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Damit die Ladezeiten nicht zu groß werden, sind die Meldungen und Nachrichten rund um's MWG und die MWGler zu Monatsdateien zusammengefaßt. Die Links sind chronologisch absteigend von links nach rechts sortiert. Es gibt auch eine komplette Link-Liste zu allen Beiträgen, die nicht mehr über die Eingangsseite erreichbar sind.
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Schüler meistern achtstimmigen Gesang
„Das geht unter die Haut“: Passionskonzert mit Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 31. März 2010
„Ein Requiem, das unter die Haut geht“: So lautete der vielfach geäußerte Tenor nach einem ganz besonderen Passionskonzert mit dem Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums  in der evangelischen St. Jakobuskirche in Creußen.

Chorleiter Günter Leykam hatte mit seinen 35 Schülerinnen und Schülern ein schweres Werk einstudiert: Ein Requiem der kanadischen Kantorin und Komponistin Eleanor Daley aus Toronto. Am Tag zuvor fand in der Kreuzkirche in Bayreuth die deutsche Uraufführung dieses Gesangsstücks statt, bei der auch Eleanor Daley anwesend war.

Das Werk dauert nur eine halbe Stunde, erzeugt dabei jedoch eine außergewöhnliche Stimmung, die keinen Zuhörer unberührt lässt. Die Texte stammen aus der Bibel, der anglikanischen Begräbnisliturgie und von verschiedenen Autoren.


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Aufführung in der Bayreuther Kreuzkirche ...
Link zur Besprechung von Sandra Blaß:
www.oberpfalznetz.de
Trotz des traurigen Anlasses, den so ein Totengesang begleiten will, hat die Musik eine hoffnungsvolle Grundstimmung, die der Kammerchor gekonnt vortrug. Das durchweg achtstimmige Werk stellte eine große Herausforderung an die durchwegs 16- bis 17jährigen Akteure dar. Diese hatten mit großem Eifer die Komposition einstudiert und trafen mit ihrem Gesang das Herz und die Seele der Zuschauer. Wegen der Kürze des Stücks wurde das Programm um einige Orgelstücke von Johann Sebastian Bach erweitert, die Gotthart Schmitt intonierte. Es war ein Konzertereignis der besonderen Art, das noch ein paar mehr als die hundert anwesenden Zuhörer verdient gehabt hätte. ks

MWG-Kommerchor in Creußen Wer's etwas genauer
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Die Bayreuther Gymnasiasten begeisterten die rund 100 Zuhörer mit einer eindrucksvollen Darbietung. Foto: Sitz

Musik auf hohem Niveau
47. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ zu Gast in Bayreuth – Abschlusskonzert in der Stadthalle
Von Jennifer Weiß, Sophie Mouelhi und Anne Bürmann
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 27./28. März 2010

Seit dem vergangenen Donnerstag gastiert der Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Bayreuth. Bis Montag, 29. März, werden sich rund 850 junge Musiker der Jury stellen.

Auf den Fluren des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums trifft man seit gestern auf Nachwuchsmusiker, die sich auf ihr Vorspiel vorbereiten müssen. Die jungen Künstler, die dem Anlass entsprechend festlich gekleidet sind, scheint das aber nicht aus der Ruhe zu bringen, da viele von ihnen schon auf eine jahrelange Musikererfahrung zurückblicken können.

Die jungen Musiker, die sich bereits in den Regionalwettbewerben von „Jugend musiziert“ gegen ihre Konkurrenten durchsetzten konnten, kamen zum Teil von weit her, um nun am Landeswettbewerb in Bayreuth teilnehmen zu können und vielleicht sogar einen Platz im Bundeswettbewerb zu bekommen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Jugendlichen eine möglichst hohe Punktzahl von der Jury bekommen, das heißt zwischen 23 und 25 Jurypunkten.
Noch bis zum Montag, 29. März, werden sich die rund 850 Musiker der Jury stellen. Nicht nur im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium sondern auch im Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium sowie in der städtischen Musikschule finden die Wertungsspiele statt.

Die Preisträger des diesjährigen Landeswettbewerbs dürfen zusätzlich zur Teilnahme beim Bundeswettbewerb bei einem Abschlusskonzert in der Bayreuther Stadthalle Teile ihres Vorspielprogramms präsentieren.

Der Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ findet bereits zum 47. Mal statt. Die Wertungskategorien reichen dieses Jahr von den unterschiedlichsten Streich- und Zupfinstrumenten bis hin zu Schlagzeug, Klavier und Akkordeon. Aber auch Pop-Gesang war als Kategorie vertreten.


