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Damit die Ladezeiten nicht zu groß werden, sind die Meldungen und Nachrichten rund um's MWG und die MWGler zu Monatsdateien zusammengefaßt. Die Links sind chronologisch absteigend von links nach rechts sortiert. Es gibt auch eine komplette Link-Liste zu allen Beiträgen, die nicht mehr über die Eingangsseite erreichbar sind.
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2014 Dez. Nov. Okt. Sept. Aug. Juli Juni Mai April März Feb. Jan.
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Schönste Musik am verlorenen Platz
Zum Abschluss der Musica Bayreuth: Das Project Trio in der Panzerhalle
Von Frank Piontek
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 30. Mai 2014

Auch in Bayreuth gibt’s „Lost places“. Einer dieser faszinierenden „verlorenen Orte“ der Stadtlandschaft ist die Panzerhalle in Bindlach; nicht wenige der Besucher, die das Vergnügen hatten, das Abschlusskonzert der Musica Bayreuth zu hören, waren das erste Mal am Platz. Dabei hatte das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium bereits im Herbst 2012 mit einer spektakulären Produktion eines Musik-Theater-Stücks des „Ring“-Regisseurs Tankred Dorst ... bewiesen, dass sich die Halle, in der einst zwischen den Warntafeln und Bodengittern Panzer gewartet wurden, nicht nur für gelegentliche Discos eignet. Auch für die Werke zwischen der E- und der U-Musik ist sie gut disponiert. An Dorst erinnert hier übrigens noch Einiges.

Bereits vor einigen Wochen wurde die Musica im rein klassischen Gebiet, am traditionellen Ort, der wenig auratischen Stadthalle, eröffnet. Nun fand sie ihren End- und sicher einen ihrer Höhepunkte in der Panzerhalle, die mit den dekorativen Denkmalsfragmenten der „Walküre“ des „Ring“-Arrangeurs Tankred Dorst ausgestattet wurde. So schließt sich der Kreis zwischen den Sphären. Er ist zweifach symbolisch: zum einen kommt das Publikum – unter ihnen viele der Jugendlichen, die zuvor einen Workshop mit dem Ensemble erlebt hatten – an den exterritorialen Ort, zum anderen schließen sich beim „Project Trio“ E und U derart zusammen, dass von „Cross over“ nicht mehr die Rede sein kann.

Project Trio in der Panzerhalle Wer's etwas genauer
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Greg Pattillo (links) mit seinem Project Trio (Peter Seymour, Eric Stephenson): Souverän herausgewachsen. Foto: Harbach
Die Flöte (also Greg Patillo) springt wie im Veitstanz, der Bass (Peter Seymour) tänzelt, das Violoncello (Eric Stephenson) groovt. Patillo könnte auch den schwer ekstatisch zuckenden Faun aus Debussys skandalösem Ballett imitieren, aber er braucht keinen „Nutcracker“ im aufgemotzten Tschaikowsky-Klang, um zu tanzen. „Extreme Körpersprache“, so nennt man das wohl. „This dance is crazy“, sagt Seymour über eines der Stücke. War es eine Adaption von Brahms berühmtestem Ungarischen? War es eine Version á la Charly Mingus? Wo sich Hip-Hop und Rossini, die Avantgarde des Modern Jazz und die 5. ununterscheidbar kreuzen, wird die Herkunftsfrage nebensächlich; das Publikum ist, man versteht’s, angesichts des phasenweise orchestralen Unplugged-Sounds eh außer Rand und Band.

Neun Jahre Ensemblespiel, das aus der vollkommenen Beherrschung klassischer Techniken souverän herausgewachsen ist, haben ihre Spuren hinterlassen: in Form einer unglaublichen Energie, die sich nicht allein in einem schier aggressiven Flötenklang oder einer entfesselten Version von „Peter and the wolfe in Brooklyn“ detonierend Bahn bricht. Der graue, leicht windige Tag im New Yorker Park, eine Walzerepisode, eingelegt in Django Reinhardts Gypsyjazz, eine Sarabande, die plötzlich heftiger wird und sich in einen nachlässigen Rhythmus einschaukelt, über den der Flötenhauch gleitet, gläserne Klänge im lyrischen Gewand: auch das können sie.

Am Ende pocht der Regen leise aufs Dach, der sanfte Strich des Basses schiebt sich drunter. In diesem Moment gibt es keine schönere Musik auf Erden.



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„Jugend musiziert“
Preisträgerkonzert der Landessieger 2014 (Eintritt frei!)
Freitag, 23. Mai 2014
„Jugend musiziert“ bietet zusammen mit örtlichen Veranstaltern Preisträgerkonzerte an, bei denen vorrangig die Musizierenden zum Zuge kommen, die sich für den Bundeswettbewerb qualifizieren konnten. Die Veranstaltungen dienen dazu, dass die jungen Künstler vor der dritten Wettbewerbsebene noch einmal Teile ihres Programmes in attraktiven Sälen präsentieren können.

Die bayerischen Teilnehmer des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ 2014, die einen 1. Bundespreis erzielen werden, werden traditionell in einer besonderen Veranstaltung geehrt, die wie alle Jahre davor auch im Studio 1 des BR-Funkhauses in München durchgeführt wird. Der Bayerische Rundfunk schneidet mit.

