Link zum Projekt Millenniumsziele

Damit die Ladezeiten nicht zu groß werden, sind die Meldungen und Nachrichten rund um's MWG und die MWGler zu Monatsdateien zusammengefaßt. Die Links sind chronologisch absteigend von links nach rechts sortiert. Es gibt auch eine komplette Link-Liste zu allen Beiträgen, die nicht mehr über die Eingangsseite erreichbar sind.
2016 Dez. Nov. Okt. Sept. Aug. Juli Juni Mai April März Feb. Jan.
2015 Dez. Nov. Okt. Sept. Aug. Juli Juni Mai April März Feb. Jan.
2014 Dez. Nov. Okt. Sept. Aug. Juli Juni Mai April März Feb. Jan.
 

Forderungen der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern (LEV) zur sogenannten Weiterentwicklung des Gymnasiums
Offener Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer und Staatsminister Dr. Spaenle
Quelle: LEV-Info — Mittwoch, 30. Novemberi 2016
Landes–Eltern–Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V.
- Die Vorsitzende -


Offener Brief zur Laufzeit bayerischer Gymnasien


München, den 29.11.2016


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Seehofer,
sehr geehrter Herr Kultusminister Dr. Spaenle,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Landesausschuss der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern hat in seiner Sitzung am 19. 11. 2017 die derzeitigen Pläne des Kultusministeriums zur Reorganisation der gymnasialen Bildungslaufzeit entschieden abgelehnt: Danach soll das Gymnasium in Bayern weiterhin als G8 konzipiert bleiben. Dennoch soll jedes Gymnasium vor Ort die Entscheidung für acht oder neun Jahre Lernzeit treffen. Ihr Plan sieht für Gymnasien mit verlängerter Lernzeit eine unveränderte Jahrgangsstufe 5 und eine unveränderte Oberstufe vor.

Mit dieser Idee lassen Sie die Schulen allein und verpassen die Chance, gymnasiale Bildung in Bayern sinnvoll und strukturiert weiterzuentwickeln.

Die LEV hat sich wegen der gegensätzlichen Stimmung in der Elternschaft wohlweislich bei einer Entscheidung zwischen G8 und G9 zurückgehalten. Ganz entschieden aber tritt die LEV für die Qualität gymnasialer Bildung ein.


Deshalb fordert die LEV:
  • Nehmen Sie Ihre Verpflichtung wahr, gymnasiale Bildung so zu gestalten, dass sie zur Universitätsreife führt und den stets wachsenden Ansprüchen an Bildung, z.B. bei der Digitalisierung, gerecht wird.
  • Sorgen Sie für eine bedarfsgerechte Ausstattung der Schulen – bezogen auf personelle und materielle Ressourcen. Dies gilt insbesondere für die dringend gebotene Aufstockung der Lehrerreserven und den weiteren Ausbau der individuellen Förderung.
  • Entscheiden Sie verbindlich, wie die gymnasiale Bildung in Bayern gestaltet sein soll, und schaffen Sie die Voraussetzungen, dieses Ziel in der dafür vorgesehenen Zeit zu erreichen.
  • Abweichungen von der Regelschulzeit dürfen keine Kollektiventscheidungen der Schule vor Ort sein, sondern sollten eine Entscheidung der Eltern für das eigene Kind bleiben. Ebenso muss für die Eltern der Mittelstufe-Plus-Modellschulen eine tragfähige Übergangslösung schon zum kommenden Schuljahr gefunden werden.
  • Stellen Sie für diese Ziele ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. Akzeptieren Sie, dass das Bildungsangebot bayerischer Schulen zur Daseinsvorsorge gehört und deshalb eine Pflicht des Staates ist.
Susanne Arndt
Vorsitzende der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V. (LEV)


Siehe auch: Neuer Streit ums Gymnasium …
und: Gymnasien vor der Qual der Wahl …

Vorlesewettbewerb am chinesischen Generalkonsulat
Quelle: www.mwg-bayreuth.de — Montag, 28. November 2016
Nach einer schulinternen Vorausscheidung fuhren Lorenz Taschner von der 5e und seine Chinesischlehrerin Frau Yingdi Chen auf Einladung des Bayerischen Kultusministeriums am 26.10.2016 nach München. Zum Wettbewerb im Chinesischen Generalkonsulat fanden 11 Schüler aus Bayern ein. Das Jurorenteam bestand aus Konsulatsbediensteten, Mitarbeitern des Konfuzius-Instituts und des Kultusministeriums.
Der erste Durchgang bestand aus dem Vorlesen eines bekannten Textes, bei dem die 3 besten Schüler ermittelt wurden. Nach einer kurzen Pause ging es mit einem unbekannten Text weiter, bei dem der Sieger ermittelt wurde.

Lorenz schaffte es in die Endausscheidung und bekam einen Ehrenpreis als jüngster Teilnehmer überreicht.


Quelle: www.mwg-bayreuth.de

MWG-Fotoseminar
Quelle: www.mwg-bayreuth.de — Samstag, 26. November 2016
Zu Beginn des Jahres 2017 bietet das MWG zusammen mit dem Verein der Freunde und Förderer erstmals ein professionell konzipiertes Fotoseminar an. Das Seminar steht unter der Leitung von Jürgen Wandtke. Er besitzt langjährige fotografische Erfahrung als freier Fotograf und Trainer der Canon Academy. Mit jungen Menschen hat er im Rahmen mehrerer Lehraufträge immer wieder zusammen gearbeitet, zum einen an der Hochschule in München, zum anderen an verschiedenen Schulen. Er ist Vater von drei Töchtern, die alle ans MWG gehen.