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Von der Düsternis der Passion zum Licht der Auferstehung
Kammerchor des MWG singt deutsche Erstaufführung eines kanadischen Requiems
Von Sönke Remmert
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 27./28. März 2010

Ein ganz besonderes Konzert wurde am Donnerstag in der evangelischen Kreuzkirche geboten. Die Affektkurve in der musikalischen Stunde verlief von der Düsternis der Passion zum mystischen Licht der Auferstehung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die deutsche Erstaufführung des Requiems der kanadischen Komponistin Eleanor Daley (geboren 1955).

Der erste Teil des Konzerts stand jedoch im Zeichen Johann Sebastian Bachs. Von ihm präsentierte Gotthart Schmidt drei Orgelkompositionen, die in der dargebotenen Reihenfolge schon die Stimmungskurve der gesamten Veranstaltung widerspiegeln. Den Auftakt bildete das sehr dramatische Präludium mit Fuge für Orgel c-Moll BWV 549. Man konnte hier durchaus an eine programmmusikalische Darstellung der Kreuzigung denken. Es folgte das Choralvorspiel „O Mensch, bewein dein Sünde groß“ BWV 622 – ein Stück, das aufgrund seiner zahlreichen Moll-Trübungen und chromatischen Wendungen trotz der Dur-Grundtonart eine eindringliche Klagestimmung ausstrahlt. Den Ausklang von Gotthart Schmidts Bach-Trilogie bildete das Choralvorspiel „Herzlich lieb hab’ ich dich o Herr“ BWV 1115 – ein Stück voller Gottvertrauen und Zuversicht. Mit der dritten Strophe dieses Liedes „Ach, Herr, lass dein lieb Engelein“ beschließt Bach seine Johannespassion. Zur allgemeinen Überraschung der Zuhörer stimmte der Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums anschließend – noch von der Orgelempore aus – eben jenen Schlusschoral der Johannespassion an.

Der zweite Teil der Veranstaltung wurde – jetzt vom Altar aus – vom Kammerchor des MWG unter der Leitung von Günter Leykam bestritten – mit dem engelsgleichen Solosopran von Jana Daubner sowie dem Bariton Andreas Weick als kraftvoller Quasi-Vox-Christi. Nun war – in Anwesenheit der Komponistin – die deutsche Erstaufführung des Requiems der Kanadierin Eleanor Daley zu hören. Bei diesem etwa 25minütigen Werk handelt es sich um ein ganz besonderes Requiem, das Texte aus der lateinischen Totenmesse mit biblischen Versen sowie Texten aus der englischen Liturgie und Lyrik und einen russischen Traditionsspruch verbindet.

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Dabei verzichtet Daley auf Worte, die – wie das „Dies Irae“ – die Bedrohungen des Jüngsten Gerichts in den Mittelpunkt stellen. Stattdessen stehen tröstliche Texte über die Auferstehung im Vordergrund – etwa das „And God Shall Wipe Away All Tears“ aus der Offenbarung des Johannes oder das „In Paradisum“ aus einem russischen Segensspruch.

Melancholische Klagestimmung
Musikalisch ist Daley’s A-cappella-Requiem von sehr unterschiedlichen Traditionen beeinflusst: Mittelalterliche Choralmusik schwingt ebenso mit wie die Tonsprachen Gabriel Faurés oder Benjamin Brittens, aber auch harmonische Wendungen aus der Welt der amerikanischen Spirituals sind erkennbar. Das Werk beginnt in melancholischer Klagestimmung, schwingt sich im „In Paradisum“ zu einer folkloristischen Heiterkeit und Gelöstheit empor. Die Schluss-Ausweichung in eine ferne Tonart wirkt geradezu entrückend. Dieses ungewöhnliche Requiem ist wirklich eine Bereicherung unserer Kirchenmusik. Man kann nur hoffen, dass es zu einem festen Bestandteil gottesdienstlicher Praxis wird und bald auch auf CD zu haben ist.

Die Inbrunst, mit welcher der Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums unter dem Dirigat von Günter Leykam das Werk darbot, zeugt davon, dass – allen Unkenrufen zum Trotz – es sehr wohl auch für klassische Chormusik einen engagierten Nachwuchs gibt. Für die kongeniale Aufführung bedankten sich die Zuhörer in der gut besetzten Kreuzkirche mit lang anhaltendem Applaus.