Siehe auch:
Landeswettbewerb in Gersthofen ...
Sonntag, 18. Mai, 17:00 Uhr
August Everding Saal, Grünwald
Freitag, 23. Mai, 19:00 Uhr (Programm als PDF-Datei)
Spiegelsaal der Harmonie, Bamberg
Sonntag, 25. Mai, 11:00 Uhr Historischer Reichssaal,  Regensburg
Mittwoch, 28. Mai, 19:30 Uhr Erlöserkirche, Bad Wörishofen
Sonntag, 1. Juni, 11:00 Uhr
Münchner Stadtmuseum, Sammlung Musik
Sonntag, 1. Juni, 15:00 Uhr Münchner Stadtmuseum, Sammlung Musik

Gitarrenkonzert in der Aula
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 22. Mai 2014
Beginn des Konzerts im MWG ist um 18 Uhr. Die Leitung hat Gerald Nienaber.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers
Schüler aus dem MWG, der Städtischen Musikschule Kulmbach und der Gitarrenschule Bayreuth spielen am Freitag, 23. Mai, Solo-, Duo- und Ensemblewerke von Klassik bis Rock.

Auf den Schultern alter Meister
Bemerkenswerte Schüler-Ausstellung im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium
Von Frank Piontek
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 21. Mai 2014

Im Angesicht der Acrylarbeiten und Bleistiftzeichnungen in den Gängen des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums könnte man schon ins Grübeln geraten: Was ist Kunst? Wie unterscheidet es sich vom Kunsthandwerk? Könnten einige dieser Arbeiten nicht mit vollem Recht in einer Galerie hängen? Obwohl sie doch „nur“ in einem P-Seminar entstanden, das sich der Klassischen Moderne verschrieben hat?

Natürlich, sagt Kunstpädagoge Erich Löw, wird zunächst einmal kopiert – denn „Kopieren heißt Kapieren“, und da bislang noch jeder Meister auf den Schultern vorheriger Meister stand, muss das Analysieren der älteren Kunstwerke zunächst durchs bloße Nachmachen und -malen erlernt werden (was, nebenbei, auch abiturrelevant ist). Farbe, Schatten, Form: darum geht’s – doch zugleich um etwas mehr, wenn die Motive Mackes, Marcs oder Picassos farblich variiert werden sollen. Es geht nicht um irgendein abstraktes Wissen, wenn mit Geduld – in prozesshaften Abläufen – etwa Weißhöhungen erprobt werden. Es geht darum, zu erkennen, dass eine Farbe mehr ist als eine Farbe, ja: „Allein, dass die mal kapieren, welchen Reichtum Blau haben kann.“

Wer in den Gängen des MWG steht und auf die freien Kopien schaut, auf die Themen mit Variationen, kapiert auch, dass in der Auseinandersetzung mit den Vorlagen ein Prozess in Gang gesetzt wird, der über die Ansammlung von Fleißpunkten weit hinausgeht. Kunst und Kunstproduzieren mag nicht besser machen – aber reifer.
Das kreative Element liegt nun in den freien Erfindungen. Man schaue sich insbesondere den Zyklus „Richard Wagner und ich“ an, der höchst erstaunliche Talente sichtbar macht. Mit welcher Ernsthaftigkeit und graphischen Präzision sich die jungen Zeichnerinnen in der schönen Rückenansicht neben, gelegentlich eher gegen Wagner stellen: das hat bisweilen Klasse. Kein Wunder, dass nicht wenige der begabten Schüler des Kunstlehrers in das Metier gegangen sind: in das Graphikdesign, aber auch in die Kunstwissenschaft – und manche werden irgendwann „richtige“ Künstler. Und bringen es dann zu jener Kompromisslosigkeit, zu der der Lehrer sie schon jetzt anspornt.

„Richard Wagner und ich“ Wer's etwas genauer
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Nicht nur bei dem Zyklus „Richard Wagner und ich“ werden die Talente der Schüler sichtbar.
Foto: red


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Drei Versprechen für Toleranz
Das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium schließt sich dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus“ an
Von Frank Schmälzle
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 17. Mai 2014

Ramona Scherer ist einfach glücklich, dass ihre Schule ein Ort ist, an dem Rassismus keinen Platz hat. Und Carolin Koreny findet’s gut, dass mit diesem Projekt die Schulfamilie enger zusammenrückt. Die beiden sind Schülerinnen der Klasse 10a am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG). Und diese Klasse bringt eine ganze Schule auf die Beine: Gegen Rassismus. Für Zivilcourage.

Comenius-Schule, Umweltschule, Schule auch für Hochbegabte – die Liste ließe sich fortsetzen: Das MWG ist schon ziemlich viel. Seit Freitag ist das Bayreuther Gymnasium jetzt auch offiziell „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Die 10a hat dafür gesorgt, dass sich ihr Gymnasium dem bundesweiten Netzwerk, dem fast 1500 Schulen angehören, angeschlossen hat. Und auch fast die gesamte Schulfamilie – Schüler, Lehrer und Elternbeiräte – hat unterschrieben, drei Versprechen zu halten.

Versprechen I: Ich schaue hin. „Mit dem neuen Schild an eurer Tür ist nicht plötzlich alles gut“, sagt Zehranur Aksu, Referentin bei der Landeskoordination des Bündnisses „Schule ohne Rassismus“. Dass das MWG sich jetzt so nennen darf, ist ihren Worten zufolge eben kein Preis, keine Auszeichnung, nicht noch ein Titel. Es ist kein Ende, sondern ein Anfang und eine Verpflichtung. „Rassismus und Rechtsextremismus sind die Spitze des Eisberges“, sagt Aksu. Menschenverachtendes Verhalten fängt viel früher an. Beim Sticheln, beim Mobbing, beim abfälligen Reden. Wegschauen und Weghören gelten am MWG, das schon lange gegen Rassismus eintritt und unter anderem mit dem Verein Buntes Warmensteinach zusammenarbeitet, jetzt noch weniger als zuvor.