Was sind die Inhalte?
Das Seminar umfasst 10 x 3 (bei Exkursionen mehr) Stunden. Zunächst verschaffen sich die Kursteilnehmer zusammen mit ihrem Leiter in den ersten vier Steps die theoretischen und praktischen Grundlagen. Ziel ist es, einen sicheren Umgang mit Kamera, Objektiven und Blitzen zu schaffen. Nachdem die Seminarteilnehmer fotografisch „sattelfest“ sind, werden sie ihre Fähigkeiten in zwei bis drei fotografischen Projekten umsetzen, die gemeinsam ausgewählt werden.  Hierzu können ggf. auch ein Fine-Art-Drucker sowie Studiolicht zum Einsatz kommen.

Wer kann teilnehmen?
Das Seminar richtet sich zunächst an Teilnehmer der Oberstufe sowie Schüler der Jahrgangstufen 9 und 10. Der Kurs ist auf maximal 12 Teilnehmer begrenzt. Fotografisches Vorwissen ist nicht notwendig, Begeisterung schon …

Bei großer Nachfrage obliegt dem Kursleiter die Entscheidung, wer teilnehmen kann. Herr Wandtke wird bei der Auswahl der Teilnehmer von Dr. Stefan Mayer, Fachbetreuer Kunst, beraten.
Welche Kosten entstehen?
Ein Fotoseminar in der hier gebotenen Qualität würde in der freien Wirtschaft zu einem Preis im mittleren vierstelligen Bereich angeboten werden. Der Verein der Freunde und Förderer konnte mit Herrn Wandtke, der für das MWG in der Vergangenheit wiederholt unentgeltlich tätig geworden ist, einen Sonderpreis  aushandeln. Der Förderverein wird einen Teil der Gesamtkosten übernehmen. Jeder teilnehmende Schüler zahlt vor Seminarbeginn eine einmalige Eigenbeteiligung von 50 €. Dazu können im Verlauf des Seminars noch Materialkosten entstehen (z.B. für Fotopapier).

Was braucht man? 
Für das Projekt stehen ausreichend Leihkameras und Objektive zur Verfügung, eigene D-SLR-Ausrüstungen können gerne mitgebracht werden. Wetterfeste Kleidung ist ratsam, da auch im Freien fotografiert wird.

Wann findet das Seminar statt?
Die Einführungstermine finden jeweils am Montagnachmittag (16./23./30.01. und 06.02.2017) im MWG statt. Die weiteren Termine werden dann in der Gruppe, passend zum Projekt, besprochen.

Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt formlos im Sekretariat. Anmeldeschluß ist der 30.11.2016. Bei großer Nachfrage wird geprüft, ob zu gegebener Zeit ein weiteres Seminar angeboten werden kann.

Weitere Infos: Das MWG-Fotoseminar 2016




„KidS - Kurier in der Schule“ und Kids im Kurier
Jugendliche und die Zeitung – ein vierwöchiges Projekt der Klasse 8e
Quelle: MWG-HP  —  Samstag, 26. November 2016
Ist das Zeitunglesen bei Jugendlichen heute noch gefragt? In einer Zeit, in der man im Internet mit Informationen überschwemmt wird? Um dazu eine Aussage treffen zu können, nahm die Klasse 8e vier Wochen am Projekt „KidS - Kurier in der Schule“ teil, bei dem jeden Morgen der Nordbayerische Kurier geliefert wurde und die Klasse sich intensiv mit der Zeitungslektüre auseinandersetzen konnte.

Quelle: www.mwg-bayreuth.de
Bei der Besichtigung des Medienhauses Bayreuth, wo u.a. der Kurier erstellt und gedruckt wird, wurden der Klasse gezeigt, wie ein Verlag aufgebaut ist, was ein Mediengestalter macht und wie ein Zeitungsartikel entsteht. Beeindruckend waren die Zahlen: Bei einer Auflage von 36.000 Exemplaren, die übrigens innerhalb von einer Stunde gedruckt werden können, verbraucht der Kurier 7000 t Papier im Jahr – gedruckt wird aber nur auf Umweltschutzpapier.

Die Neun muss stehen
Zukunft des Gymnasiums: Direktoren und Eltern sorgen sich um die Dauer der Lernzeit
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 26. November 2016

Es geht um eine Zahl. Das Kultusministerium nennt die Acht. Lehrer, Direktoren und nicht zuletzt die Eltern von Gymnasiasten bevorzugen mehrheitlich die Neun. Neun Jahre Lernzeit statt der aktuellen acht. Bis Anfang des kommenden Jahres läuft ein Dialogprozess in Bayern. Für die Direktoren der Bayreuther Gymnasien, und nicht nur für die, ist der aber schon so gut wie abgeschlossen. Denn sie wollen Klarheit, wie es weitergeht.

Der Pilotversuch der Mittelstufe plus war der Anfang. 47 Modellschulen in Bayern, davon sieben in Oberfranken, können ihren Schülern ab der siebten Klasse ein Jahr mehr Lernzeit geben. Die deutliche Mehrheit der Schüler, die in der sechsten Klasse vor der Entscheidung stehen, ob sie in acht oder neun Jahren zum Abitur kommen, entscheidet sich für den Plus-Zug, den in Bayreuth nur das Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE) anbietet. Jetzt geht es um das, was der Kultusminister Ludwig Spaenle den „Dialog zur Weiterentwicklung des Gymnasiums“ nennt. Der Lehrplan plus aus den Grundschulen kommt im neuen Schuljahr an den Gymnasien an. Bis zum Jahresende soll eine Entscheidung her, um „auf Basis der Erfahrungen mit dem Pilotversuch Mittelstufe plus ein langfristig tragfähiges Modell für die Zukunft des bayerischen Gymnasiums zu entwickeln“, wie Spaenle sagt.

