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„Die Qualität leidet erheblich“
Kritik an achtstufigem Gymnasium vor „Jugend musiziert“
Von Florian Zinnecker
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 31. Januar 2014

Die Straffung der Schulzeit durch das achtstufige Gymnasium wirkt sich nach Ansicht Nicolaus Richters, Direktor der Städtischen Musikschule, negativ auf die Leistung von Nachwuchsmusikern bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ aus.

„Die Begabungen sind nicht weniger geworden. Aber das System ist viel schwieriger. Und das finde ich schade“, sagte Richter dem Kurier. „Die Schüler haben bis spät in den Nachmittag hinein Unterricht und müssen danach noch Hausaufgaben machen. Wer kommt denn da noch zum Üben? Wer hat da noch die Kraft zu üben und sich zu konzentrieren?“

In der Städtischen Musikschule findet am Samstag und Sonntag der diesjährige Regionalentscheid des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ statt. Rund 80 junge Musiker zwischen 6 und 24 Jahren haben sich angemeldet – in den Kategorien Klavier solo, Bläserensemble, Streicherensemble und Gesang solo. Die Wettbewerbe für Klavier und Bläser finden am Samstag, für Streicher und Gesang am Sonntag statt.

Die Zahl der Anmeldungen ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. „Ich finde es erstaunlich, dass sich die Zahl nicht verringert hat“, sagte Richter. „Es ist für einen Schüler ein wahnsinniger Aufwand, neben der Schule und dem normalen Musikunterricht ein solches Programm zu erarbeiten und sich zu trauen anzutreten.“

Generell kämen Musikschüler heute schlechter vorbereitet zum Unterricht als noch vor zehn Jahren, sagte Richter. Es gibt viele Schüler, die eigentlich erst im Unterricht selbst üben. Das ist traurig, schade und hilft der Sache nicht. Und: „Solche Schüler zu motivieren, dass sie trotzdem dranbleiben und weitermachen, ist unendlich viel schwieriger als vorher. Die Qualität leidet erheblich.“
Dies erhöhe auch die Verantwortung für Musiklehrer. „Wir als Lehrer überlegen sehr genau, wen wir in den Wettbewerb schicken – noch genauer als vor einigen Jahren.“ Denn die Schüler müssten im Wettbewerb auch eine gewisse Chance haben. „Natürlich lautet das grundsätzliche Ziel: Man gewinnt schon allein, wenn man teilnimmt. Aber man mag auch als Lehrer keinen Schüler schicken, bei dem man genau weiß, der fällt durch das Rost. Dann ist er hinterher noch demotiviert und hat überhaupt keine Lust mehr. Das darf nicht passieren. Die hohe Verantwortung, die ein Pädagoge trägt, ist noch höher geworden, weil man wirklich genau abwägen muss: Kann ich diesen Schüler schicken?“

Die Organisatorin des Regionalwettbewerbs ist Richters Stellvertreterin Andrea Rieger. Auf die Frage, nach welchen Kriterien Musiklehrer entscheiden, wer sich für den Wettbewerb eigne, sagte sie: „Das ist eine Ermessensfrage des Lehrers. Und es hängt natürlich davon ab, ob der Schüler überhaupt will. Man kann keinen dazu zwingen, sich vorzubereiten. Manche versuchen ja auch, sich vorzubereiten, aber es kommt immer wieder vor, dass Schüler unmittelbar vorher absagen, weil sie selbst das Gefühl haben, sie schaffen es nicht. Das ist völlig okay, denn dadurch lernt man ja auch.“


INFO:
Das diesjährige Preisträgerkonzert findet am Sonntag, 2. Februar, um 17 Uhr im Richard-Wagner-Saal statt.


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Genossin Louisa
Ihre erste Wahl wird ihre eigene sein: Louisa Hübner wird heute 18 und kandidiert als mit weitem Abstand Jüngste für die SPD für den Stadtrat
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier —
Donnerstag, 30. Januar 2014
Die Jugend ist an Politik nicht interessiert. Hört man immer wieder. Louisa Hübner ist das Gegenbeispiel jugendlicher Politikverdrossenheit. Sie darf am 16. März, wenn der Bayreuther Stadtrat gewählt wird, zum ersten Mal ihre Stimme abgeben, weil sie heute 18 wird. Und sie könnte sich gleich selber wählen, denn sie steht auf Platz 15 der Liste der SPD. Als jüngste Kandidatin in Bayreuth. Ein Gespräch über Schule, Politik und Zukunft mit einer auffallend normalen, jungen Frau.

In der Bayreuther Stadtverwaltung kann sich niemand daran erinnern, dass es schon jemals einen Kandidaten für die Stadtratswahl gegeben hat, der so jung war wie Louisa Hübner, seit 1970 das Wahlrecht mit 18 Jahren eingeführt wurde. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Louisa Hübner tatsächlich die jüngste Kandidatin aller Zeiten ist, ist sehr hoch“, sagt Pressesprecher Joachim Oppold. Der Leiter des Wahlamts, Horst Mader, „kann sich an keinen vergleichbaren Fall erinnern. Die jüngste Stadträtin in der Geschichte Bayreuths wäre sie auf jeden Fall – so sie am 16. März gewählt wird“.

