Cheb. Die rund zweistündige Veranstaltung begeisterte mit einer enormen Vielfalt der musikalischen Bandbreite.

So konnten die Zuhörer von den Klängen der höfischen Welt der Renaissance bis zur rockig-fetzigen Popmusik alles hören.
Die Himmelkroner Gitarrengruppe (Juliana Lutz, Nicole und Yvonne Pittel, Hannah und Paul Taubenreuther) überzeugte durch selbstbewusstes und sicheres Spiel.

Die Himmelkroner Girl-Band Wild Orange und eine neue Gesangsformation (Jasmina Jungmann, Violetta Bayer, Beatrice Lachance, Jessica Gensel und Sofia Hentschel) unter der Leitung von Anette Lachance begeisterten das Publikum.

Wild Orange werden beim 30. Himmelkroner Straßenfest auftreten. nk


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Jungs müssen draußen bleiben
Strenge Regeln und Heimweh: das Leben im Internat
Von Susanne Lindner
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 5. April 2008

Durch eine schwere, dunkelgrüne Stahltür betritt man das Internat des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums in Bayreuth. Die Alarmanlage neben der Tür zeigt: Hier kommt nicht jeder rein. Doch ist man erst mal drinnen, wird es gemütlich. Mit bunten Sofas, Tischen, Pflanzen und einem Kicker wirkt das Foyer fast wie ein Wohnzimmer.

Im Moment leben 32 Mädchen im Internat. Dazu kommen noch etwa 18 Berufsschülerinnen, die hier im wöchentlichen Wechsel wohnen.

Die 15jährige Patricia besucht die 10. Klasse des MWGs und wohnt seit eineinhalb Jahren im reinen Mädchen-Internat. Patricia ist Spanierin, ihre Eltern leben aber zur Zeit aus beruflichen Gründen in Prag. Mit ihren Eltern und zwei jüngeren Geschwistern wohnte die Schülerin schon in vielen Ländern, besuchte aber immer deutsche Schulen. „Meine Eltern haben gesagt, dass ich einige Zeit in Deutschland leben soll, weil es eine gute Erfahrung für mich sein würde“, erklärt Patricia in perfektem Deutsch.

Am Wochenende, wenn das Internat schließt, fährt die 15jährige mit dem Zug nach Prag. Sechs Stunden. „Das ist stressig.“ Sonntags bringen ihre Eltern sie mit dem Auto zurück nach Bayreuth. Das geht schneller.

Tennis oder Stadt
Unter der Woche beginnt Patricias Tag um 7 Uhr. Ab 7.20 Uhr gibt es Frühstück. Das ist Pflicht. Um 7.50 Uhr beginnt der Unterricht im Gymnasium gleich nebenan. Nach dem gemeinsamen Mittagessen steht für alle Bewohnerinnen bis zur 9. Klasse die Studierzeit auf dem Programm. Hier können sie in kleinen Gruppen, betreut von einem Lehrer, ihre Hausaufgaben erledigen und lernen. Patricia darf sich ihre Zeit selbst einteilen. In ihrer Freizeit spielt sie Tennis oder geht mit ihrer 17jährigen Zimmergenossin in die Stadt.

Wie lange die Schülerinnen abends ausgehen dürfen, ist im Internat streng geregelt: Bis zur 10. Klasse muss jeder mindestens 15 Minuten beim Abendessen anwesend sein. Schülerinnen der 5. und 6. Klasse haben normalerweise keinen Ausgang und müssen auch nachmittags die Erzieherinnen – zwei sind ständig anwesend – um Erlaubnis fragen. Patricia darf zweimal pro Woche bis 22.30 Uhr aus dem Haus. Volljährige Mädchen dürfen sich ab und zu den Schlüssel leihen.
Das Zimmer der 15jährigen ist geräumig und hell. Ein paar Bücher stehen im Regal über dem sauber gemachten Bett. Auf einem Schreibtisch liegen Schulsachen. Jede Bewohnerin hat ein eigenes Waschbecken in ihrem Bereich. Gegenüber – in der anderen Zimmerhälfte – steht das Bett ihrer Mitbewohnerin. Dass sie ihr Zimmer teilen muss, stört Patricia nicht: „Man gewöhnt sich daran. Ich bin nicht der Mensch, der sich viel streitet.“

Besucher im Internat
Aber wie steht es mit Jungs im Mädchen-Internat? „An den An- und Abreisetagen, also freitags und sonntags, dürfen Jungen mit in die Zimmer, aber sonst darf grundsätzlich keine männliche Person in die Zimmer.“ Dann gibt es genug andere Möglichkeiten: Aufenthaltsräume mit Fernsehern, Sofas und DVD-Playern, ein Computerraum und ein Billardraum bieten die Möglichkeit, Besuch zu empfangen. Aber nur bis 21 Uhr. Außerdem stehen den Mädchen auch Klavierzimmer und ein Fitnessraum zur Verfügung.

Auch wenn sich Patricia an das Leben im Internat gewöhnt hat, freut sie sich auf jedes Wochenende, das sie bei ihren Eltern verbringen kann. „Sie haben sich daran gewöhnt, dass ich unter der Woche weg bin, aber ich vermisse meine Eltern schon.“ Seit die Schülerin im Internat lebt, hat sie das Gefühl, dass ihre Eltern nachsichtiger geworden sind. „Sie lassen mich mehr Sachen machen oder öfter ausgehen.“ Das Verhältnis ist besser als vorher. Nach diesem Schuljahr zieht Patricia mit ihrer ganzen Familie nach Madrid. „Die Vorstellung, bald wieder zu Hause zu wohnen, motiviert mich.“

Freunde hat die 15jährige auf der ganzen Welt. Über Internet hält sie Kontakt. „Internat hört sich so streng an, sie akzeptieren es, wollen aber nicht an meiner Stelle sein“, sagt Patricia und lächelt.

Der Umbau
Im Moment wird der alte Speisesaal des Internats auf 150 Plätze erweitert und soll in Zukunft auch als Mehrzweckraum genutzt werden. Die Küche wird ebenfalls saniert und auf ein Tablettsystem umgestellt. Wenn alles nach Plan läuft, kann der neue Saal noch in diesem Schuljahr eingeweiht werden


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Neue Sprachenfolge am MWG möglich
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 4. April 2008
BAYREUTH. Das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) kann mit Beginn des nächsten Schuljahres innerhalb der sprachlichen Ausbildungsrichtung drei Varianten anbieten:
  • das Sprachliche Gymnasium I mit der bisherigen Sprachenfolge Englisch, Latein, Französisch,
  • das neue Sprachliche Gymnasium II mit der Sprachenfolge Englisch, Französisch, Spanisch,
  • das neue Sprachliche Gymnasium III mit der Sprachenfolge Englisch, Latein, Spanisch.
Nach einer Mitteilung der Schule können sich die Schüler und Eltern der fünften Klassen dieses Schuljahres bereits für eine dieser Sprachenfolgen entscheiden.

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Im musischen Gymnasium bleibt die Sprachenfolge (Englisch, Latein) wie bisher. Hier kann nach der neunten Jahrgangsstufe die erste oder zweite Fremdsprache zugunsten von spätbeginnendem Französisch oder Spanisch abgelegt werden.

Die neuen Wahlmöglichkeiten ergänzen und verstärken das sprachliche Profil der Schule, so Schulleiter Dieter Funk. So sind Fachlehrerinnen des MWG als Multiplikatoren im Rahmen der regionalen Lehrerfortbildung in den Fächern Französisch und Englisch tätig. Neben den internationalen Austauschkontakten mit Frankreich, USA und Australien nimmt das MWG seit einigen Jahren die Prüfungen für Sprachdiplome in Englisch und Französisch ab. Sie sind ministeriell anerkannt und verbessern die beruflichen Chancen.



Kirchenmusik mit Leib und Seele
Der Schulchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums widmet sich großen geistlichen Werken
BAYREUTH
Von Sandra Blaß
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 3. April 2008

Im Musiksaal des Gymnasiums herrscht reges Stimmengewirr. Die Schüler lachen und rufen um die Wette, als wolle einer den anderen übertönen. Natürlich, die sechs Schulstunden waren lang und die Mittagspause kurz, Zeit zum Quatschen gab es kaum. Einige Jungen und Mädchen schieben sich noch das letzte Stück Pizza in den Mund und nehmen einen letzten großen Schluck aus der Saftflasche. „Auf geht’s, Einsingen!“

Mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen versucht sich der Musiklehrer, der gerade den Raum betreten hat, Gehör zu verschaffen. Im Nu scharen sich die Schüler um den Flügel und die engagierte Unterhaltung weicht einem ebenso engagierten Einsingen. Die Schüler wissen, dass sie sich anstrengen müssen, schließlich geht es in Riesenschritten auf das große Passionskonzert zu. Das Verhältnis zu dem Chorleiter ist gut, und außerdem lässt es sich in der lockeren und herzlichen Atmosphäre auch gut singen.

Vor knapp vier Jahren hat Günter Leykam, Musiklehrer am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG), seinen Kammerchor aus einem Klassenprojekt heraus gegründet. Schon Ende des Jahres 2005 folgte der erste Auftritt. „Die Schüler waren Feuer und Flamme, anspruchsvolle Literatur zu singen“, erzählt Leykam. Anspruchsvoll sind die Stücke des Chores allemal, aber nicht nur das: Erst war es das Mozart-Requiem und nun steht mit „Crucifixion“ eine Passionsbetrachtung von Paul Ernst Ruppel auf dem Programm. Ja, die Schüler haben sich der Kirchenmusik verschrieben, und das mit Leib und Seele.

„Die großen Komponisten haben einfach tolle geistliche Werke geschrieben“, meint der 17jährige Andreas Wieck, einer der Chorsprecher. Und grinsend fügt er hinzu: „Außerdem würde mir in der Kirche ohne die schöne Musik etwas fehlen.“

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Spaß am Singen
Für die rund 35 Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren ist das gar nicht so ungewöhnlich, sich mit Kirchenmusik zu beschäftigen. „Warum hast du mich verlassen?“ und „Dies grausame Volk“ klingt es nun mit Worten aus Ruppels Passion wie selbstverständlich durch den Musiksaal. Die Jungen und Mädchen geben alles. Den Spaß am Singen merkt man ihnen an, erst recht, als der gut gelaunte Chorleiter mit der Chorkasse klappert. Da hat doch mal wieder einer die Pause vergessen und hineingesungen. „20 Cent“, meint Leykam, die anderen lachen. Doch schon geht es wieder ernsthaft zur Sache. „O Lamm Gottes unschuldig“ und das „Halleluja“ aus Händels „Messias“ stehen auf dem Programm. „Singt mal Deutsch mit Konsonanten!“ und „Abphrasieren!“, motiviert Leykam seine Schüler. Und was herauskommt, kann sich hören lassen. „Die Schüler haben eben gemerkt, dass solche Musik anspruchsvoll ist und Qualität enthält“, sagt Leykam. Ein großer Ansporn sei für die jungen Leute aber nicht nur der Erfolg, sondern nicht zuletzt auch die rege Zusammenarbeit mit den Karlsbadern Symphonikern, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Ein letztes Mal noch Ausschnitte aus dem „Crucifixion“ mit höchster Konzentration, dann ist die Probe zu Ende.

Ausgelassen und gut gelaunt strömen die Schüler aus dem Musiksaal, auf die nächste Probe freuen sie sich schon. „Das Singen hier macht einfach Spaß, und es sind genau die richtigen Leute zusammen“, schwärmt die 18jährige Chorsprecherin Andrea Rieß, ehe sie den anderen hinterhereilt.

MWG-Kammerchor Wer's etwas genauer
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Der MWG-Kammerchor mit seinem Dirigenten Günter Leykam (Zweiter von links) hat sichtlich Spaß am Singen. Mit im Bild der ehemalige Musiklehrer Gotthart Schmidt, der den Chor am Klavier begleitet. Foto: Blaß

Junge Ingenieure werden gesucht
Beteiligt euch am Wettbewerb „Umweltfreundliche Technik“
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 2. April 2008
Ideen erarbeiten, mit denen ihr mit alltäglicher Technik die Umwelt schützen oder die Technik umweltverträglicher machen könnt: Beim Schülerwettbewerb „Umweltfreundliche Technik“ können sich alle Schüler ab der 5. Klasse als angehende Ingenieure betätigen.

Alle Teilnehmer werden in drei Altersstufen unterteilt: Unterstufe (5. bis 7. Klasse), Mittelstufe (8. bis 10. Klasse) und Oberstufe (11. bis 13. Klasse).

Dabei ist es völlig egal, welche Schule ihr besucht und ob ihr euch alleine, in einer Gruppe oder als ganze Klasse beteiligt.

Eure Aufgabe besteht darin, euch als angehende Ingenieure zu behaupten und euch vorzustellen, wie ihr mit Technik die Umwelt schützen könnt. Eure Ideen dürft ihr als Bericht oder Aufsatz, als Skizze mit kurzen Erläuterungen oder durch Messergebnisse aus eigenen Versuchen beschreiben.
Der Wettbewerb wird zum dritten Mal vom VDE-Bezirksverein Nordbayern zusammen mit dem Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik der Universität Bayreuth veranstaltet. Die Schirmherrschaft übernimmt der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk. Er wird am Freitag, 13. Juni, im Rahmen des Tages der Technik zusammen mit der Jury die Preisverleihung vornehmen.

Zu gewinnen gibt es Geldpreise von 100 bis 300 Euro, USB-Sticks und Exkursionen in Unternehmen oder in die Universität, bei denen ihr einen Einblick in die Arbeitswelt von Ingenieuren bekommen könnt.

Euren Beitrag könnt ihr an folgende Adresse schicken:
VDE-Schülerwettbewerb Oberfranken-Nordoberpfalz, c/o Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik, Universität Bayreuth, 95440 Bayreuth. Einsendeschluss ist am Dienstag, 20. Mai. suli


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Musiker-Studientag
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 1. April 2008
Bayreuth. Der Kreisverband Bayreuth des Nordbayerischen Musikbundes veranstaltet am Samstag, 19.April, von 10 bis 15 Uhr in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums in Bayreuth einen Studientag für alle Instrumente des Blasorchesters inklusive Schlagzeug. Bekannte und hochqualifizierte Dozenten werden in Gruppen allgemeine Inhalte wie Atmung, Ansatz und Technik sowie Ensemblespiel anbieten. Dabei sind nicht nur Musiker und Musikerinnen der Mitgliedskapellen des Kreisverbandes angesprochen, sondern auch Interessierte aus allen anderen musikalischen Gruppierungen, die in etwa den Leistungsstand der Silberprüfung, genannt D2, besitzen.
Das Dozententeam besteht aus Beatrix van der Bovenkamp (Schlagzeug), Aleksandra Zubielewicz-Schmidt (Querflöte), Norbert Lodes (Trompete), Eckkard Bosch (Waldhorn), Jürgen Kratochvill (Bariton-Tenorhorn), Robert Merkl (Posaune), Hans Weidinger (Tuba), Johannes Neuner (Klarinette) und Peter Übermesser (Saxofon). Schriftliche Anmeldung bis 9. April bei Klaus Hammer, Schlesierstraße 6, 95466 Weidenberg.

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Henriette liebt die Malerei
Junge Hollfelderin hat jetzt ihre erste Ausstellung in der Burggalerie Waischenfeld
HOLLFELD
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 26. März 2008

Henriette Gebhardt aus Hollfeld ist erst 14 Jahre alt. Nun fiebert das Mädchen, das in die achte Klasse des Bayreuther Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums geht, ihrer ersten Kunstausstellung am 13. April in den Räumen der Burggalerie Waischenfeld entgegen, die dort vom Kunstforum eigens für Nachwuchskünstler und verborgene Talente organisiert wird und bis zum 11. Mai zu sehen ist. Sie ist eine von mehreren Hobbykünstlern, die der KURIER in den kommenden Tagen vorstellen wird.

Im Fach Kunst, wie könnte es auch anders sein, hat Henriette Gebhardt eine Eins. Vor etwa zwei Monaten gab es ein Schulprojekt in 3-D. Die Aufgabe: ein aufgeschlitztes Haus zu zeichnen und dieses dann selbst nach eigenem Geschmack einzurichten. Und so malte Henriette Gebhardt das eigene Wohnzimmer in ihr Haus und bekam dafür wieder die Note Eins.

Oder der Turnschuh, der über ihren eigenen Schuh aus handelsüblichen Gipsbinden modelliert wurde. Auch ein Kunstwerk von Henriette Gebhardt, die die japanischen Comicfiguren im Manga-Stil auch für die letzte Schülerzeitung des MWG gezeichnet hat. Jetzt wurde sie als Hauptzeichnerin für die Schülerzeitung ausgewählt und soll für die nächste Ausgabe Karikaturen von Lehrern anfertigen.
MWGlerin hat mit 14 erste Ausstellung Wer's etwas genauer
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Henriette Gebhardt (14) aus Hollfeld mit einigen ihrer Bilder. Ein Teil davon wird demnächst auch ausgestellt. Foto: Weichert
Henriette malt immer und überall und mit allem, was ihr gerade in die Finger kommt. Ob mit Wasserfarben, mit Bleistiften oder Filzstift. Eine Bleistiftzeichnung zeigt ihren Turnschuh. „Henni malt, seit sie einen Stift halten kann“, sagt ihre Mama Ute. Ging es auf Reisen, bekam sie einen Stift und einen Block in die Hand. Dann war sie zufrieden. Oder sie malt auf dem Fußboden im Wohnzimmer. Im Hollfelder Mitteilungsblatt erfuhr sie nun von der Kunstausstellung in Waischenfeld, bei der Nachwuchskünstler gesucht wurden. Sie besprach es mit ihrer Tochter, und dann riefen sie bei Elvira Gerhäuser vom Kunstforum an. „Das hat uns beiden großen Mut und Überwindung gekostet“, sagt Ute Gebhardt und ergänzt: „Man weiß ja nicht, ob man angenommen wird.“ Toll findet sie, dass die Burggalerie den Nachwuchs fördert. In Hollfeld gibt es das nicht. Bekannte und Freunde haben Mutter und Tochter ermuntert, die Initiative zu ergreifen. „Auch wenn die Henni immer gesagt hat, manche Bilder sind schlecht“, sagt ihre Mutter. In der Schule arbeitet Henriette, die in Köln geboren wurde, gerade mit ihrer Klasse an einer Filmgeschichte nach ihrer Idee. Der Film heißt „Harry Potter und das bodenlose schwarze Loch“. Als Filmbuch hat sich Henriette Gebhardt dazu den Fortsetzungsband acht von Harry Potter, den es noch nicht gibt, selbst ausgedacht. „Harry bekommt Depressionen, weil seine Freunde umgebracht werden. Aber am Ende überlebt er“, erzählt Henriette Gebhardt. Und zu Hause arbeitet sie gerade an einem Eigenporträt und an der Zeichnung ihres Katers „Pimpki“.

Eröffnet wird die Ausstellung, zu der auch Gäste kommen können, am 13. April um 11 Uhr. tw


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Antrag: Mehr Theater für Schüler anbieten
BAYREUTH
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 26. März 2008

SPD-Stadträtin Elisabeth Zagel hat den Antrag gestellt, die Auswahl von Theateraufführungen in der Stadthalle in Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen zu verbessern. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl fordert Zagel, das Kulturreferat der Stadt solle sich mit den Fachbeauftragten der Schulen abstimmen, und es sollten „künftig besonders Schauspiele ausgewählt werden, die auch als Schullektüre geeignet sind“.

Hintergrund des Antrags seien stark rückläufige Besucherzahlen bei den Theateraufführungen des Städtebundtheaters Hof, wie eine jüngst im Kulturausschuss vorgelegte Statistik beweise. Vor allem junge Besucher seien die Ausnahme.
Die Stadt Bayreuth soll nach Meinung der SPD-Stadträtin Freikarten für Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien zur Verfügung stellen, Gespräche mit den Schauspielern über das Stück ermöglichen und Schülern – und auch Studenten – ein „Junges Theaterabonnement zum Schnupperpreis“ anbieten.

„Dadurch würde die Gruppe der Theaterbesucher deutlich verjüngt. Die Gastspiele müssten nicht mehr vor einer halb leeren Stadthalle aufgeführt werden“, schreibt Zagel. Zugleich verlangt sie, dass das Kulturreferat das Marketing für Theateraufführungen allgemein verstärke. Bayreuth könne so, davon ist Zagel überzeugt, zum Zentrum einer klassischen Theaterkultur für junge Menschen werden.

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Bangemachen gilt nicht
Physiker der Uni Bayreuth wollen mit Fernstudium Schülern, Wehr- und Zivildienstleistenden Mut machen
BAYREUTH
Von Christian Martens
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 18. März 2008

Einen neuen Weg, qualifizierten und motivierten Nachwuchs für die Physik zu begeistern, ist das Physikalische Institut der Universität Bayreuth im vergangenen Semester gegangen. 32 Schüler, Wehr- und Zivildienstleistende aus Süddeutschland haben das Angebot genutzt und im Fernstudium an Übungen und Klausuren zu Vorlesungen für Erstsemester teilgenommen.

„Die meisten sahen das als hochwillkommene Gelegenheit, geistig im Training zu bleiben und sich einen Einblick in ein Physikstudium zu verschaffen“, erklärt Professor Walter Zimmermann. Zusammen mit Professor Ingo Rehberg hat er die Vorlesungen für Erstsemester Experimentalphysik I und Einführung in die Theoretische Physik angeboten. Die Inhalte der Vorlesungen wurden online zur Verfügung gestellt. Durch die regelmäßige Bearbeitung von Übungsaufgaben und der erfolgreichen Teilnahme an der jeweiligen Abschlussklausur konnten die Schüler, Wehr- und Zivildienstleistenden bereits Scheine erwerben, die bei einem möglicherweise folgenden Physikstudium anerkannt werden.

Die Fernstudierenden bewältigten das Pensum ohne den täglichen Kontakt zu Kommilitonen und zusätzlich zu Schule, Wehr- oder Ersatzdienst. Ein erhebliches Handicap im Vergleich zu regulären Studenten. Dennoch waren sie genauso erfolgreich: 75 Prozent der 23 Teilnehmer haben die Abschlussklausuren bestanden. In Experimentalphysik waren es neun, in Theoretischer Physik acht von jeweils elf Prüfungsteilnehmern. „Diese Disziplin der jungen Leute ist bewunderns- und anerkennenswert“, sagt Zimmermann.

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Rund 80 Bewerber hatten sich für das Fernstudium interessiert, 32 wurden zugelassen. Das Einzugsgebiet reichte von Fürstenfeldbruck, Landshut, Regensburg, Erlangen bis nach Gotha. Mit Thomas Emmerig hat auch ein Bayreuther Schüler die Klausur Experimentalphysik I bestanden. Emmerig besucht die 13. Jahrgangsstufe des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WWG). Hinter ihm steht mit Studiendirektor Walter Raab nach Ansicht von Physikprofessor Zimmermann ein „motivierender und aufmerksam begleitender Lehrer, der seinen Schülern Mut macht, sich auch ungewöhnliche Aufgaben zuzutrauen, anstelle nur vor schwierigen Aufgaben zu warnen“.

Motivation und Information
Mit dem frühen Angebot eines Fernstudiums will Zimmermann auf der einen Seite natürlich talentierten Nachwuchs für eine naturwissenschaftliche Ausbildung mit guten Aussichten an der Universität Bayreuth gewinnen, auf der anderen Seite will er aber jungen Leuten auch die Angst vor einem Physikstudium nehmen. Durch den frühzeitigen Kontakt zur Universität würden falsche Vorstellungen und Selbstzweifel durch Information und eigene Erfahrungen beseitigt. Ursache seien oftmals aus Unkenntnis heraus entstandene Beratung von Eltern oder dem näheren Umfeld. „Wer in der Schule mit Mathe und Physik kein Problem hatte und Physik mit Herz studieren möchte, hat noch selten Schwierigkeiten im Studium gehabt“, rät Zimmermann. Das Fazit der ersten Fernstudierenden sei daher: Das ist machbar.

INFO Weitere Informationen unter www.physik.uni-bayreuth.de/lehre/interesse

„One-Hit-Wonder oder Dauer-Brenner?“
Junge Musikjournalisten aufgepasst:
EINSTIEG und DASDING suchen die beste Album-Kritik

Aufgabenstellung
Musikjournalisten machen Stars und setzen Trends. Sie arbeiten für Zeitungen und Magazine, für Internetseiten, Radio und TV. Als fest angestellte Redakteure, freie Autoren oder Moderatoren schreiben sie Musikkritiken und Konzertkritiken, stellen neue Alben und Künstler vor. Wer als Musikjournalist arbeiten möchte, der sollte nicht nur gut schreiben können, sondern auch ein Gespür für aktuelle Trends und potentielle neue Stars haben.

http://www.einstieg.com
Wir möchten Schülerinnen, Schüler und junge Nachwuchsjournalisten auffordern, eine CD-Kritik über ihr aktuelles Lieblingsalbum zu schreiben. Neben einer guten Schreibe sind die Kenntnis des aktuellen Musikmarktes und eine kritische Betrachtung des Albums wichtig. Bewertet werden die Einsendungen von der leitenden Online-Redakteurin von einstieg.com sowie von einem Musikredakteur von DASDING, dem Jugendsender des SWR.

http://www.dasding.de

Lieber nicht zu viele Utopien aufzeigen
Leserbrief
THEMA: SPORT NACH 1
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 19. März 2008

Auf den Bericht über das Angebot „Sport nach 1“ (KURIER vom 7. März, „Damit Sport richtig Schule macht“) bezieht sich der Vorsitzende der HaSpo Bayreuth.

Ein schöner Artikel, aber wir hätten uns gewünscht, dass die Angaben richtig und vollständig sind. Es gibt aktuell in Bayreuth 23 sogenannte Sportarbeitsgemeinschaften im Sinne von Sport nach eins. Der Moderne Fünfkampf am GMG gehört nicht dazu. Leider wurden die Sportarten Hockey und Handball (beide haben je drei Arbeitsgemeinschaften mit Bayreuther Schulen) nicht genannt.

Auch wäre uns lieber gewesen, nicht zu viele Utopien aufzuzeigen: Segeln, Surfen und Segelfliegen würden zwar auch gefördert werden, aber welche Schule oder welcher Verein kann das abdecken? Wo kann man in Bayreuth einmal in der Woche mit einem Schifflein segeln oder surfen?

Sport nach 1 hat unter anderem als Ziele: regelmäßig miteinander Sport zu treiben für alle, Förderung von Durchhaltevermögen, körperliche Fitness, Gemeinschaftsgeist und sportliche Fairness entwickeln.
Dazu benötige ich aber keinen Segelflieger, sondern Vereine, die engagiert sind. Vor allem aber benötigt man geschulte Übungsleiter mit viel pädagogischem Geschick, die bereit sind, sich regelmäßig (einmal in der Woche) in ihrer Freizeit mit den Kindern zu beschäftigen.

An dieser Stelle sei auch gesagt, dass die finanzielle Förderung dieser Zeit so gering ist, dass man damit nicht einmal die Hin- und Rückfahrt mit dem Stadtbus finanzieren kann. Also: die Vereine und das Ehrenamt sind gefordert.

Auch sei erwähnt, dass die Lösung mit sogenannten FSJlern (freiwilliges soziales Jahr im Sport) nicht so einfach funktioniert, da ja die jungen Leute meist keinen Übungsleiterschein haben, sondern diese Ausbildung erst im Laufe des Jahres absolvieren und zudem auch direkt nach einem Schulabschluss wohl nicht die nötige pädagogische Qualifikation besitzen. FSJler sind also zusätzliche Hilfen, die die Vereine pro Monat über 300 Euro kosten.

Eine gute Motivation wäre daher, dass man in einem Artikel über die schon bestehenden SAGs in Bayreuth informiert.

Andreas Berghammer, Bayreuth

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Kinderuni startet am 28. Mai
Zweite Vorlesungsreihe für Schüler in der Universität Bayreuth – Thema: Wasser
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 18. März 2008

Die zweite Kinderuniversität Bayreuth bekommt Konturen. Mittlerweile stehen Themen und Referenten für die Ende Mai beginnende Vortragsreihe zum Thema Wasser fest.

Die Bayreuther Kinderuniversität richtet sich wie im vergangenen Sommersemester an Schülerinnen und Schüler der dritten bis sechsten Klassen aller Schularten. Die erste Vorlesung findet am Mittwoch, 28. Mai, um 17.15 Uhr im Audimax statt. Es folgen bis Anfang Juli, jeweils mittwochs zur gleichen Zeit, fünf weitere Termine. Einlass in den größten Hörsaal der Uni Bayreuth ist ab 16.45 Uhr.

Folgende Themen und Referenten und Moderatoren sind nach Mitteilung der Universität vorgesehen:
  • 28. Mai: „Warum können wir unser Leitungswasser trinken?“ von Professor Stefan Peiffer (Hydrologie), Moderation Professor Ulrike Ungerer-Röhrich.
  • 4. Juni: „Warum können Bakterien im Wasser gut oder böse sein?“ von Professor Ortwin Meyer (Mikrobiologie), Moderation Christian Höreth (Radio Mainwelle).
  • 11. Juni: „Warum können in der Wüste auch Tomaten, Orangen und Zucchini wachsen?“ von Professor Gabriele Obermaier (Didaktik der Geographie), Moderation Schulrat Gerhard Trausch.
  • 18. Juni: „Warum ist Wasser nicht nur Wasser und warum interessieren sich Dichter dafür?“ von Professor Christian Begemann (Neue Deutsche Literaturwissenschaft), Moderation Studienberaterin Iris Schneider-Burr.
  • 25. Juni: „Warum braucht die Wirtschaft Wasser?“ von Professor Martin Leschke (Institutionenökonomie), Moderation Studienberater Ronny Teschner.
  • 2. Juli: „Warum dampft die Dampfmaschine und warum hat der Elefant so große Ohren?“ von Professor Andreas Jess (Chemische Verfahrenstechnik, Moderation Christian Höreth.
Bei jedem Termin werden Bayreuther Wissenschaftler als Neuerung für Begleitpersonen im Audimax-Foyer einen ihrer Forschungsbereiche vorstellen.

Bleiben werden die Studienbücher für die Kinder. Bei jeder Veranstaltung bekommen die Teilnehmer einen Stempel. Bei mindestens fünf besuchten Vorlesungen nehmen sie an einer Prämierung teil, die Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl im Rathaus vornehmen wird.