Versprechen II: Ich tue was. Nicht wegschauen ist das eine, sagt Zehranur Aksu. Den Mund aufmachen und einschreiten gehört aber ebenso dazu. „Das ist das Selbstverständnis, das wir leben wollen.“

Versprechen III: Wir werden aktiv. Mindestens einmal im Jahr werden die Schüler des MWG künftig ein Projekt organisieren, das sich gegen Rassismus, gegen jede Art des menschenverachtenden Denkens richtet und Zivilcourage fördert. Darin hat das MWG Übung.

Beispiel dafür: Zweimal schon hat der Holocaust-Überlebende Sally Perel das Bayreuther Gymnasium besucht und aus seinem Leben erzählt. Er hatte als Jude das Nazi-Regime „in der Haut des Feindes“ überlebt, wie er es selbst sagt. Perel gab sich als Volksdeutscher aus sowjetisch besetzten Gebieten aus, kämpfte in der Wehrmacht, besuchte gar eine Nazi-Kaderschmiede. Und lebte in der ständigen Angst, entdeckt zu werden. Seine Geschichte hat er in dem Buch „Ich war Hitlerjunge Salomon“ aufgeschrieben. Millionen haben es gelesen, seine Lebensgeschichte war auch das Drehbuch für einen Film.


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Sally Perel ist jetzt Pate des MWG als neue Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage. In einem Brief, den die Schülerinnen Esther Müller und Nina Reichhardt am Freitag bei einem Festakt in der Aula vorlasen, schreibt Sally Perel: „Schulen dürfen nicht gleichgültig sein. Mit Gleichgültigkeit, Wegsehen und Verfolgen des Andersseins hat es damals auch angefangen.“

Rassisten – wer sind sie? „Es könnte jeder und jede sein“, sagte die Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote aus Bayreuth. Auch sie ist Patin der neuen Schule ohne Rassismus – das MWG ist nach dem Gymnasium Christian-Ernestinum die zweite Bayreuther Schule, die sich dem Netzwerk anschließt. Gote sagt: Immer mehr Menschen fühlen sich durch die Vielfalt der Gesellschaft existenziell infrage gestellt und bedroht. Damit bekommen vermeintlich einfache Antworten mehr Zulauf und in der Anonymität des Internets verbreiten sie sich immer schneller immer weiter. Warum sich die Politikerin sich auf die Seite der MWG-Schüler stellt: „Weil an dieser Schule die Würde des Menschen verteidigt wird. Nichts Geringeres als das.“

So sehen das auch Schulleiterin Elisabeth Götz und Oberstudienrätin Maresa Olschner, die das Projekt „Schule ohne Rassismus“ mit der Klasse 10a angestoßen hat. Musik und Theater, Sport und Fremdsprachen – dafür, sagt Olschner steht das MWG. „Und all das funktioniert nur, wenn man Fremdes nicht als Bedrohung, sondern als Chance empfindet.“

„Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ist ein Projekt von Schülern für Schüler. Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllt: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und lehren verpflichten sich, sich gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

INFO:
Mehr zu dem Projekt gibt es im Internet unter
www.schule-ohne-rassismus.org


MWG ist „Schule ohne Rassismus“ Wer's etwas genauer
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Applaus, Applaus: Das MWG  ist neue Schule ohne Rassismus, neue Schule für Courage. Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote (vordere Reihe, rechts) steht Pate. Sie verspricht: „Ich werde dieses Projekt weiter unterstützen.“ Foto: Harbach

Siehe auch: Festakt zur Titelverleihung ...

Und: Bundeszentrale für politische Bildung


MWG-Fußballerinnen auf Tor-Jagd
Für's Bezirksfinale qualifiziert
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 16. Mai 2014
Die Fußballerinnen des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG) haben sich für das Bezirksfinale qualifiziert.

Im Rahmen des Schulsportwettbewerbs Jugend trainiert für Olympia gewannen die MWG-Mädchen in der Altersgruppe Mädchen IV (Jahrgang 2002 und jünger) das Regionalendspiel gegen das Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium Kulmbach mit 7:0 Toren. Damit haben sich die MWG-Mädchen wieder für das Bezirksfinale der vier besten Teams Oberfrankens qualifiziert. 


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Es spielten: Saskia Weidner, Corinna Thieme, Lena Hauenstein, Anne Hirschmann, Melina Hill, Jascha Händel, Anna-Lena Kreuzer, Sophie Hofmann, Isabella Hones und Annika Löhr.

MWG-Logo Wer's etwas genauer
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Unser Bild zeigt Isabella Hones, die mit ihrem Kopfball das Tor zum 4:0 schoss. Foto: red

Lauf-Schule im Unterricht
Drei Klassen des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums trainieren für den neuen Schülerlauf beim Fun Run
Von Torsten Ernstberger
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 16. Mai 2014
Die Backen sind schon rot gefärbt, die Atmung geht ziemlich schnell, und auf der Stirn zeichnen sich Schweißperlen ab – doch im Gesicht ist ein breites Grinsen zu erkennen. „Das Laufen macht richtig Spaß“, sagt Emily Hauck. „Aber wir wollen ja fit beim Fun Run an den Start gehen.“ Die Zwölfjährige geht auf das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) in Bayreuth, und seit fünf Wochen ist der Sportunterricht vor allem auf eins ausgerichtet: die Teilnahme am Schülerlauf des Maisel’s Fun Run am 25. Mai.

Der neue Lauf soll Nachwuchssportlern, denen der Kinderlauf (800 Meter) zu kurz und der Viertelmarathon zu lang ist, die Teilnahme am Fun Run ermöglichen. Angesprochen sind Kinder und Jugendliche der Jahrgänge 1999 bis 2002. Auf 2,5 Kilometern führt die Strecke von der Hindenburgstraße in die Innenstadt und dann über Sternplatz, Ludwigstraße und Sophienstraße zurück zum Brauerei-Gelände. Neben einer Einzelwertung sucht der Veranstalter auch die „schnellste Klasse aus Bayreuth Stadt und Land“. Deshalb hat die Brauerei im Vorfeld Schulen angeschrieben und für den Schülerlauf geworben.