Louisa Hübner sagt nur einmal „krass“ – als Antwort auf die Frage, wie sie es denn findet, jetzt für sich Wahlkampf machen zu können. „Ich darf am 16. März zum ersten Mal wählen. Und könnte dann gleich mich selbst wählen. Ein krasses Gefühl. Und mir war auch lange nicht klar, dass der 15. Platz ein richtig guter Platz ist. Bis Platz 18“, sagt sie, „stehen die Chancen ja ganz gut, dass man in den Stadtrat einziehen könnte“. Sie rede zwar gerne vor Leuten, „weil ich gerne offen auf die Menschen zugehe, das macht mir gar nichts aus. Aber ich bin kein Selbstdarsteller-Typ“. Das mache es nicht einfach, Haustür-Wahlkampf zu machen, sich bei den potentiellen Wählern bekannt zu machen. „Denn die, die mich kennen, dürfen mich in der Regel noch nicht wählen, weil sie noch keine 18 sind“, sagt Louisa Hübner. Das sei der entscheidende Nachteil gegenüber denen, die älter und bekannter sind, die vielleicht schon im Stadtrat sitzen – und denen die 17jährige in der SPD-Stadtverbandssitzung den Kopf gewaschen hat. Weil sie der Meinung ist, dass auch Jüngere eine Chance bekommen sollten, in der Stadt mitzuentscheiden. Im Stadtrat an der Zukunft zu arbeiten – „nicht im Rathaus die Zeit abzusitzen. Gewählt zu werden, das ist etwas Besonderes. Aber leider machen viele Ehrenamtliche mehr als mancher Stadtrat. Sich ins Rathaus zu setzen, auf Facebook zu posten oder Bildchen zu malen, das geht gar nicht.“

Ja, sagt Louisa Hübner, es sei ihr wichtig, den Mund aufzumachen. Sie würde aber nie um Posten streiten, sich gar selbst ins Spiel bringen. „Bislang wurde ich immer vorgeschlagen.“ Als Sprecherin der Jusos, als stellvertretende Vorsitzende, als Delegierte für Oberfranken. Und eben jetzt als Kandidatin mit der Nummer 15.

Für Politik interessiert sich Louisa Hübner, seit sie zwölf Jahre ist. „Mein Papa und mein Opa sind sehr politische Menschen, mein Ur-Opa wäre fast ins Konzentrationslager gekommen, weil er Sozialdemokrat war“, sagt sie. „Ich wollte auf Familienfeiern lieber mit dem Papa und dem Opa über Politik plaudern als mit der Oma und der Mama über Mode und andere Frauen-Themen. So bin ich zur Politik gekommen.“

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2011 wird sie SPD-Mitglied, eine andere Partei wäre für sie gar nicht in Frage gekommen: „Mit der Politik der SPD kann ich mich identifizieren. Soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung, klarer Standpunkt gegen Nazis, das finde ich gut.“ Ihre Eltern, sagt Louisa Hübner, hätten sie erst ein bisschen gebremst: „Ich wollte mit 14 gleich loslegen. Demos, Stände, Mithelfen beim Wahlkampf. Sie hatten Sorge, dass ich mir zu viel auflade.“

Denn vor der Politik sollte schließlich erst einmal die Schule stehen, wo Louisa Hübner einen besonderen Weg geht – und die Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems prüft: „Wenn ich das Wort Durchlässigkeit höre, könnte ich mich jedes Mal aufregen“, sagt sie. Der Sprung von der Grundschule aufs Gymnasium wird ihr verwehrt, „wegen einer Drei in Heimat- und Sachkunde. Dabei wäre ich so gerne aufs Gymnasium mit all meinen Freundinnen. Als einzige musste ich auf die Realschule“. Dort entwickelt sie besonderen Ehrgeiz, wird zur Einser-Schülerin. „Und jeder hat gesagt: Ist ja nur Realschule.“ Weil sie erst den Kunst-Zweig hat, macht sie die siebte Klasse noch einmal, um mit dem sprachlichen Zweig den Grundstein für den späteren Wechsel aufs Gymnasium zu legen. Sie wechselt auf die Gesamtschule nach Hollfeld, „wo es mir wegen des Systems richtig gut gefallen hat, da schaut keiner den anderen schräg an, weil er in der Realschule und nicht im Gymnasium ist“. Dort macht sie die Mittlere Reife.