Dazu gibt es auch wieder Informationsblätter zu den unterschiedlichen Themen, die zur freien Fahrt mit dem Bus zur Universität berechtigen. „Wir sind froh, dass die Bayreuther Verkehrs- und Bäder-GmbH diesen tollen Service erneut anbietet“, teilte Professor Franz Bosbach mit, der die Kinderuni leitet. Ebenso lobte der Vizepräsident der Uni die wertvolle Hilfe der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer des lokalen Bündnisses für Familie. nk


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Beifallsstürme für Musiker
Speichersdorfer Musikschüler demonstrierten ihr Können beim Frühjahrskonzert
SPEICHERSDORF
Von Dieter Wolf
Nordbayerischer Kurier — Montag, 17. März 2008

Gleichsam ein musikalisches Frühlingsbild mit verschiedenen Motiven, dargestellt durch die Beiträge der jungen Künstler der Musikschule und gefasst in einem prächtigen Rahmen, den die Speichersdorfer Musikanten setzten, wurde den Besuchern, deren Zahl etwas größer hätte sein können, in der Speichersdorfer Festhalle geboten.

Die Richtung des Konzertes zeigten gleich zu Beginn die Speichersdorfer Musikanten unter der Leitung von Norbert Lodes auf: Musik war Trumpf an diesem Abend. Bürgermeister Manfred Porsch wies darauf hin, dass die Konzerte der Musikschule immer besondere kulturelle Ereignisse in der gesamten Region sind. Die staatlich anerkannte Musikschule im FGV sei ein tragendes Fundament in der Musikszene der Gemeinde. Musizieren, so Porsch, sei ein Herzstück heimatlicher Kultur. Die musikalische Ausbildung in der Musikschule sei hervorragend und verdiene Lob und Anerkennung. Die Musikschule sei aber auch ein Garant für hervorragende Jugendarbeit und vorbildliche Jugendbetreuung – deshalb werde die Gemeinde Speichersdorf, wie schon die Jahre zuvor, die Musikschule finanziell unterstützen und das Defizit tragen.

Den ersten Überraschungsakzent setzte dann gleich der fünfjährige Henrik Küffner am Schlagzeug. Er trommelt seit einem Jahr und forderte den Beifall der ganzen Halle heraus. Auch die achtjährige Carina Schmidt spielte souverän auf der Trompete ein Menuett und einen Nachttanz, Stücke, die sie ihrem Opa widmete.
Was die einzelnen Schüler boten war klasse, auch wenn sie manchmal von Lampenfieber gepackt wurden oder ihnen kleinere Fehler unterliefen. Es trat ein Trompetenquintett mit neun- bis elfjährigen Musikern auf, ein Streicherensemble mit sieben Teilnehmern, Rebecca Fürst spielte auf einer Piccolo-Flöte und die Brüder Philipp und Julian Meyer spielten vierhändig auf dem Klavier „On the sunny side of the life“, Akkordeonensemble, Keyboard und Klarinettenduo lösten sich ab mit Trompete und Klavier.

Einer der Höhepunkte dürfte dann wohl das Klassische Ensemble mit zwei Geigen und Klavier durch Lisa Heining, Nina Jauer und Kathrin Schrembs bei ihrem Concerto in a-Moll von Antonio Vivaldi gewesen sein. Neue Töne brachte dann Hannes Höcker, der Bandleader von Stonehouse Village auf seiner E-Gitarre zu Gehör.

Goldene Hits von Herb Albert beendeten den offiziellen Teil.

Eine besondere Ehrung erhielt der 18jährige René Bauer aus Mehlmeisel, ein Mitglied des Orchesters. Ihm ist es gelungen, das goldene Leistungsabzeichen des Bayerischen Musikbundes zu erwerben.


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Fagott-Trio erfolgreich
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 15/16. März 2008
Das Fagott-Trio des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums Bayreuth bestehend aus Lena Brendel, Pegnitz, David Kübel, Bayreuth, und Lena Landskron, Neuenmarkt/Wirsberg, konnte einen beachtlichen Erfolg erzielen. Die Kreisverbandssieger und Sieger aus dem Bezirksentscheid Franken durften ihr Können auch beim Landesentscheid des Bayerischen Blasmusikverbandes in Volkach unter Beweis stellen. Dabei erreichte das Fagott-Trio mit 95 Punkten den dritten Platz in der Altersgruppe III.
MWG-Fagott-Trio Wer's etwas genauer
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Fagott-Trio des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums Bayreuth bestehend aus Lena Brendel, Pegnitz, David Kübel, Bayreuth, und Lena Landskron, Neuenmarkt/Wirsberg.
Foto: NK

Abruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Klageruf am Kreuz
Passionskonzert mit dem Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums
Von Sandra Blaß
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 15/16. März 2008

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ so schrie es Jesus vom Kreuz herab. Anklagend, beinahe schreiend, klangen diese Worte nun durch die Kreuzkirche. Ja, der moderne Komponist Paul Ernst Ruppel hat diese Worte in seiner Passionsbetrachtung „Crucifixion“ so intensiv vertont, dass sie wohl jeden hineinziehen in das Geschehen auf Golgatha vor über 2000 Jahren.

„Crucifixion“, dieses beeindruckende Werk schlägt die Brücke zwischen biblischer Geschichte und moderner Passionsbetrachtung, zwischen Psalmvertonung und Spiritual. Besser kann der Leidensweg Jesu kaum in Töne gefasst werden. Ein Grund mehr für den Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums unter der Leitung von Günter Leykam, jenes Werk in den Mittelpunkt seines Passionskonzertes zu stellen.

Man spürte es, die Schüler waren mit Feuereifer dabei, sie sangen nicht nur Töne, sondern wähnten sich bald selbst als Teil des Geschehens. Am Anfang und am Ende der Passionsbetrachtung erklingt in ungeheurer Intensität ein Sprechchor: „Darum, dass ich sie liebe, hassen sie mich“, immer wieder unterbrochen und überlagert von dem lyrischen Satz „Ich aber bete“.

Dazwischen steht der Leidensweg Jesu, orientiert an der biblischen Geschichte, und doch in freier, moderner Sprache. Bestimmte Teile, wie das Kreuzweglied „Sie führen ihn vorbei“ oder der Golgatha-Chor „Immer, immer denke ich an Jesus, schau, wie er starb auf Golgatha“ kehren immer wieder, bis das Ganze in der Kreuzigungsszene „Crucifixion“ seinen Höhepunkt findet: „Und er schweigt und sagt dazu nicht ein Wort. Und doch sprach Jesus am Kreuz Worte des Erbarmens.“

Gespannte Stille
Nach diesem Teil herrschte andächtige, ja beinahe gespannte Stille, so als müsse man der Trauer über den Tod Jesu am Kreuz Raum geben. Dann die Zusage, alle sollen Kinder Gottes sein, und noch einmal der Golgatha-Chor, ehe das Werk schließlich nach dem Klageruf des Menschensohn „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ wieder an den Ausgangspunkt zurückkehrt.

Ohne Zweifel, Paul Ernst Ruppels „Crucifixion“ ist ein Werk, das von Chor und Solisten gleichermaßen volle Konzentration und ganzen Einsatz verlangt. Und das haben alle Beteiligten wunderbar gemeistert: Der Kammerchor unter dem engagierten Dirigat von Günter Leykam, Andreas Weick als Vorsänger, Klaus Hammer an der Posaune, Wilfried Lichtenberg am Kontrabass und schließlich Clemens Matthes als Sprecher.

Ergänzt wurde das Programm durch einige Passionsmotetten und Orgelwerke. Hier verdient nicht nur das Spiel des ehemaligen Musiklehrers Gotthart Schmidt Bewunderung, sondern vor allem auch das Spiel des Zehntklässlers Maximilian Hacker.

Es war ein Passionskonzert der etwas anderen Art, das einen mitnahm auf den Kreuzweg Jesu und so das biblische Geschehen lebendig werden ließ.

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Schärfung des Bewusstseins
Ausstellung „Wilhelmine im Blick“ im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium
Bayreuth
Von Frank Piontek
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 12. März 2008

Schon Wilhelmine malte, die Kunst im Blick. Nein, es geht hier nicht um „Kunst“. Erich Löw, Kunstlehrer am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium, versteht seinen Beitrag – die Ausstellung der unter seiner pädagogischen Leitung entstandenen Bilder des Obertitels „Wilhelmine im Blick“ – als eigenständigen Kommentar zum Wilhelmine-Doppel-Jubiläum.

Nun kann man sie, bis Ende Juni, erstmals sehen: die Arbeiten der Mittel- und Oberstufe, doch in erster Linie nicht als Zeugnisse einer autonomen Kunst – natürlich nicht, wenn sich hier auch erstaunliche Arbeiten finden. Es geht, so Löw, um mittelfristige Kulturpflege, um die Schärfung des Bewusstseins für Wilhelmine, die „Unbekannte“, um ihre Zeit, die Mentalität und die Ausdrucksformen dieser Zeit, die eine späte war. Woanders spricht man vom kulturellen Gedächtnis, Löw beharrt darauf, dass es mit oberflächlichen Aktionen in Sachen Wilhelmine nicht getan ist. So wandert die Praxis in die Theorie: Wenn der Kunstlehrer immer wieder ornamentale S-Figuren malen lässt, wenn er den jüngeren und den älteren Schülerinnen und Schülern Handwerkliches abverlangt und ihnen mit formalen wie inhaltlichen Variationen begreiflich zu machen versucht, dass die manuelle Übung ein Weg zur Individualität ist. Das Persönliche wird dort in reizvollen Kontrast gesetzt, wo schöne, in zartes Bleistiftschwarzweiß getauchte Doppelporträts „Sie und Ich“ in jenes Bild setzen, wo Epochengrenzen scheinbar übersprungen werden: zu Gunsten eines künstlerischen wie historischen Bewusstseins – und die Ergebnisse ermangeln nicht eines poetischen Humors.
Kunst vom MWG Wer's etwas genauer
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Schüler des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums setzten sich mit Wilhelmine auseinander. Foto: von Pölnitz-Eisfeld
Man ahnt die Kunst
Nein, hier gilt’s nicht der Kunst, aber gelegentlich ahnt man die Kunst: schon dort, wo die Vision eines zukünftig ruinierten Opernhauses treffend ausgemalt wird. So changiert die zitierte Ruinensehnsucht zur spielerisch pessimistischen Bewusstseinserweiterung: auf den Flügeln der Fantasie, die sich durch die Handarbeit ihren aktiven, eben nicht bloß passiven Weg in die Öffentlichkeit sucht. Selbst die eher kindlichen Arbeiten, Farbvariationen des berühmten repräsentativen Bildnisses der jungen Fürstin, die goldverschlungenen Variationen im Stil eines Gustav Klimt, die Graffiti-Schleifen des Namens „Wilhelmine“: sie zeigen eine Auseinandersetzung mit den Formen der Vergangenheit, an denen allein sich lernen lässt, was gute und schlechte, also im strengen Sinne keine Kunst ist. Immer wieder tauchten die Schüler in das handwerklich unbegreiflich vollkommene Rokoko ein, in die Chinoiserien, die Rocaillen, die Grundformen des Zeichnens, denn schon und gerade eine zarte Bleistiftstudie erfordert vollste Aufmerksamkeit.

Derart sollte, dies der Wunschtraum des Pädagogen, die Ausstellung in zwei Richtungen schauen: indem sie zunächst die Aufmerksamkeit auf die intensive Symbol- und Ausdruckswelt der Wilhelmine lenken soll. Schließlich aber steht jene Aufmerksamkeit im Mittelpunkt, die im Zeitalter der Oberfläche gelegentlich verloren geht. Es ist jene Intensität, ohne die keine Kunst und wohl keine Kulturbetrachtung ernsthaft möglich ist. Man muss nur, wie die Schüler, bewusst und kritisch schauen, um zu einem eigenen, anschauenden Denken zu gelangen. Auch die Malerin Wilhelmine hat es nicht anders gesehen.

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Instrumente aus Korken
MWGler gestalten die Freizeit von Förderschülern
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 8./9. März 2008
Während sich die Mitglieder des Wahlkurses „Politik und Zeitgeschichte“ vor einigen Wochen über den ersten Platz beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung freuen konnten (x-bay berichtete), ist nun das nächste Projekt in vollem Gange. Die MWGler gestalten jeweils zu dritt ein eineinviertelstündiges Freizeitprogramm für Viertklässler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule.

Bereits seit mehreren Wochen besuchen Mitglieder von Politik und Zeitgeschichte am Mittwochnachmittag die Klasse 4 a an der Bayreuther Bonhoeffer-Schule. Gemeinsam kochen und Osterhasenbasteln stand bereits auf dem Programm. Diesmal sind Hanya, Ann-Charlott und Selma an der Reihe. „Wir basteln mit den Viertklässlern Musikinstrumente“, sagt Hanya (17). So werden Rasseln aus Klorollen, gefüllt mit Reis oder Kieselsteinen, oder Schellen aus Kronkorken, Draht und Korken angefertigt. In der kommenden Woche soll damit gemeinsam musiziert werden. Die MWGler helfen den Viertklässlern, wo es nötig ist.

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„Wichtig ist auch, die Schüler aufzufordern, sich gegenseitig zu helfen“, sagt Hanya. Die Viertklässler seien eifrig bei der Sache. Die Gestaltung des Freizeitprogramms ist der praktische Teil des aktuellen Projekts von Politik und Zeitgeschichte. Das von den MWGlern vorbereitete Programm soll mit vielen Fotos dokumentiert werden. „Ich finde es gut, dass wir nicht nur eine weitere Arbeit schreiben, sondern auch mal etwas Handfestes machen“, sagt Selma (14). Die Aktion läuft noch bis Schuljahresende, der Reihe nach kommen die Mitglieder des Wahlkurses mehrmals dran. Für den theoretischen Teil des Projekts füllen die MWGler auch Feedback-Bögen aus, welchen Eindruck sie von der Arbeit mit den Zehn- bis Elfjährigen haben. Mit ihrer Arbeit wollen sich die MWGler bei Unicef als Junior-Botschafter bewerben. mls
MWGlerinnen bei der Arbeit mit Viertkläßlern Wer's etwas genauer
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Malen, Kleben und Schnippeln: Hanya (Zweite von rechts) hilft den Schülerinnen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule beim Basteln von Musikinstrumenten. Foto: Stegbauer

Damit Sport richtig Schule macht
In Bayreuth durchaus noch ausbaufähig: Das Angebot „Sport nach 1“ – Bis zum Segelfliegen alles möglich
BAYREUTH
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 7. März 2008

Man hört und liest es immer wieder: Die Kinder bewegen sich zu wenig. Ein staatlich gefördertes Angebot, das nicht nur die Bewegung der Kinder, sondern auch die Kooperation von Schulen und Vereinen ankurbeln soll, ist das Angebot „Sport nach 1“ – und das ist in Bayreuth durchaus noch ausbaufähig, wie Regierungsfachberater und Sportreferent Wolfgang Lüdtke im Gespräch mit dem KURIER sagt.

Der Fantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt: Von Aikido bis Wasserball reicht die sportliche Palette – und zwischen A und W stecken so spannende Sportarten wie American Football, Bogenschießen, Golf, Segeln oder Surfen. Selbst Tauchen oder Triathlon wäre möglich. Wenn sich Schulen und Vereine zu Sportarbeitsgemeinschaften zusammenschließen und damit eine breitensportliche oder sogar leistungssportlich orientierte Zusammenarbeit vertraglich eingehen. „Voraussetzung ist immer, dass sich jemand findet, der sich darum kümmert“, sagt Lüdtke im Gespräch mit dem KURIER.

Aktuell gibt es nach seinen Worten in Bayreuth rund 20 Sportarbeitsgemeinschaften, die sich von der Volksschule bis zum Gymnasium erstrecken und die bereits eine schöne Palette abdecken: Fußball, Radsport, Sportklettern, Geräteturnen, Volleyball, Fitnesssport, aber auch Golf, Moderner Fünfkampf, Ringen und Badminton – diese drei Sportarten werden sogar leistungsorientiert von den Stützpunktschulen Albert-Schweitzer-Schule (ASS/ Badminton) und Graf-Münster-Gymnasium (GMG/Ringen, Fünfkampf) angeboten. Städte in ähnlicher Größe wie Bayreuth hätten bislang bereits bis zu 47 Sportarbeitsgemeinschaften ins Leben gerufen.

Ein Fünftel kooperiert schon
„Dennoch könnte da durchaus noch mehr Resonanz auf das Angebot kommen“, sagt Lüdtke. „Aktuell haben von den 4000 bayerischen Schulen 21 Prozent eine Sportarbeitsgemeinschaft mit einem Verein ins Leben gerufen. Von den rund 12 000 Vereinen sind sieben Prozent mit Schulen aktiv.“ Zwar könne, das sagt Lüdtke sehr deutlich, „dieses zusätzliche Angebot den verpflichtenden Sportunterricht in der Schule nicht ersetzen“, es sei aber in dem bayerischen Kooperationsmodell, das es seit Jahren bereits gibt, durchaus angepeilt, dass alle Schulen in irgendeiner Form mit einem Sportverein kooperieren. Denn: Mit Sport könne man den Kindern und Jugendlichen gleich mehrere Schlüssel in die Hand geben: für effiziente Bewegung, gesunde Lebensführung, sinnvolle Freizeitgestaltung, Chance zur Selbstverwirklichung und das Erleben von Gemeinschaft.
Um die Möglichkeiten in den Schulen ausschöpfen zu können, werden auch Fördermittel ausgeschüttet: Wer Geräte braucht, kann – je nach angestrebter Sportart – mit bis zu 60 Prozent des Gesamtbetrags gefördert werden, das reicht zum Beispiel bis zu 15000 Euro, wer in den Sportarten Segelfliegen, Rudern oder Segeln und Surfen aktiv werden möchte.

Die Förderung werde laut Lüdtke einmalig pro Gerät gewährt und setze „auf Nachhaltigkeit. Wenn der Verein es zum Beispiel drei Jahre im Rahmen der Kooperation nutzt, geht das Gerät in seinen Besitz über“.

Die Voraussetzungen für eine Sportarbeitsgemeinschaft seien überschaubar: „Man braucht einen Übungsleiter, die Sportmöglichkeit in der Schule, mindestens zehn interessierte Schüler und kann auch schulübergreifend Kooperationen eingehen. Eine Mitgliedschaft in dem betreffenden Verein ist nicht erforderlich. Allerdings müssen die Partner sich vertraglich binden, damit auch eine Versicherung greift“, sagt Lüdtke. Allerdings gehe die Initiative in der Regel von einem Verein aus, der sich eine Schule als Partner sucht. Vereine könnten solche Angebote auch nutzen, um das Freiwillige soziale Jahr (FSJ) mit einzubinden.

Die kleine Lösung
Die kleine Lösung des über den Basissportunterrichts hinausgehenden Schaffens von Bewegungsmöglichkeiten geht über das relativ neue Projekt „Mentor Sport nach 1“. „Damit möchte man ebenso den Schülern die Gelegenheit geben, außerhalb des Lehrplans und des Unterrichts die Sportmöglichkeiten der Schulen zu nutzen – ohne dass ein Lehrer dabei sein muss. Dazu werden Schüler über 14 Jahre ausgebildet, die als Mentoren mit anderen Schülern Sport treiben können“, sagt Lüdtke. „Dieses Angebot gibt es erst seit dem aktuellen Schuljahr.“

INFO Infos zu „Sport nach 1“ gibt es auch im Internet unter www.sportnach1.de

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Das MWG kooperiert übrigens mit dem
ASV Oberpreuschwitz (Fußball), der
Bayreuther Turnerschaft (Hockey) und dem
Golf-Club Bayreuth.

Und das wurde im Zeitungsartikel vergessen: Das RWG ist Stützpunktschule für Sportklettern (Deutscher Alpenverein)
Redi Redetzky

Dazu auch ein Leserbrief vom HaSpo-Vorsitzenden Andreas Berghammer

Auf den Spuren von Anni Friesinger
Eisschnellläuferinnen aus Bayreuther Gymnasium höchst erfolgreich
BAYREUTH
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 7. März 2008

Einen beachtlichen zweiten Platz im Eisschnelllaufwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ errang das Mädchenteam des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums Bayreuth beim Landesfinale der bayerischen Schulen in Inzell.

Die jungen Bayreutherinnen lagen knapp hinter den Siegerinnen aus Bad Reichenhall. Am Start waren in der Wettkampfklasse III (13 bis 15 Jahre) acht Schulmannschaften, jeweils die beste aus jedem Regierungsbezirk und eine aus der Landeshauptstadt München. Die Jungen der Realschule Selb, die in dieser Wettkampfklasse für Oberfranken starteten, belegten den fünften Platz.

Alle Läuferinnen und Läufer mussten zweimal auf die Bahn. Beim ersten Start war ein Sprint über 100 Meter zu bewältigen, beim zweiten Lauf ging es um eine Ausdauerstrecke über 300 Meter. Die vier Zeitschnellsten einer aus fünf Läufern bestehenden Mannschaft kamen jeweils in die Wertung.

Bayerische Vizemeisterinnen im Eisschnellauf Wer's etwas genauer
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Nach der Siegerehrung in Inzell: Große Freude bei den MWG-Mädchen über den errungenen zweiten Platz. Mit im Bild Sportlehrerin Marlene Bröckel (Mitte hinten). Foto: nk
In der Einzelwertung der Mädchen belegte Lena-Katharine Bauer als beste Bayreutherin mit einer Gesamtzeit von 50,51 Sekunden den vierten Platz unter allen 40 Starterinnen. Die 100 Meter schaffte sie in 13,74 Sekunden, für die 300 Meter benötigte sie 36,77 Sekunden. Die schnellste Gesamtzeit erzielte Lena Streb aus Bad Reichenhall in 44,11 Sekunden vor zwei weiteren Reichenhaller Mädchen. Die Bayreutherinnen Laura Zeußel, Kathrin Krämer und Lisa Zeußel kamen auf die Plätze 7, 10 und 13.

Die Mannschaftswertung WK III Mädchen:

1. Maria-Ward-Schule, Bad Reichenhall, 3:19,93 Minuten
2. Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth, 3:36,30 Minuten
3. Hauptschule Königsbrunn, 3:43,14 Minuten
4. Georg-Huber-Volksschule Grafing
5. Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen
6. Elly-Heuss-Gymnasium Weiden
7. Werner-von-Siemens-Realschule München
8. Robert-Bosch-Schule Nürnberg.

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Mit eurer Band auf der großen Bühne stehen
Noch zehn Tage lang könnt ihr euch bei x-bay für den Maisel’s Cover Contest bewerben
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 5. März 2008
Ihr habt mit eurer Band jede Menge Cover-Versionen aus den Bereichen Rock, Pop und Soul auf Lager? Dann ist der Maisel’s Weisse Cover Contest genau das Richtige für euch. Bewerbt euch bis zum Samstag, 15. März, direkt in der x-bay-Redaktion. Die Gewinnerband steht beim Weißbierfest am 25. April auf der Bühne.

Gemeinsam mit dem KURIER und dem Nord-Süd-Programm sucht die Brauerei eine junge Coverband, alle Mitglieder jünger als 30 Jahre, die bei der Cover-Night des Weißbierfestes für Stimmung sorgt. Alle Songs müssen live gespielt und gesungen werden. Während ihr eure eigenen Instrumente mitbringt, werden euch Licht- und Tontechnik gestellt.

Ihr solltet nicht mehr als einen eigenen Song spielen, weil die Cover-Versionen im Vordergrund stehen sollten. Euer Programm sollte 25 Minuten füllen.
Am Samstag, 15. März, ist Bewerbungsschluss. Dann wählt die Jury drei Bands aus, die am Freitag, 4. April, auf dem Herzogkeller gegeneinander antreten werden. Dort wählt die Jury dann eine Band aus. Die Gewinnerband steht beim Weißbierfest vor großem Publikum auf der Bühne wie im vergangenen Jahr die Band Silious aus Gefrees.

Schickt eure Bewerbung mit einem Bandfoto, einer CD, einer Setliste und eurer Besetzung an die x-bay-Redaktion, Maxstraße 58/60, 95444Bayreuth.

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Oberfrankens Jungforscher sahnen ab
Zwölf Regionalsieger gekürt – Bayreuther und Bamberger Gymnasiasten vorn
FORCHHEIM
von Stefan Herbert Fuchs
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 1. März 2008

Monatelang haben sie überlegt, getüftelt, experimentiert und geforscht: Nun durften die Teilnehmer der oberfränkischen Regionalentscheide von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ in Forchheim ihre Ergebnisse einer hochkarätigen Jury und der Öffentlichkeit präsentieren.

Die zwölf Regionalsieger sind: Hans Nerlich (Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth), Maximilian Thomas, Mattis Reisner und Johannes Schenkel (alle vom Gymnasium Christian-Ernestinum Bayreuth), Robert Macsics, Pedro Krapp und Markus Hadwiger (Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg), Johanna Sanke und Maximilian Löschner (Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg), Benjamin und Florian Krah (Clavius-Gymnasium Bamberg), Andrej Pörner, Hubertus Grillmeier
und David Schafhauser (Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz), Robert Schaller (Schiller-Gymnasium Hof), Sandra Hinz (Eichendorff-Gymnasium Bamberg) und Martin Oesterlein (Kaspar-Zeuss-Gymnasium Kronach).

Insgesamt hatten sich diesmal fast 140 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren mit über 83 Arbeiten an dem Wettbewerb beteiligt. Unter den Schulen führte diesmal das Gymnasium Christian-Ernestinum in Bayreuth mit zwölf Arbeiten, gefolgt vom Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg (elf Arbeiten) und dem Gymnasium Alexandrinum Coburg (zehn Arbeiten). Regional am stärksten vertreten waren einmal mehr die Städte und Landkreise Bamberg, Bayreuth und Coburg.
Eindeutig sind auch die Vorlieben der jungen Leute: Die meisten Arbeiten kamen aus den Fächern Biologie und Chemie sowie aus den Fächern Arbeitswelt und Physik.

Neben zwei Tagen schulfrei gab es für die zwölf Regionalsieger der jeweiligen Sparten ein Preisgeld und die Qualifizierung für den Landesentscheid in München. Daneben wurden insgesamt 27 Sachpreise gestiftet.

Die Auszeichnungen wurden von Regierungspräsident Wilhelm Wenning und dessen Vorgänger Hans Angerer verliehen. Mit ihrer herausragenden Eigeninitiative würden sich viele der Teilnehmer bereits jetzt als Führungskräfte in so manchem Unternehmen empfehlen, sagte Wenning. „Der Regierungsbezirk braucht engagierte und qualifizierte Mitarbeiter, davon hängt die Zukunft Oberfrankens ab“, so Gerhard Schaas vom Patenunternehmen Loewe (Kronach). Ähnlich sieht es das zweite Patenunternehmen, die Scherdel GmbH (Marktredwitz).

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Lesespaß und hohes Niveau
Bayreuther Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 29. Februar 2008
Am vergangenen Mittwoch fand im Musiksaal des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums der 49. Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels statt. Veranstalter war die Thalia-Buchhandlung in der Maxstraße.

Der traditionsreiche Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels durchgeführt. Mehr als 700 000 Kinder der sechsten Klassen aller Schularten beteiligen sich jährlich. Die erfolgreiche Leseförderungsaktion will Kinder ermuntern, sich mit erzählender Literatur zu beschäftigen.

Sechs Schulsieger traten für den Stadtentscheid in Bayreuth an. Für den Sieger geht es in Coburg beim Bezirksentscheid weiter. Danach geht es zum bayerischen Landesentscheid. Die Landesbesten werden rund um das Bundesfinale am 26. Juni zu einem mehrtägigen Aufenthalt nach Frankfurt am Main eingeladen.

Bayreuther Vorentscheid im Vorlesewettbewerb Wer's etwas genauer
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Alle Teilnehmer gewannen Urkunden und Buchpreise. Das Bild zeigt von links Lisa Ziegler, Julia Heidenreich, Franziska Rusam, Nicolas Vetter, Clemens Frey und Lukas Tischler. Foto: Ritter
Die Jury zum Stadtentscheid in Bayreuth bildeten die Lehrer Brigitte Trendel von der Schule Gesees und Heinz Bauer von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und Monica Hirschmann und Michaela Baues von der Buchhandlung Thalia in der Maxstraße.

Die Schüler lasen für zirka fünf Minuten ihren vorbereiteten Text vor und danach fünf Minuten lang einen Fremdtext. Die fremden Textpassagen für die sechs Schüler stammten aus dem Buch „Oskar und das Geheimnis der Kinderbande“ von Claudia Frieser, dessen Geschichte im mittelalterlichen Nürnberg spielt. Die Schüler hatten unter anderem humorvolle und spannende Passagen aus Astrid Lindgrens „Karlsson fliegt wieder“, „Der kleine Nick“ von Jean-Jacques Sempe und Rene Goscinny und „Malfuria“ von Christoph Marzi und anderen Büchern ausgewählt und lasen den bekannten wie auch den fremden Text auf hohem Niveau vor.

Siegerin wurde Franziska Rusam vom Richard-Wagner-Gymnasium. Sie passte ihre Stimme gekonnt den verschiedenen Charakteren der Textpassagen an und meisterte auch den Fremdtext sehr gut. Die Siegerin bekam den von der Sparkasse Bayreuth gestifteten Pokal. Zweiter wurde Nicolas Vetter vom Graf-Münster-Gymnasium. Era

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Seepferdchen, Wombats, Pinguine
Bayreuther Schüler berichten vom Australienaustausch und der vielseitigen Tierwelt in Down Under
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 23./24. Februar 2008
Seit dem 1. Februar sind 21 Schüler des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums und 20 Schüler des Richard-Wagner-Gymnasiums zum Schüleraustausch in Australien. x-bay bekam Post von den MWGlern.

„G’day mates!
Australien zeigt sich von seiner besten Seite. Einige Tage verbrachten wir im schuleigenen Camp in Shoreham. Dort bewunderten wir abends am Strand den Sonnenuntergang. Außerdem waren wir mit dem Boot auf dem Meer unterwegs und bekamen einige Seelöwen zu Gesicht. Ein Teil der Gruppe machte sogar einen Tauchgang, natürlich in voller Montur, wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Unter Wasser sahen wir Rochen, Seepferdchen, und Kugelfische.

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Aber auch an Land hatten wir tierische Begegnungen: In einem Wildlife-Park sahen wir Koalas, Wombats und Dingos. Die Känguruhs dort fraßen uns sogar aus der Hand! Damit noch nicht genug: Wir fuhren auch noch zur Penguin Parade und beobachteten, wie die kleinsten Pinguine der Welt an Land kamen. Tierische Grüße aus Australien!“

MWGler in Australien Wer's etwas genauer
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Egal ob zu Wasser oder zu Lande – die MWGler sind begeistert vom fünften Kontinent.
Foto: nk

Viele Infos, viele Schüler
Mehr als 300 Teilnehmer beim dritten Berufsausbildungstag in Bayreuth
und der Region
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 23./24. Februar 2008
21 Betriebe in Bayreuth und der Region öffneten am gestrigen Freitag im Rahmen des dritten Ausbildungstags ihre Pforten für Schüler. Von 13 bis 18 Uhr hatten Interessierte die Möglichkeit, hinter Firmenkulissen zu schauen und sich über Ausbildungsberufe zu informieren.