„Externe Anreize sind super. Unsere Schüler arbeiten so auf ein gemeinsames Ziel hin“, sagt Tobias Albrecht. Für den Sportlehrer des MWG war sofort klar, dass er seinen Sportunterricht umstellt und auf den Fun Run ausrichtet. Zusammen mit Kollegin Bonnie Schmid bereitet er zwei siebte und eine sechste Klasse auf das Laufereignis vor. „Selbst Fußball- oder Basketballbegeisterte machen beim Lauftraining voll mit“, sagt Schmid. „Ich bin positiv überrascht, wie toll alle mitziehen. Es gab noch kein Gemotze.“ Das liegt wohl auch daran, dass die beiden Lehrer das Training sehr abwechslungsreich gestalten. Da gibt es Staffelläufe oder auch einen Kartenlauf. In Teams rennen die Kinder eine kurze Strecke, decken eine Spielkarte auf, rennen zurück und übergeben an das nächste Teammitglied. Wer zuerst sieben Karten einer Farbe gesammelt hat, ist Sieger.

Diesmal nutzt die Schulklasse aber das halbwegs sonnige Wetter: Früh um 7:45 Uhr machen sich die Schüler auf den Weg zum Main. Und auf den Fußgängerwegen zwischen Hans-Walter-Wild-Stadion und Sportzentrum ist einiges los. Zwei weitere Schulklassen absolvieren hier Lauftraining. Schmid und Albrecht rufen ihre 40 Schüler zusammen. „Wir machen heute Rundenläufe“, sagt Albrecht. „Eine Runde ist 730 Meter lang und nach jeder stoppt ihr hier. Und . . . Los!“ Die Gruppe stürmt davon, auf der hölzernen Main-Brücke geht es noch eng zu, danach zieht sich das Feld auseinander.

Der zwölfjährige Lukas Kümmel und sein ein Jahr älterer Klassenkamerad Otto Purucker sind bei den ersten, die wieder bei Albrecht ankommen. Erneut gibt der Lehrer das Kommando: „Los!“ Aber jetzt setzten die Schüler nicht ihre Füße in Bewegung, sondern ihre Hände. Die Finger greifen zum Hals, suchen die Hauptschlagader – Puls messen. „Wie viel hast du“, fragt Kümmel. „150“, antwortet Purucker. „Dann müssen wir noch ein bisschen warten, bis es wieder los geht“, entgegnet Kümmel. Teil des Unterrichts ist es, dass die Schüler ihren Körper kennenlernen. Sie wissen genau, bei welcher Pulsfrequenz, sie in die nächste Runde starten können, und auch, auf was sie bei ihrem individuellen Laufstil achten sollten – das haben sie beim Lauf-ABC gelernt.

Und bei einem so abwechslungsreichen Unterricht stören selbst die Hausaufgaben nicht. Zweimal zehn Minuten sollen die Schüler in ihrer Freizeit zweimal pro Woche laufen – und den Lehrern dann von ihren Erfahrungen berichten. Viele Kinder machen diese Bewegungshausaufgabe gemeinsam, tauschen sich darüber aus. Und Emily Hauck hat dabei sogar schon den olympischen Gedanken verinnerlicht: „Ist doch eigentlich egal, wie schnell wir beim Fun Run laufen. Hauptsache ist, dass wir vor den ganzen Zuschauern richtig viel Spaß haben.“

Info:
Wie bei allen Läufen des Fun Runs ist auch für den Schülerlauf noch bis zum 18.Mai eine Anmeldung über das Internet (maisel.com) möglich. Zwischen dem 19. und 25. Mai können noch schriftliche Nachmeldungen bei der Brauerei Maisel (Hindenburgstraße) abgegeben werden. Die Schüler melden sich über einen Erziehungsberechtigten selbst zum Lauf an.

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Eng geht es zu, als die 40 Schüler des MWGs die hölzerne Main-Brücke zwischen Hans-Walter-Wild-Stadion und Sportzentrum überqueren – und den jungen Gymnasiasten ist der Spaß am Lauftraining anzusehen. Lehrer und Lauftrainer: Tobias Albrecht und Bonnie Schmid vom MWG.

Fotos: Wittek

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Festakt zur Titelverleihung
Quelle: MWG-Pressemitteilung — Freitag, 16. Mai 2014
Das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium ist dem bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beigetreten.

Die Initiative dazu ging von einer unserer 10. Klassen aus. Diese konnte u.a. zwei prominente Paten gewinnen: Zum einen den Holocaust-Überlebenden Sally Perel, der einem breiten Publikum aufgrund seines Buches „Ich war Hitlerjunge Salomon“ und dessen Verfilmung bekannt wurde, uum anderen Frau Landtagsvizepräsidenten Ulrike Gote, MdL.
Am 16. 05. 2014 wird der Titel einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ dem MWG offiziell verliehen werden. Der Festakt wird um 11:15 Uhr beginnen und bis ca 12:30 Uhr dauern.

Herr Perel, der derzeit in Israel weilt, hat ein Grußwort verfasst, welches von Schülerinnen verlesen wird. Frau Gote wird die Festansprache als Patin „vor Ort“ halten.