Und jetzt sitzt sie in der Einführungsklasse am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) – noch einmal zehnte Klasse, zusammen mit ihrer drei Jahre jüngeren Cousine Alina und in der gleichen Jahrgangsstufe wie ihr zweieinhalb Jahre jüngerer Bruder Luca: „Die Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems hat mich zwei Jahre gekostet.“ Dem achtstufigen Gymnasium steht sie kritisch gegenüber, obwohl es „mir leicht fällt, fast wie in der Realschule. Aber ich sehe ja, wie viele drin hängen, wie oft sie nachmittags in die Schule müssen. Auch das Flexi-Jahr ist Mist. Deswegen macht es ja fast keiner.“ Ihr Abi will sie machen, dann auf die Uni. „Ich möchte auf jeden Fall in Bayreuth bleiben und mindestens bis zum Bachelor hier studieren: Internationale Wirtschaft. Oder Human-Geografie. Politikwissenschaft wäre auch noch eine Möglichkeit.“

Gesetzt den Fall, Louisa Hübner schafft es, in den Stadtrat einzuziehen, könnte sich eine interessante Konstellation ergeben, die so auch ein Novum wäre: Ihre Schulleiterin Elisabeth Götz kandidiert schließlich auch – für die CSU, auf Platz zehn.

„Wenn ich nicht reinkomme in den Stadtrat, bin ich nicht traurig. Dann engagiere ich mich eben mehr für Jusos in Bayern. Das macht auch Spaß“, sagt Louisa Hübner. „Von der Politik wende ich mich deshalb nicht ab. Es geht doch nicht um ein Amt, für das man kandidiert. Ich sehe das recht gelassen.“

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Feiert heute ihren 18. Geburtstag: Die jüngste Stadtratskandidatin Louisa Hübner. Foto: Waha

Städtische Musikschule Bayreuth: Wer spielt die Musik?
Nicolaus Richter, Leiter der Musikschule, wollte schon als kleiner Junge Geige lernen
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 30. Januar 2014
Musik ist irgendwie überall. Im Fernsehen, im Radio, als Klingelton im Telefon, sogar auf der Kaufhaustoilette dudelt Musik. Musik, die jemand spielt. Musiker. Wie wird man das? Meistens, in dem man früh anfängt und viel übt. So wie Nicolaus Richter, der Leiter der städtischen Musikschule in Bayreuth.

Nicolaus Richter war fünf Jahre alt, als er mit seinem Lieblingsinstrument angefangen hat. Die Geige war von Anfang an das, was er lernen wollte, berichtet Richter. Er kannte das Instrument gut, denn sein zweitältester Bruder war zu diesem Zeitpunkt schon ein guter Geiger. Nicolaus ist der Jüngste von acht Geschwistern und Musik gehörte für alle ganz selbstverständlich zum Leben dazu.

Die anderen spielten Klavier, Horn, Cello und Querflöte. Viele der Geschwister machten später die Musik zu ihrem Beruf. Richter auch: Nach der Schule studierte er Geige und arbeitete etwa zehn Jahre als Berufsmusiker in verschiedenen Orchestern, auch im Bayreuther Festspielorchester.

„Dieser Klang, das habe ich einfach geliebt“, sagt er über die Geige. Seine erste Lehrerin war seine Klassenlehrerin aus der Grundschule. Später unterrichtete ihn der erste Konzertmeister der Lübecker Oper, in die er ständig ging, um sich Konzerte anzuhören. „Opern habe ich geliebt, ich habe zu Hause oft die Bühnenbilder nachgebaut“, erzählt er. Die erste Oper, die er gesehen hat, war „Hänsel und Gretel“.

Nun ist Richter seit 34 Jahren Leiter der Musikschule. Geige spielt er immer noch gerne, wenn auch nicht mehr so häufig wie früher, als er noch nicht Lehrer war. Dies ist einer der Gründe, warum er Kindern Mut macht, ein Instrument zu lernen: „Die Freude daran bleibt einem ein Leben lang.“

Nicolaus Richter, Leiter der Musikschule Bayreuth Wer's etwas genauer
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„Wichtig ist, dass man das Instrument lernt, das man selbst am liebsten mag“, sagt Nicolaus Richter, Leiter der Musikschule. Bei ihm ist es die Geige.  Foto: Allwicher
Musik macht schlau
Übung macht den Meister“, heißt es oft, und das stimmt natürlich, bestätigt Nicolaus Richter. „Am Anfang ist die Begeisterung groß, aber nach einigen Wochen kommt die Arbeit.“ Daran führt kein Weg vorbei. „Aber“, sagt Richter: „Es lohnt sich!“

Hier seine Gründe: Wenn man ein Instrument sinnvoll lernt und lernt, zu übern, lernt man auch, sich gut zu konzentrieren. Das hilft auch beim Vokabeln lernen oder in der Mathematik. Musik macht also schlau! Hinzu kommt die Beweglichkeit und Schnelligkeit der Hände und Finger. Musik macht also geschickt! Musik bringt einen auf andere Gedanken, man kann sich darin verlieren, denn viele Musikstücke erzählen den Musikern und den Zuhörern eine Geschichte. Musik macht also glücklich! Und das jeden. Richter sagt nämlich: Es gibt so gut wie keinen Menschen, der unmusikalisch ist.“ Da bleibt nur eines: Ausprobieren!