Kurz nach 13 Uhr hatten sich über 100 Schüler am Bayreuther Cineplex, dem Startpunkt für die Bustouren zu den verschiedenen Betrieben, versammelt. Wegen des großen Andrangs setzten die Organisatoren gleich noch die Ersatzbusse mit ein. Vier Busse fuhren unterschiedliche Touren vom Kino aus, brachten Schüler zu Firmen und holten sie wieder ab.

„Ein Bus hatte einen technischen Defekt und fiel deshalb eine halbe Stunde lang aus“, sagte der Organisator des Ausbildungstags, Christian Wedlich. „Deshalb kam es zwischendurch an manchen Stellen doch zu längeren Wartezeiten.“ In jeder Firma bekamen die Schüler einen Stempel. Am Ende der Veranstaltung konnte sich jeder ein Zertifikat über die Teilnahme am Ausbildungstag abholen, das Bewerbungen beigelegt werden kann.

„Feste Einrichtung“
Bis auf die Buspanne sind die Organisatoren vom Bayreuther Unternehmer-Stammtisch zufrieden. Während bei den Firmen übers Internet etwa 150 Anmeldungen eingingen, wurden vor Ort mehr als 300 Schüler gezählt. „Das ist eine Steigerung von 400 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr, wo nur 80 Schüler teilgenommen haben“, sagte Wedlich. Auch im kommenden Jahr werden Schüler die Möglichkeit bekommen, in Firmen hineinzuschnuppern. „Der Ausbildungstag bleibt auf jeden Fall eine feste Einrichtung“, versprach Wedlich. „Beim nächsten Mal werden noch mehr Firmen teilnehmen und auch mehr Busse fahren.“

„Sollte es ruhig öfter geben“
x-bay war bei Markgraf und SR-Webatex

Obwohl die Baubranche nach wie vor eine Männerdomäne ist, waren bei Markgraf viele Mädchen anzutreffen. „Ich würde gern einen kooperativen Studiengang machen“, sagt Sophie (17). „Dann könnte ich eine Ausbildung bei Markgraf machen und ein Studium zum Bauingenieur.“ Ihre Bewerbung hat sie schon fertig. Den Ausbildungstag nutzt sie, um sich gezielt diese Firma anzuschauen. „Wenn ich hier nicht angenommen werde, studiere ich ganz normal.“

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Auch die Firma SR-Webatex öffnete ihre Produktionsräume für Schüler. Hier wird zum Industriekaufmann oder zum Maschinen- und Anlageführer ausgebildet, neun Azubis hat die Textil-Firma im Moment, zum 1. September wird wieder eingestellt. Als Schulabschluss wird die Mittlere Reife vorausgesetzt. In der Weberei gab es für die Schüler zahllose Spulen und Webmaschinen zu sehen. Im Websaal ist es wegen der Maschinen 100 Dezibel laut, so dass alle Schüler vor der Besichtigung mit Ohrstöpseln versorgt wurden.

In einem waren sich die Schüler einig: Egal was für eine Branche, hinter den Firmenkulissen gibt es viel zu entdecken. „Ich habe in verschiedenen Betrieben viele Infos bekommen und viel gesehen“, sagt Laura. „Deshalb sollte es solche Ausbildungstage ruhig öfter geben.“



Papierrollen und Druckerschwärze
Schüler blickten hinter die Kulisse der KURIER-Produktion
Auch beim KURIER in der Theodor-Schmidt-Straße stiegen interessierte Schüler aus den Bussen, um sich über den Beruf des Medienkaufmanns zu informieren. Anschließend hatten die Teilnehmer auch noch die Möglichkeit, sich die Zeitungsproduktion im Druckhaus anzusehen.

Die Ausbildung beim Nordbayerischen Kurier zum Medienkaufmann oder zur Medienkauffrau Digital und Print dauert drei Jahre. Bei mittlerer Reife und Abitur verkürzt sich die Ausbildung um ein halbes Jahr. Die Azubis durchlaufen die verschiedenen Ausbildungen des KURIERS und gehen auch zur Berufsschule. „Wenn man Interesse an Medien hat, ist man hier richtig“, sagte Sina Gesell, die im Jahr 2005 ihre Ausbildung beim KURIER begann.

Nach dem theoretischen Teil besichtigten die Schüler die sogenannten heiligen Hallen des Nordbayerischen Kuriers. „Es war interessant, mal zu sehen, wie die Zeitung gedruckt wird und welchen Weg sie im Druckhaus geht“, sagte Laura (17). Wo früher Buchstaben mit der Hand gesetzt wurden, regiert heute die Technik. Die meiste Arbeit wird von Maschinen verrichtet. So wurden die Teilnehmer vorbei an riesigen Papierrollen und Druckmaschinen geführt und holten sich von der Druckerschwärze schmutzige Finger an frisch gedruckten Zeitungen. „Mal hinter die Kulissen zu gucken, war sehr informativ“, sagte Laura. Und für den Ausbildungsberuf Medienkaufmann notiert sie sich gleich die Bewerbungsfrist.

Endgültig Abschied von der Leichtathletik?
Leserbrief
THEMA: LEICHTATHLETIK
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 23./24. Februar 2008

Ist die Sportart Leichtathletik in Stadt und Landkreis Bayreuth wirklich nicht vertreten? Damit befasst sich ein Leser, Vorsitzender des Leichtathletikkreises Bayreuth/Kulmbach.

Bei der Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes Bayreuth am 17. Dezember 2007 hat der für den Schulsport zuständige Referent der Regierung von Oberfranken, Herr Lüdtke, im Rahmen seines Vortrages über die Leichtathletik als körperlich bildende, selbstwertstärkende und gesundheitsfördernde Sportart mit Bedauern festgestellt, dass Stadt- und Landkreis Bayreuth in dieser Sportart in der Region Oberfranken einen weißen Fleck bilden.

Für diesen Umstand gibt es sicherlich mehrere Gründe. Da ist in erster Linie das Desinteresse der Schulen an den Bundesjugendspielen wie an dem angebotenen Sportabzeichentag – also an der Leichtathletik schlechthin – zu nennen, aber auch, und das nicht zuletzt, der Mangel an geeigneten Sportstätten und Sportgeräten. Wen wundert es da, dass die ursprünglichste aller Sportarten dabei auf der Strecke bleibt. Laufen (kurz, mittel, lang), Springen (weit und hoch) und Stoßen/Werfen (Kugel, Diskus, Speer), wo ist das alles möglich? In Bayreuth nur auf dem Universitätssportgelände! Da dürfen die Bayreuther aber nicht hin – bestenfalls gegen hohe Gebühren, die die Vereine ebensowenig wie die Eltern der Kinder und Jugendlichen bezahlen können.

Der Postsportverein hat sich in seinen Anlagen schon seit mehr als 30 Jahren von der Leichtathletik verabschiedet. Auf dem FC-Platz gab es früher auch mal eine Laufbahn. Die Bayreuther Turnerschaft hat die marode Hochsprunganlage abgebaut, das Spielfeld mit einem Kunstrasen versehen (kein Diskus- oder Speerwurf mehr möglich, von Hammerwurf oder Stabhochsprung ganz zu schweigen), zudem ist die Zahl der Laufbahnen für größere Wettkämpfe ungenügend.
Im Hans-Walter-Wild-Stadion darf auf dem heiligen Fußballrasen, der nach jedem Spiel der Altstädter furchtbar zerfetzt aussieht, kein Speer und kein Diskus geworfen werden. Bei allem Verständnis, dass beim Hammerwurf der Rasen in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, von einer in den Rasen eindringenden Speerspitze kann ich eine solche Gefahr nicht sehen. Zum Beispiel ist gerade der Speer ein Sportgerät, an dem bei Kindern und Jugendlichen großes Interesse besteht und das für ein leichtathletisches Training begeistern kann.

Hochsprung im Rahmen der Sportabzeichenaktion im H.-W.-Wild-Stadion ist nur auf dem Kleinfeld des GCE auf einer nicht wettkampftauglichen Anlage möglich. Der Anlauf zum Weitsprung im Stadion ist nur auf einer harten Asphaltunterlage machbar.

Und auf der Aschenbahn will schon lange kein Athlet mehr versuchen, eine persönliche oder gar eine oberfränkische oder gar überregionale Bestleistung aufzustellen.

Wo soll also jemand zum Vorbild für unsere Kinder und Jugendlichen laufen, springen, stoßen und werfen und damit all jene koordinativen Bewegungsabläufe demonstrieren, die der allgemeinen Bewegungsarmut und der damit häufig verbundenen Fettleibigkeit entgegenwirken könnte?

Die „Sportstadt“ Bayreuth ist mit der In-Frage-Stellung des Stadions als leichtathletische Einrichtung dabei, sich vollends von der Leichtathletik in Bayreuth zu verabschieden. Oder kann man es möglicherweise so sehen: Was dem FC Bayern mit dem Olympia-Stadion in München nicht gelungen ist, schafft die Spielvereinigung mit dem Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth. 

Georg Hirsch, Bayreuth
Abruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Politik macht Schüler reich
MWGler gewinnen 1500 Euro mit Politik und Zeitgeschichte
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Montag, 25. Februar 2008

Strahlende Gesichter bei den 15 Mitgliedern des Wahlkurses Politik und Zeitgeschichte am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium: Die Bayreuther Schüler belegten beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung mit ihrem Beitrag den ersten Platz und gewannen 1500 Euro.

Im vergangenen Jahr belegten die MWGler bereits den dritten Platz beim Wettbewerb zum Thema „Flucht und Vertreibung“. Dieses mal lautete das Wettbewerbsthema „60 Jahre Israel“.

„Wir haben eine Zeitschrift für Jugendliche erstellt, die sich mit dem Thema nicht auskennen“, sagt Hanya (17). Als Einstieg in die Thematik befassten sich die Schüler aus der 9. bis 13. Jahrgangsstufe mit dem Palituch. „Viele Jugendliche tragen das Tuch, ohne seine Bedeutung zu kennen“, sagt Hanya. Die Zeitschrift enthält einen geschichtlichen Überblick Israels, Buchrezensionen zum Thema und Vorstellungen verschiedener Terror-Organisationen. „Außerdem haben wir Interviews mit Zivis und FSJlern aus Bayreuth gemacht, die in Israel ihren Zivildienst oder ihr freiwilliges soziales Jahr absolviert haben“, sagt Hanya.

Zwei Monate lang arbeiteten die Schüler an ihrer Zeitschrift. „Wir hatten viel mehr Material als wir dann verwenden konnten“, sagt Verena (17). Dann wurde sie nach Bonn eingeschickt. Anfang Februar erhielten die MWGler dann das Ergebnis: Sie belegten den ersten Platz und gewannen einen Geldpreis von 1500 Euro. Jetzt überlegen die Schüler eifrig, was sie mit ihrem Gewinn tun möchten. Bereits im Gespräch ist entweder die Anschaffung von Büchern zum Thema Israel oder eine gemeinsame Fahrt. Denn das Geld soll projektgebunden verwendet werden. „Natürlich würden wir gerne nach Palästina fahren“, sagt Selma (14). „Aber das steht ja leider außer Frage.“ Als Reiseziele im Gespräch sind Berlin, Brüssel oder Bonn.

Nicht nur Theorie
Auch das nächste Projekt des Wahlkurses ist schon in vollem Gange. An der Bayreuther Dietrich-Bonhoeffer-Schule gestalten die MWGler jeden Mittwochnachmittag die Freizeit der Schüler. „Wir wollten diesmal nicht nur etwas Theoretisches machen“, sagt Hanya. Mit einer Dokumentation über ihre Arbeit wollen sich die MWGler im kommenden Jahr bei Unicef-Botschaftern bewerben. Das Projekt läuft noch bis Ende dieses Schuljahres. Dieter Funk, Schuldirektor des MWGs, steht hinter dem Wahlkurs: „Ich finde es sehr anerkennenswert, was Schüler über das normale Maß hinaus tun, das ist nicht selbstverständlich“, sagt Funk.

Auch im kommenden Schuljahr wird es am MWG wieder Politik und Zeitgeschichte geben. Hanya: „Wir sind jetzt schon am Überlegen, was wir als nächstes machen könnten.“

Preisträger1. Preis bei Wettbewerb der „Bundeszentrale für politische Bildung“ Wer's etwas genauer
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So sehen Sieger aus: Die Teilnehmer des Wahlkurses Politik und Zeitgeschichte am MWG belegten den ersten Platz beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung. Mit ihnen freuen sich Lehrerin Maresa Olschner, die den Wahlkurs leitet (erste Reihe, Zweite von links), und Schulleiter Dieter Funk (ganz hinten links).
Foto: Lammel

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Kameras und grüne Welle
Zehnt- und Zwölftklässler diskutierten mit Stadtratskandidaten am MWG
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 21. Februar 2008

Am Mittwoch standen die fünf Stadtratskandidaten Patrick Lindthaler (CSU), Lisa Zeitler (SPD), Gert Lowack (Grüne), Maria Lampl (BG) und Philipp Irmscher (FDP) Schülern am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) Rede und Antwort.

Schon zu Beginn der Diskussion zeigt sich, dass Philipp Irmscher Heimvorteil hat. Selbst Schüler am MWG, will er das gleiche wie seine Mitschüler, zum Beispiel Nachtbusse, die noch bis zwei oder besser drei Uhr nachts unterwegs sind. Überhaupt ist der öffentliche Verkehr ein zentrales Thema der Diskussion. Eine Schülerin beklagt sich über überfüllte Busse nach Schulschluss, ein anderer Schüler beschwert sich, dass der Schulweg mit dem Bus nur bis zur 11. Klasse kostenfrei ist. Alle fünf Kandidaten sprechen sich für kostengünstigere Buskarten aus. Während Lindthaler von kostenlosem Parken in der Stadt spricht, wollen Lowack und Lampl mehr Radfahrer in der Stadt. „Die Radwege sind ein Armutszeugnis für den Stadtrat, da muss etwas passieren“, sagt Lowack. In einem Punkt sind sie sich zum Thema Verkehr einig: „Wir alle wollen die grüne Welle“, sagt Lowack, als eine Schülerin die Ampelphasen in Bayreuth kritisiert.

Mehr Verantwortung für Jugendliche
Auch das Thema Jungendgewalt kommt zur Sprache. Lindthaler sieht einen Weg darin, Jugendlichen mehr Verantwortung zu geben und sie zu beschäftigen. Deshalb unterstütze er die Arbeit vom Verein Kulturkraft, der Jugendlichen in der Schokoladenfabrik die Möglichkeit gibt sich einzubringen. Dennoch müsse es Strafen mit abschreckender Wirkung geben. Zeitler führt neben Sportvereinen auch Ganztagesschulen an,um Jugendliche zu beschäftigen. „Wir Schüler wollen keine Ganztagsschule, sondern Freizeitmöglichkeiten“, sagt eine Schülerin. Während sich Lampl für bessere Sportplätze und ein Programm in den Jugendcafés engagieren will, führt Irmscher einen ganz anderen Aspekt an: „Wenn in einigen Jahren alle Schüler im G8 sind, wird kaum Freizeit bleiben“, sagt er.
Vielleicht dank der Unterstützung seiner Mitschüler schießt das Nesthäkchen unter den fünf Kandidaten überraschend scharf und wirft der CSU vor, statt für Bildung Geld für „sinnlose G8-Konzepte“ auszugeben.

Schließlich kommt ein Schüler auf die CSU-Idee der Videoüberwachung in Bayreuth zu sprechen. Nicht nur auf dem Podium, auch im Saal herrschen darüber geteilte Meinungen. Während Lowack den Überwachungsstaat ablehnt und mehr Polizeipräsenz fordert, gibt es auch Schüler, die sich mit Videoüberwachung in der Stadt sicherer fühlen würden.

Unterstützung fürs Jupa
Gegen Ende der Diskussion spricht eine Schülerin das Bayreuther Jugendparlament an. Die Kandidaten sehen es als Aufgabe des neuen Stadtrats, das Jugendparlament zu unterstützen.

Nach der Veranstaltung sind die Schüler geteilter Meinung. „Die Diskussion hat geholfen, alle Meinungen der Kandidaten kennenzulernen“, sagt Katharina (18). „Aber auf Fragen sind sie nicht wirklich eingegangen.“ Sie und ihre Mitschülerin Sultan (16) finden es wichtig, zur Wahl zu gehen. „Deshalb war die Diskussion gut zur Orientierung zwischen den Parteien“, sagt Sultan. „Aber in den Antworten der Politiker war kaum etwas auf den Punkt gebracht.“

Stadtratskandidaten bei der Podiumsdiskussion im MWG Wer's etwas genauer
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Patrick Lindthaler, Lisa Zeitler, Gert Lowack, Maria Lampl und Philipp Irmscher mit Schulsprecher Jakob Horn (von links) bei der Podiumsdiskussion am MWG.
Foto: Lammel

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Chipdesign für Schüler
Meldet euch jetzt für den Wettbewerb „Invent a Chip“
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 20. Februar 2008
Einblicke in die Mikro- und Nanotechnologie: Beim Schülerwettbewerb „Invent a Chip“ könnt ihr euren eigenen Mikrochip entwerfen.

Bereits zum siebten Mal veranstalten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Branchenverband VDE den Wettbewerb für Schüler der 9. bis 13. Klassen.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen die Mikroelektronik und das Chipdesign nach euren eigenen Ideen. Bei der Entwicklung des Chips bekommt ihr natürlich Unterstützung von Profis. In den vergangenen Wettbewerben überzeugten die Ideen der Schüler nicht nur die Fachwelt: ob Garageneinparkhilfe, ein Ausgleichssystem für den Warentransport, das universelle Telefonbuch oder ein Chip gegen den gefährlichen Sekundenschlaf am Steuer, oft stammen die Ideen aus dem persönlichen Umfeld der Teilnehmer oder basieren auf eigenen Erfahrungen.

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Auch in diesem Jahr können die zwölf besten Teams einen dreitägigen Workshop an der Leibnitz-Universität Hannover besuchen. Wer eine Chipidee einreicht und von der Jury ausgewählt wird, kann dort mit der Hilfe von Experten in die Praxisphase des Chipdesigns starten. Die besten Entwürfe werden am 3. November auf dem Kongress „Zukunftstechnologien: Innovationen-Märkte-Nachwuchs“ in München Vertretern aus Politik, Unternehmen und Wirtschaft präsentiert.

Bis 31. März könnt ihr Chipideen und Fragebögen abgeben. Die Schulen mit den meisten Fragebögen erhalten finanzielle Unterstützungen für Schulpartys oder technische Ausstattungen.

Weitere Infos und Teilnahmeunterlagen gibt es unter www.invent-a-chip.de. nk


Politik macht Schüler reich
MWGler gewinnen 1500 Euro mit Politik und Zeitgeschichte
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Montag, 25. Februar 2008


Preisträger von „Jugend musiziert“ spielten im Zentrum
Gruppenbild mit den Siegern
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 19. Februar 2008
Rund 40 junge Musiker präsentierten sich im Zentrum unserem Fotografen. Allesamt sind Preisträger des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“, der am vorausgegangenen Wochenende in der Städtischen Musikschule Bayreuth über die Bühne ging. Beim
Preisträgerkonzert demonstrierten die erfolgreichen Teilnehmer des Wettbewerbs erneut ihr Können vor Publikum und wurden mit dem entsprechenden
Beifall belohnt. Sowohl Solo- als auch Ensembledarbietungen standen auf dem Programm des Preisträgerkonzerts.

Preisträger Wer's etwas genauer
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Foto: Harbach

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Alle wollen ein Instrument spielen
Großes Gedränge beim Tag der offenen Tür in der Städtischen Musikschule
Nordbayerischer Kurier — Montag, 18. Februar 2008

„Hören, sehen und ausprobieren“ lautete das Motto beim Tag der offenen Tür in der Städtischen Musikschule am Samstagmittag. Dem Aufruf folgten so viele Interessierte wie noch nie, ab 11 Uhr riss der Strom der Musikbegeisterten nicht ab.

Einmal jährlich haben die Menschen aus Bayreuth und der Umgebung die Möglichkeit, bei einem Tag der offenen Tür in der Musikschule einmal hinter die Türen zu schauen – eine Gelegenheit, die sich vor allem Eltern mit ihren Kindern nicht entgehen lassen. Dass sie erstmals einen Blick in den neuen Proben- und Konzertsaal werfen konnten, tat mit Sicherheit ein Übriges.

Dass eine musikalische Ausbildung die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern fördert, ist eine anerkannte Tatsache. Doch nicht nur deshalb ist die Nachfrage nach qualifiziertem Musikunterricht groß.

In den auf drei Stockwerken verteilten Proberäumen drängten sich am Samstag die Besucher. Dabei konnten sie nicht nur Lehrer und Schüler in allen Instrumentensparten erleben, sondern selber die verschiedensten Instrumente ausprobieren.

Das Angebot wendet sich aber nicht nur an Kinder. Auch zahlreiche Erwachsene nutzen die Möglichkeit, fast vergessene Kenntnisse wieder aufzufrischen oder selbst im etwas fortgeschrittenen Alter anzufangen, ein Instrument zu spielen.
Die Nachfrage übersteigt bei weitem das Angebot, Wartezeiten von mehreren Jahren sind bei nahezu allen Instrumenten die Regel. Im Fach Gitarre werden zurzeit die Anmeldungen aus dem Jahr 2002 abgearbeitet. Dabei würde das Haus ein weitaus größeres Angebot an Stunden ermöglichen – manche der Proberäume stehen an vielen Stunden der Woche leer, weil die Lehrer nur für einen bestimmten Zeitraum verpflichtet sind. Für die Musikschule bedeutet dies, dass viele Eltern ihre Kinder zwischenzeitlich bei privaten Instituten und Lehrern anmelden.

Denjenigen, die es geschafft haben, einen Platz in der Musikschule und für ihr Wunschinstrument zu ergattern, bietet sich neben dem Einzelunterricht eine Fülle von musikalischen Möglichkeiten. Eine davon ist das Sinfonieorchester, das in einer einstündigen öffentlichen Orchesterprobe im Anschluss an den Tag der offenen Tür im neuen Richard-Wagner-Saal eine Kostprobe seines Könnens ablieferte.

Auch hier war das Interesse groß – der Platz reichte kaum aus. Mit der Titelmelodie des Films „Die glorreichen Sieben“ und – wie soll es anders sein – mit der (gekürzten) Ouvertüre der „Meistersinger“ von Richard Wagner eröffnete das Orchester die öffentliche Probe. Und vielleicht hat es so manchen auf den Geschmack gebracht, beim Sinfonieorchester mitzuspielen. Denn, wie Dirigent und Leiter der Musikschule, Nicolaus Richter, dem Publikum erklärte, kann sich hierfür jeder bewerben, auch wenn er nicht Schüler der Musikschule ist. hes


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Pubertät sorgt für schlechte Noten
Gymnasien verteilen mit Zwischenzeugnis in Mittelstufe viele Warnschüsse – Notensystem in Frage gestellt
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 15. Februar 2008

Heute dürfte es wieder Aufruhr an den Mittagstischen geben, wenn die Zeugnisse zu Hause ankommen. Vor allem dann, wenn sich die schöne Zahl Fünf ein- oder mehrfach auf das Papier geschlichen hat. Doch die Aussagekraft des Zwischenzeugnisses setzt mehr auf den psychologischen Effekt – gleichzeitig stellt sich jedoch gerade an den Gymnasien die Frage, wie effektiv Vorrücken auf Probe und das Bewertungssystem insgesamt ist. Eine Bestandsaufnahme zur Hälfte des Schuljahres.

Nach der Einführung des achtstufigen Gymnasiums (G8) kam schleichend auch die Aufforderung aus dem Kultusministerium, das Vorrücken auf Probe dem Schicken des Schülers auf die Ehrenrunde vorzuziehen. Am Richard-Wagner-Gymnasium (RWG) zum Beispiel hat sich die Zahl derer, die zum Halbjahr gefährdet sind, nach den Worten des Direktors Horst Anclam reduziert. Im gleichen Maße habe sich die Regelung, „dass die Schüler auf Probe vorrücken dürfen, bewährt“, sagt Anclam. „Einige haben zwar die Schule verlassen, die gescheitert wären, aber im Grundsatz hat es sich bewährt.“ Zum Zwischenzeugnis würden „eine Fülle von Leuten, die eine Fünf oder die Tendenz zur Verschlechterung haben, von uns gewarnt. Aber man muss ja auch wissen, dass die Halbjahresnoten an sich nicht in der Schlussnote auftauchen. Da werden alle Noten des Jahres gerechnet“, so Anclam, der sagt, er sei „kein Freund des Sitzenbleibens auf Teufel komm raus“.

Trend zur Verschlechterung
Wie Anclam beobachtet auch Thomas Freiman, Direktor des Graf-Münster-Gymnasiums (GMG) – des größten Bayreuther Gymnasiums – gerade in der Mittelstufe einen besonderen Trend zur schulischen Verschlechterung. Jedoch sei gerade am GMG, das überwiegend von Jungen besucht wird, „eine tendenzielle Zunahme der Schüler, die von uns zum Halbjahr auch ein Schreiben mit nach Hause bekommen, zu verzeichnen“, sagt Freiman. „Das hat aber aus meiner Sicht weniger mit einem gestiegenen Schwierigkeitsgrad durch das G8 zu tun, sondern damit, dass die Jungs in ihrer eigenen Welt leben und es fast wie ein Ritterschlag ist, gefährdet zu sein. Das ist keine günstige Entwicklung“, sagt Freiman – gerade mit Blick auf die vom Kultusministerium bevorzugte Regelung des Vorrückens auf Probe. Denn: Darf zum Beispiel ein Achtklässler zum Ende des Schuljahres trotz schlechter Noten in die neunte Klasse vorrücken und scheitert dort bis Mitte/Ende November, muss er in die achte Klasse zurück. Verliert er auch dort den Anschluss oder findet ihn nicht, dann kann das das Ausscheiden für ihn ohne Abschluss bedeuten. Gerade in der Pubertätsphase sei die Gefahr groß, dass die Schüler Defizite ansammeln. Und selbst die, die die neunte Klasse überstehen, sind mit „signifikant überdurchschnittlicher Wahrscheinlichkeit“, so Freiman, im Gefährdungsbereich, „dass es sie im Jahr darauf zerbröselt“. Weil Defizite angesammelt werden.

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Da Freiman jedoch auch die Gefahr bei Wiederholern sieht, die – gelinde gesagt – mit eher geringem Interesse Nebenfächer verfolgen, die sie geistig bereits abgehakt hatten und sich im Wiederholungsjahr dort verschlechtern, stellt der GMG-Direktor nicht nur ein Rechenbeispiel auf, sondern stellt auch die Frage nach einer Änderung im Bewertungssystem: Es sei bei der Wiederholer-Quote in Bayern von aktuell rund drei Prozent – früher waren es fünf Prozent – durchaus ein wirtschaftlicher Faktor: Es kämen leicht zwei Klassen pro Schule an Wiederholern zusammen, die „zwei Lehrer binden. Das auf ganz Bayern gerechnet, kommen wir auf ein paar hundert Lehrer, die – wenn wir sie bekämen – auch herangezogen werden könnten, um die Klassenstärken zu reduzieren“, sagt Freiman. Aus seiner Sicht könnte man jedoch auch Zeit – wertvolle Unterrichtszeit – gewinnen, würde man „das in die Jahre gekommene Noten- und Bewertungssystem ändern. Eine intelligentere Lösung wäre mir da lieber“, sagt Freiman. Denn: „Wenn man den Unterricht von den Bewertungen entlasten würde und statt dessen zum Beispiel schulzentral Tests machen würde, brächte man mehr Ruhe ins System Schule und würde damit auch das Problem des subjektiven Charakters der mündlichen Noten beseitigen“. Man könne damit „viel Arbeit und Ärger“ sowohl von den Lehrern, als auch von den Schülern fernhalten und gleichzeitig die Verarbeitung des Schulstoffs verbessern. „Einen Mittelstufler, der sich in einem bestimmten Fach auf einer sicheren Vier eingerichtet hat, hole ich durch gezielte Befragungen und Prüfungen dort auch nicht weg.“ Damit sei man auch ganz nah am „Dilemma des G8“, sagt Freiman. „Wir können die Lehrpläne noch um die Hälfte reduzieren, lösen damit aber das Problem nicht.

Kommentar: Lernen vor Noten
Man wird ja wohl noch ein bisschen träumen dürfen. Das Gymnasium soll schließlich auf die Uni vorbereiten und selbständiges Lernen fördern. Statt dessen ergeht sich diese Schulform in Selbstverwaltung und im Sammeln von Noten. Und eben nicht im Vermitteln von wirklich wichtigem Stoff. Gerade angesichts der heute verteilten Zwischenzeugnisse ist der Vorstoß, den der Direktor des größten Bayreuther Gymnasiums macht – zwar noch nicht ausgefeilt, wohl aber in die richtige Richtung – mehr als begrüßenswert. Denn die Zeit, die draufgeht, um mündliche und schriftliche Noten zu sammeln, Arbeiten zu korrigieren und hinter den Schülern her zu rennen, die ihre Arbeiten wegen schlechter Zensuren zu Hause unterschreiben lassen müssen, geht von der reinen Lernzeit ab. Und fehlende Zeit ist gerade im achtstufigen Gymnasium nach wie vor der größte Haken. Fehlt es an der Zeit, fehlt es an der Möglichkeit, Stoff zu vertiefen. Dann fehlt es an der Chance, auch schwächere Schüler mitzunehmen, sie zu motivieren. Warum nicht nachdenken über die Änderung eines Systems, das sich in mehr als hundert Jahren schlicht und ergreifend überholt hat? Schule muss sich nicht verwalten, sie muss gestalten: Sich selber. Und erst recht die Schüler, die die Zukunft sind. Da geht Lernen vor den Noten, nach denen schon kurz nach dem Abitur eh kein Mensch mehr fragt. Eric Waha


Welche Schule für mein Kind?
Jetzt steht wieder große Entscheidung an: Welches Gymnasium passt am besten?
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 14. Februar 2008
Über vielen Bayreuther Ess- und Wohnzimmertischen schweben in diesen Tagen wieder die großen Fragezeichen: Welches Gymnasium passt am besten zu meinem Kind? Die fünf Bayreuther Gymnasien und die Gymnasien in der Region laden in den kommenden Wochen wieder zu ihren Informationsveranstaltungen ein – im Region-Teil des KURIERS finden Sie auch Informationen über die Gymnasien in Kulmbach und Eschenbach.