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Sang mit Inbrunst: der Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums unter der Leitung von Günter Leykam. Foto: Harbach

Aufführung in der Creußener St. Jakobuskirche ...
Link zur Besprechung von Sandra Blaß:
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Jugend musiziert“ kommt nach Bayreuth
Wertungsspiele vom 25. bis 29. März — Abschlussveranstaltung in der Stadthalle
Der Landeswettbewerb "Jugend musiziert" schlägt ab Donnerstag, 25. März, seine Zelte in Bayreuth auf. Bis einschließlich Montag, 29. März, werden sich rund 850 Teilnehmer der Jury stellen.

Der Wettbewerb, der bereits zum 47. mal stattfindet, ist diesmal in den Solowertungen für Streichinstrumente, Akkordeon, Schlagzeug und als Novum für „Pop-Gesang“ ausgeschrieben. In den Ensemblewertungen treten die Kategorien Klavier und ein Blasinstrument, Klavier-Kammermusik, Vokal-, Zupf- und Harfen-Ensemble sowie die „Besondere Besetzung“ mit „Alter Musik“ auf. Die Wertungsspiele finden im Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium und im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium sowie in der Städtischen Musikschule statt.


Quelle:  http://www.bayreuth.de/news/6264/details_1018.htm
Ein zehnköpfiges Organisationsteam wird sich um einen reibungslosen Ablauf kümmern. Unterstützt wird es durch etwa 30 Juryhelfer aus Bayreuth.

Am Dienstag, 30. März, um 18 Uhr, steht eine Abschlussveranstaltung in der Bayreuther Stadthalle auf dem Programm. Dabei werden einige ausgewählte Preisträger des Wettbewerbs Teile ihres Wertungsprogramms spielen. Außerdem werden ausgelobte Sparkassen-Sonderpreise im Gesamtwert von 13000 Euro und der Sonderpeis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes in Höhe von 2000 Euro, den die Versicherungskammer Bayern ausgelobt hat, vergeben. Der Bayerische Rundfunk, Studio Franken, schneidet das Konzert mit.

Der Eintritt ist frei!


MWG-Mädchen am schnellsten
Gleich mehrere Bezirkssiege bei Schulwettkämpfen im Eischnelllauf
Von Christoph Höreth
Nordbayerischer Kurier —
Samstag/Sonntag, 20./21. März 2010
Beim Bezirksentscheid im Eisschnelllaufen kämpften beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Selber Eisstadion die besten oberfränkischen Schulmannschaften um den Titel Bezirkssieger. In den beiden Wettkampfklassen gingen drei Selber Teams als Sieger hervor, den vierten Titel holten die schnellen Mädchen des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums Bayreuth.

Die Organisation dieser kleinen Schulolympiade lag in den Händen von Sportlehrer Heiner Jena, dem Bezirksschulobmann für das Eislaufen in Oberfranken. Als Kampfrichter fungierten die Sportlehrer der teilnehmenden Schulen.

In den beiden Altersklassen für Jungen und Mädchen war neben der Kondition und Geschicklichkeit vor allem die Kurventechnik entscheidend. Aus Sicherheitsgründen durften die jungen Eisflitzer nur mit Helm und Handschuhen an den Start gehen.

In der Wettkampfklasse IV (zehn bis 13 Jahre) hatten die Teilnehmer einen Geschicklichkeitsparcours mit Kurvenlauf, Slalom, Rückwärtsfahren und Sprint und einen Lauf über zwei Runden (250 Meter) zu absolvieren.

Mit der Gesamtzeit von 68,2 Sekunden war bei den Mädchen Maria Golbs, Realschule Selb, am schnellsten vor Christina Laffin, Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium Bayreuth, die 76,8 Sekunden benötigte. Bei den Jungen siegte Raphael Schmidt, Hauptschule Selb, in 76,7 Sekunden vor Marco Warcecha, Albert-Schweitzer-Schule Bayreuth.


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In der Wettkampfklasse III (13 bis 15 Jahre) ging es um Schnelligkeit über 125 Meter und drei Runden Ausdauer über 375 Meter. Die besten Gesamtzeiten erzielten bei den Mädchen drei Läuferinnen vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth: Lisa Zeußel in 59,5 Sekunden, Laura Zeußel in 64,0 Sekunden und Lena Köhler in 65,3 Sekunden. Bei den Jungen siegte Kevin Naumann, Hauptschule Selb, in 65,3 Sekunden vor Alexander Weiß, Albert-Schweitzer-Schule Bayreuth.

Die Mannschaftsergebnisse
Wettkampfklasse III: Jungen: 1. Hauptschule Selb, 4:38,7 Minuten; 2. Albert-Schweitzer-Schule Bayreuth, 5:26,9.
Mädchen: 1. Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth, 4:25,5; 2. Volksschule Selb, 5:31,8.