Was es nicht alles gibt
Etwa 650 Musikschüler lernen an der Städtischen Musikschule ein Instrument oder Gesang. Über 20 Fächer stehen zur Wahl, darunter Schlagzeug, Klavier, Cembalo, Gitarre, Mandoline, jede Menge Blas- und Streichinstrumente. „Alles, was in ein klassisches Orchester gehört, ist dabei“, sagt Nicolaus Richter – „bis auf Harfe.“ Nicht, weil es an Schülern fehlen würde, sondern am Lehrer: „Seit Jahren suche ich danach, aber das hat noch nicht geklappt.“

Die Schüler lernen einzeln oder in Kleingruppen und dürfen vielleicht auch in einem der 25 Ensembles mitspielen. Dort wird nicht ausschließlich klassische Musik gespielt. „Wir unterrichten es nicht, aber wir haben natürlich auch ein Keyboard im Haus“, sagt Richter. Da es in Bayreuth ein privates Musikinstitut gibt, das sich auf Elektronische Instrumente spezialisiert hat, seien diese nicht im Angebot. Das gleiche gilt für Akkordeon.

INFO
Warum lernst du ein Instrument? Warum gerade dieses? Wie viel übst du? Diese und mehr Fragen stellen wir Musikschülern aus Bayreuth und der Region, um euch auf der Kinderseite in den nächsten Monaten jede Menge Instrumente vorzustellen.

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Katrin Schrembs leitet den Kirchenchor
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 28. Januar 2014
Vor einigen Wochen hat der katholische Kirchenchor der Pfarrei Waldeck eine neue Leitung bekommen. Nachdem Matthias Frischholz dieses Amt nicht mehr ausführen konnte, hat nun die 21jährige Katrin Schrembs die Leitung des Kirchenchores übernommen. Katrin Schrembs stammt aus Kemnath und wohnt in Waldeck.

Nach der musikalischen Früherziehung erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren bei Siegbert Bauer an der Musikschule Tirschenreuth. Dort sammelte sie auch erste Erfahrung im Ensemblespiel, bevor sie 2004 an das musische Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium nach Bayreuth übertrat. Elvira Epler unterrichtete sie acht Jahre lang sowohl im schulischen Unterricht als auch privat an der Musikschule FGV Speichersdorf, was die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb „Jugend musiziert“ als Solist und im Duo ermöglichte.
Ab 2007 erhielt sie Klavier- und Gesangsunterricht bei Peter Cervenec im gleichnamigen Musikinstitut in Bayreuth. Im Jeunesses-Musicales-Orchester der Schule fanden Projekte mit dem Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord auf der Nordseeinsel Spiekeroog, in Bremen und Bayreuth statt. Als Konzertmeisterin in der Jungen Philharmonie Ostbayern wirkte sie Anfang September 2013 in den Konzerten mit. hl


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Link:
Kapella 19




Durchstarten zur allgemeinen Hochschulreife
Informationen zur Einrichtung von Einführungsklassen am MWG im nächsten Schuljahr
Quelle: Pressemitteilung 05 im Schuljahr 2013/2014  — Montag, 20.Januar 2014
Der Informationsabend findet am Donnerstag, dem 23. Januar 2014, 19 Uhr, in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums statt. Eine Voranmeldung für den Informationsabend ist nicht erforderlich.

Zusammen mit der Schulberatungsstelle Oberfranken läd das MWG interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Real, Haupt-/Mittel und Wirtschaftsschulen
in und um Bayreuth sowie deren Eltern ein, sich über die Möglichkeiten zu informieren, nach der 10. Jahrgangsstufe über die Einführungsklasse am Gymnasium und dessen Oberstufe die allgemeine Hochschulreife zu erwerben.

Die Schule informiert über Voraussetzungen, Anmeldung und Ablauf dieser 10. Klasse. Darüber hinaus stehen Schülerinnen und Schüler sowie Fachlehrer aus der derzeitigen Einführungsklasse am MWG für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Bereits im Februar wird die Voranmeldung erwünscht. Alle wesentlichen Informationen sind der Homepage der Schule www.mwg-bayreuth.de unter „Einführungsklasse“ zu entnehmen.
In der Einführungsklasse treffen motivierte Lehrkräfte auf besonders motivierte Schülerinnen und Schüler, die sich schnell an der Schule einleben. Die Schülerinnen und Schüler der Einführungsklassen der beiden vorherigen Jahrgänge am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium machen derzeit erste Erfahrungen in der Q11 der Oberstufe bzw. bereiten sich in der Q12 auf die Abiturprüfungen vor.

Die inhaltlichen Vorgaben für die Einführungsklasse lassen Raum, um Lücken zu schließen, individuell zu fördern, außergewöhnliche Unterrichtsmethoden anzuwenden und schnell den Anschluss an das gymnasiale Niveau zu finden. Über ein breites Angebot im Wahlunterricht bestehen viele Möglichkeiten, sich mit den Mitschülerinnen und Mitschülern des Gymnasiums zu vernetzen, in die Schulfamilie hineinzuwachsen und den besonderen Teamgeist, der am MWG herrscht, zu erleben.