Das Ergebnis wäre, verkürzt ausgedrückt: Die Schulen müssen sich – mit der ganzen Schulfamilie – entscheiden, ob sie künftig in acht oder in neun Jahren zum Abitur kommen wollen. Dann muss ein Antrag gestellt werden, über den das Kultusministerium entscheidet. Die Direktoren der Bayreuther Gymnasien sind sich einig, wie sie am Freitag in einem Gespräch mit dem Kurier sagen. Sie wollen eine klare Entscheidung, und zwar nicht von der Schulfamilie. Sondern ein Bekenntnis vom Kultusministerium: zu neun Jahren Gymnasialzeit. „Wir wollen eine schnelle Entscheidung, die für alle Gymnasien einheitlich ist“, sagt Ursula Graf, die Direktorin des Richard-Wagner-Gymnasiums (RWG). „Weil sich ganz deutlich zeigt: Die Mehrheit wünscht eine längere Lernzeit.“ Hans-Dieter Sippel, Direktor des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WWG), nennt eine Zahl: „Wir sprechen von rund 80 Prozent der Schüler. Die Verlängerung hat einen ungeheuren Zulauf.“

Niemand weiß das so gut wie Franz Eisentraut, der Direktor der Pilotschule GCE. Deutlich mehr als zwei Drittel eines Jahrgangs entscheiden sich bei ihm für die Mittelstufe plus. Für die Kinder wäre eine grundsätzliche politische Entscheidung „besser, weil sie sich um die Geschichte keine Gedanken mehr machen müssen. Sie müssen ja jetzt in der fünften Klasse Farbe bekennen, welche Lerngeschwindigkeit sie wollen“, sagt Eisentraut. Wenn man, wie im neuen Lehrplan vorgesehen, die Individualisierung der Persönlichkeit wolle, dann funktioniere das am besten: „Mit mehr Zeit.“
Es steckten zu viele Unwägbarkeiten in der langen Kette der Entscheider – von der Schulfamilie über die Sachaufwandsträger bis zum Kultusministerium – und letztlich gehe es immer ums Geld: Denn bei einer Vorgabe von acht Jahren Regelschulzeit, die das Kultusministerium laut Spaenle vorgibt, müssen die Sachaufwandsträger ins Boot geholt werden und einer Verlängerung zustimmen. „Das ist in vielen Fällen die Stadt“, sagt Elisabeth Götz, die Direktorin des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG). Oder der Freistaat selber, wie am MWG.

Den Schulen geht es auch um die Vergleichbarkeit: „Es kann nicht sein, dass es unterschiedliche Angebote gibt, was die Ausbildungsrichtung angeht“, sagt Götz. Die künftigen Bayreuther Gymnasiasten müssten die Möglichkeit haben, nach Neigung zu entscheiden, auf welche Schule sie gehen. Nicht nach dem Angebot der Lernzeit. „Die Lösung ist für uns: Man geht grundsätzlich auf neun Jahre und macht denen, die das Gymnasium in acht Jahren durchlaufen möchten, individuelle Angebote“, sagt Eisentraut. „Wenn man die Individualisierung will, dann kann man keine andere sachlogische Entscheidung treffen.“ Die fünf Bayreuther Gymnasien, sagt Eisentraut, hätten da in Oberfranken keine Sonderstellung. Das sei erst in den vergangenen Tagen bei der oberfränkischen Direktorentagung mehr als deutlich geworden. Auch der Philologenverband argumentiert in diese Richtung.

Ähnlich formulieren es Eltern, wie die MWG-Elternbeiratsvorsitzende Cigdem Sattran: „Niemand will da offensichtlich Verantwortung übernehmen. Deshalb soll die Schulfamilie entscheiden“, sagt Cigdem Sattran im Gespräch mit dem Kurier. „Es weiß keiner, ob es Sinn hat, sich für die neun Jahre auszusprechen, weil die letzte Entscheidung beim Kultusministerium liegt. Viele Eltern fühlen sich im Stich gelassen.“ Der neue Lehrplan, der ab dem kommenden Schuljahr greift, setze auf Stärkung der Kompetenzen der Kinder, „dazu gehört auch die zeitliche Variable“.

Der Dialogprozess, der bis Ende des Jahres läuft, sei sinnvoll, sagt Ludwig Unger, der Pressesprecher des Kultusministeriums, auf Anfrage unserer Zeitung am Freitag: „Weil die Erfahrungen aus der Mittelstufe plus gezeigt haben, dass sich eben nicht alle für die neun Jahre entscheiden. Rund ein Drittel der Schüler hält das G8 für brauchbar und sinnvoll.“ Ende des Jahres sollen die Argumente in einem Gespräch mit den Interessenvertretern in der Staatskanzlei gesammelt werden. „Dann wird die Vorlage geschnürt, die man dem Landtag vorlegen kann.“ Dass die Eltern und Schulen Klärung wollen, kann Unger nachvollziehen. Aber: „Wir wollen kein Hauruck-Verfahren.“


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

D-Juniorinnen des ASV Oberpreuschwitz
Verein kooperiert mit dem MWG
Quelle: asv-oberpreuschwitz.de — Mittwoch, 23.  November 2016
Die Fußballerinnen (U13) des ASV Oberpreuschwitz haben die Vorrunde in ihrer Liga Bayreuth/Hof verlustpunktfrei als Herbstmeister abgeschlossen und dabei 38:7 Tore erzielt.