Link dazu: Programm der Veranstaltung ...
Siehe auch: Drei Versprechen für Toleranz ...
Festakt zur Verleihung der Urkunde Klick! (737 KB) Festakt zur Verleihung der Urkunde Klick! (721 KB) Festakt zur Verleihung der Urkunde Klick! (532 KB) Festakt zur Verleihung der Urkunde Klick! (168 KB)

Anmeldungen stabil
Gymnasien der Region registrieren heuer guten Zulauf
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 10. Mai 2014
Gestern endete die Anmeldefrist für die Gymnasien in der Region. Wir fragten nach, wie viele Kinder für den Übertritt im September 2014 angemeldet wurden.

Gymnasium Pegnitz: Hör- und spürbare Zufriedenheit bei Hermann Dembowski, Leiter des Pegnitzer Gymnasiums. Exakt 100 künftige Fünftklässler hatten sich bis gestern Mittag einschreiben lassen. Man müsse noch abwarten, wie es letztlich um die Kandidaten mit Probeunterricht bestellt sei. So oder so sei im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung zu verzeichnen – da waren es zum Ende der Einschreibungsfrist um die 85 Schüler. Dembowski ist durchaus überrascht von dieser Entwicklung. Gibt es doch in diesem Schuljahr nur noch drei vierte Klassen an der Grundschule. Und damit eine weniger als in der Vergangenheit. Eine echte Erklärung für diesen positiven Trend hat er (noch) nicht: „Ich muss erst die Rückmeldungen aus der Grundschule abwarten.“ Er interpretiere die hohe Zahl jedenfalls „als Anerkennung für unsere Arbeit, vielleicht sind wir ja einfach gut“. Dembowski schmunzelt zufrieden. Schon allein aufgrund der Tatsache, dass es ihm so leicht fällt, wieder vier fünfte Klassen für das kommende Schuljahr zu bilden. Alles andere als selbstverständlich in den Zeiten des demografischen Wandels.

Kulmbach: Von den beiden Kulmbacher Gymnasien konnte nur das Caspar-Vischer-Gymnasium (CVG) am Freitagmittag Übertrittszahlen nennen: 117 Schüler hatten sich bis dahin gemeldet. Wie stellvertretender Schulleiter Studiendirektor Dieter Fischer mitteilt, waren es im Vorjahr 105 Schüler, mit denen vier fünfte Klassen gebildet wurden. „Es freut uns natürlich, dass wir in diesem Jahr einen noch größeren Zuspruch erfahren haben.“

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Staatliche Gesamtschule Hollfeld: Eine Punktlandung legte die Gesamtschule Hollfeld hin. Zum neuen Schuljahr haben sich dort 155 Schüler angemeldet. Wie die Schulleitung mitteilt, entspricht das exakt der Zahl der Kinder, die derzeit in die fünfte Klasse gehen.

Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel: Einen leichten Rückgang der Anmeldezahlen registrierte das Luisenburg-Gymnasium in Wunsiedel. Waren es im vergangenen Jahr 89 neue Schüler, lag die Anmeldezahl heuer bei 82. Zum Tag der offenen Tür hatten sich 85 potentielle Schüler die Schule angeschaut. „Der demografische Wandel kündigt sich zwar an, schlägt aber noch nicht durch“, so die Einschätzung der Schulleitung. Gesichert ist die Einrichtung einer Einführungsklasse mit guten Zahlen der Voranmeldung. „Somit erwarten wir eine relativ stabile Schülerzahl für das nächste Jahr.“

Gymnasium Fränkische Schweiz: Erhard Herrmann, Schulleiter des Gymnasiums Fränkische Schweiz in Ebermannstadt, hat 112 Neuanmeldungen vorliegen. Im vergangenen Jahr waren es 111. Es werden vier neue Klassen gebildet. Herrmann erklärt: „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden im Hinblick auf den demografischen Wandel. Wenn man die Zahlen halten kann, ist das ein gutes Zeichen.“

Gymnasium Eschenbach: Knut Thielsen, Schulleiter des Gymnasiums Eschenbach, hält sich mit genauen Zahlen zurück. Er meint: „Es sind um die hundert plus minus drei.“ Jetzt komme es darauf an, wer den Probeunterricht nächste Woche bestehe. Auch zur neuen Klassenbildung könne er noch nichts sagen. Im Jahr 2013 gab es laut Thielsen einen positiven Ausbrecher mit 119 Neuanmeldungen, sonst seien es immer etwa 100. Er resümiert: „Wir sind sehr zufrieden. Qualität zahlt sich eben aus.“ sbr/ue/heha/agw/ike

Die Zahl der Gymnasiasten in Bayreuth bricht deutlich ein
Über zehn Prozent Rückgang gegenüber dem Vorjahr – Direktoren mit Verteilung auf Gymnasien recht zufrieden
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Samstag, 10. Mai 2014

Die Wahl ist entschieden: Mit zum Teil deutlichen Rückgängen an einzelnen Gymnasien und einem deutlichen Rückgang bei der Gesamtanmeldezahl ist am Freitagnachmittag die Anmeldung für die nächsten fünften Klassen an den fünf Bayreuther Gymnasien zu Ende gegangen.

So wenige Schüler wie seit Jahren nicht mehr werden demnach ab September den Weg zum Abitur einschlagen: 481 Fünftklässler – genau 60 weniger als im vergangenen Jahr – wurden bis Freitagmittag bei den Schulen angemeldet. Ursula Graf, die Direktorin des Richard-Wagner-Gymnasiums (RWG), bei der traditionsgemäß die Zahlen zusammenlaufen und die auch die Statistik führt, spricht von einem deutlichen Einbruch: „Mehr als zehn Prozent, das ist deutlich.“ 2012 waren es 533 Gymnasiasten gewesen, „2011 hatten wir insgesamt 522, davor eigentlich regelmäßig über 600. 2007 waren es sogar über 700 Kinder, die aufs Gymnasium gingen“, sagt Graf im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ihre Schule, der große Gewinner des vergangenen Jahres, erlebte in diesem Jahr auch den drastischsten Einbruch unter den fünf Gymnasien: Nach 157 Fünftklässlern im aktuellen Schuljahr werden es im neuen Schuljahr nur 85 sein. „Wir können drei Klassen bilden, es entspannt auch unsere räumliche Situation“, sagt Graf, die sich „schon ein bisschen mehr Schüler gewünscht hätte“. Gleichwohl komme die geringere Zahl nicht nur der Schule insgesamt, sondern auch den Schülern in den ersten Jahren am Gymnasium zugute. „Gerade in Fremdsprachen tun sie sich leichter, wenn man kleine Gruppen mit zehn, zwölf Schülern bilden kann“, sagt Graf.