Die fünf Bayreuther Gymnasien laden im März und April zu ihren Informationsveranstaltungen die Eltern der Viert- und Fünftklässler ein, die für ihre Kinder den gymnasialen Bildungsweg ins Auge gefasst haben.

Kinder mitentscheiden lassen
Ganz wichtig ist dabei einer gemeinsamen Mitteilung der Gymnasien zufolge, dass gerade die Kinder zu den Veranstaltungen mitkommen und so die Gelegenheit haben, sich selbst ein Bild von den Schulen zu machen. Wichtig: „Noch ehe der Entschluss gefallen ist, ob das Kind ein Gymnasium besuchen soll, sollte Kontakt mit den höheren Schulen aufgenommen werden“, schreiben die Gymnasien.

Die Stadt Bayreuth ist in der glücklichen Lage, mit den fünf Schulen Graf-Münster-Gymnasium (GMG), Richard-Wagner-Gymnasium (RWG), Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG), Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium (WWG) und Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE) alle Möglichkeiten gymnasialer Ausbildung anbieten zu können, die es in Bayern gibt. Alle fünf Bayreuther Gymnasien sind für Buben und Mädchen zugänglich.

Profilbildung nach Klasse acht
Die ersten drei Jahre des achtstufigen Gymnasiums (G8) verlaufen an allen Bayreuther Gymnasien gleich und unterscheiden sich nur durch die Sprachenfolge. Die Zweigwahl erfolgt in der achten Jahrgangsstufe – und damit auch die Profilbildung der einzelnen Schulen: Das bedeutet, dass neben den für alle Schüler gemeinsamen Fächern einzelne Fächer verstärkt unterrichtet und unterschiedliche Fremdsprachen angeboten werden.

An allen Bayreuther Gymnasien gibt es Zweige mit nur zwei Fremdsprachen: Wenn Englisch als erste Fremdsprache gewählt wird, dann stehen als zweite Fremdsprache Französisch oder Latein zur Wahl. Anstelle der dritten Fremdsprache wird an diesen Schulen verstärkt Unterricht in Informatik und Naturwissenschaften oder Musik, in Wirtschaftslehre oder in Sozialwissenschaften angeboten.

Im sprachlichen Zweig muss die dritte Fremdsprache gewählt werden. Je nach Ausrichtung des Gymnasiums kann dies Französisch, Italienisch, Spanisch oder auch Altgriechisch sein. Weitere Sprachen können an den Bayreuther Gymnasien als Wahlfächer belegt werden.

Angebote auf einen Blick
Die Angebote der einzelnen Bayreuther Gymnasien können Sie den Steckbriefen der Schulen entnehmen, die auf dieser Seite angedruckt sind.


Abruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers.

Graf-Münster-Gymnasium

Adresse: Schützenplatz 12, 95444 Bayreuth
Telefon: 0921/759830
Fax: 7598330
E-Mail: gmg-bay-reuth@t-online.de
Internet: www.gmg-bayreuth.de
Schulleiter: Thomas Freiman Schülerzahl: 1460
Lehrerzahl: über 110
Durchschnittliche Klassengröße: 28 Profil: Naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium
Sprachenfolge: Englisch ab der fünften Klasse, in der sechsten folgen Latein oder Französisch, aber der achten kann Spanisch gewählt werden
Besonderheiten: drei neue naturwissenschaftliche Räume, neue Bibliothek
Infotag: Samstag, 12. April, 9.30 Uhr
Richard-Wagner-Gymnasium

Adresse: Wittelsbacherring 9, 95444 Bayreuth
Telefon: 09 21/ 759850
Fax: 7598530
E-Mail: schulleitung@rwg-bayreuth.de
Internet: www.rwg-bayreuth.de
Schulleiter: Horst Anclam
Schülerzahl: 870
Lehrerzahl: 78.
Durchschnittliche Klassengröße: 27,6
Profil: Sprachliches, wirtschafts- und sozialwissenschaftliches Gymnasium
Sprachenfolge: Englisch ab der fünften Klasse, in der sechsten folgen Latein oder Französisch, ab der achten können Spanisch oder Italienisch gewählt werden
Besonderheiten: Neuer wirtschaftswissenschaftlicher Zweig
Infotag: Samstag, 8. März, 10 Uhr
Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium

Adresse: Am Sportpark 1, 95448 Bayreuth
Telefon: 09 21/251950
Fax: 251953
E-Mail: wwg-bay-reuth@t-online.de
Internet: wwg.bayreuth.org
Schulleiter: Gerhard Kraus
Schülerzahl: 1260
Lehrerzahl: 82
Durchschnittliche Klassengröße: 28,5
Profil: Wirtschaftswissenschaftliches und naturwissenschaftlich-technisches Gymnasium
Sprachenfolge: Englisch ab der fünften Klasse, in der sechsten folgen Französisch oder Latein, ab der zehnten kann Spanisch gewählt werden
Besonderheiten: Unmittelbare Lage zu Oberfrankenhalle und Eisstadion, Treppenlift für Gehbehinderte
Infotag: Freitag, 7. März, 17 Uhr
Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium

Adresse: Königsallee 17, 95448 Bayreuth
Telefon 0921/799910
Fax: 7999113
E-Mail: sekre-tariat@ mwg-bayreuth.de
Internet: www.mwg-bayreuth.de
Schulleiter: Dieter Funk
Schülerzahl: 795
Lehrerzahl: 70
Durchschnittliche Klassengröße: 26,9
Profil: Musisches und sprachliches Gymnasium
Sprachenfolge: Englisch ab der fünften Klasse, in der sechsten folgt Latein, Französisch folgt ab der achten Klasse, ab der zehnten kann Spanisch oder Französisch gewählt werden
Besonderheiten: Für Mädchen besteht die Möglichkeit, im Internat zu wohnen, Tagesheim für Buben und Mädchen, Schulcafé Blu, Mensa
Infotag: Samstag, 1. März, 10 Uhr
Gymnasium Christian-Ernestinum

Adresse: Albrecht-Dürer-Straße 2, 95448 Bayreuth
Telefon: 0921/ 726030
Fax: 7260330
E-Mail: sekretariat@gce-bayreuth.org
Internet: www.gce-bayreuth.de
Schulleiter: Rainhard Kreutzer
Schülerzahl: 599
Lehrerzahl: 47
Durchschnittliche Klassengröße: 26,8
Profil: Sprachliches und humanistisches Gymnasium mit naturwissenschaftlich-technologischer Ausbildung.
Sprachenfolge: Englisch oder Latein ab der fünften Klasse, in der sechsten folgen Latein bzw. Englisch, ab der achten Klasse kann Griechisch oder
Französisch gewählt werden
Besonderheiten: Zusatzangebote wie Chor, Multimedia-Räume und Internet in der Bibliothek
Infotag: Samstag, 5. April, 9.30 Uhr
Gymnasium Pegnitz

Adresse: Wilhelm-Humboldt-Straße 7, 91257 Pegnitz
Telefon: 09241/ 48333
Fax: 256
E-Mail: sek@gym-peg.de
Internet: www.gym-peg.de
Schulleiter: Reiner Roth
Schüler: 993
Lehrer: 76
Durchschnittliche Klassengröße: 30
Profil: Naturwissenschaftlich-technologisches und neusprachliches Gymnasium
Sprachenfolge: Englisch und Französisch oder Englisch und Latein für naturwisssenschaftlich-technologisches Gymnasium, Englisch, Latein, Französisch für sprachliches
Besonderheiten: Internat und Tagesheim für Schüler, Hausaufgabenbetreuung
Infotag: Dienstag, 19. Februar, 19.30 Uhr
Fachoberschule Bayreuth

Adresse: Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule, Körnerstraße 6, 95448 Bayreuth
Telefon: 0921/ 792080
Fax 0921/92281
E-Mail: schule@fosbos-bayreuth.de
Internet: www.fosbos-bayreuth.de
Schulleiter: Klaus Vietze
Schülerzahl: 730
Lehrerzahl: 63
Durchschnittliche Klassengröße: 24
Profil: Ausbildungsrichtungen Gestaltung, Sozialwesen, Technik, fachpraktische Ausbildung in die Jahrgangsstufe elf integriert
Sprachenfolge: Englisch einzige Pflichtfremdsprache, Französisch als zweite Fremdsprache in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft möglich
Besonderheiten: Auslandspraktika in Italien und Irland möglich; FOS 13
Infotag: Freitag, 15. Februar, um 18.30 Uhr und Samstag, 16. Februar, um 9.30 Uhr

Mit der FOS zur allgemeinen Hochschulreife
Gymnasium Eschenbach

Adresse: Dr.-Friedrich-Arnold-Straße 2, 92676 Eschenbach
Telefon 09645/601900
Fax 6019099
E-Mail: EGymnasium@gymnasium-eschenbach.de
Internet: www.gymnasium-eschenbach.de
Schulleiter: OStD Paul Lippert
Schülerzahl: 1014
Durchschnittliche Klassengröße: 26
Profil: Naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium
Sprachenfolge: Englisch, Latein und gegebenenfalls Französisch oder Englisch und Französisch
Besonderheiten: Nachmittagsbetreuung, Schulkantine mit warmem Mittagessen
Info-Abend: 28. Februar, 19 Uhr
Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium
 
Adresse: Schießgraben 1, 95326 Kulmbach
Telefon: 09221/801040
Fax: 8010499
E-Mail: sekretariat@ mfg-kulmbach.de
Internet: www.mgf-kulmbach.de
Schulleiter: Hans-Werner Fischer
Schülerzahl: 940
Lehrerzahl: 70
Durchschnittliche Klassengröße: 24
Profil: Naturwissenschaftlich-technologisches, sprachliches und musisches Gymnasium
Sprachenfolge: Englisch ab der fünften Klasse, in der sechsten folgen Latein oder Französisch, ab der achten kann Spanisch gewählt werden
Besonderheiten: Von der siebten bis zur zehnten Klasse kann einer Notebook-Klasse beigetreten werden, in der der Computer als Lernwerkzeug dient.
Infotag: 8. März, 10 und 13 Uhr
Caspar-Vischer-Gymnasium

Adresse: Christian-Pertsch-Straße 4, 95326 Kulmbach
Telefon: 09221/ 750010
Fax: 7500150
E-Mail: schule@cvg-kulmbach.de
Internet: www.cvg-kulmbach.de
Schulleiter: Klaus Gagel
Schüler: 1071
Lehrer: 79
Durchschnittliche Klassengröße: 28
Profil: Sprachliches und wirtschafts- sozialwissenschaftliches Gymnasium
Sprachenfolge: Englisch ab der fünften Klasse, in der sechsten folgen Latein und Französisch, ab der achten kann Spanisch gewählt werden
Besonderheiten: Zusatzangebote wie Gebärdensprache, Kindermusical und Wirtschaftsenglisch sowie Nachhilfeunterricht von Schülern für Schüler
Infotag: Mittwoch, 12. März und Donnerstag, 13. März, jeweils 18 Uhr

Alle Wege führen zum Abitur
Fachoberschule bietet nach Schulversuch auch allgemeine Hochschulreife an
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 14. Februar 2008
Alle Wege führen zum Abitur – jetzt auch der Weg über Haupt-, Real- und Fachoberschule, denn: Die Fachoberschule-Berufsoberschule Bayreuth (FOS/BOS) bietet jetzt nach erfolgreich absolviertem Schulversuch ab dem neuen Schuljahr auch den Weg zur allgemeinen Hochschulreife an.

Der vierjährige Schulversuch, der nicht nur Schülern der Berufsoberschule, die bereits eine Ausbildung absolviert haben müssen, sondern auch den Fachoberschülern nach erfolgreich absolviertem Fachabitur den Weg zur allgemeinen Hochschulreife eröffnet, war für Schulleiter Klaus Vietze „eine tolle Idee des Kultusministeriums, die bereits im zweiten Jahr gezeigt hat, dass die FOS-Schüler sogar besser abschneiden als die BOS-Schüler. Wir haben bei den FOSlern eine Erfolgsquote von 98 Prozent. Wer die zweite Fremdsprache gewählt hat – das ist bei uns Französisch – kann danach auch an die Uni“, sagt Vietze im Gespräch mit dem KURIER. Ab dem neuen Schuljahr darf derjenige die FOS 13 machen, der einen Notendurchschnitt von 2,8 oder besser hat. Bislang war sogar als Art Haustarif ein Notendurchschnitt von 2,5 die Vorgabe. „Die FOS 12 läuft aber auch ganz normal weiter.“

INFO
Die Anmeldung zum Schulbesuch ist vom 18. bis 29. Februar möglich.

Stetig steigende Zahlen
Die Beliebtheit der FOS sei in den vergangenen sieben Jahren durch stetig steigende Schülerzahlen belegbar. „Wir pendeln uns aktuell bei 750 bis 800 Schülern ein“, so Vietze. Vietze will den neuen Weg zur allgemeinen Hochschulreife auch als Signal an die Eltern verstanden wissen: „Es muss sich in den Köpfen der Eltern verankern, dass das Abi auch dann drin ist, wenn das Kind über die Haupt- und Realschule geht und dann an die FOS kommt.“ Es sei schließlich auch einmal aus dem anderen Blickwinkel heraus zu betrachten: „Wer den Weg über Hauptschule, Realschule und Fach- oder Berufsoberschule macht, hat in 13 Schuljahren mit dem mittleren Schulabschluss, dem Fachabitur und dem Abitur sukzessive drei Schulabschlüsse erworben und gegebenenfalls auch noch eine Berufsausbildung absolviert. Das gibt Sicherheit“, so Vietze.

Gerüchten, der technische Zweig der FOS sei wegen sinkender Schülerzahlen bedroht, entgegnet Vietze entschieden: „Das ist weder diskutiert noch notwendig. Gestalter und Techniker sind die geringere Gruppe. Da sind wir aber nur ein Spiegel der Realschulen. Die Wirtschaftler und die soziale Ausrichtung sind naturgemäß in der Überzahl“, so Vietze auf Nachfrage des KURIERS. wah

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Schnell und technisch gut
Bayreuther Mädchen-Team für Landesfinale qualifiziert
BAYREUTH/SELB
Nordbayerischer Kurier — 13. Februar 2008
Im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ fand im Selber Eisstadion der Bezirksentscheid der oberfränkischen Schulen im Eisschnelllaufen statt. In der Wettkampfklasse III der Mädchen qualifizierte sich das Team des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums Bayreuth für das Landesfinale der bayerischen Schulen am 27. Februar in Inzell.

Die Lauf- und Kurventechnik und nicht zuletzt Kondition und Ausdauer der jungen Eisflitzer entschieden über den Mannschaftssieg in den beiden Altersklassen. Dank der Helm- und Handschuhpflicht verliefen einige Stürze glimpflich.

In der Wettkampfklasse IV (10 bis 13 Jahre) hatten die Läufer drei Runden zurückzulegen und einen Geschicklichkeitsparcours mit Kurvenfahren, Slalomstrecke, Rückwärtsfahren und Sprint zu bewältigen. In der Wettkampfklasse III (13 bis 15 Jahre) ging es um Schnelligkeit über eine Runde (125 Meter) und um Ausdauer über drei Runden. Die vier Zeitschnellsten einer aus fünf Läufern bestehenden Mannschaft kamen jeweils in die Wertung.

Während die beiden Siegermannschaften der WK III am Landesfinale in Inzell teilnehmen, endete der Wettbewerb für die Siegerteams der WK IV auf Bezirksebene.

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Die Organisation des Bezirksentscheids lag in den Händen des oberfränkischen Eislaufbeauftragten Heiner Jena aus Bayreuth. Die Siegerehrung nahm der Sportfachberater bei der Regierung von Oberfranken, Wolfgang Lüdtke, vor.

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Nach der Siegerehrung: Große Freude beim Mädchenteam des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums Bayreuth über die erkämpfte Fahrkarte nach Inzell. Mit im Bild (von links) Regierungssportfachberater Wolfgang Lüdtke, Sportlehrer Andreas Welsch und Bezirksschulobmann Heiner Jena. Foto: Höreth

Die Ergebnisse:
Wettkampfklasse III:
Jungen: 1.  Realschule Selb 3:54,5 min
Mädchen: 1.  Markgräfin- Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth 4:48,6 min
  2.  Hauptschule Selb 5:00,5 min

Wettkampfklasse IV:
Jungen: 1.  Hauptschule Selb 5:05,7 min
  2.  Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium Bayreuth 5:19,8 min
Mädchen: 1.  Hauptschule Selb 6:31,0 min

Erfolgreich bei „Jugend musiziert“
Die Jury vergab viele erste Preise mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 12. Februar 2008
Für viele junge Musiker war es die Chance, sich zum ersten Mal in der Öffentlichkeit und vor einer fachkundigen Jury zu präsentieren: Am Wochenende fand in Bayreuth der Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ statt .

Folgende Teilnehmer erspielten sich einen ersten Preis mit der Weiterleitung zum Landeswettbewerb:

Kategorie Klavier – Solo: Paul Park, Maximilian Hacker, Julian Schwarz, Lorenz Trottmann, Polina Allerborn, Franziska Pott und Stephan Axtner. Einen ersten Preis erhielten: Jakob Hermann, Verena Havla, Jessika Feifert, Raphael Herbst, Isaak Park, Joyce Kim Behnke, Jeannette Haugg, Sebastian Franz, Clara-Maria Schina, Dominik Herbst, Jennifer Kim Behnke, Philipp Maier, Judith Berner und Katharina Ritschel.

In der Kategorie Gesang erreichten folgende Teilnehmer den ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb: Stefanie Zimmermann, Nathalie Flessa und Kristine Möller. Einen ersten Preis erhielten außerdem: Sophie Fischerauer, Daniela Eberhardt, Tanja Meyer und Verena Hofmann.
In der Kategorie Streicherensemble gingen die ersten Preise mit Weiterleitung an das Ensemble mit Felix Hochbaum, Lukas Jess, Johanna Wander und Philipp Otto. Außerdem an das Duo Dong-Seop Lim und Hesin Lim sowie an das Ensemble mit Reginald Hubert, Sebastian Lau, Manuel Lau und Jakob Adler. Weitere erste Preise erhielten das Ensemble mit Annabel Nolte, Magdalena Maier, David Nützel und Martin Fischerauer, das Trio Franziska Kasch, Celine Lange und Julia Ludwig sowie das Trio Isabel Haupenthal, Hanna Hund und Laura Neuber.

In der Kategorie Bläserensemble erzielte das Ensemble mit Martin Schmidt, Nora Geyer, Steffen Skutnik und Benjamin Schuberth den ersten Preis mit Weiterleitung.

Einen ersten Preis als Klavierbegleiterin erhielt Tamara Geißner.


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Gruppenbild mit den Siegern

Vorzeitig aus dem Skiurlaub gekommen
Regionalwettbewerb von Jugend musiziert in der Städtischen Musikschule
Von Sandra Buchwald
Nordbayerischer Kurier — Montag, 11. Februar 2008

Aufgeregtes Flüstern auf den Gängen, nervöse Eltern, gedämpftes Klavierspielen hinter verschlossenen Türen — angespannte Wettbewerbsatmosphäre herrschte am Wochenende in der Städtischen Musikschule beim 45. Regionalwettbewerb von Jugend musiziert. Jahr für Jahr nutzen Tausende junger Musikerinnen und Musiker die Gelegenheit, ihre künstlerischen Leistungen auf die Bühne bringen und von einer fachkundigen Jury beurteilen lassen zu können.

Einer von ihnen war der zehnjährige Sebastian Franz, der für die Teilnahme an Jugend musiziert extra eher aus dem Skiurlaub zurückgekommen ist. Begleitet von Mutter Cornelia und Klavierlehrerin Sylvia Weiss trat Sebastian in der Altersgruppe II im Wettbewerb für Klavier Solo an. Wie er dem KURIER erzählte, übt Sebastian ungefähr eine halbe Stunde am Tag, wobei er die Stücke für Jugend musiziert schon über ein halbes Jahr vorbereitet. Woher sein Interesse für klassische Musik kommt? „Keine Ahnung“, zuckt Sebastian mit den Schultern. „Ich hab einfach angefangen, und es hat Spaß gemacht.“ Heute übt Sebastian gerne täglich, in der schwierigen Anfangszeit war das manchmal anders, erinnert sich Mutter Cornelia schmunzelnd, als es Belohnungspunkte als Motivation geben musste. „Für 15 Belohnungspunkte gab es dann einmal Kino.“
Doch Sebastian Franz ist mit seiner Freude an der klassischen Musik nicht alleine. Eine Vielzahl junger Nachwuchskünstler ab sechs Jahren bevölkerte am Wochenende die Musikschule. Ausgeschrieben sind in diesem Jahr Wettbewerbe für Klavier Solo, Gesang, Bläser- und Streicherensemble. In den höheren Altersgruppen gibt es die Möglichkeit, sich über den Regionalausscheid hinaus für den Wettbewerb auf Landes- oder gar auf Bundesebene zu qualifizieren.

Sebastian spielt Klavier Wer's etwas genauer
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Kam extra für Jugend musiziert vorzeitig aus dem Skiurlaub zurück: Sebastian Franz.
Foto: Buchwald


INFO Die Liste der Gewinner lesen Sie hier ...

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x-bay
Moment mal!
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 9./10. Februar 2008
Traurig, aber wahr: Es ist so weit. Die Ferien und damit auch mein Praktikum hier neigen sich dem Ende zu. Irgendwie habe ich mich schon richtig an den Redaktionsalltag und vor allem an „meinen“ Computer gewöhnt. Wenn ich so darüber nachdenke, weiß ich gar nicht, ob ich mein Journalistenleben mit Interviews, Umfragen und Artikeln wirklich wieder gegen Mathe und Physik eintauschen will. Und das auch noch gerade jetzt, wo ich doch langsam anfange, die Technik zu beherrschen oder wichtige Telefonnummern auswendig zu wissen.
Aber wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören, und so werde ich ab Montag eben wieder die Schulbank drücken und mein journalistisches Werkeln auf die Jugendredaktion beschränken — erst mal.

Ann-Charlott
contact@x-bay.de www.x-bay.de
Phone: 09 21/50 01 83
Post: Maxstraße 58/60 95444 Bayreuth

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Eisflitzer waren erfolgreich
Teilnahme am Bezirksentscheid erkämpft
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 9./10. Februar 2008
Am Eisschnelllaufwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ beteiligten sich neun Schulmannschaften. Die jungen Eisflitzer kämpften unter der Leitung von Bezirksschulobmann Heiner Jena in zwei Wettkampfklassen um die Teilnahme am Bezirksentscheid der oberfränkischen Schulen in Selb.

In der Wettkampfklasse III (13 bis 15 Jahre) hatten die Läufer eine Spurtrunde (125 Meter) zu absolvieren und über drei Runden (375 Meter) ihre Ausdauer zu beweisen. Armin Köhler vom Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium (WWG) erzielte mit 62,2 Sekunden (15,7 und 46,5 Sekunden ) die beste Gesamtzeit vor Patrick Schweitzer, Albert-Schweitzer-Schule, der 63,4 Sekunden benötigte. Bei den Mädchen dieser Altersklasse siegte Lena-Katharina Bauer mit 63,5 Sekunden (16,2 und 47,3 Sekunden) nur knapp vor den Schwestern Lisa und Laura Zeußel, alle Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG).

In der Wettkampfklasse IV (10 bis 13 Jahre) hatten die jüngeren Nachwuchsläufer zwei schnelle Runden und einen Geschicklichkeitsparcours  mit Kurventechnik, Slalomstrecke, Rückwärtsfahren und Sprint zu bewältigen. Bei den Jungen erzielte Kevin Langlois (WWG) mit 70,7 Sekunden die beste Gesamtzeit. Die zwei schnellen Runden schaffte er in 32,1 Sekunden, den Geschicklichkeitslauf in 38,6 Sekunden. Als schnellstes Mädchen erwies sich Christine Lattin (WWG) mit einer Gesamtzeit von 77,9 Sekunden (32,0 und 45,9 Sekunden).
Die jungen Eisläufer zeigten auf den schmalen Kufen beachtliches Können. Dank der Helm- und Handschuhpflicht verliefen Stürze glimpflich. Alle Teilnehmer kämpften mit großem Einsatz um eine gute Zeit für die Mannschaftswertung. Die Siegerteams qualifizierten sich für das Bezirksfinale.

Die Mannschaftsergebnisse

Wettkampfklasse III:
  • Jungen: 1. Albert-Schweitzer-Schule, 4:34,5 Minuten; 2. WWG, 4:39,3 Minuten; 3. Hauptschule St.Georgen, 5:11,1 Minuten; 4. Altstadtschule, 5:34,9 Minuten.
  • Mädchen: 1. MWG, 4:34,8 Minuten; 2. WWG, 6:28,2 Minuten.

Wettkampfklasse IV:
  • Jungen: 1. WWG, 5:10,3 Minuten; 2. Albert-Schweitzer-Schule, 6:44,5 Minuten.
  • Mädchen: 1. WWG, 7:49,0 Minuten.
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Jetlag und Schuluniform
Bayreuther Schüler berichten vom Australien-Austausch
Von Sandra Buchwald
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 9./10. Februar 2008

Am 1. Februar flogen 21 Schüler des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums ebenso wie 20 Schüler des Richard-Wagner-Gymnasiums zum Schüleraustausch nach Mentone in Australien. Heute berichten die MWGler auf x-bay von ihren ersten Eindrücken an der Partnerschule.

Nach dem 24stündigen Flug wurden wir bei angenehm sommerlichen Temperaturen herzlich von unseren Gastfamilien begrüßt. Obwohl uns der Jetlag von zehn Stunden zu schaffen machte, begleiteten wir bereits am nächsten Morgen unsere Austauschpartner in die Mentone Grammar School. Da an der Schule eine strenge Kleiderordnung herrscht, tragen wir Hosen bis übers Knie und unsere MWG-Polohemden, die wir extra für den Austausch bekommen haben. Da am 4. Februar das Schuljahr begann, versammelte sich die gesamte Schule in der Assembly Hall, wo der Direktor die Schüler begrüßte und über die Ziele des kommenden Jahres sprach. Dabei ging es vor allem um Ordnung, Disziplin und korrekte Umgangsformen. Während wir zuerst von seiner strengen Art erschrocken waren, wunderten wir uns später um so mehr über den lockeren Unterrichtsverlauf: Die Schüler trudelten nach und nach in den Klassenzimmern ein.
Da die Klassen mit nie mehr als 15 Schülern viel kleiner sind als in Deutschland, meldet sich niemand, sondern man ergreift einfach so das Wort. Auch die einheitliche Schuluniform wird längst nicht so konsequent getragen wie in der Assembly gefordert. Auch während des Unterrichts aufzustehen und sich mit Klassenkameraden zu beraten, ist kein Problem.

Wir dagegen bemühen uns einfach, dem Unterricht zu folgen und uns nicht ständig auf dem weitläufigen Schulgelände zu verirren.

Sonnige Grüße nach Bayreuth, eure MWG-Australienfahrer

MWGlerinnen in Australien Wer's etwas genauer
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Diese MWGlerinnen verbringen drei Wochen Schüleraustausch in Australien. Foto: nk

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„Stehen ist gesünder als sitzen“
Ist das Schulbank-Drücken ungesund für die Wirbelsäule? — x-bay hat nachgefragt
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 8. Februar 2008
Die ersten deutschen Schulen haben in einigen Klassenräumen die Schulbänke gegen Stehpulte ausgetauscht. x-bay-Praktikantin Ann-Charlott Stegbauer hat beim Bayreuther Orthopäden Dr. Karl-Heinz Conrad und bei Schulpsychologin Anita Zinn nachgefragt, was sie von Stehtischen statt Bänken halten.

x-bay: Sind Stehpulte gesünder als Schulbänke?
Conrad: Beim Stehpult haben wir den Vorteil, dass die Wirbelsäule wesentlich weniger belastet wird. Im Stehen liegt die Belastung bei 100 Prozent, im Sitzen bei ungefähr 150 Prozent. Also ist Stehen auf jeden Fall gesünder.

x-bay: Wie sitzt man am gesündesten?
Conrad: Das ist fast schon eine Art Weltanschauung. Wenn die Bauch- und Rückenmuskulatur gut stabilisiert ist, dann kann man auch grade sitzen. Es gibt auch Verfechter der Lümmelmethode, dem sogenannten dynamischen Sitzen. Das Schaukeln auf den Stühlen sieht man natürlich an Schulen nicht so gerne, weil dabei oft die Stühle umfallen.
Aber die wechselnde Körperhaltung — teils sitzend, teils stehend — ist natürlich am entlastendsten für die gesamte Wirbelsäule. Man sollte also zwischendurch auch mal aufstehen und umherlaufen, was natürlich während des Unterrichts nicht so einfach ist.

Das sagt die Schulpsychologin

Schulpsychologin Anita Zinn glaubt nicht, dass sich die Stehpulte in deutschen Klassenzimmern durchsetzen werden. „Das wäre doch unpraktisch, weil man die Schüler der Größe nach im Klassenzimmer aufreihen müsste, damit jeder die Tafel sehen kann“, sagt Zinn. „Außerdem ist es doch sehr anstrengend, den ganzen Tag zu stehen.“ Stehpulte seien aber gut, wenn man zu Hause seine Schularbeiten mache.



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Schaut hinter die Firmen-Kulissen
Der dritte Tag der Berufsausbildung
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 7. Februar 2008
Ihr habt keine Ahnung, was ihr nach der Schule machen wollt? Dann ist euch der Tag der Berufsausbildung am Freitag, 22. Februar, von 13 bis 18 Uhr eine Hilfe, Einblicke in Ausbildungsberufe zu erhalten. Am Bayreuther Ausbildungstag öffnen Firmen und Betriebe aus unterschiedlichen Sparten für Schüler ihre Pforten und lassen hinter die Kulissen blicken.

Damit ihr möglichst viele Firmen besuchen könnt, gibt es einen Bustransfer, der am Bayreuther Cineplex Kino in der Hindenburgstraße 2 startet. Die Busse fahren verschiedene Routen ab und sind im 60-Minuten-Takt unterwegs. Schon während der Fahrt werdet ihr über die möglichen Ausbildungsberufe der teilnehmenden Unternehmen informiert.

Alle Infos rund um den Tag der Berufsausbildung findet ihr im Internet unter www.berufe4you.de. Auf der x-bay-Homepage unter www.x-bay.de gibt es einen Link zu der Website des Ausbildungstages. Auf der Homepage sind alle Firmen und Betriebe aufgelistet, die ihr besuchen könnt. Anmeldungen für den Berufsausbildungstag finden ebenfalls übers Internet statt. Die Teilnahme und die Bustouren sind kostenlos.