Der ASV steht seit Jahren als Markenzeichen für ambitionierten Damennachwuchsfußball. Als amtierender Meister der U13-Liga war es vor der Saison alles andere als sicher, ob dieser Coup noch einmal gelingen könnte. Der langjährige Erfolgstrainer Thomas Renner gab aus familiären Gründen seinen Rücktritt bekannt und die besten Spielerinnen rückten in die U15 des ASV auf. Auch verließ die letztjährige Toptorjägerin Eva Schmitt (74 Tore!) in der Saison 15/16) den Verein.

Diese Lücken konnten die jüngeren Spielerinnen mit ihrem neuen Trainer, Volker Trux, mit großer Einsatzbereitschaft füllen. Gegen die härtesten Konkurrentinnen aus Untersteinach und Weißenstadt wurden jeweils knappe Siege gefeiert. In den anderen Spielen konnten die Mädchen auch etwas für das Torverhältnis tun.
Angeführt von ihrer Kapitänin, Lena Elias, überzeugten alle Spielerinnen durch Einsatzbereitschaft und Spielwitz.

Natürlich will der Verein auch nächstes Jahr eine schlagkräftige U13-Mannschaft stellen. Daher sind alle Fußball begeisterten Mädchen der Jahrgänge 2005-2007 aufgerufen, im Wintertraining samstags in der Halle des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums zwischen 12:00 und 14:00 Uhr zu schnuppern.

Die Vorbereitung für eine hoffentlich erfolgreiche Rückrunde ist angelaufen. Die Mädchen freuen sich nun erstmal auf verschiedene Hallenturniere, bevor im April die Mission Titelverteidigung ansteht.



Quelle: asv-oberpreuschwitz.de


MWG Robotik bei der First LEGO League
6. Platz beim Regionalwettbewerb in der Technischen Hochschule Nürnberg
Quelle: MWG-HP — Samstag, 19. November 2016
Unsere LEGO Robotik AG war auch in diesem Jahr bei der First LEGO League dabei – diesmal beim Regionalwettbewerb in Nürnberg. Unser Team bestand heuer zum großen Teil aus Nachwuchsbastlern (6. bis 8. Klasse), die trotz kurzer Vorbereitungszeit einen tollen 6. Platz (von insgesamt 18 Teams) im „Robo Game“ erringen konnten.
Nach dem letztjährigen sensationellen Erfolg unseres Senior-Teams (das dieses Jahr nicht mehr dabei war) ist dies aus dem Stand eine sehr gute Plazierung.

Zu den Semi Finals fährt die Gewinnermannschaft „Robosaurs"
der Staatlichen Realschule Marktheidenfeld.

Willkommen in Entenhausen!
6b besucht das Erika-Fuchs-Haus
Quelle: MWG-HP — Donnerstag, 10. November 2016
Wer wissen will, wie es in Entenhausen, dem legendären Ort, in dem Donald Duck, Onkel Dagobert und Daniel Düsentrieb leben, aussieht, muss – wie die Klasse 6b am 10. November 2016 –  nach Schwarzenbach an der Saale fahren.

Wenn man die Tücken der Bahnfahrt, bei der unvermutet Waggons abgekoppelt werden, überstanden hat, kann man ein Talerbad in Dagoberts Geldspeicher nehmen oder in Oma Ducks Bauernhof schauen. Die Schüler und Schülerinnen bildeten selber Erikative: Frau Erika Fuchs hat diese comictypischen Wörter wie „Ächz“ oder „Grummel“ bei ihren Übersetzungen der Comics aus dem Englischen erfunden.
Am meisten Spaß hatten die Besucher aus dem MWG im onomatopoetischen Kabinett: Hier konnten sie Geräusche zu Comicstrips nachahmen, die sogar aufgezeichnet werden. Schließlich lud die umfangreiche Bibliothek zum Schmökern ein. So konnten die Schüler und Schülerinnen viele Anregungen mitnehmen, die sie bei der Gestaltung eines eigenen Comics einsetzen können.

Deutschlehrerin StDin Astrid Wällisch



Hoffnungsfrohes Meisterstück
Jubel für europäische Erstaufführung von Dan Forrests „Requiem for the Living“
Von Anne Müller
Montag, 14. November 2016

Vor drei Jahren erst schrieb ein junger US-amerikanischer Komponist das „Requiem for the Living“. Schon der Titel macht deutlich, dass das Werk keine klassische Messe ist, die der Verstorbenen gedenkt.

Dieses Requiem ist ein Denkanstoß für die Lebendigen, die Hinterbliebenen. „Mit seiner Komposition möchte Dan Forrest zeigen, dass wir nach einer Zeit der Traurigkeit die Dankbarkeit setzen sollen, dass wir mit dem Verstorbenen ein Stück des Weges gehen durften“, schrieb Günter Leykam im Programm. Dan Forrest stellte seine Komposition genau an seinem 35. Geburtstag fertig, und er lieferte damit ein Meisterstück, das seinen endgültigen Durchbruch bedeutete. In den USA ist das „Requiem for the Living“ innerhalb kürzester Zeit zu einem überaus beliebten Stück avanciert, und am vergangenen Samstag konnten die Konzertbesucher die europäische Uraufführung in der Kreuzkirche miterleben. Es war ein Erlebnis.