Wettkampfklasse IV:
Jungen: 1. Hauptschule Selb, 5:25,5; 2. Albert-Schweitzer-Schule Bayreuth, 6:15,3.
Mädchen: 1. Realschule Selb, 6:10,8; 2. Wirtschaftswissenschaftliches Gym nasium Bayreuth, 6:18,5.

Die Siegerehrung nahmen der Sportfachberater von der Regierung von Oberfranken, Wolfgang Lüstke, und Bezirksschulobmann Heiner Jena vor

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Die jungen Bayreuther Eisflitzer nach dem Wettkampf im Selber Eisstadion. Mit im Bild ihre Sportlehrer, ganz rechts Bezirksschulobmann Heiner Jena. Foto: Höreth

Gesicht des Tages
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 20./21. März 2010
Wie sehen Poeten von heute aus?, hat sich die Redaktion im Vorfeld des Welttags der Poesie (21. März) gefragt und ist auf Selmar Klein gestoßen. Der 20jährige Abiturient vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium wird Bayreuth bei den Deutschen Poetry-Slam-Meisterschaften im November vertreten. Beim monatlichen Poetry-Slam im Podium treten die Poeten mit ihren Texten an, der mit dem meisten Applaus gewinnt. Die typischen Slam-Genres Comedy oder Pseudophilosophisches interessieren den Bayreuther nicht. „Mich interessiert das Experiment, ich will Neues ausprobieren, auch mal ein Sonett verfassen, ernste Lyrik schreiben oder dramatische Elemente mit einbeziehen.“
Die Poeten von heute treffen sich wieder am 31. März im Podium. ck

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Foto: Harbach



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Poetry Slam in Franken

Champions-League der Chöre
Der Kammerchor des MWG hat sich ein hammerschweres Stück ausgesucht
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 20./21. März 2010
Jetzt oder nie, sagte sich Günter Leykam, Kammerchorleiter des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums. Nächste Woche wollen sie die europäische Erstaufführung eines kanadischen Requiems ... meistern, das es in sich hat. Der Chorleiter erklärte Christina Knorz die Hintergründe.

Frage: Das klingt tatsächlich kompliziert: achtstimmiger Chor a cappella. Wie kamen Sie auf die Idee, Ihren Schülern das zuzumuten?
Günter Leykam: (lacht) Dieses Requiem habe ich seit sechs Jahren zu Hause im Schrank stehen. Wir hatten bis jetzt schon einige Werke von Eleanor Daley aufgeführt, darunter eine Weihnachts-Motette oder Psalm-Vertonungen. Die Schwierigkeit von Chorwerken wird eingeteilt von eins bis zwölf und dieses Requiem liegt genau auf Stufe zwölf. Der absolut höchste Schwierigkeitsgrad auch für Profichöre. Aber ich habe mir gesagt, wenn ich mal einen Chor haben sollte, der das schultern kann, dann mache ich es. Heuer setzt sich der Kammerchor dermaßen fantastisch zusammen, dass ich gesagt habe: heuer oder nie.

Frage: Worin genau liegt die Schwierigkeit?
Leykam: Das Werk dauert ungefähr 34 Minuten und ist komplett a cappella. Die einzelnen Stücke entwickeln sich auseinander. Das heißt, innerhalb der 34 Minuten wird dem Chor kein einziges Mal ein Ton angegeben. Schwierig sind auch die Dissonanzen. Die Komponistin arbeitet gerne mit kleinen und großen Sekunden und Nonen. An die mussten sich die Sänger erst mal gewöhnen und das Gehör schulen.

Frage: Wie lange haben Sie geprobt?
Leykam: Mit dem Requiem haben wir im Januar angefangen. Vor drei Jahren haben wir schon mal ein kleines Stück daraus gemacht, und damals waren alle Sänger von dem Stil begeistert. Ansonsten war es eine komplette Neueinstudierung. Uns haben die Intensivproben auf Burg Hohenberg sehr geholfen. In zwei Tagen haben wird da 13 Stunden geübt.


Frage: Haben Sie den Test gemacht, den Ton vor und nachher abzunehmen, um zu schauen, wo die Sänger gelandet sind?
Leykam: Ja. Am Anfang war es natürlich heftig. Da lagen wir bei einem halben bis ganzen Ton Verlust. Inzwischen sind wir bei null Komma null.

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Frage: Das heißt, alle sind fit?
Leykam: Absolut. Wenn jetzt keine Erkältung dazwischenkommt.