In den Betrieben wird eine Hausführung angeboten, außerdem habt ihr die Möglichkeit, euch mit Firmeninhabern, Ausbildungsleitern oder Azubis zu unterhalten. So könnt ihr Kontakte knüpfen, die es euch erleichtern, einen Platz für ein Praktikum, einen Ferienjob oder natürlich eine Ausbildung zu bekommen. Da der dritte Bayreuther Ausbildungstag an einem Freitagnachmittag stattfindet, ist die Arbeit in den teilnehmenden Firmen noch im Gang. So erhaltet ihr einen Einblick in den Arbeitsalltag der Betriebe.

Alle Teilnehmer bekommen im Bus eine Karte, die von jeder besuchten Firma abgestempelt wird. So habt ihr den Überblick, wo ihr gewesen seid. Veranstaltet wird der Ausbildungstag von Christian Wedlich und dem Bayreuther Unternehmerstammtisch. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl ist Schirmherr der Veranstaltung.


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Wettrennen mit dem Zipfelbob 
Mountainfreak-Tour in Bischofsgrün startet mit Schülertag – 800 Schüler vergnügen sich im Schnee
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 26. Januar 2008
Schule kann richtig verrückt sein. Dann nämlich, wenn es am Schülertag zur Mountainfreak-Tour des Bayerischen Rundfunks nach Bischofsgrün an der Talstation Ochsenkopf Nord geht. Für 13 Schulklassen aus der gesamten Region wurde dieser Traum am Wintersportfreitag eiskalte oder besser so richtig heiße Realität.

Hoch hinaus will die 13jährige Geroldsgrünerin Lorena auf dem Bungee-Trampolin. „Es macht sehr viel Spaß“, sagt sie nach mehreren Überschlägen. In der neuen Playstation-Arena wird derweil gesungen. Tanja (13), Arzu (14) und Ann-Maria (14) sind abwechselnd die „Singstars“: „So viele Songs wie hier haben wir zu Hause nicht auf unseren Karaoke-Maschinen.“ Ihre männlichen Mitschüler von der Volksschule Neustadt an der Waldnaab vergnügen sich allerdings lieber an den Spielkonsolen oder gut gelaunt beim Zipfelbob-Fahren unterhalb der großen Aufblaskuh.

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Verschnaufpause mit den Snowboards Start der Zipfelbob-Abfahrt
Videogruppe des WWG
Eine kleine Verschnaufpause mit den Snowboards. Die Bayreuther am Start der Zipfelbob-Abfahrt.

Fotos: Tomis-Nedvidek
Die Videogruppe des WWG ist der Sieger des Mountainfreak-Cuts im vergangenen Jahr und will ihren Titel verteidigen. Ob das klappt, wird erst im April von einer Jury entschieden.
Tricks mit dem Snowboard
„Den ganzen Tag Snowboardfahren!“ wollen die 14jährige Anna-Lena und die 15jährige Maria. Die Eschenbacherinnen sind beide das erste Mal auf dem Ochsenkopf, wollen aber im kommenden Jahr unbedingt wieder dabei sein. Während sie auf ihren mitgebrachten Boards vergnügt eine Pause im Schnee einlegen, vollführt der 16jährige Bayreuther Max beim Zieleinlauf mit seinem Brett einen gekonnten Manual. „Zwei Jahre habe ich Pause gemacht, heute ist es wieder das erste Mal auf dem Board“, sagt er, und sein Lachen verrät, dass er wohl kaum wieder so lange mit dem Snowboarden aussetzen wird.

Eine ganz andere Mission haben Christine (17), Florian (15) und Dominik (15). Sie sind vom Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium (WWG) Bayreuth und sind mit Filmkamera und Mikrofon angetreten, um auch in diesem Jahr wieder das beste Mountainfreak-Video für den Mountainfreak-Cut zu drehen und ihren Sieg aus dem vergangenen Jahr zu verteidigen. Da kommt ihnen Sportmoderator Gerd Rubenbauer für ein Interview gerade recht.

Wenn ihr Lust habt, die verrücktesten Wintersportgeräte auszuprobieren, könnt ihr Samstag und Sonntag ohne Anmeldung in Bischofsgrün vorbeikommen.

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Tasten-Tippen mit System
Schneller und richtiger: Schreiben mit zehn Fingern bringt viele Vorteile – auch im hohen Alter erlernbar
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 26. Januar 2008
Ein tägliches Duell: Geübte Schreiber mit dem Zehnfingersystem treten in Schule und Beruf gegen Tipper mit dem sogenannten Adlersuchsystem an. Dabei haben letztere fast immer das Nachsehen. In der Anzahl der Tastenanschläge und bei der Gesundheit.

Der Finger kreist, zielt und drückt ab. Selbst geübte Tipper mit Adlersuchsystem können mit den Zehnfinger-Schreibern nicht mithalten. Das Tippen mit System werde immer wichtiger, betont Gisela Schnurrer von der Forschungs- und Ausbildungsstätte für Textverarbeitung in Bayreuth im Gespräch mit dem KURIER: „Beim Erlernen des blinden Schreibens ist die rationelle Bedienung sehr wichtig. Schon Microsoft-Gründer Bill Gates sagte, dass die Voraussetzung zur Bedienung des rationellen Gerätes Computer das Zehnfingerschreiben sein sollte.“ In Amerika werde der Textverarbeitungsunterricht im Kindergarten angeboten, in Gymnasien sei es leider nur ein Wahlfach, bedauert Schnurrer.

Dies bestätigt Gerhard Kraus, Schulleiter des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WWG) in Bayreuth: „An unserer Schule konnten die Schüler bis zum letzten Jahr das Fach Textverarbeitung als Wahlfach belegen.“ Das Interesse der Schüler sei groß, derzeit werde allerdings noch ein Lehrer gesucht, der das Fach unterrichten kann, fügt Kraus hinzu. Der WWG-Schulleiter sieht das geübte Schreiben als sehr wichtig an, würde den Unterricht auch als Pflichtfach begrüßen – „derzeit ist das aber leider noch nicht so“.

An den Realschulen hingegen, ist das Fach Pflicht. „Über die gesamte Schulzeit gesehen, haben die Schüler im Mathematik-Zweig sieben bis acht Wochenstunden Informations-Technologie (IT), in der sozialen Fachrichtung vier bis fünf“, erklärt Elke Rieß, Lehrerin für IT an der Alexander-von-Humboldt-Realschule in Bayreuth.

Dass die Computer-Generation geübter im Umgang mit dem Schnellschreiben ist, kann Rieß nicht bestätigen. Die Anzahl der Anschläge sei im Durchschnitt eher zurückgegangen – von 200 auf etwa 120 in der Minute.

Vorteil bei Bewerbung
Dabei bringt das Tippen mit Tempo gerade im Berufsleben einige Vorteile. „Gute Zeugnisse von Schreibwettbewerben sind bei einer Bewerbung mit Sicherheit von Vorteil“, erklärt Gerhard Müller von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Bayreuth. In Stellenanzeigen werde auf das Zehnfingerschreiben aber nicht explizit verwiesen, eher auf den sicheren Umgang mit Office-Systemen wie Word oder Excel, erklärt Müller. Gerade bei den kaufmännischen Berufen würden die Personalchefs aber eine geübte Schreibkraft bevorzugen, vermutet Müller.

Ausbildungsleiterin Gisela Schnurrer sieht neben den Vorteilen im Beruf auch Pluspunkte für die Gesundheit: „Das Schreiben mit zehn Fingern ist kraftsparender und gesünder, denn man hat die richtige Sitzhaltung und muss nicht so viel Kraft aufwenden als der Nutzer, der mit einem Finger auf die Tasten drückt.“

Der Spruch „das lerne ich sowieso nicht mehr“ sei schlicht falsch, meint Schnurrer: „Auch im hohen Alter ist die Technik noch erlernbar. Das zeigen die gut besuchten Kurse an den Volkshochschulen, die mit viel Erfolg abgeschlossen werden.“

Streng genommen ist der Begriff Zehnfingersystem nicht korrekt. Denn die Leertaste ist mit den Daumen doppelt belegt, und „es ist jedem freigestellt, mit welchem Daumen man diese Taste drückt“, erklärt Schnurrer.


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Den Kindern eine Lobby
Leserbrief
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 23. Januar 2008
Es gibt bei den Bayreuther Stadtbussen und deren Fahrern leider ständig Anlass zu Beschwerden. Mein kleiner Sohn wurde von einer Busfahrerin nicht mitgenommen, weil er den Euro Busgeld zu „klein“ (zehn Cent- und fünf Zwei-Cent-Stücke) hatte und ist total verunsichert den langen Weg nach Hause gelaufen. Meine Tochter wurde im letzten Monat zweimal nicht an ihrem Gymnasium rausgelassen, obwohl sie rechtzeitig „gedrückt“ hat. Der Busfahrer, den sie auf den Wunsch auszusteigen hinwies, meinte unfreundlich, sie solle zur ZOH fahren. Meine Kinder bekommen fast nie einen Sitzplatz, und zur Schüler-Stoßzeit herrscht ein heilloses Gedränge und Gequetsche.

Als ich bei derBEW anrief, um mich zu beschweren, meinte der Zuständige locker, was ich denn wolle, die staatlichen Vorschriften erlaubten 100 Fahrgäste pro Bus.

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Ich bezahle für meine drei Kinder dreimal 27 Euro im Monat, also 81 Euro. Wieviel Millionen Euro werden durch die meines Erachtens teuren Fahrkarten eingenommen? Und die Leistung? Unfreundliche Busfahrer (es gibt sehr nette, aber nicht allzu viele Ausnahmen), rasende, unverantwortliche Busfahrer, in Panik gedrängte Kinder. Zu manchen Zeiten halten die Busse wegen Überfüllung an einigen Stationen nicht mehr an. Was ist das für ein Dienstleister? An der Qualität wird mächtig gespart.

Von vielen Eltern habe ich schon von ähnlichen Vorfällen gehört. Ich bitte Euch, Eltern, zeigt, dass unsere Kinder eine Lobby haben, und berichtet über solche Vorfälle und beschwert Euch, damit unsere Kinder, die sich oft nicht zu wehren wissen, als zahlende Fahrgäste anständig behandelt werden.

Sabine Schulz, Bayreuth


Eine Woche an der frischen Luft
Leserbrief (Thema: Skikurse)
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 23. Januar 2008
Auf einen Leserbrief und eine redaktionelle Nachfrage zum Thema Skikurse in den Bayreuther Schulen nimmt diese Leserin Bezug.

Frau Brix schreibt, dass es „genügend Schüler gibt, die am Skifahren keinerlei Interesse haben“. Es gibt auch genügend Schüler, die an der Schule, gesundem Essen und so weiter kein Interesse haben. Trotzdem werden sie dazu angehalten, weil es für sie gut, sinnvoll und wichtig ist.

In vielen Schulen wurde der Skikurs in der achten Klasse gestrichen wegen zu umfangreichen Stoffs im G8 und zu großem Stundenausfall.


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Viele Kinder fahren in die Schule mit dem Bus oder Auto, dann sitzen sie sechs oder mehr Stunden im Klassenzimmer, erledigen wieder sitzend ihre Hausaufgaben, aber nur wenige gehen ein- bis zweimal die Woche in einen Sportverein. Viel zu wenig für einen heranwachsenden Menschen.

Die Muskulatur unserer Kinder verkümmert und Verletzungen sind vorprogrammiert. Gerade im G8 wünschte ich den Schülern eine Woche an frischer Luft mit viel Bewegung.

Und jeder, der einmal unter blauem Himmel von einem schneebedeckten Gipfel ins Tal wedelte, weiß, was für ein Glücksgefühl das hervorruft. Danach könnten viele Kinder vielleicht wieder konzentrierter arbeiten und besser lernen.

Valentina König-Meßner, Bayreuth


Märchen statt Übersetzung und Diktat
Heute ist deutsch-französischer Tag — Französische Geschichtenerzählerin unterhielt Schüler am MWG
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 22. Januar 2008
„Bonjour, je suis conteuse.“ Mit diesen Worten begann Cathrine Roche ihr Programm. Anlässlich des deutsch-französischen Tages am 22. Januar, also heute, besuchte die französische Geschichtenerzählerin die neusprachlichen Klassen am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG).

Statt Französisch-Diktate zu schreiben oder Texte aus dem Schulbuch zu übersetzen stand als Abwechslung zum normalen Unterricht Zuhören und Mitraten auf dem Stundenplan: Die Französin Cathrine Roche unterhielt die Schüler von der neunten Klasse bis zur Kollegstufe, jeweils dem Sprachniveau der Jahrgangsstufe angepasst, mit Märchen, Geschichten und Rätseln — en français bien sûr — natürlich auf Französisch. Roche kommt aus der Gegend von Nizza und tourt hauptberuflich durchs Land,um an Schulen und Theatern zu erzählen. Ein paar Mal im Jahr kommt sie dabei auch nach Deutschland, um dort zwei bis drei Wochen lang jeden Tag eine andere Schule zu besuchen.

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Am MWG erzählte die Französin von einem Mann, der auf ungewöhnliche Weise sein Erbe unter seinen Söhnen aufteilt, von einer Frau, die ihren Mann mit Hilfe eines Käfers und Honig aus einem Turm rettet, in dem er gefangen gehalten wird. Außerdem ließ sie die Schüler Wörter erraten und Rätsel lösen. Kleine Verständnisprobleme wurden durch Gesten, Mimik oder Tafelzeichnungen gelöst. „Ich habe alles gut verstanden“, sagt Jana (16). Bei den Schülern kam die Erzählstunde gut an. „Ich fand es gut, dass wir beim Rätselraten so viel mit ein bezogen wurden“, sagt Ondina (18). „Das war nicht nur langweiliges Zuhören.“ acs

Französische Märchenstunde Wer's etwas genauer
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Die französische Geschichtenerzählerin besuchte am vergangenen Freitag die neusprachlichen Klassen des MWG. Foto: Kühner

Himmelhoch jauchzend
Junge Zuhörer lauschten begeistert klassischer Musik
Von Eva Bartylla
Nordbayerischer Kurier — 15. Januar 2008
Nicht jeder Tag hat eine Perle. Nicht jeder Tag wird von einem Juwel gekrönt und zu einem besonderen gemacht wie der gestrige für die Besucher des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums. In dessen prunkvolle Aula hatte der Tonkünstlerverband Bayreuth die Öffentlichkeit wie einige Klassen der Schule zu einem meisterlichen Konzert geladen.

Zwei hochbegabte ehemalige Absolventen des Bundeswettbewerbes von „Jugend musiziert“ und Meisterschüler von Professor Feltz stimmten den Morgen himmelhoch jauchzend. „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ war die Musikstunde überschrieben, die Julian Arp am Violoncello und Caspar Frantz am Flügel gestalteten.

Robert Schumann stand gleich zweimal auf dem Programm mit seinen Fantasiestücken Opus 73 sowie Adagio und Allegro aus Opus 70. Der Komponist scheint beiden jungen Musikern besonders am Herzen zu liegen. Beide Male hatten sie das zweite Instrument gegen das Cello eingewechselt, im zweiten Falle sei es im Original sogar ein Horn gewesen. Statt des Hornes spielte Arp das Cello mit einer selten zu erlebenden Leidenschaft und hingebungsvoller Ausdrucksstärke ohne Noten.

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Die beiden Musiker lernten sich 1996 bei einem Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ kennen und schätzen. Schon bald schlossen sie sich zu einem Duo zusammen und errangen 2001 den ersten Preis der Duowertung für Cello und Klavier  beim Bundeswettbewerb, 2003 den ersten Preis beim Relais und Chateaux Kammermusikwettbewerb Berlin.

Beide Instrumentalisten verzauberten ihre Zuhörer in der Aula und zogen die Aufmerksamkeit und den Enthusiasmus der Schüler ganz auf ihre Seite. Sie dankten es mit nicht enden wollendem Beifall.

Neben Schumann boten die Musiker die Sonate g-Moll, opus 6, Nummer 21, von Ludwig van Beethoven und zum Abschluss und Höhepunkt eine grandiose Sonate D-Dur, opus 58, von Felix Mendelsohn-Bartholdy. Das drei Sätze umfassende Werk von 1843 hatte der Komponist einem russischen Cellisten gewidmet. Es schlägt eine versöhnliche Brücke zwischen dem Judentum und dem protestantischen Glauben.


Julian Arp. Cello, Caspar Frantz, Klavier Wer's etwas genauer
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Julian Arp spielte am Cello, Caspar Frantz am Flügel. Foto: Bartylla

Schule statt Ausschlafen
Am Samstag in die Schule — x-bay-Umfrage
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 12. Januar 2008
Pech für alle Schüler: In diesem Jahr fällt Allerheiligen auf einen Samstag. Damit das bayerische Kultusministerium trotzdem wie gewohnt eine Woche Herbstferien gewährt, müssen alle Schüler in Bayern an einem Samstag die Schulbank drücken. x-bay wollte von euch wissen, was ihr von dieser Regelung haltet.

Am Samstag, 22. November, heißt es für alle bayerischen Schüler Unterricht statt Ausschlafen. Wie findet ihr das?

Lucia, Anne, Kim (alle 14): Es ist doch schwachsinnig, dass sich die Politiker so viele Gedanken um den einen Tag machen. Sonst fallen auch viele Stunden aus, und schon zwei Wochen vor den Sommerferien wird kein Stoff mehr gemacht.
Theresa (17), Jonathan (16): Es ist natürlich gut, dass die Herbstferien eine Woche lang sind. Aber den Tag nachzuholen, ist kleinlich. Das ist auch für die Lehrer nicht angenehm, am Samstag in die Schule zu müssen.

Julie (14): Ich finde, wenn der eine Tag noch an die Herbstferien gehängt wird, damit sie eine Woche lang sind, hat man mehr von dem Tag. Dann lohnt es sich, in den Ferien wegzufahren. Dafür einen Samstag zu opfern, finde ich nicht schlimm.


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Kommentar: Äpfel besiegen Birnen
Thema: Schulranking
Von Eric Waha

Nordbayerischer Kurier — Samstag, 12. Januar 2008
Es dauert nicht mehr lange, dann steht die weichenstellende Entscheidung für viele Eltern wieder an: In welche weiterführende Schule schicke ich mein Kind? Hat in der Entscheidungsfindung das Gymnasium gegen die Realschule gewonnen, dann sind in Bayreuth gleich fünf Möglichkeiten offen. Viele Eltern bringen da ihre eigenen Vorlieben und die Verbundenheit zum einen oder anderen Gymnasium mit ein, andere suchen härtere Faktoren, die die Qualität einer Schule von außen beleuchten könnten. Da kommt das Ranking der Gymnasien in Bayern gerade recht – zusammen mit der Tatsache, dass eines der Bayreuther Gymnasien seit 2002 dort in der Spitzengruppe mitmischt: Das Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE) gehört zu den besten 25 Gymnasien in Bayern. Sagt das Kultusministerium – und das muss es ja schließlich wissen, werden sich da viele Eltern denken.

Für das GCE ist die Platzierung im Spitzenfeld der bayerischen Gymnasien bei den Kernkompetenzen natürlich ein Traum. Und eine Bestätigung für kontinuierliche Weiterentwicklung des humanistischen Bildungsgedankens. Gleichzeitig ist es auch ein Kompliment an die Schulleitung, die auf Basis tradierter Werte ein modernes und beliebtes Gymnasium aus dem GCE gemacht hat, das im übertragenen Sinn vom hässlichen Entlein zum Schwan gereift ist: äußerlich mit neuer, frischer Farbe statt Ochsenblutrot an den Wänden. Innerlich mit steigenden Schülerzahlen und fast unfassbaren vier Eingangsklassen im aktuellen Schuljahr. Gleichzeitig sind die Klassenstärken auf einem Niveau, das Lernen mit individueller Förderung selbst im Klassenverband möglich macht.

Und genau an dieser Stelle hat das Ranking einen Hasenfuß – wie nahezu alle Rankings: 600 Schüler am GCE stehen 1400 oder 1500 Schülern an anderen Bayreuther Gymnasien gegenüber. Humanistische Bildung mit dem Lernfach Latein als erster Fremdsprache und deutlich erhöhter Grammatikkompetenz konkurriert mit Englisch an anderen Schulen. Die Grundvoraussetzungen, die gerade Lesekompetenz schaffen und analytisches Denken schärfen, stehen anderen schulischen Schwerpunkten – und einem ganz anderen Schülerpotenzial – gegenüber. Das Ranking, das in Bayern 14 humanistische Gymnasien unter den besten 25 bayerischen Gymnasien führt, ist mithin ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Ein Vergleich, der zwar Sieger hat, aber keine Besiegten. Denn die Arbeit, die an allen Bayreuther Gymnasien geleistet wird, verdient Anerkennung. Dass das GCE in Bayern die Nase mit großer Konstanz in der Auswertung der Jahrgangsstufentests seit 2002 vorn hat, hat mit Sicherheit Strahlkraft auf die Anmeldungen für das neue Schuljahr.

Aber das Ranking zeigt auch: Die Suche nach der richtigen Schule und deren Schwerpunkten muss Bauchsache bleiben. Nicht für jeden Schüler wäre die Entscheidung für Latein von vorneherein der richtige Weg. Wichtig ist am Schluss das Abitur. Nach der Note und dem Weg dahin fragt am Ende irgendwann keiner mehr. Es sei denn, es kommt irgendwann auch noch ein Abiturnoten-Ranking. Das wäre dann der Gipfel der Nicht-Vergleichbarkeit von Gymnasien.

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Ernestinum unter Bayerns Besten
Das Bayreuther Gymnasium ist erneut an der Spitze bei den zentralen Leistungstests Deutliches Schülerplus
BAYREUTH
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — 12. Januar 2008
Das Bayreuther Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE) hat seinen Spitzenplatz unter den bayerischen Gymnasien manifestiert: Zum zweiten Mal seit 2002 hat das Kultusministerium in einem Ranking die 25 besten bayerischen Gymnasien ermittelt – zum zweiten Mal ist das GCE wie 17 weitere Gymnasien mit im Spitzenfeld dabei. Rainhard Kreutzer, Direktor des GCE, wertet den Erfolg als Beleg für die kontinuierliche Weiterentwicklung des humanistischen Bildungsgedankens der Schule.

In den Faschingsferien findet am 6. und 7. Februar an der Hochschule eine Ferienaktion „Miss Technik & Co“ für Mädchen statt. Schülerinnen zwischen 13 und 17 Jahren können zwei Tage lang in verschiedenen Workshops experimentieren und in die Bereiche Informatik, Physik, Elektrotechnik, Chemie und Architektur hineinschnuppern. Zum Beispiel könnt ihr eure eigene Website gestalten oder ein Traumhaus entwerfen. Außerdem bekommt ihr Infos zum Thema Berufswahl.

„Olim meminisse juvabit“ – Einst wird es Spaß machen, sich daran zu erinnern – steht auf der wiederentdeckten und sanierten Fahne des GCE, die der damalige Oberbürgermeister Dr. Leopold von Casselmann zur Feier des 250. Geburtstags der im Jahre 1664 gegründeten Schule 1914 im Auftrag der Stadt überreicht hatte. Spaß scheint es den Schülern zu machen im GCE, denn: „Die Bewertung der Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ist nicht nur eine Momentaufnahme, sondern Zeichen der kontinuierlichen Qualitätsarbeit“, sagt Kreutzer im Gespräch mit dem KURIER. Die Schüler der Klassen sechs, acht und zehn, im Fach Englisch auch Schüler der elften Klasse, haben sich bei den Tests leistungsmäßig ins Spitzenfeld der bayerischen Gymnasiasten gearbeitet, die an 336 Schulen unterrichtet werden.

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Latein als Schlüssel
Kreutzer führt das gute Abschneiden gerade der 14 humanistischen Gymnasien unter den ausgezeichneten 25 auf Latein als Schlüsselfach zurück: „Die Sprache zu analysieren, zu differenzieren und zu deuten, wirkt sich ebenso wie das große Grammatik-Aufkommen nicht zuletzt auch auf das Fach Deutsch und später die modernen Fremdsprachen aus. Dazu kommt, dass die humanistische Ausbildung einen Ganzheitlichkeitsanspruch hat. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist die interessierte Schülerschaft. Die Kinder wissen, dass da gerade mit Latein am Anfang was auf sie zukommt.“


Man habe an der Schule in der jüngsten Vergangenheit „viel gemacht und weiterentwickelt. Wir haben ein gutes, verjüngtes und engagiertes Team“, sagt Kreutzer, der ein deutliches Plus bei den Anmeldungen registriert: Im aktuellen Schuljahr besuchen 113 Fünftklässler die Schule, es konnten vier Eingangsklassen gebildet werden.

„Das Kultusministerium hat uns auch bestätigt, dass wir engagierte Eltern und Lehrer haben, die das Potenzial der Schüler fördern“, sagt Kreutzer – gleichwohl räumt er aber ein, dass es einfacher sei, mit Klassenstärken von aktuell knapp 27 Schülern im Schnitt und 600 Schülern insgesamt erfolgreich zu sein, als wenn man eine Schule mit mehr als doppelt so vielen Schülern leitet.

Neid auf das gute Abschneiden des GCE komme bei den Direktoren der anderen Bayreuther Gymnasien nicht auf, sagt der Sprecher der Direktoren, Dieter Funk, auf Nachfrage des KURIERS. Ähnlich wie Günther Schuster, Pressesprecher des Kultusministeriums, sagt auch Funk, dass es nicht einfach sei, die Schulen zu vergleichen. „Jede hat andere Schüler, andere Klassenstärken und Voraussetzungen. Der Vergleich von Schule zu Schule hinkt“, so Funk. Schuster: „Das Ranking würdigt die fachliche Leistung in den Kernbereichen – die Leistungen anderer Schulen in anderen Bereichen werden auf anderen Wegen gewürdigt, zum Beispiel besondere Kooperationen mit der Wirtschaft oder Engagements in den Bereichen Soziales, Praxis oder Projekte.“ (
Kommentar hierzu)

Technik in den Ferien
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 10. Januar 2008
In den Faschingsferien findet am 6. und 7. Februar an der Hochschule eine Ferienaktion „Miss Technik & Co“ für Mädchen statt. Schülerinnen zwischen 13 und 17 Jahren können zwei Tage lang in verschiedenen Workshops experimentieren und in die Bereiche Informatik, Physik, Elektrotechnik, Chemie und Architektur hineinschnuppern. Zum Beispiel könnt ihr eure eigene Website gestalten oder ein Traumhaus entwerfen. Außerdem bekommt ihr Infos zum Thema Berufswahl.
Weitere Informationen zu „Miss Technik & Co“ in Coburg bekommt ihr bei Ina Sinterhauf unter Telefon 09561/317251 oder per E-Mail an sinterhauf @fh-coburg.de.

Die Adresse für die Anmeldung ist die Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fachhochschule Coburg, Friedrich-Streib-Str. 2, 96450 Coburg.

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Studiokonzert des Tonkünstlerverbands
BAYREUTH
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 9. Januar 2008
Der Tonkünstlerverband Bayreuth veranstaltet sein nächstes Studiokonzert am
Montag, 14. Januar, um 11 Uhr in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums, Königsallee 17. 
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Auf dem Programm steht ein Gesprächskonzert mit Julian Arp, Violoncello, und Caspar Frantz, Klavier. Das Künstlerduo ist Preisträger der Bundesauswahl junger Künstler 2006 des Deutschen Musikrates. Es wird vom Landesverband bayerischer Tonkünstler gefördert.

Unter dem Motto „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ werden Werke der Komponisten Robert Schumann, Ludwig van Beethoven und Felix Mendelssohn-Bartholdy gespielt
.

Du für x-bay
Komm zum Treffen der Jugendredaktion
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 8. Januar 2008
Du willst x-bay nicht nur lesen sondern auch dafür schreiben? Dann komm zum Treffen der neuen Jugendredaktion am kommenden Freitag, 11. Januar, um 13 Uhr in der Redaktion.  

Es gab eine regelmäßige Konferenz für die Jugendredaktion, bei der über Themen, Ideen und Interessen gesprochen wurde. Das alles soll es jetzt wieder geben. Wenn du Spaß am Schreiben, Zeichnen oder Fotografieren hast, bist du hier genau richtig. Und kannst bald deine Geschichten, Zeichnungen und Fotos auf x-bay sehen.

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Egal ob du eine Leseratte bist und für x-bay gern die neusten Jugendromane besprechen möchtest oder lieber von Bayreuths Nachtleben und Veranstaltungen wie Rockin’Bayreuth berichten willst:
Melde dich in der x-bay-Redaktion unter Telefon 09 21/50 01 83, schicke eine Mail an contact@x-bay.de und komme zum ersten Treffen der neuen Jugendredaktion am kommenden Freitag, 11. Januar, um 13 Uhr.
Das x-bay-Team freut sich auf deine Mails und deine Anrufe. mls

Sind Skikurse in den Schulen heute eigentlich noch zeitgemäß?
Leserbrief (Thema: Skikurse)
Ein Denkanstoß: Skifahren sollte Privatsache sein
Leserbrief im Nordbayerischern Kurier — Dienstag, 8. Januar 2008
Sind Skikurse in den Schulen heute eigentlich noch zeitgemäß?, fragt sich eine Leserin und möchte damit eine Diskussion über dieses Thema anstoßen.

Warum ist es eigentlich ein Muss für Schüler, an einem Skikurs teilzunehmen? Ich kenne genügend Schüler, die eigentlich am Skifahren keinerlei Interesse haben. Warum müssen diese ihre Zeit damit vergeuden an Aktivitäten teilzunehmen, die ihnen keinen Spaß machen?

Manche würden vielleicht, wenn sie die Wahl hätten, lieber eine Woche damit verbringen ihr Hobby auszuüben. Was bringt es einem Kind, das nach dieser Woche wirklich Gefallen am Skifahren hat, wenn dessen Eltern es sich sowieso nicht leisten können, ihm diese Freizeitaktivität zu finanzieren? Ist es dann nicht erst richtig frustriert?

Wäre es nicht besser, die Schüler in verschiedene Sparten einzuteilen und danach für jede dieser Gruppen eine Aktivwoche zu organisieren?
Wie zudem noch bekannt ist, kann ein großer Anteil der Schüler mit 15 Jahren noch nicht schwimmen. Wenn diese Kinder eine Woche an einem Schwimmkurs teilnehmen könnten, hätten sie eine Aktivität, die sie sich jederzeit leisten und ausüben können.