Günter Leykam hatte seit Januar mit seinen Sängern und Musikern auf diesen Abend hingearbeitet. Der Chor bestand aus der Kantorei der Kreuzkirche und dem Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums, den Orchesterpart übernahm das „New European Soloists Ensemble“ mit Musikern aus Deutschland, Frankreich und Tschechien.

Schon während der einleitenden Orgelimprovisation war sowohl Leykam als auch seinen teilweise noch sehr jungen Sängern die Vorfreude anzumerken, mit der sie dem Stück entgegenfieberten. Forrest hatte das „Dies Irae“ aus der Requiemform herausgenommen, daher nahm Wolfgang Hörlin dieses Thema für seine Orgelimprovisation. Sowohl bei der Improvisation als auch beim Requiem wirkten die leisen Töne oft eindringlicher als die großen, vollen Akkorde.

Der Titel des Requiems mahnt geradezu, sich nicht in seiner Trauer zu verkriechen, sondern die Dankbarkeit und die schönen Momente, die man mit einem Menschen verbracht hat, wichtiger zu nehmen als dessen Abwesenheit. Und so klangen die fünf Sätze des Requiems zwar von Zeit zu Zeit etwas melancholisch, aber immer energisch und schließlich so voller Zuversicht, dass es dem Publikum nicht schwer fiel, die Grundhaltung des Komponisten nachzuvollziehen. Die Musiker und der Chor arbeiteten hochkonzentriert und mit voller Überzeugung, und gerade die Kombination aus dem Klangkörper des Chores und den beiden Sopran-Solistinnen Lisa Hübner und Lena Blechschmidt sorgte für Gänsehaut-Momente.

Günter Leykam und die Mitwirkenden dieses Konzertes leisteten am Vorabend des Volkstrauertages mehr als Beachtliches. Während des Requiems lasen viele Zuhörer den abgedruckten Text mit oder konzentrierten sich mit geschlossenen Augen auf die herrlichen Klänge. Die Begeisterung sowohl über das Werk selbst als auch über die Musiker und Sänger brach sich nach dem Schlusston in minutenlangem Beifall Bahn. „Das ganze Stück fühlte sich an wie eine musikalische Umarmung, die Trost, Zuversicht und Mut vermitteln will“. So drückte es eine Besucherin aus – treffend.

2016-11-14_RequiemForTheLiving Wer's etwas genauer
sehen will:
Klick! (452 KB)




Ein Requiem mit hellem Unterton: Kantorei und Kammerchor des MWG auf der Empore der Kreuzkirche. Foto: Andreas Harbach

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Freie englische Konversationsstunde für alle
ab 8. November
Dienstag, 8. November
Alle Schüler ab der 6. Jahrgangsstufe, die ihr Englisch weiter verbessern wollen, können ab November den Culture Club unserer englischen Fremssprachenassistentin Philippa Hyde besuchen.

Es handelt sich um eine freiwillige Konversationsstunde, an der man je nach Lust und Laune teilnehmen kann. Dabei erfährt man mehr über die Kultur der britischen Inseln und hat zudem die Chance, einmal mit einer echten Engänderin zu plaudern.

Philippa's self-presentation
Hi! I’m Philippa Hyde and this year I’m lucky enough to be working as the English language assistant at the MWG.

It’s safe to say that I’m very excited to be here and I can’t wait to find out what this year has in store in terms of what I can learn from the school, teachers and pupils as well as in terms of how I can help teach and hopefully inspire a love and interest for languages and cultures (not necessarily just English and the British culture) in the pupils. My own passions include learning languages, exploring new places and cultures and most importantly chatting to anyone and everyone. So this opportunity to live here in Bayreuth and work at the MWG helping to improve pupils’ English skills and confidence is amazing and something I definitely could not pass up!

The time I have spent here in Bayreuth so far has been very enjoyable albeit a bit of a culture shock. (Having grown up in Bristol, in the south west of England and currently completing my degree in German and Linguistics at the University of Leeds in Yorkshire, I guess I’m a true Briton through and through!) Everyone has been so friendly and keen to help, so settling in was more or less a piece of cake.
The one exception though was the number of formalities and lengthy processes which we don’t have in Britain, “Anmeldung” at the town hall for example. I’m also still struggling to get used to the fact that all shops are closed on Sunday and I invariably end up rushing to the shops on Saturday evening to pick up a loaf of bread and carton of milk! Bayreuth is so beautiful and stereotypically “German” however that neither the formalities nor the Saturday shop rush is a chore plus, the public transport and rail network make getting around so easy (especially in comparison with Britain) that my chances to explore Germany are multiplied infinitely!

Perhaps the most striking difference I’ve observed so far though is the classroom atmosphere. The work ethic of the pupils and their desire to learn, coupled with the style of foreign language teaching and most importantly the passion and enthusiasm of the teachers for their subjects, is something which I find truly inspiring and which I can’t wait to be involved in; I hope to take this at the very least back to Britain with me next year to help with my future studies and career! 

2016-11-08_EnglischeKonversation Wer's etwas genauer
sehen will:
Klick! (52 KB)




Englische Konversationsstunde immer dienstags von 12:45 bis 13:30 Uhr in Raum E34.

Quelle: www.mwg-bayreuth.de

Synodalpräsidentin zeichnet Schülerarbeiten zum Thema Frieden aus
MWGler gewinnen 1. Preis
Pressemitteilung Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern — Dienstag, 8. November 2016
Einen Schülerwettbewerb mit dem Thema „Entdeck den Frieden“ hatte der Erlanger Verein „bildung evangelisch in Europa “ ausgeschrieben. Die Schüler waren aufgerufen, sich „auf die Suche zu begeben nach Spuren des Friedens“.