An einem zweiten Informationstreffen im Juli werden sich die Schülerinnen und Schüler der bestehenden Einführungsklasse mit den vorangemeldeten neuen Schülern zu einem „Meet and Greet“ treffen. Termin und Einladung werden rechtzeitig veröffentlicht.


Wirtschaftsjunioren zeichnen Schüler aus
Judith Suffa vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Kreissieger beim Wissensquiz
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 17. Januar 2014
Judith Suffa vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium hat das Quiz „Wirtschaftswissen im Wettbewerb“ gewonnen.
 Insgesamt haben sich knapp 500 Neuntklässler in Bayreuth an dem Quiz beteiligt, die 58 besten konnten sich in einer weiteren Runde in der Industrie- und Handelskammer Bayreuth messen.

Judith Suffa setzte sich dabei gegen die anderen Schulbesten von Bayreuths Gymnasien und Realschulen durch. „Judith hat bewiesen, dass sie sich mit Wirtschaft, Politik und regionalen Themen bestens auskennt“, sagt Ina Medick, Arbeitskreisleitung‚ Schule Wirtschaft’ der Wirtschaftsjunioren Bayreuth. Der zweite Platz ging an Sophie-Luise Steiner vom Graf-Münster-Gymnasium, den dritten Rang teilen sich Annika Lehner vom Richard-Wagner-Gymnasium und Pit Heinrich vom Graf-Münster-Gymnasium.

Im Rahmen der Preisverleihung bekam Judith Suffa nicht nur eine Urkunde, sondern auch einen Gutschein über 50 Euro, gestiftet von den Wirtschaftsjunioren Bayreuth. Wirtschaftswissen im Wettbewerb ist ein Wissensquiz rund um Fragen zu Wirtschaft, Unternehmen, Ausbildung und Allgemeinbildung. Das Quiz ist von den Wirtschaftsjunioren Deutschland entwickelt worden, um Wirtschaftswissen in die Schulen zu bringen. Pro Jahr nehmen rund 40000 Jugendliche an dem Quiz teil. Nach dem Vorausscheid auf Kreisebene treten die Kreissieger in einem Finalwochenende gegeneinander an, das in diesem Jahr von den Wirtschaftsjunioren Oberberg ausgerichtet wird. „Mit dem Quiz wollen wir Jugendliche für Wirtschaftsthemen interessieren“, erläutert Ina Medick. „Denn wir stellen oft fest, dass Unternehmertum und Wirtschaft im Unterricht nicht praxisnah genug vermittelt werden.“ red.

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Hochbegabte als Motor der Schule
Infoabend für den sechsten Jahrgang am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium – Schüler aus ganz Oberfranken
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 10. Januar 2014

Das Angebot gibt es seit fünf Jahren: Eine Klasse für Hochbegabte aus ganz Oberfranken am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG). Kurz vor dem Infoabend für den nächsten Jahrgang am 13. Januar zieht die Direktorin Elisabeth Götz eine positive Bilanz: die Hochbegabtenklassen seien ein Motor für die gesamte Schule. Und: Das Interesse an dem Angebot steigt.

Dass hochbegabte Schüler aus Bayreuth Stadt und Land und aus ganz Oberfranken eine Anlaufstelle am MWG haben, „spricht sich offenbar jetzt erst richtig bei den Eltern herum“, sagt Götz im Kurier-Gespräch. „Wir hatten jetzt im laufenden Schuljahr schon über 30 Anfragen, das ist deutlich mehr als sonst.“

Hochbegabtenklasse, das bedeutet „besondere Förderung, Zusatzangebote, innovative Unterrichtsmethoden und einen besonderen Teamgeist in einer kleinen Klasse“, schreibt Götz in ihrer Mitteilung für die Eltern. Die Hochbegabtenklasse sei in vielen Feldern Vorreiter und Wegbereiter für die anderen Klassen an der Schule – „ein wirklich unglaublicher Motor für die Schulentwicklung“. Hochbegabtenklasse bedeute am MWG nicht, dass die Kinder aus den derzeit fünf Klassen aus den Jahrgangsstufen fünf bis neun – Schülerdurchschnitt: 20 Kinder – abgeschottet unterrichtet werden. „Wir achten sehr darauf, dass sie in der Schule komplett integriert sind“, sagt Götz. In Religion oder Sport werden die Hochbegabtenklassen und die normalen Klassen gemischt.
„Auch im Wahlunterricht tauschen sich die Schüler aus. Das bedeutet bei uns nicht, dass wir eine Schule in der Schule aufgemacht haben.“ Und: „Die Durchmischung wird schon durch die Lehrer forciert. Weil immer mehr Lehrer in den Hochbegabtenklassen unterrichten und so die Erfahrung an die Regelklassen weitergeben.“