Skifahren sollte Privatsache sein.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass diese Skiwochen unseren Jungs nicht viel gebracht haben. Sie sind kein einziges Mal die Piste abgefahren, da sie sich vorher schon verletzt haben. Es fährt auch bis heute keiner von ihnen Ski.

Vielleicht ein Denkanstoß.

Edda Brix, Hummeltal



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Zu Schulskikursen nachgefragt
(Thema: Skikurse)
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 8. Januar 2008
In den Bayreuther Schulen wird die Tradition der Skikurse hochgehalten. Sie sind auch Bestandteil des Lehrplanes. Im Ermessen der Schulleitung liegt es allerdings, was sie aus der sportlichen Woche macht.

Der KURIER fragte nach bei Gerhard Kraus, dem Schulleiter des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WWG). Hier werden lehrplanmäßig die Skifreizeiten in der 7. und 8. Klasse angeboten, wobei man sich auch Alternativen nicht verschließe, wie Kraus betont: „Das wäre für uns kein Dogma, wenn das Interesse an den Skikursen rückläufig wäre.“ Das ist es aber nicht. Kraus: „Die Akzeptanz ist sehr hoch.“ Vor allem in den achten Klassen sei es in den Vorjahren so gewesen, dass einige Schüler, wohl wegen negativer Erfahrungen aus dem Vorjahr, nicht mehr mitfahren wollten. Heuer dagegen sei das Interesse größer denn je. „Der Trend geht zum alpinen Skilauf und zum Snowboardfahren.“
Die Interessenlage werde im Vorfeld in erster Linie bei Elternabenden abgeklärt, sagt Kraus. „Das ist ein vielfältiger Prozess.“ Wobei neben dem Umweltaspekt auch die finanzielle Seite diskutiert werde. Um die Belastung für die Eltern so gering wie möglich zu halten, gebe es die Möglichkeit, die Ausrüstung bei der Schule auszuleihen. Darüber hinaus biete das WWG bei einem Skibasar günstige Einkaufsmöglichkeiten.

Tolles Gemeinschaftserlebnis
Ganz ähnlich sieht man die Situation im Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE). Schulleiter Rainhard Kreutzer sagt, dass erstmals in diesem Schuljahr der Skikurs nur in den siebten Klassen angeboten werden könne. Nicht, weil es an Interesse mangele, sondern weil es personell nicht leistbar wäre. Kreutzer: „Es müssten zu viele Unterrichtsstunden ausfallen.“ Kreutzer bedauert das sehr, „weil das Gemeinschaftserlebnis gerade bei einem Skikurs spürbar ist. Das ist etwas ganz anderes als ein Schullandheimaufenthalt im Sommer.“ gs

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Flottes Konzert
Blaskapelle feiert ihr 20jähriges Bestehen
SPEICHERSDORF
Von Dieter Wolf
Nordbayerischer Kurier — Montag, 7. Januar 2008

Im Jahre 1987, drei Jahre nach der Gründung der Musikschule im Fichtelgebirgsverein der Ortsgruppe Speichersdorf, hätten sich die Gründungsväter, als sie den Grundstock für eine Blaskapelle legten, wohl nicht träumen lassen, welche Entwicklung ihr nunmehr 20jähriges Kind nehmen würde.

Umso größer ist ihr Stolz über ein zweimal ausverkauftes Haus zum Jubiläum der Blaskapelle: aus dem ursprünglichen FGV-Gewächs ist ein selbstbewusster und in der Bevölkerung beliebter Twen geworden. Die Musikschule wurde zur Talentschmiede für das heutige Orchester, das mit Norbert Lodes als Kapellmeister einen gewaltigen Aufschwung nahm, da er die Kapelle formte und entwickelte zu dem, was sie heute ist.

Vielfältiges Repertoire
Ihr Repertoire ist inzwischen sehr vielfältig und reicht von klassischer Konzertmusik über Stimmungsmusik, Filmmusik und Big-Band-Klänge bis zu traditioneller Blasmusik und Schlagern. Waren es 1990 noch ganze zehn Auftritte im Jahr, so waren es 2007 25, erklärte Schulleiter Pöllath in seinem Rückblick.

Auch Bürgermeister Manfred Porsch betonte in seinem Grußwort, dass die Bürger stolz auf die Blaskapelle seien. Musik könne einen positiven Einfluss auf Jugendliche nehmen. Musik schafft Heimat und ist „ein klingender Stempel unseres Landes“, so Porsch.

Auch FGV-Obmann Siegfried Schäller lobte die Speichersdorfer Musikanten. Er ging auf die Anfänge und ihre Entwicklung ein und bezeichnete den Dirigenten Norbert Lodes als Glücksfall, der es verstehe, „Rohdiamanten zu Brillanten zu schleifen“. Schäller bedankte sich mit einem Versace-Obelisken. Musikschulleiter Michael Pöllath erhielt eine Kaminuhr.

Das Musikprogramm wurde von Uschi Veigl in einer erfrischenden Art zusammen mit Pöllath moderiert. Sie gaben humorvoll Informationen zu den Musikstücken und erhielten immer wieder Beifall. Mit dem „Graf-Zeppelin-Marsch“ begann das Konzert, gefolgt von dem prunkvollen und erhabenen Triumph-Marsch aus „Aida“. Beim Hofkonzert mit Strauss konnte man gedanklich flanieren oder im Wiener Kaffeehaus sitzen. Dazwischen stellten sie immer wieder geschickt die einzelnen Musiker vor. Beim Radetzky-Marsch wurde so rhythmisch geklatscht wie beim Neujahrskonzert in Wien.
Beim Stück „Der Strohwitwer“ wurden die tiefen Blechsätze vorgestellt. Die Brüder Michael und Matthias Höhne erhielten bei „Bohemien Lovers“ als Solisten ein besonderes Lob ihres Chefs Norbert Lodes.

Der unterhaltsame zweite Teil begann nach einer pyrotechnischen Einlage mit „Musik ist Trumpf“, und auch die Toccata in einer Rockversion begeisterte das Publikum. Können zeigte der achtjährige Manuel Lodes als „Einsamer Hirte“ auf seiner Blockflöte, womit einst James Last bekannt wurde. Filmausschnitte aus „Fluch der Karibik“ vermittelten nicht nur Piratenstimmung, sondern gaben Gelegenheit, die Mitglieder des Holzsatzes vorzustellen. Weiter ging es im Combo-Sound zu TV-Kultmusik, sei es aus der „Lindenstraße“, der „Schwarzwaldklinik“, „Derrick“, dem „Traumschiff“ oder dem „Aktuellen Sportstudio“.

Neuer Kulturpreisträger
Dr. Helmut Reinl, der Hauptvorsitzende des FGV, überraschte mit der Nachricht, dass auf Vorschlag von Siegfried Schäller der Hauptausschuss des FGV bei der Jahresversammlung in Brand den Speichersdorfer Musikanten wegen ihrer Verdienste der Kulturpreis 2008 des Fichtelgebirgsvereins zuerkennen wird.

Im Stil der vielen Quizsendungen stellen die Moderatoren an Lodes eine Reihe von Fragen. Abschließend bedankten sie sich bei den Familien der Musiker, dem FGV, der Gemeinde, dem Bauhof und der Landjugend Plössen für die Bewirtung. Die Feuerwehr Speichersdorf hatte die Brandwache übernommen. Die Firma Ahl war als großzügiger Sponsor aufgetreten.

Nach zwei Zugaben und dem gemeinsam gesungenen Fichtelgebirgslied verabschiedeten sich die Speichersdorfer Musikanten und luden das beste Publikum, das es je gab, zur Aftershowparty in die Pausenhalle. dw



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Bamberg vorne
Bezirkssieger des Kammermusikwettbewerbs
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 27. Dezember 2007
Die erste Runde des Kammermusikwettbewerbs des Bayerischen Blasmusikverbandes wurde am Samstag auf Bezirksebene in der Fachoberschule in Bamberg ausgetragen. Ausrichter war der Bezirk Oberfranken des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB).

Die Teilnehmer kamen aus den Landkreisen Bamberg, Bayreuth, Coburg, Forchheim und Kulmbach.

28 Ensembles stellten sich den Juroren. Gewertet wurde in sechs Altersstufen. Als Bewertung standen fünf Prädikate, — von teilgenommen, mit Erfolg, gut, sehr gut bis ausgezeichnet — , zur Verfügung.

Die Bewertung setzte sich aus zehn Kriterien zusammen. Im Vordergrund stand Intonation, Rhythmik, Dynamik, Phrasierung, aber auch Zusammenspiel, Stilempfinden oder Stückwahl im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit.

NBMB-Vizepräsident Herbert Lorenz und der Organisator Bezirksjugendreferent Michael Botlik konnten am Schluss der Veranstaltung die beste Wertung, „mit ausgezeichnetem Erfolg“, 18mal an die Teilnehmer überreichen. Diese 18 Teilnehmer haben sich für den Bundesentscheid am 19. Januar 2008 in Volkach qualifiziert.
Sie wurden je nach Instrumentengattung und Altersgruppe zu Bezirkssiegern ernannt. Hervorzuheben ist die Leistung der Kreismusikschule Bamberg, die alleine fünf Bezirkssiegerensembles stellen konnte, teilte der NBMB mit.

Den zweiten Platz in der Altersgruppe 3 belegte das Fagotttrio des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG) Bayreuth und der JBK (Jugendbergmannskapelle) Pegnitz mit Lena Brendel, Lena Landskron und David Kübel. Das Tenorhorntrio JBO Coburg siegte in der Altersgruppe 4.

In der Altersgruppe 5 folgte nach dem Querflötentrio der Städtischen Musikschule Bamberg das Trompetenquartett der Städtischen Musikschule Kulmbach mit den Teilnehmern Benjamin Schuberth, Nora Geyer, Steffen Skutnik und Martin Schmidt. nk


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Kitsch am Weihnachtsbaum
„Maligayang Pasko!“ — Fröhliche Weihnachten auf den Philippinen
Nordbayerischer Kurier — Montag, 24. Dezember 2007
Andy, Elftklässler am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium, berichtet von den Weihnachtsfesten in seiner Heimat, auf den Philippinen.

„Die meisten Bewohner der Philippinen sind katholisch, deswegen wird Weihnachten sehr ausgiebig gefeiert. Aber auch Silvester wird groß gefeiert, genau wie in Deutschland mit einem großen Feuerwerk.

Am 24. Dezember gehen die Filipinos nachts zur Messe, danach feiern sie zu Hause um Mitternacht den Weihnachtsabend, genannt „Noche Buena“, und packen Geschenke aus. Oft ist zum Fest die gesamte Familie versammelt, aber auch Freunde werden eingeladen. Meistens wird sehr groß gefeiert, nicht so ruhig und besinnlich wie in Deutschland. Zur Noche Buena gibt es ein üppiges Mahl mit Reis, einheimischen Süßigkeiten, Lechon, das ist eine Art Spanferkel, oder Queso de Bola, ein runder Käse, mit Wachs überzogen.
Ein Christbaum gehört nicht zur philippinischen Tradition, aber trotzdem haben viele Filipinos einen künstlichen Baum im Wohnzimmer, der reichlich mit Lichterketten und oft kitschiger Dekoration geschmückt ist. Fröhliche Weihnachten heißt ,Maligayang Pasko!‘“

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Haben sich in zwei Jahrzehnten zu einer nicht mehr wegzudenkenden musikalischen Größe entwickelt: die Speichersorfer Musikanten.

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Schülerfahrkarten für 2008 werden ausgegeben
Schulamt rechnet mit großem Andrang
Bayreuth
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 21. Dezember 2007

Aufgrund der zum 1. Februar wirksam werdenden neuen Tarifstruktur beim Stadtbusverkehr musste die Bayreuther Verkehrs- und Bäder-GmbH (BVB) unter anderem auch die Fahrscheine des Schulbusverkehrs neu drucken. Diese sind nun verfügbar und können rechtzeitig vor dem Jahreswechsel an die anspruchsberechtigten Schülerinnen und Schüler ausgegeben werden.

Das städtische Schulamt rechnet mit einem großen Andrang bei der Ausgabe der Wertmarken, denn bis zum Wiederbeginn der Schule nach den Weihnachtsferien sind nur wenige Werktage Zeit. Deshalb richtet die Stadtverwaltung im Erdgeschoss des Neuen Rathauses, Luitpoldplatz 13, neben dem Bürgerdienst eine zentrale Ausgabestelle ein, die den Eltern und Schülern den sonst üblichen Weg durch das Rathaus verkürzt.
Die Ausgabe der Schülermonatswertmarken erfolgt
  • heute von 8 bis 13 Uhr;
  • Donnerstag, 27. Dezember, von 8 bis 17 Uhr;
  • Freitag, 28. Dezember, von 8 bis 13 Uhr;
  • Mittwoch, 2. Januar, von 8 bis 18 Uhr;
  • Donnerstag, 3. Januar, von 8 bis 17 Uhr;
  • Freitag, 4. Januar, von 8 bis 13 Uhr.
Nach Schulbeginn erfolgt die Ausgabe der restlichen, noch nicht abgeholten Monatswertmarken, in der Woche vom 7. bis 11. Januar montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, am Mittwoch von 8 bis 18 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr.

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In der Region eine Institution
Speichersdorfer Musikanten werden 20 Jahre alt – Zwei große Konzerte
Speichersdorf
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 18. Dezember 2007

Sie sind in der Region eine Institution: die Speichersdorfer Musikanten. Sie werden 20 Jahre. Mit zwei Jubiläumskonzerten für sein Publikum feiert das Orchester um Organisationsleiter Michael Pöllath und Dirigent Norbert Lodes am Freitag und Samstag, 4./5. Januar, ab 19.30 Uhr in der Festhalle Geburtstag.

Der Kartenvorverkauf für die beiden Jubiläumskonzerte „20 Jahre Speichersdorfer Musikanten“ am 4. und 5. Januar 2008 hat bereits begonnen. Die Vorverkaufsstellen sind die Tauritzmühle, die Apotheke Lindenberger Speichersdorf, die Sparkasse Kemnath und das Fremdenverkehrsbüro Pottenstein. Der Eintrittspreis im Vorverkauf beträgt acht Euro. Wir sprachen mit Norbert Lodes, der 1987 die Leitung des Orchesters mit 27 Mitgliedern übernahm, über die Entwicklungsgeschichte, die Eigenart, das musikalische Repertoire und die Zukunft „seiner Jungs und Mädls“.

Frage: Was sind die Ursprünge der Speichersdorfer Musikanten?
Lodes: Die Ursprünge dieser Blasmusik liegen im Fichtelgebirgsverein, der ja nach wie vor der Träger dieser segensreichen Institution Musikschule ist, aus der die Speichersdorfer Musikanten entstanden sind. Begonnen haben wir 1987 mit einer Blasmusik – und einer Oberkrainer-Besetzung. Mit einfachsten Märschen, Polkas und Walzer begannen wir die ersten Auftritte in und um Speichersdorf herum zu absolvieren.

Frage: Wie sieht der Tag eines Musikprofis aus?
Lodes: Anstrengender als man oft denkt. Zum einen muss man laufend an sich arbeiten, um auf dem Instrument fit zu bleiben, das heißt jede freie Minute, die sich bietet, das Instrument in die Hand nehmen und üben. Sich weiterbilden, mit neuen Unterrichtsmethoden konfrontieren, neue Übegewohnheiten schaffen, sich musikalisch-kreativ weiterentwickeln. Im Unterricht sich individuell auf den einzelnen Schüler oder die ganze Gruppe einstellen. Motivierend und gleichzeitig sehr konsequent sein, um größtmöglichen Erfolg zu erreichen, ob geübt wurde für diese Stunde oder nicht. Das kann sehr anstrengend sein. Nicht zu vergessen, die viele Zeit, die man im Auto verbringt.

Frage: Können Jugendliche heute überhaupt noch für Instrumente und Kapellenmusik begeistert werden? Wie bewerten Sie die musikalische Arbeit mit der heutigen Jugend?
Lodes: Auf jeden Fall. Der Musikunterricht boomt nach wie vor. Es schwankt zwar sehr in der Instrumentenauswahl. Aber im Bezug auf die Blaskapellen kann man sich nicht beschweren. Es gibt neue Modelle, sogenannte „Bläserklassen“, die in Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen durchgeführt werden und sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreuen und dauernd Nachahmer finden, zumal das Defizit in Bezug auf den Musikunterricht an den allgemeinbildenden Schulen immer größer wird und die Qualität dieses Musikunterrichts deshalb etwas auf der Strecke bleibt (ausgenommen musische Gymnasien wie in Bayreuth). Auch im Nordbayerischen Musikbund, dem wir übrigens – neben vielen anderen Kapellen – auch angehören, kann man den positiven Trend junger Leute zur Blasmusik deutlich beobachten. Man muss eben immer bemüht sein, die Attraktivität solcher Freizeitbeschäftigungen ins rechte Licht zu rücken und Interesse zu wecken.

Welchen Segen solche Betätigungsfelder bei jungen Leuten haben können, etwa in Bezug auf das Sozialverhalten et cetera, ist ja hinreichend bekannt. Man muss die Jugend nur da abholen, wo sie momentan ist, etwa mit der Repertoireauswahl.

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Haben sich in zwei Jahrzehnten zu einer nicht mehr wegzudenkenden musikalischen Größe entwickelt: die Speichersorfer Musikanten.

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Musikalische Grenzgängerei
Böhmen in Bayreuth: Adventskonzert der Deutsch-tschechischen Gesellschaft
Von Frank Piontek
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 15./16. Dezember 2007

Böhmen in Bayreuth – das hat inzwischen eine gute Tradition, seit die Deutsch-tschechische Gesellschaft unter der Leitung der unbegreiflich agilen Kristina Jurosz auf dem Weg zur deutsch-tschechischen Freundschaft einige Marksteine setzt. Kein Wunder, dass sich der Geiger Jaroslav Svcený inzwischen als „Prager Bayreuther“ bezeichnet. Mit dem Adventskonzert dieses bemerkenswerten Künstlers, das er – in Anwesenheit Ivo Losmans, des stellvertretender Generalkonsuls der Tschechischen Republik in München – zusammen mit dem Organisten Václav Uhlí und der Sängerin Dita Hoínková in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums gab, dürfte er sich weitere Punkte auf der Beliebtheitsskala erworben haben.

Virtuos mit ganzem Körper
Es hat einen Grund: Svcený ist ein Grenzgänger, der nicht allein virtuos zwischen den Stilen vermittelt, sondern mit ganzem Körper – und Herz spielt. Der Ton seiner Violinen ähnelt jenem Gesang, der in diesem Konzert gleich doppelt zur Klangrede kam: auch in vokaler Gestalt Dita Hoínkovás, die zusammen mit dem Geiger ins Duett trat. Das Adventskonzert brachte also nicht nur die allfälligen Standards – Bachs Air, Gounod-Bachs Ave Maria, daneben ein Allegro von J. M. Leclair –, sondern brachte sie in Bearbeitungen, die man am besten als barocken Jazz bezeichnet: ein Scat-Gesang, durchmischt mit geschmeidigen Vokalisen. Zum Naserümpfen ob der ungewöhnlichen, also grenzgängerischen Bearbeitungen besteht kein Zweifel, hat doch jede Bearbeitung ihren Eigenwert, da sie auch bestimmte Eigenschaften der Vorlage in ein eigenes Licht stellt. Eine Violine passt glänzend zu einem sehr gelenkigen Sopran, indem sie sich in der hohen Lage ergänzen: langen Atems, hochbewegt. Mit Bohuslav Martins „Etudes faciles“ erreichte man schließlich eine vokale Lautmusik, an der sich, schnalzend und zungenrührend, auch der Geiger beteiligte. Das klang zunächst wie ein Kinderlied, so wie die 4. Bachische Invention auch von einem „Eja“-Laut durchsetzt war, und wir erinnerten uns daran, dass Maria, der Legende nach, ihren Sohn mit einem Eiapopeia in den Schlaf sang.
Was sonst noch weihnachtlich war, vermittelte der Geiger zusammen mit Václav Uhlí , der die Steinmeyer-Orgel farbig registrierte und, dem Geiger zuweilen fast hinterhereilend, hurtig traktierte. Auch Bachs d-Moll-Toccata – von welchem Herrn Bach auch immer das Stück stammt – begeisterte. Hat Händels Sonate in der Schäfertonart F-Dur nicht Ähnlichkeit mit einer Weihnachtssonate? Indem das Adagio die Verkündigung, das Allegro die eilenden Hirten, das Largo die Anbetung – eine in Moll schattierte Anbetung, der das Wissen um die Passion schon beigesellt ist – und das Schlussallegro einen irdischen Tanz, gleichzeitig aber auch einen Engelsgesang zu malen scheint? Auf solche Assoziationen durfte der Hörer kommen, der die köstliche Orgelregistrierung und den Geigenton wahrnahm. Der Rest war ein in Frau Hoínkovás Stimmgold getauchtes „Pie Jesus“ von A. L. Webber, auch die Meditation aus Jules Massenets Oper „Thais“ – der Geiger spielte in seiner unverwechselbaren Art, für die der Begriff „Schmelz“ (eben nicht: „Schmalz“) erfunden wurde. Svcenýs intensiver Gebrauch des Vibratos mag Puristen erschrecken, es ist immer wieder berührend – und lehrreich wie schön ist es sowieso, wenn er ein Stück mit zwei Geigen spielt. Die Dramaturgie einer Corelli-Sonate, in diesem Fall der 3. in C-Dur, wird mit dem Wechsel des Klanges bereichert: vom vollen Barockklang der Eberle-Geige von anno 1734 zum schlanken, eleganten Rokokoton der Landolfi 1750.

Kirche und Kirmes zusammen
Kirche und Kirmes traten endlich zusammen, als der Organist eine Improvisation auf deutsche und böhmische Weihnachtslieder spielte. Ob deutsch, ob böhmisch, hier fragte sich’s nach der Kunst allein: der Kunst, die Herzen zu berühren. Böhmen sitzt inzwischen auch in manch Bayreuther Herz: dank der größten Kunst und ihrer liebenswürdigen wie sachkundigen, um nicht zu sagen: grenzgängerischen Vermittler.

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Donnerstag, 13.12.2007, 19.30 Uhr
Adventskonzert
in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums
Bayreuth, Königsallee 17
Leider überschneidet sich diese Veranstaltung der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Bayreuth mit der Weihnachtsmusik der Unter- und Mittelstufe in der evangelischen Kreuzkirche.

Tschechische Meister spielen klassische Werke (Bach, Schubert und andere), moderne Interpretationen klassischer Musil und böhmische Weihnachtslieder in Originalfassung. Es erklingen historischen Geigen und natürlich die wunderschöne MWG-Orgel.

Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse.

Plakat Adventskonzert Deutsch-Tschechische Gesellschaft Wer's genauer
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Jaroslav Svěcený
Václav Uhlíř
Dita Hořínková
Violine
Orgel
Gesang

Weihnachtliche Klänge aus alter Zeit
Kammerchor des MWG stimmte auf das Fest ein
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 13. Dezember 2007
Was wäre der Advent ohne Musik? Sie ist es, die gerade in der Weihnachtszeit die Herzen der Menschen erwärmt. So geschehen am 4. und 11. Dezember bei Konzerten des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG) im Rotmain-Center. Der Kammerchor präsentierte auf der Bühne Weihnachtslieder aus alter und neuer Zeit.

Mit einem Medley deutscher Weihnachtslieder stimmte der Kammerchor des MWG auf die Adventszeit ein. Im Mittelpunkt der Darbietung standen deutsche Weihnachtslieder. Neben traditionellen Liedern präsentierten die Schüler unter der Leitung von Günter Leykam auch alte deutsche Bearbeitungen aus dem Frühbarock, Barock und aus der Romantik.

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Weiterer Auftritt
Wer die Konzerte verpasst hat, hat am 18. Dezember von 16.30 bis 17 Uhr noch einmal die Gelegenheit, den Kammerchor live im Center zu erleben. Im Mittelpunkt werden dann internationale Weihnachtslieder aus Europa und Amerika stehen.

Kammerchor im Rotmain-Centrum Wer's größer
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Der Kammerchor des MWG unter Leitung von Günter Leykam.

Malt die Markgräfin 
BAYREUTH
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 13. Dezember 2007

Am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium haben sich 18 Zehntklässler zu einem Junior-Unternehmen zusammengeschlossen. Die Schüler wollen ein eigenes Produkt herstellen und verkaufen: ein Buch über Markgräfin Wilhelmine für Kinder.

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Bis zum 6. Januar 2008 gibt es dafür einen Malwettbewerb für alle Kinder. Malt ein Bild von Wilhelmine oder ihrem Hund mit Buntstiften, Wachsmalkreiden oder Wasserfarben im DIN-A4-Format. Das Gewinnerbild wird in dem Buch veröffentlicht. Schickt euer Bild bis zum 6. Januar an das Junior-Unternehmen am MWG, Königsallee 17, 95448 Bayreuth.

Erste Hilfe bei Mitschülern leisten
Acht- und Neuntklässler als Schulsanitäter
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 12. Dezember 2007
Die fertig ausgebildeten Schulsanitäter sind aus den 8. und 9. Klassen. In Zukunft werden sie zur Stelle sein, wenn Mitschülern während der Unterrichtszeit schlecht wird oder sich ein Fünftklässler in der Pause das Knie aufschürft.

Seit 1987 spendet das Rote Kreuz die Ausbildung für Schulsanitäter am MWG. „In der achten Klasse haben wir einen Erste-Hilfe-Kurs mit Herrn Leykam gemacht“, sagt Jana (14). „Wem das Spaß gemacht hat, der konnte die Schulsanitäterausbildung dranhängen.“

Seit 1987 spendet das Rote Kreuz die Ausbildung für Schulsanitäter am MWG. „In der achten Klasse haben wir einen Erste-Hilfe-Kurs mit Herrn Leykam gemacht“, sagt Jana (14). „Wem das Spaß gemacht hat, der konnte die Schulsanitäterausbildung dranhängen.“

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An vier Samstagen trafen sich die angehenden Schulsanitäter für diese Ausbildung mit Günther Leykam, Musiklehrer und Sanitätsausbilder. „Wir bekommen noch eine Einführung für Schulsanitäter und dann werden die Dienstzeiten eingeteilt“, sagt Jana. „Aber weil wir jetzt so viele Sanitäter sind, werden wir nicht so oft Dienst haben.“ Die diensthabenden Sanitäter nehmen ein Funkgerät mit in den Unterricht, sodass sie vom Sekretariat aus immer erreichbar sind, wenn sie gebraucht werden. mls

Die neuen Schulsanitäter im MWG Wer's genauer
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Die 18 Mitarbeiter des Junior-Unternehmens am MWG sehen aus wie Schüler. Das sind sie auch. Aber nebenher sind sie Unternehmer, die ein Buch über die Markgräfin Wilhelmine herstellen und vermarkten wollen. Foto: von Pölnitz-Eisfeld

Schüler als Unternehmer
Ein Jahr lang sind 18 MWGler nicht nur Schüler, sondern auch Unternehmer
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 12. Dezember 2007
Auch in diesem Schuljahr haben sich am Markgräfin-Wil-helmine-Gymnasium 18 Schülerinnen und Schüler zu einem Junior-Unternehmen zusammengeschlossen. Sie wollen ihr eigenes Produkt auf den Markt bringen und auch selbst vermarkten: ein Buch über die Markgräfin Wilhelmine.

Das Junior-Unternehmen ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Schüler werden für die Dauer eines Schuljahres zu Unternehmern, zu Mitarbeitern einer Technik- oder Marketingabteilung. Vormittags schreiben sie Mathe- und Deutschschulaufgaben, nachmittags beschäftigen sie sich mit den Finanzen ihres Unternehmens, schreiben Sitzungsprotokolle und Lohnzettel. Und sie verdienen damit sogar Geld: Der Stundenlohn für Abteilungsleiter beträgt 55 Cent, für alle anderen Mitarbeiter 45 Cent. Das Produkt finanziert sich aus dem Verkauf von Unternehmensanteilscheinen, von denen bereits alle 90 Stück für jeweils zehn Euro verkauft wurden. Außerdem dürfen Werbeeinnahmen für die Produktionskosten verwendet werden, so sind die Regeln des Junior-Unternehmens.

Als Namen für ihr Unternehmen suchten sich die Zehntklässler MaWiBa aus. „Das sind die Anfangsbuchstaben der Wörter Markgräfin Wilhelmine Bayreuth“, erklärt Magdalena, Vorsitzende des Unternehmens. „Wir möchten ein Buch über die Markgräfin für Kinder zwischen fünf und elf Jahren entwickeln. Die Idee kam uns, weil im kommenden Jahr das große Wilhelmine-Jubiläum ist und wir außerdem natürlich einen besonderen Bezug zu der Namensgeberin unserer Schule haben.“

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Rätsel rund um Wilhelmine
Der Inhalt des Buches steht schon großteils fest: Rätsel und Geschichten rund um die Bayreuther Markgräfin, ebenso wie eine Biografie von Wilhelmine und Kurzbiografien ihrer engsten Verwandten. Um das Buch bei der Zielgruppe bekannt zu machen, schreibt MaWiBa einen Malwettbewerb für Grundschul- und Kindergartenkinder aus. Kinder sollen Wilhelmine oder deren Hund im Din-A-4-Format zeichnen oder malen. Das Gewinnerbild wird im Buch -abgedruckt. Der Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 6. Januar 2008, die Adresse lautet Junior-Unternehmen am MWG, Königsallee 17, 95448 Bayreuth.

Im Moment sind die Unternehmer auf der Suche nach Sponsoren, die Anzeigen im Buch schalten, und nach einer geeigneten Druckerei. Bis Mitte oder Ende Januar soll das Buch gedruckt sein. Danach beginnt der Vertrieb, aber bis dahin wartet noch viel Arbeit auf die Jungunternehmer. „Zuerst müssen wir uns auf das Format des Buches einigen“, sagt Korbinian, Verwaltungschef und stellvertretender Vorsitzender. Jeden Mittwoch treffen sich die Unternehmer. In der nächsten Sitzung werden Ideen für das Buchcover gesammelt.

Thomas Stiegler, betreuender Lehrer des Junior-Unternehmens, hält sich nicht nur auf unserem Foto im Hintergrund: „Das Ziel des Projekts ist möglichst wenig Einmischung des Lehrers“, sagt Stiegler. „Die Schüler sollen so viel wie möglich alleine schaffen.“

Die Junior-Verleger aus dem MWG Wer's genauer
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Die 18 Mitarbeiter des Junior-Unternehmens am MWG sehen aus wie Schüler. Das sind sie auch. Aber nebenher sind sie Unternehmer, die ein Buch über die Markgräfin Wilhelmine herstellen und vermarkten wollen. Foto: von Pölnitz-Eisfeld

Besinnliche Klänge zum Advent
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 12. Dezember 2007
In der evangelischen Kreuzkirche in Bayreuth fand das 62. Adventssingen der Schüler der zehnten und elften Klassen und der Kollegstufen 12 und 13 des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums statt. So musizierten Oberstufen- und Kammerchor, das  Jeunesses-musicales-Orchester, das Blechbläserensemble und verschiedene Solisten weihnachtliche Werke. Der Oberstufenchor unter der Leitung von Günter Leykam präsentierte ein buntes Weihnachtslieder-Medley.