Man müsse jetzt Ursachenforschung betreiben, sagt Graf. „Sind es insgesamt weniger Kinder gewesen, die trotz Eignung fürs Gymnasium auf die Realschule gehen? Hatten wir insgesamt weniger Grundschüler?“
Damit ist sie auf Linie mit ihren Direktorenkollegen: Man müsse, sagt Franz Eisentraut vom Gymnasium Christian-Ernestinum (GCE), nachhaken, ob das „eine gesamtbayerische Entwicklung oder ein Bayreuther Phänomen als Ergebnis des demografischen Wandels ist“. Das sei möglich, wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen. Eisentraut hat mit 57 Anmeldungen elf weniger als im vergangenen Jahr und ist mit der Zahl zufrieden: „Das gibt zwei schöne kleine Klassen. Auch die Geschlechterverteilung mit annähernd 50 zu 50 passt, im vergangenen Jahr hatten wir 65 Prozent Jungs.“

Arrangiert mit einem Rückgang bei den Anmeldungen hat man sich am Graf-Münster-Gymnasium (GMG). Mit 76 Neuen hat sich die Zahl auf dem Niveau des Vorjahres eingependelt – von sonst immer bis zu 190 Fünftklässlern kommend. „Wir können wieder drei Klassen mit 25 Kindern bilden, das ist völlig in Ordnung“, sagt Direktor Kurt Leibold. „Für die Seminare können wir die Klassen noch teilen, das gibt wunderbar kleine Gruppen – davon profitieren Schüler wie Referendare.“

Mit einem leichten Plus von 15 Schülern wird das Wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium (WWG) ins neue Schuljahr starten: 141 statt im Vorjahr 124 Kinder wurden angemeldet. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Direktor Hans-Dieter Sippel. Man werde wieder – „wie an sich immer schon“ – fünf fünfte Klassen bilden können. „Damit bleiben wir stabil.“

Stabil ist auch die Entwicklung am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG). 122 Fünftklässler werden im September starten, 115 waren es im vergangenen Jahr. „Eine gute Größe, mit der man prima planen und gute Angebote machen kann. Mit der Zahl sind wir auch zufrieden. Wir können unseren Weg fortsetzen“, sagt die Direktorin Elisabeth Götz.

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Wunschzettel für den Pausenhof
Brigitte Merk-Erbe hört sich beim Schülerempfang die Wünsche und Vorschläge von über 100 Schülern an
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 7. Mai 2014
In der Stadt Bayreuth gibt es viele Baustellen. Einige davon sind gut sichtbar, andere wiederum sind für die Erwachsenen gar nicht so gut erkennbar. Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe lud daher wie auch schon im vergangenen Jahr Schüler der Bayreuther Schulen ein, ihre Wünsche, Vorschläge und Probleme vorzutragen und vielleicht gleich eine Antwort darauf zu bekommen. Hilfestellung bekam sie vom stellvertretenden Jugendamtsleiter Peter Krodel und von Schulamtsleiter Günther Weber, die die Sachverhalte mitnotierten und fachliche Auskünfte geben konnten.

Beim letzten Schülerempfang im Mai 2013 kamen einige Probleme zur Sprache, die schon in Angriff genommen und teilweise gelöst wurden. Die Bahnunterführung in Dürschnitz wurde gereinigt, obwohl das eigentlich die Aufgabe der Deutschen Bahn wäre; ein Ballfangnetz bei der Volksschule St. Johannis wird aufgebaut und die alternativen Radwege werden schon ab 2015 befahrbar sein, wenn der „normale“ Main-Radweg wegen der Landesgartenschau gesperrt wird.

In diesem Jahr stand bei vielen Schülern das Thema „Schulweg“ im Mittelpunkt. Bei der Kostenübernahme für die Fahrkarten hat die Stadt Bayreuth leider keine Einflussmöglichkeit, da die Drei-Kilometer-Regelung vom Freistaat Bayern kommt und daher für ganz Bayern gilt. Emmy aus dem MWG fragt sich schon seit einiger Zeit, was hinter dieser Regelung steckt: „Wenn ich auf eine Schule gehen würde, die den gleichen Zweig hat und näher an meinem Wohnort liegt, dann würde meine Busfahrkarte bezahlt werden. Aber man wechselt doch nicht wegen einem Zweig die Schule!“