Heute hat Annekathrin Preidel, die Präsidentin der bayerischen Landessynode, in Erlangen die Preise überreicht. Mit dem ersten Preis in Höhe von 500 Euro ausgezeichnet wurden die Schülerinnen und Schüler des Markgräfin Wilhelmine Gymnasiums in Bayreuth. Drei weitere Preise von je 300 Euro gingen an die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums in Immenstadt, an das Gymnasium Alexandrinum in Coburg und das Albert-Schweitzer Gymnasium in Erlangen. Gelungene Projekte waren unter anderem ein Würfelspiel „Weg zum Frieden“, Bilder von Menschen, in denen sich Krieg und Frieden widerspiegeln, sowie der „Roadmovie“ einer Klasse, die in Südtirol Frontstellungen und Kriegsgräber aus dem 1. Weltkrieg besucht hatte.
In ihrer Laudatio lobt die Synodalpräsidentin die Vielfalt der Rückmeldungen und die „spielerische Kreativität“. Es sei ein großer Glücksfall gewesen, dass so viele Schüler, Lehrer und Schulleitungen mitgemacht hätten.

Die Synodalpräsidentin erinnerte auch daran, wie labil der Frieden in Europa sei. Das zeigten „der Krieg in der Ukraine, die Wirtschaftskrise Griechenlands und der Brexit“. Kritisch merkte sie an, dass auch „unser Wohlstand mit auf Waffenexporten beruht“, denn Deutschland liefere Waffen in die „gefährlichsten Krisengebiete der Welt“, etwa Hubschrauber nach Saudi-Arabien und Raketen nach Südkorea.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Landeskirchenamts

Freiraum schaffen für Begabung
Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium ist eines von acht bayerischen Kompetenzzentren für Begabtenförderung
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 8. November 2016

Hochbegabte Kinder aus ganz Oberfranken haben im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) seit 2009 eine Anlaufstelle, weil es dort die Hochbegabtenklasse gibt. Ab sofort allerdings können die Lehrer von allen Gymnasien und Grundschulen aus ganz Oberfranken vom MWG lernen: Das Gymnasium ist eines von acht Kompetenzzentren für Begabtenförderung. Das Ziel: An allen Schulen Freiraum zu schaffen, um spezielle Begabungen entdecken und fördern zu können.

Knapp zwei Jahre hat es gedauert, um aus den Schulen mit Hochbegabtenklassen Kompetenzzentren für Begabtenförderung zu machen. Die Zeit habe es gebraucht, um unter anderem zusammen mit der Karg-Stiftung und dem Verein Evocation, der sich um die Förderung begabter Kinder kümmert, „ein Konzept zu formen, mit dem wir die Erfahrungen weitergeben können“, sagt Elisabeth Götz, die Direktorin des MWG, am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung.

160 Kinder als Erfahrungsschatz
Das ist der Erfahrungsschatz am MWG: Acht Jahrgänge der Hochbegabtenklasse. Rund 160 Kinder, die dort lernen. Acht Jahrgänge, von denen die Schule lernen konnte. Über Lerngeschwindigkeit, Förderung, soziale Kompetenzen der Schüler. Elisabeth Götz sagt: „Der grobe Unterschied zwischen diesen Klassen und den Regelklassen ist: Man kann bei den Kindern auf die Wiederholungs- und Intensivierungsphasen verzichten und kommt im Stoff schneller vorwärts.“ Damit, sagt Götz, schaffe man Freiräume im Unterricht, könne den Kindern mehr Zeit geben, „sich Dinge selber erarbeiten oder sie Projekte machen zu lassen“.

Es sei Auftrag an alle acht Gymnasien mit Hochbegabtenklassen in den bayerischen Regierungsbezirken gewesen, „die Erfahrungen etwa in  Form von Lehrerfortbildungen für alle zugänglich zu machen und Lehrer zu ermutigen, neue Wege zu gehen“. Knackpunkt für Götz bei dem Thema: „Jedes Gymnasium hat Plus-Kurse, Jugend forscht, Begabtenförderung. Das alles ist aber ein Zusatzprogramm zum Pflichtmaß des Unterrichts. Wir versuchen, im Pflichtprogramm Luft zu schaffen, um dort die Begabungen der Kinder fördern zu können.“ Damit am Nachmittag Freiraum bleibt für Sport, Musik, Freizeitinteressen.

Ganz einfach sei das nicht, sagt der Leiter des Kompetenzteams und des Projekts Begabtenförderung, Martin Kelz. „Man muss sich von dem klar strukturierten Unterricht lösen können, muss herausfinden, was möglich ist im Regelunterricht. Das fand ich eine spannende Aufgabenstellung.“ Man könne sicher nicht „für 20 Kinder individuelle Stundenpläne erstellen“, um sie gemäß ihrer Neigungen oder Begabungen unterrichten zu können, sagt Kelz. Aber: Man könne Nischen schaffen, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, die im Vergleich zu anderen in bestimmten Fächern keine Vertiefung des aktuellen Stoffs bräuchten, sich statt im Unterricht zu langweilen im Lernlabor mit selbst gestellten Aufgaben zu beschäftigen. „Und das eben nicht als Zusatzangebot am Nachmittag“, sagt Götz.
Als einen Exportartikel sehen Götz und Kelz das Fach Peso an, das am MWG  in den Hochbegabtenklassen Bestandteil des Unterrichts ist, in den anderen fünften und sechsten Klassen aktuell als Wahlfach angeboten wird: Die personale und soziale Kompetenz steht hier im Mittelpunkt. „Die Kinder bekommen Raum für Reflexion, was sie mit ihrer Begabung anstellen können, wie sie beispielsweise das Lernen verbessern können“, sagt Kelz. „Das hilft, sich selber besser einschätzen zu können. Sie lernen, mit ihren Stärken und Schwächen umzugehen.“ Nicht nur in der Schule, sondern auch später, in der Uni.