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MWG-Weihnachtskonzert (Ober- und Mittelstufe) in der Kreuzkirche Wer's genauer
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 Foto: Harbach

Auf dem Programm standen unter anderem Werke von Anton Bruckner, Chris Hazell, Johannes Brahms, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach.

„Fünf Türchen auf einmal“
Zwei Tschechinnen verbrachten drei Monate in Bayreuth – x-bay erzählen sie von ihren Erlebnissen
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 4. Dezember 2007

Die beiden tschechischen Mädchen Marketa (17) und Linda (17) sind seit drei Monaten zum Austausch in Bayreuth. Mitte Dezember fahren sie wieder nach Hause. Von ihren Mitschülern und Gastfamilien fühlten sie sich gut aufgenommen.

Marketa und Linda wohnten seit Anfang September in Bayreuther Gastfamilien und gingen auch in die Schule. Marketa besuchte das Richard-Wagner-Gymnasium, Linda das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium. „Der Unterricht ist in Deutschland eigentlich genauso aufgebaut wie bei uns in Tschechien“, sagt Marketa. Allerdings ist das tschechische Schulsystem etwas anders: „Zuerst neun Jahre Grundschule, dann vier Jahre Gymnasium oder Berufschule und danach Hochschule“, erklärt Marketa.

Realschulen gibt es in Tschechien nicht. Außerdem gehen die beiden Mädchen in Tschechien in eine Ganztagesschule und essen mittags in der Schulküche. „Dort ist das Essen viel billiger als hier in der Mittagsbetreuung der Schulen“, sagt Marketa.
Ein weiterer Unterschied zwischen der Schule in Bayreuth und der zu Hause liegt für Linda im Englischunterricht: „In Deutschland müssen die Schüler viel mehr in der fremden Sprache sprechen“, sagt sie. „Das finde ich gut. Deutsche Schüler können deswegen auch besser Englisch als wir.“

Mit den Lehrern und Mitschülern haben die Schülerinnen gute Erfahrung gemacht, auch wenn sie sich erst ein bisschen eingewöhnen mussten. „Eigentlich haben uns alle geholfen, aber gerade zu Anfang wäre es schön gewesen, wenn unsere Mitschüler ein bisschen mehr von sich aus auf uns zugegangen wären“, sagt Linda. „Ich glaube, alle erwarten, dass man sehr gut Deutsch spricht, aber das kann man eben nicht, wenn keiner mitmacht.“ Linda und Marketa haben sich erst während des Austauschprogramms kennengelernt. Die beiden sind nicht zum ersten Mal in Deutschland: Linda nahm vor zwei Jahren bereits an einem einwöchigen Austausch teil, Marketa war schon auf einem Austauschprogramm in Berlin.

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Der Countdown läuft
Im Februar steigt das Newcomer-Festival Soundtown
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 27. November 2007
Es geht auch ohne professionelle Demo-CD und Promo-Fotos: Die Organisatoren von Soundtown kommen sogar zu euch in den Proberaum. Newcomer- Bands können sich noch bis Freitag, 30. November, bewerben.

Das Festival Soundtown 2008 soll am 15. und 16. Februar im Komm in der Hindenburgstraße in Bayreuth stattfinden. Der Hintergrund: Das Bayreuther Jugendparlament und die Bayreuther Band Ask Why wollen die Musikszene auch für jüngere und unerfahrenere Musiker zugänglich machen.

Der Festivalfreitag soll ausschließlich für HipHop-Bands und -Fans zur Verfügung stehen. Neben Newcomern, die von der Jury ausgewählt werden, sollen an diesem Abend auch Meine Allee und STK auf der Bühne stehen.

Ja wie heißen sie denn ...? Wer's genauer
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Diese Schülerband vom MWG hat noch keinen Namen, bewarb sich aber trotzdem für Soundtown. Die Jury schaute bei einer Probe vorbei.
Foto: nk
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Fünf HipHop-Bands gesucht
Am Festivalsamstag darf dann gerockt werden. Zwei bekanntere Bands stehen jetzt schon fest: Ask Why und Illectronic Rock aus Aschaffenburg. Am Samstag soll nach den Auftritten auch eine After-Show-Party steigen. Wie lange jede Band spielen darf, ist noch nicht sicher. Klar ist: Für den HipHop-Tag werden fünf Newcomer- Bands gesucht und am Rock-Tag dürfen drei junge Bands spielen.

Für die Veranstalter ist eins sicher: Soundtown soll keine einmalige Sache sein. Ziel ist es, das Festival als eine feste Auftrittsmöglichkeit für neue Bands zu etablieren.

Bis zum 30. November könnt ihr euch mit eurer Band bewerben. Eine Bandinfo, ein Foto und eine CD könnt ihr an folgende Adresse schicken: Ralph Cibis, Zeppelinstraße 19, 95444 Bayreuth. E-Mail: management@askwhy.de.

Wenn ihr keine Möglichkeit habt, eine CD zu schicken, dann kommt die Jury auch gerne zu euch in den Proberaum und hört sich eure Musik an.


Schuljahr im Ausland: Vorbereitung zählt
Bayreuth
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 23. November 2007
Ein Schuljahr im Ausland zu verbringen – davon träumen jedes Jahr Tausende von 15- bis 18-Jährigen. Damit aus dem Traum kein Alptraum wird, ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig.

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Über positive und negative Erfahrungen informiert die gemeinnützige Jugendaustauschorganisation Eurovacances am Donnerstag, 29. November, um 18 Uhr in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums, Königsallee 17. Eingeladen sind alle Schüler, Eltern und Lehrer. Ansprechpartnerin ist Irene Rußner, Telefon 0 92 08/58 82 76

„Von wegen Null-Bock-Generation“
Stadt ehrt junge Preisträger von Wettbewerben – Viele Disziplinen vertreten
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 20. November 2007

127 Kinder und Jugendliche, die im vergangenen Schuljahr Preise bei Bundes- und Landeswettbewerben gewonnen hatten, wurden jetzt von der Stadt Bayreuth ausgezeichnet.

Musik, Kunst, Fremdsprachen, Mathematik, Wirtschaft, Politik und Geschichte – die Disziplinen, in denen die ausgezeichneten Bayreuther Schüler ihr Können unter Beweis gestellt haben, waren sehr vielfältig. Eine der originellsten hatten sich vier Schüler vom Graf-Münster-Gymnasium ausgesucht. Aus Legosteinen bauten sie Roboter und ließen sie, entsprechend programmiert, gegen andere Roboter Fußball spielen. „Der Ball sendet Infrarotstrahlen, und die Roboter sind mit Lichtsensoren ausgerüstet, damit sie ihn finden können“, erklärte Teammitglied Martin Struller. Ein Erdmagnetsensor erkennt zudem die Himmelsrichtungen – so können die Roboter das gegnerische Tor vom eigenen unterscheiden. Die automatisierten Spieler sind etwa 25 Zentimeter hoch und agieren als Einzelkämpfer oder im Doppel. Ihr Fußballfeld ist nur etwa eineinhalb Quadratmeter groß. Martin und seine Mitstreiter haben mit ihren Robotern den dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften in der Disziplin „Junior eins zu eins“ belegt – und nur knapp die Robo-Soccer-Weltmeisterschaft verpasst, zu der die zwei bestplatzierten Mannschaften fahren dürfen.

Unter den Geehrten befanden sich auch viele Sportler – so zum Beispiel die Fußballer vom Heilpädagogischen Zentrum Bayreuth, in dem geistig behinderte Kinder betreut werden. Ihre Elf hatte bei den bayerischen Special-Olympics-Sommerspielen den ersten Platz errungen. „Wir sind als reine Mädchenmannschaft vor drei Jahren gestartet“, erzählte Betreuer Pawel Bien. Doch bereits in der zweiten Saison wurden auch Jungen aufgenommen. 

Interview mit Zeitzeugin
Mit einer nicht minder spannenden Arbeit beteiligten sich acht Schülerinnen und Schüler des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums am Bundeswettbewerb „Politik und Zeitgeschichte“. Anhand von Unterlagen aus dem in Bayreuth ansässigen Lastenausgleichsarchiv dokumentierten sie das Schicksal von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen nach 1945 (der KURIER berichtete). Neben Archivalien, Bildern und Karten gehörten ein Zeitzeugenbericht und selbstverfasste Texte dazu. „Es gab fast 3000 Einsendungen, und wir haben den dritten Platz belegt“, freute sich Carlotta Weber, deren aus Schlesien stammende Oma ihre Erinnerungen zum Projekt beigesteuert
hatte.

Geehrt wurden auch drei verdiente Jugendleiter: Jutta Bühl und Axel Weidner vom Pfadfinderbund St. Georg sowie Kathrin Küffner von der Evangelischen Jugend des Dekanats Bayreuth.
 
Allen ausgezeichneten Preisträgern überreichte Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl Urkunden, Kinogutscheine und attraktive Bildbände. „Ich bin der Überzeugung, dass solche tollen Leistungen entsprechend gewürdigt werden müssen“, sagte Hohl, der in den ins Rathaus eingeladenen Jugendlichen ein Vorurteil widerlegt sah: „Von wegen Null-Bock-Generation! Alle, die hier heute anwesend sind, sind ein lebendiger Beleg für das Gegenteil.“

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Erst wurde geehrt – dann gestritten
Bezirksausschuss Sport in Schule und Verein zeichnete verdiente Persönlichkeiten aus
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 16. November 2007

Das Thema Sport in Schule und Verein ist ein heute brandaktuelles Thema – im Widerstreit zwischen Schulstoff und Sportunterricht sogar ein Reizthema. Das wurde auch gestern bei der Sitzung des Bezirksausschusses Sport in Schule und Verein deutlich: Erst wurden verdiente Persönlichkeiten ausgezeichnet, im zweiten Teil der Sitzung wurde dann heftig gerungen, nicht zuletzt wegen der immer weiter zunehmenden Arbeitsbelastung.

Vertreter der zwölf Arbeitskreise aus dem Regierungsbezirk Oberfranken waren gestern nach Bayreuth in den Sitzungssaal der Sparkasse gekommen, um das Programm für das nächste Jahr festzuklopfen. Regierungsfachberater Wolfgang Lüdtke und der bei der Regierung von Oberfranken zuständige Abteilungsdirektor Dr. Klemens M. Brosig ehrten im Rahmen der Sitzung den ehemaligen Regierungspräsidenten Hans Angerer, den ehemaligen Bayreuther Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz, Christoph Höreth, Gerhard Gollner und den eben erst aus dem aktiven Dienst ausgeschiedenen Regierungsschuldirektor Horst Link für ihre Verdienste um den Sport. Angerer und Mronz bekamen als Anerkennung eine Urkunde, Höreth und Gollner für ihr jahrzehntelanges Engagement gerade um Schulsport – Höreth im Bereich Eislaufen, Gollner beim Volleyball – die Verdienstmedaille in Silber, wobei der 81jährige Höreth unter dem Gelächter der Anwesenden fragte, „wie alt man denn werden muss, um die goldene zu bekommen“. Gar nicht so alt: Denn Link wurde mit eben dieser Medaille für sein Engagement im (Schul-)Basketball ausgezeichnet.

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl strich, wie auch Manfred Kreitmeier in seiner Funktion als Bezirksvorsitzender des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) und der Bayreuther Arbeitskreis-Vorsitzende Hans Ebersberger, die Bedeutung des Schulsports heraus. Bayreuth geriere sich seit Jahrzehnten als Sportstadt und habe „in dem Bereich ein Riesenangebot. Sport hat ja nicht nur einen gesundheitsfördernden Aspekt, der für eine Stadt wichtig ist, sondern auch den Aspekt der Integration“, sagte Hohl und rief den Sportlehrern zu, sie sollten sich „von den Erschwernissen des Alltags nicht entmutigen lassen“.

Im Arbeitsteil der Sitzung gab es Informationen über das Programm Sport nach eins, bei dem „Bayreuth sehr gut aufgestellt ist und zu den aktiven Kommunen in Bayern gehört“, wie Lüdtke sagte, stellte Bernd Schwarzwälder, Beauftragter für die Schulsportwettbewerbe in Bayern, das Projekt Mentor im Sport vor. „Dafür suchen wir jetzt eine Pilotschule in Bayreuth, in der ältere Schüler am Nachmittag für die Mitschüler Sportunterricht in der Halle machen“, so Lüdtke.

„Richtig heiß diskutiert“ wurde auch, so Lüdtke, denn: „Das Problem ist, dass die Aufgaben immer mehr werden. Und dass das einfach nicht anerkannt wird. Das ist im Schulsport wie im Vereinssport so. Manche können da einfach nicht mehr mitmachen. Denn wir haben allein beim Fußball 164 Mannschaften, die bei einem Wettbewerb unter einen Hut gebracht werden müssen. Das ist harte Arbeit.“

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Wettkämpfe im Schulsport sind wichtig
Gemeinsame Tagung der Arbeitskreise Sport in Schule und Verein in der Stadt und im Landkreis
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 15. November 2007
„Der Schulsport muss weiterhin den unterschiedlichen Begabungen, Neigungen und Fähigkeiten der Schüler und Schülerinnen gerecht werden. Vor allem dürfen die Schulsportwettkämpfe nicht vernachlässigt werden, denn sie wirken leistungsfördernd und sozialerzieherisch. Sehr wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen.“

Das betonten einhellig die Vorsitzenden der beiden Arbeitskreise Sport in Schule und Verein in der Stadt und im Landkreis Bayreuth, Hans Ebersberger und Schulamtsdirektor Gerhard Knopf, bei der ersten gemeinsamen Sitzung. Ihre Ausführungen ergänzten sie dahin, dass die Zusammenlegung notwenig geworden sei, um die Schulsportwettkämpfe künftig effektiver organisieren zu können, aber auch, um für die einzelnen Schulsportarten Fachkräfte zur Verfügung zu haben.
Dank richteten Ebersberger und Knopf an die Sponsoren der Schulsportwettkämpfe: die Sparkasse Bayreuth für die Schulen in der Stadt und die VR-Bank für die Landkreisschulen.
 
Bis zum Bundesfinale
Den Arbeitskreisen gehören die für die Schulsportarten zuständigen Obleute an. Die Geschäftsführer der beiden Arbeitskreise, Sportfachberater Wolfgang Mahr und Sportfachberater Jürgen Merkel, äußerten sich zu den Wettbewerben, denen örtliche Entscheide vorausgehen und die über die Bezirksentscheide zum Landesfinale oder sogar zum Bundesfinale führen. Sie verwiesen auf die vom Kultusministerium herausgegebene Broschüre „Schulsportwettkämpfe in Bayern“ und auf die Meldetermine.

Im Einzelnen berichteten Mahr und Merkel über die im vergangenen Schuljahr auf Stadt- und Landkreisebene ausgetragenen Wettkämpfe und wiesen auf die für das laufende Schuljahr geplanten Schulsportveranstaltungen hin.
Im Arbeitskreis sind für die Schulsportarten eingesetzt:
  • Alpiner Skilauf: Werner Müller;
  • Skilanglauf: Wolfram Schön;
  • Badminton: Guido Rapsch und Walter Neukamm;
  • Basketball: Werner Müller und Joachim Schmidt;
  • Eisschnelllauf: Heiner Jena;
  • Fußball: Ewald Bauer, Heinz Frank, Andreas Welsch und Karlheinz Will;
  •  Geräteturnen: Jörg Bauer, Martina Niewerth und Johanna Schoberth-Altkofer;
  •  Handball: Wolfgang Mündel und Axel Wey;
  • Hockey: Irmgard Reiner-Oliwa und Evi Schieseck;
  • Judo: Dieter Sippel;
  • Leichtathletik: Dietmar Kaluza; Ringen: Gernot Kamm;
  • Schwimmen: Webb Carson, Barbara Oltarjow und Hans Günther;
  • Tanz: Regina Nitt und Alfons Lehner;
  • Tennis: Eckart Bauer und Heinrich Meyer;
  • Tischtennis: Gerhard Rudel und Helmut Pfaffenberger;
  • Volleyball: Andreas Beller und Kirsten Rottmann;
  • Koordination: Richard Tscheuschner;
  • Öffentlichkeitsarbeit: Christoph Höreth. nk
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„Rest an Unbehagen bleibt“
Sinn und Unsinn: Jahrgangsstufentests an Gymnasien
Bayreuth/München
Von Eric Waha

Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 14. November 2007
Jedes Jahr aufs Neue beschäftigt die Eltern von Sechst-, Acht- und Zehntklässlern das gleiche Thema: Die Jahrgangsstufentests und ihre oft verheerenden Ergebnisse. Diese Ergebnisse variieren von Schule zu Schule – ebenso wie die Konsequenzen, die die Ergebnisse nach sich ziehen. In Bayreuther Schulen haben sich die Ergebnisse eingependelt, „wobei ein Rest an Unbehagen bleibt“, wie der Direktor des Richard-Wagner-Gymnasiums (RWG), Horst Anclam, sagt.

Die Tests, die das Grundwissen der Schüler – den essenziellen Stoff, der vom vorangegangenen Schuljahr hängengeblieben ist – in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch prüfen sollen, werden immer zu Beginn des Schuljahres gemacht und sollen zu einer „Art Lernzielkontrolle herangezogen werden“, wie Dr. Hans Thum, Abteilungsleiter Gymnasien beim für die Tests zuständigen Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München, sagt. „Eigentlich war es nicht geplant, den Test zu benoten. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Tests nicht so ernst genommen wurden. Deshalb zählt der Test wie eine halbe Schulaufgabe. Dadurch kommt natürlich auch das Elterninteresse auf“, sagt Thum im Gespräch mit dem KURIER.

Grundintention des Tests sei es auf der einen Seite, die „Nachhaltigkeit des Lernens zu fördern“, den Kompetenzstand der Kinder festzustellen, auf der anderen Seite aber auch: zu überprüfen, ob die Anliegen des Lehrplans von den Lehrern befolgt wurden. „Dazu ist eine Prüfung ein guter Weg“, so Thum. Es gebe durchaus Schulen, das hätten die Ergebnisse der vergangenen Jahre gezeigt, „die sich auf den gleichen Schnitt einpendeln“, es gebe jedoch – „wie auf einer Fieberkurve“ – auch Ausreißer. Einem vom Landtag geforderten Ranking komme man insofern entgegen, als dass die Ministerialbeauftragten in Bayern die Schulen, deren Ergebnisse unter den besten 50 Prozent der Schulen liegen, gemeldet bekommen. Nicht leistbar sei es jedoch, Schulen in einem Ranking aufzulisten, „wenn etwa 50 Schulen mit Schnitten zwischen 3,23 und 3,25 liegen. Wissenschaftlich ist so etwas nicht haltbar“, so Thum.
„Hat sich eingependelt“
„Auf einem ganz zuträglichen Niveau eingependelt“ haben sich die Ergebnisse der Tests nach Aussagen von Direktor Thomas Freiman am Graf-Münster-Gymnasium (GMG). „Bei den ersten Tests, die nicht benotet wurden, haben die Schüler nicht so richtig mitgemacht. Daher war auch die Aussagekraft gleich null“, sagt Freiman, der durch die Jahrgangsstufentests auch eine „Veränderung der Unterrichtsqualität festgestellt“ hat. Eltern würden in vielen Fällen „nur die Noten, nicht die Folgen sehen“, sagt Freiman. Die Folgen seien eher gering, schließlich handle es sich um den Gegenwert einer halben Schulaufgabe. Und diesen Gegenwert versuche man, wie Horst Anclam (RWG) sagt, auch im Lauf des Schuljahres wieder auszugleichen, „weil es ja wie eine mündliche Note zählt, die nicht gleich Verderbnis über den Schüler bringt“. Konsequenzen aus den Tests kämen durchaus zeitnah: „In den Fachsitzungen werden die Ergebnisse ausführlichst besprochen und es wird, wenn nötig, nachgearbeitet“, so Anclam. „Aber ein nicht ganz aufgelöster Widerspruch ist die Tatsache, dass es pädagogisch nicht sonderlich förderlich sein kann, wenn ein Schüler gleich zu Schuljahresbeginn mit einer schlechten Note erwischt wird.“

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Nachtrag zum Schülerzeitungswettbewerb des NK:

Der mwgXpress, die Schülerzeitung des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums, erhielt den ersten Preis der Gymnasien. Die Sonderpreise für das beste Layout und das beste Interview gingen ebenfalls ans MWG. Dazu bei x-bay zwei Bilder: 1 und 2


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Lions spenden Geld für Instrumente 
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 10. Oktober 2007
Der Jazz-Frühschoppen des Lions Clubs Bayreuth-Thiergarten war ein Erfolg, und das auch in finanzieller Hinsicht.

Es kam jedenfalls ein Erlös von 800 Euro zustande, der dem Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium für den Kauf von Instrumenten zur Verfügung gestellt wird. „Mit dem Geld kann zum Beispiel ein schönes Saxofon angeschafft werden“, freute sich Uli Jörs vom Lions Club.

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MWG Big Band im Autohaus Mensel
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Bei dem Frühschoppen Im Autohaus Mensel in der Himmelkronstraße spielten die Bands Cappucinho und Die Combo sowie die Big Band des Wilhelminen-Gymnasiums. Foto: Ritter

„MUT — Mädchen und Technik“
Programm zur frühen Technikorientierung - Sieben Workshops an der Uni Bayreuth
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 9. Oktober 2007
„Auf die Plätze, — Technik, — los!“ heißt es in den Herbstferien für Schülerinnen zwischen zehn und 14 Jahren. An der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften (FAN) an der Universität Bayreuth werden sieben Workshops angeboten, um die Schülerinnen für Technik zu begeistern. Der Anmeldeschluss ist kommenden Freitag.

Die Titel der in Bayreuth angebotenen Workshops sind als Frage formuliert: Kann ein PC Fieber messen? Warum fährt ein Auto? Wie wird aus PC-Daten ein Fingerring?

Im letztgenannten Kurs können die Schülerinnen mit Hilfe einer 3D-Software am Computer Schmuck entwerfen. An einer sogenannten CNC-Maschine kann anschließend beobachtet werden, wie anhand der PC-Daten aus einem Werkstoffblock Fingerringe gefräst werden. Einen selbstgemachten Ring dürfen die Schülerinnen dann mit nach Hause nehmen.

In einem anderen Kurs soll den Mädchen die Frage beantwortet werden, was Badewannen und Schilder mit Straßennamen gemeinsam haben. Die Antwort lautet: Beide haben einen Emaille-Überzug.

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In einer praktischen Übung mit der außergewöhnlichen Beschichtung fertigen die Teilnehmerinnen während des Einführungsworkshops eine eigene Brosche zum Mitnehmen an.

In Bayreuth hat die Agentur für Arbeit die Organisation übernommen. Die Kurse, die die FAN zweimal täglich anbietet, finden am Montag und Dienstag, 29. und 30. Oktober, statt. Sie dauern etwa drei Stunden. Der Unkostenbeitrag liegt bei drei oder sechs Euro.

Das Ziel ist es, Mädchen zwischen zehn und 14 Jahre allgemein und ohne Vorgabe eines speziellen Berufsbilds an Technik heranzuführen. Das Projekt wird von der Oberfrankenstiftung kofinanziert.

Die Ferienaktion „MUT — Mädchen und Technik“ geht von der Fachhochschule Coburg aus. Nachdem dort 2003 der Start gemacht wurde, findet das Projekt in diesem Jahr an sechs Orten in Oberfranken statt. Neben Coburg und Bayreuth nehmen noch Bamberg, Kronach, Hof und Kulmbach teil.

Anmeldung bei Claudia Steinbach von der Agentur für Arbeit, Telefon 0921/887453. Weitere Informationen auch im Internet auf der Seite www.mut-oberfranken.de.

Jazz Frühschoppen
„Cappucinho“, „Die Combo“, „Big Band“

Der Lionsclub Bayreuth-Thiergarten veranstaltet auch in diesem Jahr einen Jazz-Frühschoppen.

Im Autohaus Hensel, Himmelkronstraße 12, 95448 Bayreuth,  spielen am Sonntag vormittag (11:00 bis 13:30 Uhr), dem 7.Oktober,  „Cappucinho“, „Die Combo“ sowie die „Big Band“ des Markgräfin Wilhelmine Gymnasiums. Dazu gibt's lecker Essen!

Der Erlös kommt dem Kauf von Instrumenten für das MWG in Bayreuth zugute.
Plakat Jazz-Frühschoppen
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Das Autohaus liegt am nordwestlichen Stadtrand von Bayreuth, direkt an der B85 Richtung Heinersreuth, Kulmbach.

Politik in der Aula
Am MWG fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Auslandseinsatz Afghanistan statt
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Dienstag,  2. Oktober  2007

Statt den üblichen Fächern Mathe und Deutsch stand gestern Politik auf dem Stundenplan der 10. und 11. Klassen des MWG. In der Aula diskutierten sie mit den Bundestagsabgeordneten Anette Kramme (SPD) und Hartmut Koschyk (CSU) über den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr.

Nach einer Zusammenfassung der gegenwärtigen Lage in Afghanistan eröffnete Schülersprecher Jakob (18) die Diskussion. Seine Sorge, er müsste den Gesprächsverlauf alleine lenken, erwies sich schnell als unbegründet. Die Aula war bis auf den letzten Platz besetzt und die Schüler trauten sich recht schnell, Fragen zu stellen. Da nicht jeder 16-Jährige über den Afghanistaneinsatz Bescheid weiß, wurden die Schüler von ihren Lehrern im Unterricht auf die Diskussion vorbereitet. Dadurch konnten die Zehnt- und Elftklässler auch durchaus kritische Fragen stellen.

Anette Kramme sagt, sie verstehe, dass viele Jugendliche gegen den Afghanistaneinsatz seien. „Ich weiß, wie ich das als Schülerin gesehen habe. Da habe ich auch gesagt, nein, das will ich nicht, aber das war eine Entscheidung aus dem Bauch heraus“, sagt die SPD-Politikerin.

Man dürfe nicht nur die Gefahren sehen, sondern auch die Erfolge der Auslandseinsätze der Bundeswehr, betonen die Politiker einmütig. „Es ist eine gemischte Bilanz, schließlich wurde schon viel erreicht“, sagt Kramme. „Es gibt eine neue Verfassung, die Polizei in Afghanistan wurde aufgebaut und den Kindern der Zugang zur Bildung ermöglicht.“

Fragen der Schüler
Wie es denn in einer Demokratie sein könne, dass die Mehrheit der Deutschen gegen den Afghanistaneinsatz war und dann im Parlament doch für den Einsatz gestimmt wurde, will ein Schüler wissen. „Manchmal ist im Volk eine andere Stimmung als im Parlament, danach kann man sich nicht immer richten“, erkläre Koschyk. „Dafür können die Bürger dann bei der nächsten Wahl entscheiden, ob sie mit den Entschlüssen des Parlaments zufrieden waren oder nicht.“


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Die beiden Bundestagsabgeordneten erklären auch den Schülern die Verantwortung Deutschlands gegenüber der internationalen Gemeinschaft. „Wir müssen überlegen, was geschieht, wenn wir in die Welt hinausgehen. Wir können nicht zu europäischen Ländern sagen: ,Bringt ihr eure Soldaten in Gefahr, aber unsere bleiben zu Hause.’ Deutschland muss zu seinen Partnern halten“, erkläre Kramme. Zudem betone sie, dass niemand unfreiwillig nach Afghanistan geschickt werde.

Ob es nicht zu gefährlich für die deutschen Soldaten sei, fragt ein Schüler. „Natürlich ist die Gefahr da. Aber wir dürfen uns nicht abschrecken lassen“, sagt Koschyk. Er sei beeindruckt von Gesprächen mit Menschen, die den Schrecken in Afghanistan miterlebt haben. „Diese Menschen sagen: ,Wenn sich die internationalen Gruppen zurückzögen, dann ginge alles von vorne los’, deshalb bin ich sicher, dass wir das Richtige tun“, sagt der CSU-Politiker.

Auch die sehr hohen Ausgaben für das Militär im Vergleich zu den Ausgaben für Entwicklungshilfe rechtfertigt Koschyk auf die Frage der Schüler hin. „Man kann keinen Entwicklungshelfer in Afghanistan ungeschützt allein lassen. Deshalb brauchen sich die Zahlen der Militärkosten nicht hinter denen der Entwicklungshilfe zu verstecken“, erklärt er.

Nach der Podiumsdiskussion waren die Schüler geteilter Meinung. Schülersprecher Jakob war zufrieden mit der Veranstaltung, andere Schüler weniger. „Die Politiker haben ihre Meinung. Die werden sie jetzt nicht ändern, bloß weil sie mit uns gesprochen haben“, sagt Rike (16). Die 15-jährige Marleen ist ebenfalls enttäuscht, „Ich habe fast nichts verstanden. Die Politiker haben alles nur umschrieben und nichts direkt erklärt.“

Schülersprecher Jakob hatte die Podiumsdiskussion organisiert. Er würde eine solche Veranstaltung gerne wiederholen. Das Thema „Afghanistan — Ein Spielplatz für die Bundeswehr“ war aus aktuellem Anlass gewählt worden. Schließlich muss das Parlament im Oktober entscheiden, ob das Afghanistanmandat verlängert wird.

Kramme, Jakob, Koschyk Wer's genauer
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Anette Kramme (ganz links) und Hartmut Koschyk (ganz rechts) hatten offensichtlich Spaß daran, Schülern die Politik nahezubringen. In der Mitte Schülersprecher Jakob.
Foto: Lammel


Das Schweigen gegen sexuelle Gewalt brechen
Theaterstück und Podiumsdiskussion im MWG
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 18. September 2007
Der sexuellen Gewalt gegen Frauen und Kinder, immer noch weitgehend ein gesellschaftliches Tabuthema, widmet sich das Theaterstück „Was kostet wohl ein Sternenhimmel“. Im Anschluss wird eine Podiumsdiskussion veranstaltet.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Handeln statt wegsehen“. Sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder ist ein schwerwiegender Gewaltakt. Und Tabubruch, dem die Gesellschaft häufig durch Verdrängen und Verschweigen begegnet. Doch sie findet überall statt, hierzulande wie hinter der deutsch-tschechischen Grenze.