Die Hochbegabten unterscheiden sich laut Götz auch gar nicht so sehr von ihren über 700 Mitschülern: „Das sind ganz normale junge Leute, die auch mal keinen Bock haben, Vokabeln zu lernen.“ Und die auch nicht immer Bestnoten schreiben. „In den normalen Leistungserhebungen“, sagt Götz, „sind sie auch nicht zwingend besser als die anderen.“ Wohl aber bei den bayernweiten Vergleichstests: „Dort schneiden sie deutlich besser ab.“
In den bislang fünf Klassen werde viel experimentiert: „Die Schüler können beispielsweise ihre Leistungserhebung selber gewichten: Mündliches kann stärker bewertet werden als Schriftliches. Sie bekommen mehr Selbstlernzeit, die Möglichkeit, Projekte zu machen“, sagt Götz. Ebenso haben sie die Möglichkeit, ihre Prüfungstermine selbst zu setzen. In der neunten Klasse werde gerade eine Trimester-Lösung in drei Fächern ausprobiert: „Zwei Trimester gibt es in den Fächern ganz normalen Unterricht, im dritten Trimester Freiarbeit in dieser Zeit, in der normal unterrichtet werden würde.“ Das stärke die Selbständigkeit, fördere die persönliche Kompetenz der Schüler. Und stehe Modell für die anderen Klassen an der Schule, sagt Götz.



Infoabend

Der erste Infoabend für den neuen Jahrgang der Hochbegabtenklasse am MWG findet am kommenden Montag, 13. Januar, um 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums statt.

Wie MWG-Direktorin Elisabeth Götz mitteilt, werden Projektleiter Marcus Mühlnikel und die Schulpsychologin an diesem Abend das Konzept vorstellen, einen Einblick in den Unterricht geben und den Weg der Anmeldung erläutern. An einem zweiten Informationsabend am 24. Februar um 19 Uhr können Kinder und ihre Eltern, die Interesse an der Hochbegabtenklasse haben, sich mit Schülern aus den Modellklassen austauschen. Schüler aus den Hochbegabtenklassen führen auch durch den Abend.

Weitere Infos gibt es im Internet unter www.mwg-bayreuth.de. wah


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Warten auf mehr Platz
Wilhelmine-Gymnasium soll einen Zusatzbau bekommen – 2000 Quadratmeter fehlen
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 9. Januar 2014

Wie man es auch rechnet – das Ergebnis bleibt gleich: Dem Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG), dem einzigen staatlichen Gymnasium in Bayreuth, fehlen 2000 Quadratmeter Platz. In Kürze soll ein Bauantrag bei der Stadt eingereicht werden. Wann allerdings gebaut wird, ist noch nicht absehbar.

Elisabeth Götz, die Direktorin des Gymnasiums, an das ein Internat angeschlossen ist, will keine Panik machen: „Jeder Schüler findet bei uns sein Plätzchen. Jede Klasse hat ihren Raum. Wir haben auch keine Wanderklassen.“ Aber: Es gibt einen unabweisbaren Platzbedarf auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite auch einen gewissen Druck, das historische Schulgebäude zu sanieren. „Als ich im August vor drei Jahren hier angefangen habe, waren wir ganz kurz beim neuen Anstrich der Klassenräume. Aber nur kurz“, sagt Elisabeth Götz im Kurier-Gespräch. Schnell war klar: Generalsanierung und Neubau werde beides sein müssen.

Das letzte Mal frische Farbe hat das MWG Mitte der 80er Jahre gesehen, damals im Rahmen einer Generalsanierung. „Rund 30 Jahre sind eine lange Zeit. Damals war ich selbst noch Schülerin hier“, sagt Götz. Seit damals habe auch die Schülerzahl zugenommen. Aktuell sind rund 820 Schüler am MWG. Für gut 200 weniger ist die Schule eigentlich ausgelegt. „Es sind derzeit Brandschutzmaßnahmen am Laufen, wegen der wir die Pavillons bekommen haben, die uns platzmäßig auch entlasten.“ Im Februar werden in kleineren Räumen, die für Klassenzimmer zu klein sind, „Labs eröffnet. Lernlabore, die wir gerade einrichten und wo kleinere Schülergruppen oder auch einzelne Schülern arbeiten können. Mein Ziel ist es, die Räume insgesamt mehr zu öffnen und Möglichkeiten zu schaffen, dass die Schüler sich in Lernlandschaften begegnen können“, sagt Götz. Genau dazu braucht es aber: Platz.

Beim MWG allerdings ist das etwas schwieriger als bei den anderen Gymnasien, für die die Stadt der Baulastträger ist. „Bei uns wird mehr gerechnet, was ja auch verständlich ist“, sagt Götz. Die Regierung erstellt das Raumprogramm und hat – basierend auf der Bevölkerungsentwicklung bis 2020 – den Bedarf ermittelt: Es fehlen 2000 Quadratmeter. Gerechnet hat auch das Kultusministerium – basierend auf der Bevölkerungsentwicklung bis 2030: es fehlen 2000 Quadratmeter. Die Grundlage: Richtlinien aus den 90er Jahren. „Da darf man Gymnasium noch gar nicht einmal neu denken“, sagt Götz.