Weiteres großes Thema: die Leistungsmessung. „In vielen Fällen stellt sich die Frage, ob die vorhandene Struktur mit Schulaufgaben überhaupt noch passt“, sagt Götz. „Für mich ist das kein Zukunftsmodell.“ Es gebe andere Möglichkeiten: mehrteilige Leistungserhebungen wie die Portfolio-Schulaufgabe. Oder den Kindern die Wahl zu lassen, ob sie ihre Stärken eher im mündlichen oder schriftlichen Bereich sehen.

Information, Beratung, Fortbildung, Vernetzung
Vier Hauptaufgaben haben die Kompetenzzentren für Begabtenförderung: Information. Beratung. Ein Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Und regionale Vernetzung zwischen Grundschulen und Gymnasien, der Regierung, der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien und den Universitäten herzustellen. „Wichtig ist außerdem, sich Anregungen über die Grenzen Bayerns hinaus zu holen“, sagt Götz. „Um die Konzepte weiterentwickeln zu können.“


Info:
Am heutigen Dienstag findet um 19 Uhr in der Aula des MWG die öffentliche Auftaktveranstaltung statt. Den Festvortrag hält Prof. Gabriele Weigand von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.


2016-11-08_KompetenzzentrumMWG Wer's etwas genauer
sehen will:
Klick! (52 KB)




Die Erfahrungen aus den Hochbegabtenklassen am MWG sollen jetzt für alle Grundschulen und Gymnasien zugänglich werden. Ziel ist, den Kindern mehr Freiraum zu geben, spezielle Begabungen zu entwickeln, sagt Martin Kelz, der Leiter des Kompetenzzentrums.
Foto: Eric Waha


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

„Ich wollte gefordert werden“
Der 21jährige Jonas Braun studierte neun Monate lang an der englischen Universität Cambridge
PEGNITZ/Cambridge
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 1. November 2016

Eigentlich studiert Jonas Braun mit Hilfe von zwei Stipendien Elektro- und Informationstechnik in Göppingen. Doch damit nicht genug: Er studierte auch neun Monate in Cambridge. Der 21jährige setzt nun in seiner Ausbildung neue Schwerpunkte.

In Cambridge sieht es zwar aus wie in Hogwarts – riesige Gebäude mit einer sehenswerten Architektur in den Innenräumen –, deshalb hat sich Jonas aber nicht diese Universität für seinen Auslandsaufenthalt ausgesucht. „Der Grund, warum ich mich für Cambridge entschieden habe, ist, dass ich im Studium gefordert werden wollte und dass es dort viel Auswahl gibt, gerade was die unterschiedlichen Spezialisierungen anbetrifft“, erzählt der Student. Seine Erwartungen haben sich voll und ganz erfüllt. „Ich habe gelernt, dass es immer jemanden gibt, der besser ist als man selbst“. Dabei ist es schwierig, das zu erreichen, was Jonas geschafft hat. Für das „Speed-up“-Programm von BMW, das eine dreistellige monatliche Summe als Unterstützung und Praxismodule direkt im BMW-Forschungs- und Entwicklungszentrum in München bietet, wurden in seinem Jahrgang bei Hunderten von Bewerbungen lediglich 40 Leute angenommen. Die Stipendiaten verteilen sich auf verschiedene Hochschulen und Studiengänge. Trotz der hohen finanziellen Zuwendung müssen sich die Studenten selbst um eine Wohnung in ihrem Studienort kümmern, lediglich für die Praxisphasen in München steht ein Wohnheim zur Verfügung.

Durch die Vielfalt in Cambridge hat er eine neue Studienrichtung für sich entdeckt. „Nach dem Abi wollte ich eigentlich Medizin studieren, habe aber dann ein Praktikum im Krankenhaus gemacht und gemerkt, dass das nichts für mich ist, denn in dem Studium muss man viel auswendig lernen, das ist nicht so mein Ding“. An der Universität in Cambridge hatte Braun die Möglichkeit, zusätzlich Medizintechnik-Vorlesungen zu besuchen.

Davon inspiriert will der Student nach dem Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik für den Master in die Medizintechnik wechseln, da er dort seine beiden Interessen Technik und Medizin miteinander vereinen kann. Dafür hat Braun sogar seinen Vertrag mit BMW gekündigt und wird die Bachelorarbeit nun bei Siemens Healthcare in Erlangen schreiben.

Cambridge bietet nicht nur eine Vielfalt an Studiengängen, sondern auch viele außeruniversitäre Aktivitäten an. Jonas hat schon viele Jahre im Kammerchor des musischen Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums in Bayreuth gesungen. Im College schloss er sich auch einem Chor an. Nicht dem weltbekannten King’s College Choir, bei dem man eine Aufnahmeprüfung hätte machen müssen. Für mehrere Proben in der Woche hätte Jonas gar keine Zeit gehabt, denn nach den Vorlesungen von 9 bis circa 14 Uhr und den anschließenden „supervisions“ musste er noch lernen – in Cambridge wird großen Wert auf Eigenständigkeit gelegt.