Auch eine Schülergruppe aus dem MWG machte ihrem Unmut Luft: „Die Busverbindungen für die Schüler aus dem Landkreis könnten besser sein. Oft müssen sie eine Dreiviertel- oder eine ganze Stunde auf den nächsten Bus warten, wenn sie nicht ein paar Minuten früher aus dem Unterricht gehen wollen. Das ist doch nicht der Sinn der Sache?“ Günther Weber und Brigitte Merk-Erbe empfahlen den Schülern, ihre Anliegen am besten gemeinsam, „als große Gruppe Bayreuther Schüler dem Ministerium und den Bayreuther Landtagsabgeordneten vorzutragen. Schickt ihnen einen Brief oder eine E-Mail und erklärt ihnen, was euch stört.“
Das zweite große Thema beim Schülerempfang war die Gestaltung der Pausenhöfe und Sportplätze. Hanna aus der Jean-Paul-Schule hätte gerne die Trinkwasserspender der Schule repariert, „denn man kann die seit ungefähr einem Jahr nicht mehr benutzen, und für eine Reparatur bräuchten wir eine Spezialfirma, das schafft unser Hausmeister nicht.“ Maja und Sarah aus der Grundschule St. Georgen bedankten sich für die Ausstattung ihres Computerraums, merkten aber an, dass ihre Pausenhalle dringend renoviert werden müsste: „Der Glasgang ist zu eng für uns, und im Winter ist es so kalt, dass es hineinfriert.“

Eine Schülergruppe aus der Volksschule Herzoghöhe wünschte sich Spielgeräte und eine Erneuerung des Speisesaales, da er zu eng und zu laut ist. Zumindest in diesem Punkt, so Brigitte Merk-Erbe, „gibt es gute Nachrichten: Das Problem ist bekannt und die Lösung auf einem guten Weg.“

Wünsche gibt es natürlich viele, und der Oberbürgermeisterin ist es wichtig, sie anzuhören und abzuarbeiten. „Wir haben ein gewisses Budget und zum Beispiel die Neugestaltung der Schulhöfe ist wie eine lange Hausaufgabe über mehrere Jahre“, erklärte Peter Krodel. Brigitte Merk-Erbe hat einen guten Draht zu den jungen Bayreuthern und scheint einen Vertrauensbonus bei ihnen zu haben. „Euch ist ja klar, dass wir nicht alle Wünsche sofort erfüllen können. Sprecht doch einmal mit euren Schulleitern, vielleicht geht es dann sogar schneller. amü


Schülerempfang der Oberbürgermeisterin Wer's etwas genauer
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Beim Empfang für Bayreuther Schüler forderte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (links) die Besucher auf, ihre Vorschläge in einem Brief oder eine E-Mail an sie zu schreiben. Dies setzten einige der Schüler sofort in die Tat um und übergaben ihr im Anschluss ihre Vorschläge.
Foto: Wittek

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Leserbrief
Tolle Sache: Die Wahl zwischen drei Kostformen
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 7. Mai 2014
Eine von mehreren Antworten auf eine Kritik an veganem Essen in der Uni-Mensa:

Veganismus sei eine Mangelernährung und habe in der Mensa nichts verloren. Dies ist die Meinung eines Lesers zur modernen Umstrukturierung der Bayreuther Uni, die ihren Studenten eben nun auch diese Alternative der Ernährung anbietet und somit einen Weg geht, der zeitgemäß ist und der heutiger Gesundheits- und Tierschutzphilosophie entspricht.

Der Entschluss, sich vegan zu ernähren, ist sicher eine extreme Form, die auch enorm viel Selbstdisziplin erfordert. Schon als Vegetarier ist es oft nicht einfach. Umso erfreulicher sehe ich den Trend, dass es in öffentlichen Lokalen und Kantinen mittlerweile Standard ist, auch mindestens ein fleischloses Gericht anzubieten.

Das MWG in Bayreuth hat neben seiner Mensa ein Schulcafé, in dem die Schüler selbst ausschließlich vegetarische Snacks zubereiten. Vegetarismus hat im Alltag Einzug gehalten und scheinbar hat’s keiner gemerkt. Doch plötzlich wagt es jemand, einen Schritt weiter zu gehen, und schon ist ein Aufschrei. Dabei schreibt der Leser doch selbst „nun ist es jedermanns eigene Entscheidung, sich so zu ernähren, wie man es möchte“, und damit hat er recht. Fundierte Analysen widerlegen die Theorie, eine Ernährung ohne tierische Inhalte führe grundsätzlich zu irgendwelchen Mangelzuständen.

Leben und leben lassen – wer in seiner Mittagspause einfach gern in sein Schnitzel beißt, der möge dies doch tun können. Ebenso soll ein Vegetarier die Möglichkeit haben, ein vollwertiges, warmes, fleischloses Mittagessen bekommen zu können, genauso wie jemand, der eben für sich eine vegane Lebensform gewählt hat. Zu sagen, vegane, Gerichte haben in einer Mensa nichts verloren, ist doch etwas hart. Vielleicht sind Vegetarier/Veganer da toleranter, denn bisher habe ich die Aussage, Fleischgerichte hätten dort nichts verloren, noch nicht gehört. Wer definiert denn, was eine sogenannte Standardmahlzeit ist? Für den einen ist es die Currywurst für den anderen der Tofuburger.

Als Vegetarier und Mutter sehe ich diesen Trend, den die Uni Bayreuth hier setzt, als absolut positiv und hoffe, dass weitere (Hoch-)Schulen ihm folgen werden. Gleich, welche Ernährungsform sich in Zukunft durchsetzen wird, ist doch die Ergründung ihres zugrundeliegenden Ursprungs wichtig und die Hinführung zu ihrer Vielfalt. Dass ein Student nun die Wahl zwischen drei Kostformen hat, halte ich für eine tolle Sache. Ein junger Mensch, der sich mit wachem Verstand über das bestehende System der Fleischherstellung Gedanken gemacht hat, wird mit Sicherheit wissen, zu welchem Teller er greift.

Bettina Granegger, Weidenberg


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Heute beginnen die Abiturprüfungen
An den fünf Bayreuther Gymnasien treten insgesamt 520 Schüler zu den Prüfungen an
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 6. Mai 2014
Jetzt wird es ernst: 520 Bayreuther Abiturienten müssen ab heute unter Beweis stellen, dass sich das viele Pauken gelohnt hat. Die erste schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch steht in ganz Bayern an. Erstmals enthält das schriftliche Abitur dieses Jahr in sechs Bundesländern identische Aufgabenteile.