Neu denken jedoch muss man bei der vorhandenen Fläche: Einen Neubau könne man schlecht vor die historische Bausubstanz der Schule setzen. Hinter der Schule, Richtung Volksfestplatz, jedoch ist wenig Platz. Man musste erst einmal klären, ob die Stadt sich einverstanden damit erklärt, dass bis auf die Grenze des Volksfestplatzes gebaut werden könne. Dazu gibt es grünes Licht.
„Wir müssen auch in die Tiefe, um Platz zu gewinnen. Den Platz, den wir brauchen.“ Das Ergebnis einer Flächenmanagement-Analyse: „Wir bringen alles unter. Inklusive einer Dreifachturnhalle.“ Mit dem benachbarten FC Bayreuth gibt es Gespräche, dass die Freisportanlage auf dem Areal des Vereins genutzt werden könnte. „Auch die Idee, die Turnhalle dort zu bauen, steht noch im Raum.“ Das zu prüfen, hatten die Stadträte Thomas Hacker (FDP), gleichzeitig Vorsitzender des FC, und Christian Wedlich (CSU) in einem gemeinsamen Antrag gefordert. „Unsere Schule taucht im Bedarfsplan der Stadt gar nicht auf, weil wir ja keine städtische Schule sind“, sagt Götz. Dabei wäre es „sinnvoll, sie im Sinne eines vollständigen Sportstättenkonzeptes auch mit zu erfassen“. Elisabeth Götz sagt, dass sie darauf setze, dass ein Architektenwettbewerb entsprechende Ideen liefere, wie auf dem knapp bemessenen Platz auf dem Schulgelände der notwendige Raum geschaffen werden kann. Klar ist jedoch: Der Neubau werde wohl für die Fachräume vorgesehen, denn es koste mehr, längst in die Jahre gekommene Räume für die Naturwissenschaften im Altbau zu sanieren als neue zu bauen. Aus den Fachräumen im Altbau werden im Zuge einer anstehenden Sanierung Klassenzimmer. Oder Lernlandschaften. Ob ein Schulgebäude und daneben eine Turnhalle gebaut, eine tiefer gelegte Halle mit Schulgebäude oben drauf geplant oder ein Schulgebäude und eine Halle auf dem FC-Gelände entstehen – „vieles ist denkbar. Nächster Schritt ist der Bauantrag. Und dann ist die Politik am Zug“, sagt Götz.

Denn: Das MWG steht nicht mit vier anderen Gymnasien in Bayreuth im Wettbewerb. „Wir sind eine von elf staatlichen Schulen mit Internat. Und es gibt nur einen Etat für alle elf, der den Bedarf nicht decken kann.“ Eine zeitliche Prognose abzugeben, wann das MWG von seinem Platzproblem erlöst wird, sei daher schwierig. „Wir warten“, sagt Götz. „Und verbreiten keine Panik.“

Keine Panik, eher gespanntes Abwarten, im Kultusministerium. Ludwig Unger, Sprecher des Kultusministeriums, sagt auf Kurier-Anfrage, dass „unter anderem in Deggendorf, Augsburg und Bayreuth Bedarf für Baumaßnahmen bekannt ist“. Im Haushaltsplan für das kommende Jahr sei „auf jeden Fall der Hinweis drin, dass in Bayreuth eine große Baumaßnahme vorgesehen ist“. Eine große Baumaßnahme sei der Definition nach ein Projekt mit mehr als einer Million Euro Kosten. „Für das MWG sprechen wir von einem kleinen zweistelligen Millionenbetrag“, sagt Unger. Das Staatliche Bauamt sei beauftragt, einen Bauantrag auszuarbeiten. „Wenn der Bauantrag da ist, wird man die Leerstelle im Haushalt mit einer Zahl füllen – dann muss der Landtag darüber entscheiden. Das Signal ist da, die Vorarbeiten laufen“, sagt Unger.


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Ein Glücksfall im Wartestand
Halle auf dem ehemaligen Bundeswehr-Gelände könnte viele Probleme lösen, aber ihre Verfügbarkeit ist fraglich
Von Eberhard Spaeth
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 8. Januar 2014

Das klingt nach einer richtig guten Nachricht: Es gibt eine Sporthalle, die kurzfristig und mit überschaubarem finanziellen Aufwand den Bayreuther Notstand bei verfügbaren Trainingszeiten spürbar entspannen könnte. Allerdings: Ganz so einfach ist es doch nicht.