Dennoch bekommen die Studenten dort eine optimale individuelle Förderung, in den „supervisions“ werden nachmittags in einer Gruppe von zwei bis vier Studenten unter der Leitung eines Dozenten Aufgaben gerechnet und verbessert. Dies empfand Braun ebenso angenehm wie die gemeinsamen Mittag- und Abendessen in der Mensa, genannt „Hall“, im Trinity College. Die große Halle sieht ein bisschen aus wie die „Great Hall“ bei Harry Potter.

Auch in den Vorlesungen gab es Unterschiede, die waren wesentlich mathematischer und schneller als in Göppingen. „Das zur Verfügung stehende Unterrichtsmaterial hingegen war ähnlich, einzig die Unterrichtssprache Englisch war neu für mich“, sagt der Pegnitzer. Nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit war das Englischsprechen für ihn aber völlig normal. Zum Vergleich: Im Campus-Standort Göppingen der Hochschule Esslingen, in dem er vorher studierte, waren es 1200 Studenten, in Cambridge über 18000. Wenn nach dem Studieren noch Zeit blieb, reiste Jonas in dem Vereinten Königreich umher. Außerdem besuchte er gerne eines der drei „formal dinner“ pro Woche, ein riesiges Bankett in der großen Halle, an dem jeder eine Flasche Wein mitbringt und anschließend ein Drei-Gänge-Menü serviert wird, Trinkspiele mit eingeschlossen.
Dabei tragen die Studenten auch ihre „Gowns“, das sind lange Umhänge, je nach Studienniveau in unterschiedlichen Farben. Diese „formals“ kamen dem Genießer sehr entgegen, der großen Wert auf qualitativ hochwertiges Essen legt. Das Brot in England empfindet er als ungenießbar. „Ich habe die gute fränkische Bratwurst und ein selbstgebackenes Brot vermisst. Deshalb habe ich mich immer mit zwei Kilo Brot aus Pegnitz eingedeckt, bevor ich zurückgeflogen bin. Die Bratwürste dort waren eine Katastrophe“, erzählt er. Das Essen in England konnte Braun also selten überzeugen, bei der Landschaft in Cambridge fehlte ihm auch etwas: „Obwohl ich die alten Sandsteingebäude und die vielen Parks schön finde und es sehr selten geregnet hat, gab es für mich dort einfach zu wenig Berge“. Der Student liebt das Wandern in den Bergen – im letzten Sommer hat er mit Freunden den Watzmann erklommen. Jonas ist sogar Kletter-Trainer an seinem Studienort Göppingen gewesen, hat für seine Kommilitonen eine Studienfahrt nach Hamburg organisiert und war Semestersprecher. Für sein außergewöhnliches außeruniversitäres Engagement wurde er letztes Jahr mit dem Druidenpreis der Hochschule Esslingen ausgezeichnet. Engagement, das auch für die Studienstiftung des Deutschen Volkes gefordert wurde, bei der Braun ein weiteres Stipendium neben dem Programm von BMW hat und die ihn im Ausland finanziell unterstützte.

„Bei der Auswahl der Studienstiftung wurde aber nicht nur auf Engagement geschaut, sondern auch sehr stark auf die Leistungen während des Studiums.“ Dennoch müssen die Stipendiaten sich nicht zu viele Sorgen machen, denn die Zahlungen können nicht gekürzt werden. Auch dann nicht, wenn keine Eins vor dem Komma steht, wie es bei Jonas selten der Fall war.

„Ich habe für eine Zwischenprüfung in einem Fach mehr gelernt, als für das gesamte Abitur“, beschreibt Braun das höhere Leistungsniveau des Studiums. Trotz aller Anforderungen ist der 21jährige bodenständig geblieben und kommt beispielsweise auch gerne zum Schlepper fahren auf den elterlichen Bio-Bauernhof in Körbeldorf. Der einstige Schülersprecher des MWG leitete zudem in Pegnitz mehrere Jahre eine jüngere Pfadfindergruppe und war sowohl als Gruppenleiter, als auch mit der Gruppe seiner Altersklasse auf vielen Zeltlagern dabei. Sein erster großer Auslandsaufenthalt mit 16 Jahren war damals das größte Pfadfinderlager der Welt, das „World Scout Jamboree“, in Schweden.

Seit dem Abitur reist der neugierige junge Mann viel, unter anderem war er auf einer Tour durch Norwegen und Schweden mit Freunden unterwegs und hat viele Bergtouren in den Alpen hinter sich. Seine freien Wochenenden und Trimesterferien in England nutzte er zu weiteren Reisen nach Island, Irland, Schottland und Wales.

Besonders landschaftlich beeindruckt haben ihn der Snowdonia National Park in Wales und der West-Highland-Way – ein Wanderweg durch das Hochland von Schottland. Bei einem kleinen, abgelegenen Haus („Cottage“) im Süden Englands erlebte er die ruhige Seite der Insel. Im krassen Gegenteil dazu standen die Hauptstädte, wie beispielsweise London oder Edinburgh, die Braun manchmal auch gemeinsam mit Kommilitonen besuchte.

Die nächsten Reiseziele werden nun weiter weg sein: Jonas möchte eine Weltreise mit seiner Freundin machen. Momentan sind die beiden dabei die Flüge zu buchen. Auf jeden Fall soll es zum Bergsteigen in den Himalaya gehen, dann über Vietnam und Indien, Kambodscha und Bali nach Afrika, nach Tansania. ann


2016-11-01_JonasBraun Wer's etwas genauer
sehen will:
Klick! (204 KB)




Joans Braun aus Körbeldorf vor der bekannten englischen Universität Cambridge. Hier studierte der 21-Jährige neun Monate lang. Foto:  red

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Zurück zur Startseite