Den größten Abiturjahrgang in Bayreuth stellt mit 138 Abiturienten das Graf-Münster-Gymnasium (GMG), hinzu kommen 30 Schüler der in der Oberstufe mit dem GMG kooperierenden Gesamtschule Hollfeld, die die Prüfungen in Hollfeld ablegen können. Nicht weit dahinter liegt das Wirtschaftswissenschaftliche Gymnasium (117 Abiturienten), darauf folgen das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (99), das Gymnasium Christian-Ernestinum (89) und das Richard-Wagner-Gymnasium (77).

Nach der heutigen Prüfung in Deutsch gibt es für die Schüler keine Verschnaufpause: Bereits am Freitag sitzen sie wieder in den Turnhallen, es folgt die schriftliche Prüfung in einem dritten Prüfungsfach nach Wahl. Am nächsten Dienstag ist Mathematik dran. Damit endet die schriftliche Prüfungsphase, die Kolloquien in zwei weiteren Fächern finden zwischen 19. und 30. Mai statt.
Wer nicht die erforderliche Punktzahl erreicht hat oder mit seiner Leistung nicht zufrieden ist, hat anschließend bis 6. Juni die Möglichkeit, sich in den mündlichen Nachprüfungen zu verbessern. Wenn alle Prüfungen erfolgreich absolviert wurden, können die Abiturienten am 27. Juni bei der offiziellen Entlassung das Ende ihrer Schullaufbahn feiern. Schließlich halten sie dann das Blatt Papier in den Händen, das den Zugang zu Universitäten und Hochschulen ermöglicht oder auch den Zugang in eine Ausbildung erleichtert.

Mit dem diesjährigen Abitur gibt es eine wichtige Neuerung: Erstmals enthalten die schriftlichen Prüfungen Aufgaben, die mit denen anderer Bundesländer übereinstimmen. In Deutsch, Englisch und Mathematik sind Teile der Aufgaben aus Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen identisch. Laut dem bayerischen Kultusministerium ist dies ein erster wichtiger Schritt zu einer besseren Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen. jg


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Elternabend der Kriminalpolizei
Modedrogen und andere Süchte: Wie schütze ich mein Kind vor Drogenmißbrauch?
Dienstag, 6. Mai 2014
Im Rahmen der Drogenprävention hielt Herr Stenglein von der Kriminalpolizei Bayreuth einen Vortrag für Eltern.

Zur Zeit ist Herr Stenglein zusammen mit einem Betroffenen in den 9. Klassen und spricht mit unseren Kindern einen ganzen Vormittag lang über Sucht, Drogen und Drogenmißbrauch.

Ich habe zwar kein Kind in der 9. Jahrgangsstufe, aber weil ich letzte Woche zum ersten Mal etwas von E-Shishas gehört hatte, bin ich dann doch hin. Wenn ich zu solchen Vorträgen gehe, dann ist meine Befürchtung, daß ich eigentlich kaum Neues höre. Drogen werden vorgestellt und in ihrer medizinischen Wirkung erklärt. Die strafrechtliche Relevanz wird besprochen. An die Eltern wird appelliert, ihre Kinder „stark“ zu machen.

So ähnlich war es auch; aber nur so ähnlich. Der Vortrag lebte von Herrn Stenglein, der sich bei aller Frustration, die sein Beruf wohl bereithält, ein echtes Engagement bewahrt hat. Als Polizist muß er mit seinen Kollegen die Scherben zusammenfegen, dabei wäre es viel effektiver, zu verhindern, daß der Krug  bricht oder – um im Bild zu bleiben – gar nicht erst zum Wasser geht.
Und da hat er uns Eltern immer wieder direkt angesprochen. Unser (Sucht-)Verhalten beeinflußt unsere Kinder, wir sind die ersten Vorbilder. Wir kennen und lieben unsere Kinder – zumindest sollte es so sein.

Vier Gemeinsamkeiten hat er bei allen Drogenabhängignen festgestellt: Mangelndes Selbstbewußtsein, geringe Frustrationstoleranz, problematische familiäre Verhältnisse und – am allerwichtigsten – eine drogenaffine Peergroup.

Besonders beeindruckt hat mich ein eigentlich banaler rhetorischer Trick: Der Vortrag mündete in folgenden Regeln: Wie erreiche ich es, daß mein Kind drogensüchtig wird? Diese Umkehrung der Perspektive schafft Distanz und gleichzeitig Betroffenheit, die das ganze Problemfeld unter anderem, neuem Licht erscheinen lassen.

Falls Sie gestern nicht in der Aula waren und Sie irgendwann nochmal die Gelegenheit bekommen, Herrn Stenglein zu erleben: Gehen Sie hin, es lohnt sich; und unterhaltsam ist es – bei aller Schwere der Thematik – auch.

Link dazu:
Heimschüler muss gehen ...

Die Geschichte des Kunstliedes
Mozartgemeinde Bayreuth: „Aufs Podium!“
Nordbayerischer Kurier — Montag, 5. Mai 2014
Bei dem fünften Konzert der Reihe „Aufs Podium!“ der Mozartgemeinde Bayreuth treten die Sopranistin Jihiun Cecilia Lee und die Pianistin Lisa Wellisch am Mittwoch, 7. Mai, ab 11.15 Uhr in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums auf. Sie nehmen ihr Publikum auf eine Reise durch die Geschichte des Kunstliedes mit. Lieder von Schubert, Mendelssohn, Wagner, Wolf, Strauss, Ligeti und Rihm werden erklingen. red

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

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