Die Rede ist von einer Halle auf dem Gelände der Markgrafen-Kasernen, die seit dem Abzug der Bundeswehr aus Bayreuth ein wenig beachtetes Dasein als Lagerraum fristet. Georg Kämpf hat sie entdeckt bei der Suche nach einer Trainingsstätte für die Amateur- und Nachwuchsmannschaften seines BBC. „Wenn wir so eine Halle hätten, würde das natürlich indirekt auch sofort neue Trainingszeiten in anderen Hallen für andere Vereine frei machen“, sagt der Nachwuchskoordinator. Zudem könne sich damit ein Problem für die Profis seines Vereins lösen, wenn in der kommenden, oder spätestens der danach folgenden Saison die 24-stündige Verfügbarkeit einer Halle in die Lizenzanforderungen der Bundesliga aufgenommen wird.

Aktuell gehört die Halle zu jenem Gelände, auf dem der Bayreuther Spediteur Christian Wedlich die Planung eines Logistikzentrums voran treibt (wir berichteten). Kämpf schwebt vor, dass Sponsoren die Immobilie für den Verein erwerben und dabei beispielsweise den Hallennamen für sich nutzen könnten. Nach seiner Einschätzung wäre es dann „in kürzester Zeit“ möglich, die Halle wieder in bespielbaren Zustand zu versetzen. In Crailsheim sei wegen eines Hallenneubaus ein Parkettboden verfügbar und dazu auch noch zwei bundesligataugliche Standkörbe: „Das könnten wir alles für 30 000 Euro bekommen – einschließlich Anlieferung und Einbau“, sagt Kämpf. Auch über die Möglichkeit einer formellen Umwidmung des gegenwärtig als Logistikzentrum ausgewiesenen Grundstücks habe er sich bereits informiert: „Nach den Auskünften, die wir bei der Stadt bekommen haben, wäre das wohl kein Problem.“ Obwohl man sich dann auch immer noch mit Fragen wie dem Zustand von Umkleideräumen und Installationen befassen müsse, eröffne diese Gesamtkonstellation „eine Möglichkeit, die sich nie mehr wieder ergibt.“ Ein Abriss der Halle wäre unter diesen Umständen „ein Wahnsinn“.

BW-Halle Wer's etwas genauer
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Kein Schmuckstück, aber zweckmäßig: Die Halle auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände lässt schon im aktuellen Zustand erahnen, dass sie sich für sportliche Nutzung reaktivieren lassen könnte. Foto: red
Zumindest in diesem Punkt gibt Eigentümer Christian Wedlich aber Entwarnung: „Die Halle wird definitiv nicht abgerissen.“ Der Unternehmer bestätigt, in der Hallenfrage mit Kämpf „in regem Kontakt“ zu stehen. Allerdings könne er nicht ausschließen, dass bald ein Käufer die Immobilie in anderer Weise nutzen werde: „Ein Logistiker interessiert sich für den Erwerb.“ Eine Entscheidung darüber werde voraussichtlich innerhalb einiger Wochen fallen. So lange hofft Kämpf, dass noch nicht das letzte Wort gesprochen ist: „Am liebsten wäre uns natürlich, wenn Christian Wedlich als Bayreuther Sportsmann die Halle aus dem anstehenden Verkauf herausnehmen könnte und uns zu vernünftigen Konditionen abtreten würde.“ Und selbst wenn daraus nichts wird, werde er nicht aufgeben: „Dann hoffe ich inständig, dass der neue Eigentümer zumindest so viel Sportsmann ist, dass er mit uns über die Möglichkeit der Nutzung der Halle als Sporthalle diskutiert.“

Kämpfs Hoffnungen teilt auch Sportamtsleiter Christian Möckel, der die Halle zur Entlastung der Situation bei den Trainingszeiten für die Vereine als „extrem wichtig“ einstuft und als „absoluten Glücksfall“. Ohne Belegung durch andere Veranstaltungen oder Schulsport wäre sie frei verfügbar: „Derzeit ist es so, dass die Basketballer bei jeder Veranstaltung in der Oberfrankenhalle ins Sportzentrum ausweichen müssen. Vormittags können sie dort aber nicht trainieren wegen des Schulsports, und abends verdrängen sie andere Vereine, deren Zeiten dann ersatzlos entfallen.“


Wedlich setzt auf staatliche Hallen

Bei der Lösung der Bayreuther Hallenproblematik setzt Christian Wedlich auf das Sportstättenkonzept, für das er sich als Mitglied der CSU-Fraktion im Stadtrat stark macht. Dabei möchte er neben dem angedachten städtischen Neubau neben dem Hans-Walter-Wild-Stadion auch geplante Hallen an staatlichen Schulen einbeziehen, wie am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium oder am Institut für die Ausbildung von Fachlehrern am Geschwister-Scholl-Platz: „Die Halle auf dem Kasernengelände wäre dann ja schon die vierte.“

Nach Auskunft des Sportamts stehen allerdings auch die staatlichen Hallen schon jetzt keineswegs leer, sondern werden vom Eigentümer vermietet. Nutzungszeiten in den staatlichen Hallen wird die Stadt zudem wohl nur bekommen, wenn sie sich am Bau beteiligt (beispielsweise durch Überlassung des Grundstücks) oder Miete zahlen würde. es


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