Frauen diskutieren
Elisabeth Scharfenberg, oberfränkische Bundestagsabgeordnete, und die Landtagsabgeordnete Ulrike Gote, beide Bündnis 90/Die Grünen, laden dazu ein, dem Thema offensiv zu begegnen.

An der Diskussion nehmen außerdem teil: Ingrid Herzing, Beauftragte für Frauen und Kinder beim Polizeipräsidium Oberfranken, Gabriela Gossow-Look, Leiterin der Beratungsstelle von Avalen gegen sexuelle Gewalt, sowie Ute Hofmann-Gützlaff von der Organisation JADWIGA, die sich gegen den internationalen Frauenhandel zusammengeschlossen hat.
Das Ein-Personen-Stück der Theaterpädagogin Ok-Hee Jeong ist die Geschichte von Salang, einem zehnjährigen Mädchen, das überall auf der Welt leben könnte, dort wo Armut und Hunger vorherrschen. Aber ihre Kindheit endet abrupt, als sie Opfer sexueller Gewalt wird.

Kinderprostituierte
Ihr Schicksal führt sie in die Kinderprostitution. Sie weiß bald, was Sex mit ihr kostet, kennt ihren Marktwert bei den Freiern. Und träumt sich aus dieser Hölle weg: „Mama hat gesagt, meine Augen leuchten wie ein Sternenhimmel. Was kostet wohl ein Sternenhimmel?“

Unpathetische Bilder
Die Schauspielerin, Autorin und Theaterpädagogin Ok-Hee Jeong findet unpathetische kraftvolle Bilder für die Tragödie des sexuellen Missbrauchs an dem Kind.
Das Theaterstück mit anschließender Podiumsdiskussion findet am Freitag, 28. September, um 19 Uhr in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums, Bayreuth, Königsallee 17, statt.  nk

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Ein Abo fürs Mittagessen
Was hat sich während der Sommerferien an eurer Schule getan? — x-bay hat nachgefragt
Von Marielles Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 18. September 2007
Die erste Schulwoche ist um. Es wird also Zeit, nachzufragen, was sich während der Sommerferien an den Bayreuther Schulen verändert hat. x-bay stellt euch die Neuigkeiten vor und hat mit Schülern und den Schulleitungen darüber gesprochen. Los geht es mit dem Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium.

Im neuen Schuljahr erwarten die MWGler nicht nur ein neuer Stundenplan und neue Klassenlehrer. Auch sonst hat sich einiges getan: auf der Rennbahn und in der Mittagsbetreuung zum Beispiel. Da wären die Fortschritte auf den Baustellen im Internat und auf der Laufbahn, der neue Essensautomat, die neuen Absentenlisten und außerdem das neue Konzept für den Förderunterricht.

Während die Renovierungsarbeiten im Internat abgeschlossen sind, musste der Bau des neuen Speisesaals über die Sommerferien ruhen. Grund dafür waren finanzielle Probleme und Unstimmigkeiten mit der Baubehörde. Erst am Mittwoch werden die Gerüste wieder aufgestellt und es geht weiter. Bis Dezember soll der Bau fertig sein, dann gibt es einen größeren Speisesaal mit Ausgabetheke für die Mittagsbetreuung.

Noch diese Woche gehen auch die Arbeiten an der in den vergangenen Jahren recht heruntergekommenen Laufbahn zu Ende, frisch geteert wurde bereits. Jetzt fehlt nur noch der neue Laufbelag. „Ich finde es gut, dass die Laufbahn endlich neu gemacht wurde und jetzt wieder einsatzfähig ist“, sagt Katharina (16).

Rennende Schüler
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Bald ist die Laufbahn renoviert. Dann sprinten die MWGler endlich wieder.
Foto: von Pölnitz-Eisfeld
Keine losen Blätter
Neuerungen gibt es auch bei den Absentenlisten. Zwar bleibt das System gleich, aber die Listen sind jetzt richtig geheftet, so dass es keine losen Blätter mehr gibt.

Auch bei der Mittagsbetreuung hat sich einiges getan. Zwar gibt es weiterhin warmes Mittagessen im Schulcafé Blu, aber es besteht auch die Möglichkeit, im Internat zu Mittag zu essen. Dafür laufen jetzt schon die Anmeldungen für die Essen-Abos, denn wer seine Mittagessen längerfristig plant, bekommt einen vergünstigten Preis. Diese Abos finden großen Anklang, aber es ist nun auch möglich, kurzfristiger ein Mittagessen im Tagesheim zu bekommen. „Das Essen im Internat ist ein gutes Angebot und entlastet das Schulcafé. Andererseits bedeutet es auch Konkurrenz. Ich arbeite im Blu und werde daher dem Schulcafé treu bleiben“, sagt Jana (16).

Damit die Küche dem Ansturm der Schüler gewachsen ist, wird in zwei Schüben Mittagspause gemacht, nach der fünften oder sechsten Stunde.

Auch ein moderner Essensautomat hat während der Ferien seinen Weg in den Keller des MWGs gefunden, sein Vorgängermodell war nämlich häufig kaputt. „Den neuen Snackautomaten habe ich gleich entdeckt und mir auch schon was zu essen dort gekauft. Super finde ich, dass jetzt die Auswahl größer ist als im alten Automaten“, sagt Andi (16). Allerdings sind teilweise die Preise etwas angestiegen.

Noch mehr Neuigkeiten gibt es von der Schulleitung, nämlich ein neues Konzept für den Förderunterricht. „In Zukunft sollen Schüler aus der Oberstufe gegen einen geringen Betrag jüngeren Schülern helfen. Dabei werden sie natürlich von Lehrern unterstützt“, sagt der stellvertretende Schulleiter Eduard Stopfer. Dieser neue Förderunterricht soll in den nächsten Wochen anlaufen. „Das ist sicherlich ein tragfähiges Projekt. Aber es darf nicht sein, dass solche Projekte notwendig werden, weil der Staat in seiner katastrophalen Bildungspolitik Lehrer einspart“, sagt Schulsprecher Jakob (18).

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Nasse flüchtige Spiralen für Rom
Skulpturkünstler Stefan Mayer brachte sie hin
Von Florian Zinnecker  
Nordbayerischer Kurier - Dienstag, 2. September 2007

Seine Kollegen haben die Aktion verschlafen. Seine Schüler sowieso – eine Abiturfahrt in die Ewige Stadt wäre ja keine Abiturfahrt, wenn die Nächte nicht kurz wären. Erst recht im Sommer, wenn die Luft lau, der Wein billig ist und Kolosseum und Co. beleuchtet sind.

Auch Stefan Mayer sieht nicht immer taufrisch aus auf den Fotos. „Aber in Rom bist du ja nicht alle Tage“, sagt er. „Ich hab’ morgens immer die erste U-Bahn genommen, gegen 5 Uhr, wenn alles noch ganz ruhig war.“ Unvergleichlich sei das gewesen, nur wenige Leute unterwegs, die Straßen leer, er allein mit fast drei Jahrtausenden Weltgeschichte. Als Kulisse übermächtig – als Boden für sein Projekt aber, sagt er, ideal.

In einem Köfferchen hatte er Salz und Wasser dabei, außerdem Draht und eine Batterie. Aus Wasser und Salz zeichnete er eine Spirale auf den römischen Boden, zwei auf zwei Meter groß. Mit Draht und Batterie setzte er die Spirale dann unter Spannung – so lange, bis das Wasser verdunstet war.

Was oft schneller ging, als es Mayer lieb war – „ich hab’ das Verkabeln üben müssen“, sagt er, „damit ich fertig bin, bevor das Wasser weg ist.“ Dann schnell ein Foto, einpacken, weg. „Als ich das mal am Zentralbusbahnhof gemacht habe, sind die Carabinieri gekommen“, lacht Mayer. „Ist ja auch klar – in meinem Köfferchen hätt’ ja wer weiß was sein können.“ Nachdem er dann erklärt habe, was er mit der Batterie und den Drähten anstellt, hätten die Carabinieri ihn gewähren lassen.

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Sein Projekt nennt Mayer Spirale di Roma. „Die Spannung“, erklärt er, der aus Niederbayern stammt, einige Zeit in Brasilien lebte und nun eine Galerie in Goldkronach führt, „die Spannung stellt in der Spirale ein magnetisches Feld her.“ Was bedeutet: In Mayers Spirale ist das irdische Magnetfeld außer Kraft gesetzt. Für ein paar Momente, sagt er, nimmt es seine flüchtige Zeichnung mit dem großen Ganzen auf. Und setzt sich durch – in Rom, der Ewigen Stadt. „Ich schleuse meine Kunst quasi unauffällig in den Alltag“, sagt er. Auf Brücken, neben geparkten Autos, auf dem Weg zum Zentralbusbahnhof. Als Performance – „ich hatte oft auch Zuschauer“.

Mit Drahtspulen und Magnetismus habe er mehrfach experimentiert, hat Magnetskulpuren in der Kölner Galerie Rachel Haferkamp ausgestellt. „Dass ich das Projekt verwirklichen konnte, ist im Prinzip Zufall.“ Nämlich der Abiturfahrt zu verdanken. „Alleine des Projekts wegen nach Rom zu reisen – das wär’ ja finanziell der Wahnsinn.“ Kostenpunkt der Spirale di Roma – gleich null.

Nachdem Mayer Draht und Batterie zurück in sein Köfferchen gepackt hatte, stieg er in die U-Bahn. Und fuhr zum Hotel zurück.

Dort wurde gefrühstückt, mit Kollegen und Schülern. Um Kraft zu sammeln – für die folgende Exkursion in die Kunstgeschichte.

Damit kennt er sich aus – als Kunstlehrer am Bayreuther Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium.


Leselust und Augenschmaus
Das sagt die Jury zu den Siegern des Schülerzeitungswettbewerbs
Nordbayerischer Kurier - Freitag, 3. August 2007

Der Schülerzeitungswettbewerb ist zu Ende. Im nächsten Schuljahr geht er in die zweite Runde. Jetzt stellt euch x-bay die Sieger in Form der Jurybewertung vor. Die Schülerzeitung des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums in Bayreuth hat den ersten Preis in der Kategorie Gymnasium, den Preis für das beste Layout und den Preis für das beste Interview gewonnen. Das hat die Jury dazu zu sagen:

„Inhalt und Layout — das sind zwei Grundpfeiler jeder veröffentlichten Zeitung oder jedes veröffentlichten Magazins. Die MWG-Schülerzeitungsredaktion hat das verstanden. Sie setzt sich nicht nur kreativ und gewissenhaft mit Themen ihrer Schule auseinander, sondern setzt auch einen großen Schwerpunkt auf die Gestaltung der Texte. Das ist wichtig, das macht eine Zeitung ansprechend. Das MWG hat das herausragend geschafft.

Inhalt und Layout sind sinnvoll aufeinander abgestimmt. Die Bild-Gestaltung schafft Atmosphäre oder spinnt den Inhalt kreativ weiter — damit wirkt die Gestaltung, wie sie wirken soll:

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Sie macht neugierig auf den Inhalt. Die Schülerzeitungsredaktion des MWG hat so eine Zeitung geschaffen, die gut recherchierte Themen und kreatives Layout verbindet, Lust macht zu lesen und Spaß macht beim Anschauen.

Das Interview mit Dirk Hahn ist aus verschiedenen Gründen beispielgebend: Es geht über das beliebte Lehrerinterview in vielen Schülerzeitungen hinaus. Es nimmt sich Zeit, den Menschen hinter dem Lehrer kennenzulernen. Es werden nicht nur Fragen zu persönlichen Daten und Meinungen zur Schule gestellt, sondern auch zu aktuellen politischen Themen, Lebenskultur und -einstellungen. Intelligente Fragen, eine spürbare gute Gesprächsatmosphäre und interessante Antworten — das macht ein gutes Interview aus und das hat das MWG geschafft."

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Beim Schulfest des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums wurde er übergeben — der erste Defibrillator für eine Bayreuther Schule. Foto: Nüsslein

Hier stand der Vorbericht: http://www.x-bay.de/news/142160/details_9.htm
...... und jetzt wird's ausführlicher:

„Ein Ansporn für alle“
Zehn Schulen beteiligten sich am Schülerzeitungswettbewerb
Die Sieger wurden im Adebar geehrt
Nordbayerischer Kurier - Mittwoch, 25. Juli 2007
Von Susanne Lindner
Ihren Mitschülern mit Interviews. Reportagen oder Berichten mitteilen, was sie beschäftigt: Das ist das Ziel jeder Schülerzeitungsredaktion. Am Schülerzeitungswettbewerb des KURIERS hatten sich zehn Schulen beteiligt. Gestern wurden die Sieger im Schülercafé Adebar in Bayreuth geehrt. Im nächsten Schuljahr soll der Wettbewerb fortgeführt werden.

Wir haben uns riesig über die Resonanz gefreut“, sagt Andreas Rietschel, stellvertretender Redaktionsleiter des KURIERS. „Wir haben viele Gewinner, weil es gut ist, über Dinge zu schreiben, die alle etwas angehen.“ Wenn zum Beispiel die Schultoilette nicht in Ordnung ist, dann sei es wichtig, darüber zu berichten. Nur so könne etwas geändert werden. „Viele Schülerzeitungen schaffen es, die Probleme des Alltags mit einem Schmunzeln weiterzugeben.“ Bei der Auswahl der Gewinner seien der Jury nicht nur der tolle Themenmix, sondern auch viele Parallelen zur Arbeit eines „echten“ Redakteurs aufgefallen. „Es wäre schön, wenn viele Schülerzeitungsredakteure später einmal unseren Berufsweg einschlagen würden“, sagt Rietschel.

Bei der Siegerehrung bekamen die Schülerzeitungsredaktionen Urkunden überreicht. Die Sonderpreise für das beste Interview und das beste Layout wurden an das MWG verliehen. Die Carl-von-Linde Realschule wurde für die beste Reportage, die sich mit dem Leben im Altenheim beschäftigt, belohnt und das GCE erhielt den KURIER-Preis für die beste Geschichte überhaupt. Ein Schüler schrieb die Kurzgeschichte „Rumpelstilzchens Rückkehr“. Die verschiedenen Geldpreise werden den Schulen noch zugeschickt. Für die ersten Plätze gab es zum Beispiel 300 Euro, für den KURIER-Preis 250 Euro zu gewinnen.
„Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass wir den ersten Platz machen“, sagt Vanessa Böhner (15) vom MWG. „Ich arbeite seit drei Jahren bei der Schülerzeitung und finde es toll zu beobachten, wie die Zeitung nach und nach entsteht.“ Für das Layout, für das die Zeitung einen Sonderpreis bekommen hat, ist hauptsächlich der Chefredakteur Benjamin Jobst zuständig. „Er ist am erfahrensten und kann von uns am besten mit dem Computer umgehen“, sagt Hanya Riedl (16).

Schülerzeitungsredakteure
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Die stolzen Preisträger: Gestern bekamen die besten Schülerzeitungsredaktionen im Schülercafé Adebar Ihre Urkunden. Im nächsten Schuljahr wird es wieder einen Schülerzeltungswettbewerb geben. Foto: Lammel


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Ronja Landskrun von der Carl-von-Linde-Realschule aus Kulmbach ist erst seit etwa einem Monat bei der Schülerzeitung. „Meine Freundinnen haben schon vorher mitgearbeitet und mich davon überzeugt. Ich finde es toll, dass wir bei der Schülerzeitung über die Themen schreiben können, die uns interessieren.“ Von ihren Mitschülern hat sie aber bisher noch nicht viel Rückmeldungen bekommen. Der Betreuer der Schülerzeitung, Matthias Dietrich, sieht den Wettbewerb als Ansporn. „Er schafft eine Plattform“, sagt der Lehrer. „Jetzt arbeitet man mal nicht nur für die eigene Schule, sondern für alle.“

Weil der Wettbewerb bei allen Beteiligten gut ankam, soll er im nächsten Schuljahr in die zweite Runde gehen. Bei Fragen können sich Schülerzeitungsredaktionen gerne an den KURIER wenden. Im nächsten Jahr soll es auch möglich sein, dass Redaktionsmitglieder bei den Schülerzeitungen vorbeischauen und Tipps geben.

Die Begründungen der Jury, die die besten Schülerzeitungen ausgewählt hat, werden in den nächsten Tagen auf x-bay veröffentlicht.

Die Gewinner
*
Grundschulen:
Die Graserschule aus Bayreuth erhält den dritten Preis (keine Plätze eins und zwei).
*
Volksschulen:
Die Volksschule Bindlach erhält für ihr „Crazy Paper“ den zweiten Preis (keine Plätze eins und drei).
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Förderschulen:
Die Dr.-Dittrich-Schule aus Pegnitz erhält den dritten Preis (keine Plätze eins und zwei).
*
Hauptschulen:
Die Hauptschule Auerbach erhält für ihre Schülerzeitung „Very Important News“ den zweiten Preis (keine Plätze eins und drei).
*
Realschulen:
Die Carl-von-Linde-Realschule aus Kulmbach erhält für „In-Team“ den ersten Preis (keine Plätze zwei und drei).
*
Gymnasien:
1. Preis: Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth (mwgXpress)
2. Preis: Caspar-Vischer-Gymnasium Kulmbach (Der Optimist)
3. Preis: Gymnasium Christian Ernestinurn Bayreuth (Grünschnabel)
4. Preis: Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz (Hahnentritt)
5. Preis: Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Kulmbach (Der Ventilator)

Fürther Mathematik-Olympiade: Mädchen in Naturwissenschaften besser?
UBT aktuell
Neuigkeiten aus der Universität - Nr. 6 August 2007
Wie in den Vorjahren haben die Mädchen bei der 15. Ausgabe der Fürther Mathematik-Olympiade (FüMO) den Großteil der 39 Preise abgeräumt: 28 mal werden sie bei der Preisverleihung am 24. Juli ausgezeichnet. „Da fragt es sich“, meint der Bayreuther Mathematik- Professor Thomas Peternell, „ob das übliche Vorurteil, Jungen seien in Naturwissenschaften besser als Mädchen, nicht nur falsch, sondern ob nicht das Gegenteil der Fall ist. Wenn die Mädchen sich nur trauen ...“

Die Fürther Mathematikolympiade ist der bayerische Wettbewerb für die Klassen 5 bis 8. Initiiert von Lehrern im Mittelfranken (Fürth) breitete er sich rasch über Bayern aus und ist jetzt in Regionalwettbewerben mit zentralen Aufgaben gegliedert. Der Regionalwettbewerb Oberfranken wird vom Bayreuther Mathematikprofessor Thomas Peternell, Inhaber des Lehrstuhls Komplexe Analysis, organisiert. In zwei Runden waren jeweils drei Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.

Dieses Jahr nahmen 290 Schüler teil, von denen sich die 129 besten für die 2. Runde qualifizierten. Die Aufgaben sind ziemlich knifflig und weichen vom üblichen Schulstandard deutlich ab. Dabei geht es nicht nur darum, die Lösung zu finden, sondern sie auch verständlich darzustellen, was oft gar nicht so einfach ist.Hier ein Beispiel einer Aufgabe:
Die Summe von 2007 unmittelbar aufeinanderfolgenden Zahlen hat den Wert S. Zeige: Die Zahl ist durch 2007 teilbar.

Die Preisträger wurden am 24. Juli in der Universität Bayreuth ausgezeichnet. Die Preise, gestiftet vom Universitätsverein, wurden durch Regierungspräsident Wilhelm Wenning und den Vorsitzenden des Univereins, Dipl.-Ing Wolfgang Ramming, vergeben.


Und das sind die Bayreuther Preisträger:

Graf-Münster-Gymnasium
1. Preis: Schmitz, Christian, 8. Klasse
2. Preis: Brytantschuk, Stella, 6. Klasse

Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium
1. Preis: Braun, Jonas, 6. Klasse
2. Preis: Simon, Jasmina
, 6. Klasse
2. Preis: Simon, Swantje, 6. Klasse

Richard-Wagner-Gymnasium
1. Preis: Schwarz, Elisabeth, 6. Klasse

Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium
1. Preis: Spies, Isabel, 6. Klasse
2. Preis: Amm, Philipp, 6. Klasse
3. Preis: Völkl, Bastian, 5. Klasse

(Die Preisträger der anderen oberfränkischen Schulen werden in der Oktober-Ausgabe nachgereicht.)

Bundesbildungsministern Schavan forderte Anfang des Jahres dazu auf, Jugendliche mehr für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern. „Es ist kein Geheimnis, dass Deutschland zu wenige Physiker, Mathematiker, Ingenieure etc. hat — keine technologisch führende Nation kann sich das auf Dauer leisten“ macht Professor Peternell auf den Ernst der Lage aufmerksam. Schon auf der Schule deute sich dieser Mangel an: es gibt zu wenig Schüler in naturwissenschaftlichen Kursen, insbesondere in Mathematik und Physik. Dabei sind, so Peternell, die Berufsaussichten gerade in der Mathematik hervorragend.

Die FüMO will einen Beitrag leisten, Schüler für das Fach zu interessieren und zu begeistern. Peternell: „Mathematik bedeutet nicht, Formeln zu lernen — das gibt es natürlich auch —, sondern vor allem Kreativität, Problemlösungskompetenz und Denkfähigkeit. Das wird durch die FüMO-Aufgaben angeregt, gerade im G8-Zeitalter ist das besonders wichtig.“ Jüngst ist übrigens das Jahr 2008 vom Bundesbildungsministerium zum Jahr der Mathematik erklärt worden. Auch das unterstreicht die Bedeutung des Faches als Grundlage aller Naturwissenschaften und unserer gesamten Technologie.


Können Mädchen besser rechnen?
BAYREUTH
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 24. Juli 2007
Wie in den Vorjahren haben sich die Mädchen bei der Fürther Mathematik-Olympiade durchgesetzt. Sie sicherten sich 28 der 39 Preise. Zu den Gewinnern gehören auch Schüle-rinnen und Schüler von Bayreuther Gymnasien. Die vom Universitätsverein gestifteten Preise werden heute Vormittag in der Universität von Regierungspräsident Wilhelm Wenning und Vereinsvorsitzendem Wolfgang Ramming überreicht.

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Die Preisträger aus Bayreuth sind: Christian Schmitz und Stella Brytantschuk (GMG), Jonas Braun sowie Jasmina und Swantje Simon (MWG), Elisabeth Schwarz (RWG), Isabel Spies, Philipp Amm und Bastian Völkl (WWG).

Die Mathe-Olympiade ist der bayerische Wettbewerb für die Klassen fünf bis acht. Ausgehend von einer Initiative von Lehrern in Mittelfranken werden den Schülern bei regionalen Wettbewerben knifflige und „vom Schulstandard abweichende“ Aufgaben gestellt. Der Bayreuther Mathematikprofessor Thomas Peternell organisiert den Regionalwettbewerb Oberfranken.


Gymnasium kann jetzt Leben retten
Hilfe von Herzen: Als erste Schule in Bayreuth hat das MWG jetzt einen Defibrillator
Nordbayerischer Kurier, Sa/So 21./22. Juli 2007, S. 15
Von Florian Zinnecker
Eigentlich hätte beim Schulfest des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums ein Hubschrauber landen sollen — um einen Defibrillator zu überbringen. Den ersten in einer Bayreuther Schule. Wegen Gewitters musste der aber am Boden bleiben — und der Defibrillator kam zu Fuß.

Mit jenen halbautomatischen Geräten, deren gezielte Stromstöße Kammerflimmern beenden, sei Bayreuth gut ausgestattet, sagt Peter Herzing, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes. „In Schwimmbädern und gar am Golfplatz gibt es die inzwischen.“ Nur nicht in einer Schule — bislang.

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Viel Überzeugungsarbeit sei dazu nötig gewesen, sagt Diplom-Musiklehrer und Sanitätsexperte Günter Leykam. Doch jetzt ist er da, der Defibrillator, finanziert vom Elternbeirat, mit Spenden und Einnahmen des letztjährigen Schulfests. Um hoffentlich nie gebraucht zu werden.

Frau Lampl und Herr Leykam
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Beim Schulfest des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums wurde er übergeben — der erste Defibrillator für eine Bayreuther Schule. Foto: Nüsslein
Nachtrag: Presseinformation der Björn-Steiger-Stiftung: MWG eine von drei Pilotschulen in Bayern für den Schulsanitätsdienst (2004)
Anmerkung:
Man soll eigentlich buchstabengetreu zitieren. Dann hätte ich aber nicht nur einen Grammatikfehler sondern auch einen "Defibrilator" übernehmen müssen. Das widerstrebt mir. Deshalb habe ich das geändert. Das heißt aber nicht, daß nicht doch noch (weitere) Fehler sich in dem Text befänden — z.B. Tippfehler von mir.
Fehler kommen vor, und ich will beileibe keine Erbsen zählen. Daß man aber Defibrillator — wahrhaftig kein Allerweltswort — nicht nachschlägt, obwohl man für die Öffentlichkeit schreibt, verstehe ich überhaupt nicht.

Flucht und Vertreibung preiswürdig aufgearbeitet
Schüler des Wilhelmine-Gymnasiums bei Wettbewerb vorn
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 7. März 2007

Es ist ein Thema, das lange in einer Nische der deutschen Geschichte parkte. Ein Thema, das durch den Film „Die Flucht“ jetzt sehr aktuell geworden ist: Flucht und Vertreibung nach dem Krieg. Der Wahlkurs Politik und Zeitgeschehen des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG) hat sich sehr genau mit dem Thema auseinandergesetzt – und beim Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung einen dritten Platz bundesweit belegt.

Knapp drei Monate suchten die Schüler – aufgeteilt in Gruppen – nach Puzzleteilen der Geschichte. Recherchierten im Bundesarchiv für Lastenausgleich in Bayreuth, befragten Zeitzeugen, trugen so Schicksale und ihre Wege aus Schlesien oder dem Sudetenland zusammen, die sie in ihrer Dokumentation mit dem Titel „Teddybär oder Puppe?“ zusammenfassten.

Es ist eine professionelle Dokumentation mit ansprechendem Layout geworden, „das hat auch die Juroren überzeugt“, sagt Lehrerin Maresia Olschner, die den Wahlkurs betreut. „Die anderen Preisträger des Wettbewerbs stammen auch aus Bundesländern, in denen es Politik als Pflichtfach gibt. Eine Dokumentation in dem Rahmen zu machen, war für uns nur in dem Wahlkurs möglich – in Sozialkunde wäre das gar nicht gegangen bei einem Umfang von eineinhalb Wochenstunden“, sagt Olschner.

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Für die Schüler sei die Forschung nicht nur spannend, sondern auch persönlich berührend gewesen, wie Lena Saenger und Carlotta Weber im Gespräch mit dem KURIER sagen: Sie haben ihre Großmütter zu dem Thema befragt – nach einem Fragenkatalog, den der Kurs gemeinsam ausgearbeitet hat. „Meine Oma hat das erste Mal richtig intensiv mit mir über das Thema gesprochen“, sagt Lena Saenger. „Auch für meine Mutter waren da interessante Dinge dabei, die sie noch nicht kannte.“ Carlotta Webers Oma hatte die Geschichte von Flucht und Vertreibung „noch nie im ganzen erzählt“.

Für Olschner und die Mitstreiter in dem Wahlkurs – wie etwa Jakob Horn oder Olga Dell – ist das Lastenausgleichs-Archiv auf dem Gelände des ehemaligen Bayreuther Stadtkrankenhauses „eine sensationelle Fundgrube, die viel zu wenig genutzt wird“, wie Olschner sagt.

Dritter Preis im Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2006 der Bundeszentrale für politische Bildung Wer's genauer
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Freude am MWG: Sie und ihre Mitschüler sicherten sich den dritten Platz bei einem bundesweiten Wettbewerb zum Thema Vertreibung.
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Die Björn Steiger Stiftung übergibt Schulungsgeräte zur Herz-Lungen-Wiederbelebung an das MWG
„Kampf dem Herztod“ — Eine Initiative der Björn-Steiger-Stiftung
12. November Juli 2004
12.11.2004 — Mit der Übergabe eines AED-Trainingsgerätes und einer Wiederbelebungspuppe an das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth (MWG) startet die Björn-Steiger-Stiftung ein neues bundesweites Projekt im Kampf gegen den plötzlichen Herztod.

Der weitgehend vermeidbare Tod von jährlich rund 130.000 Menschen, die in Deutschland am plötzlichen Herztod sterben, ist eine der größten gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Acht von zehn Betroffenen könnten das Herzversagen überleben, wenn ihnen innerhalb von drei bis fünf Minuten geholfen würde. Da die Defibrillation die einzige wirksame Behandlung des zu Grunde liegenden Kammerflimmerns darstellt, kommt der Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) durch Laien eine ganz besondere Rolle zu.

Die Björn-Steiger-Stiftung setzt sich deshalb seit langem für die Breitenausbildung der Bevölkerung in Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Frühdefibrillation ein. Nachdem sie bereits allen Stadt- und Landkreisen in der Bundesrepublik sowie allen Bezirken der Stadtstaaten insgesamt über 900 AED-Trainingsgeräte als kostenlose Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat, beginnt sie nun damit, bundesweit rund 50 Schulen mit Schulungsgeräten zur Herz-Lungen-Wiederbelebung auszustatten.
Ziel der Initiative „Schüler lernen helfen“ ist, Schüler mit den einfachen, aber lebensrettenden Maßnahmen der ersten Hilfe und im Umgang mit den lebensrettenden automatisierten externen Defibrillatoren (AED) vertraut zu machen.

Das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus als eine von drei „Pilotschulen“ ausgesucht, da es sich in der schulischen Erste-Hilfe- Ausbildung sehr engagiert. Zudem kommt dort dem Schulsanitätsdienst eine besondere Bedeutung zu. Er unterstützt die Unfallverhütung und Erste-Hilfe-Leistungen während des Unterrichts, im Pausenhof, bei Schulsportveranstaltungen und Wanderungen sowie sonstigen schulischen Veranstaltungen. Zudem ist es gängige Praxis, dass die Schulsanitäter, die allesamt über eine Ausbildung zum Sanitätsdienst verfügen, Patienten versorgen und deren Betreuung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes übernehmen.

Nach einem Grußwort des Schulleiters des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Dieter Funk, überreichte der Geschäftsführer der Björn-Steiger-Stiftung, Jörn Fries, im Beisein einer Abordnung des Schulsanitätsdienstes dem betreuenden Lehrer, Günter Leykam, zugleich Ausbildungsreferent der Malteser in Bayreuth, ein AED-Trainingsgerät vom Typ Lifepak CR Plus sowie eine Wiederbelebungspuppe vom Typ UniMan. Abschließend demonstrierten die Schulsanitäter ihr Können.
Zweieinhalb Jahre später ist es erreicht: Am MWG gibt es einen Defibrillator.

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