Frage:
Nehmen Sie alle Schüler in den Kammerchor auf, die wollen?
Leykam: Der Kammerchor besteht seit sechs Jahren, und es gibt eine natürliche Fluktuation, weil uns die Schüler nur eine bestimmte Zeit erhalten bleiben. Aber wir haben in den letzten Jahren einen guten Grundstock gelegt, so dass bis zu zehn Schüler pro Jahr integriert werden können. Die Voraussetzung für die Aufnahme ist mindestens eine Eins in Gesang und sehr gut vom Blatt singen zu können. Unser Plus ist der musische Zweig am MWG und dass sehr viele Schüler in den Kammerchor wollen. Wir können also eine Auswahl treffen. Die Obergrenze ist 35, sonst ist es kein Kammerchor mehr.

INFO
➤ Der Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums gibt am kommenden Donnerstag, 25. März, um 20 Uhr ein Konzert in der evangelischen Kreuzkirche. Dabei wird der Chor, bestehend aus 36 Schülerinnen und Schülern der Klassen neun bis 13, das von der kanadischen Komponistin Eleanor Daley geschriebene „Requiem“ in einer europäischen Erstaufführung präsentieren. Das Werk für achtstimmigen Chor a cappella war 1993 ein Auftragswerk für einen kanadischen Chor und wurde 1995 uraufgeführt. Die Komponistin (Jahrgang 1955) reist nächste Woche nach Bayreuth und wird auch beim Konzert anwesend sein. Ergänzt wird das Konzert mit Kompositionen zur Passionszeit von J. S. Bach für Orgel und Chor. An der Orgel ist Gotthart Schmidt zu hören.

➤ Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf an der Theaterkasse sowie im Pfarramt der Kreuzkirche.

➤ Ein weiteres Konzert findet am 26. März um 19 Uhr in der evangelischen Kirche Creußen statt.


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Viel geprobt: Am Dienstag wird die Komponistin einer der letzten Proben beiwohnen. Aber seine Schüler seien gut vorbereitet, sagt Chorleiter Günter Leykam. Deutsche Erstaufführung ist am Donnerstag. Foto: Lammel

„Jazz meets Klassik“ in der Stadthalle
Musikschule lädt am Samstag zum Konzert ein – Der Eintritt ist frei
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 17. März 2010
Am Samstag, 20. März, um 19:30 Uhr findet im Großen Haus der Stadthalle ein Konzert der Städtischen Musikschule statt. Ungefähr 120 Musiker gestalten einen spannenden Abend, der unter dem Motto „Jazz meets Klassik“ steht.

Nach den großen Erfolgen mit „Pop meets Classic“, „Filmmusik meets Classic“ und „Latin meets Classic“ in den letzten Jahren werden diesmal vor allem bekannte Songs und Orchestralwerke aus der Jazzmusik dargeboten.
Es spielen das große Sinfonieorchester der Städtischen Musikschule, die Big Band, Jazzcombo und verschiedene Solisten.

Der Eintritt ist frei. Für Spenden zugunsten des Fördervereins der Städtischen Musikschule sind die Veranstalter dankbar. red


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Deutsche Erstaufführung
  „Requiem“ von Eleanor Daley ...
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 17. März 2010
Unter der Leitung von Günter Leykam ... wird der Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums am 25. März um 20 Uhr in der evangelischen Kreuzkirche Bayreuth eine deutsche Erstaufführung präsentieren. Nämlich das von der kanadischen Komponistin Eleanor Daley geschriebene „Requiem“, ein Werk für achtstimmigen Chor a cappella.

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Die in Toronto als leitende Kirchenmusikerin arbeitende Komponistin wird dem Bayreuther Konzert beiwohnen. Ergänzt wird das Programm mit Kompositionen zur Passionszeit von J. S. Bach für Orgel (Gotthart Schmidt) und Chor. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse am Luitpoldplatz sowie im Pfarramt der Kreuzkirche.
 

Und: Sandra Blaß berichtet im Oberpfalznetz

Sie haben es geschafft
Regionalsieger und Platzierte aus Bayreuths Schulen
Von Eric Waha
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 6./7. März 2010

Strahlende Sieger aus Bayreuth – die gab es gestern in der Stadthalle. Vier von ihnen fahren zum Landesentscheid im April.

Bei „Schüler experimentieren“ – hier können Schüler bis 14 Jahre mitmachen – holten Bayreuther Schüler gleich vier erste Plätze: Freia-Raphaella Lorenz vom GMG gewann im Bereich Biologie, Johanna Burkhardt vom MWG sicherte sich den Regionalsieg in Geo- und Raumwissenschaften und Sebastian Franz und Lucas Wenzel vom GMG gewannen im Bereich Technik.

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So sehen Sieger aus – weil alle Sieger sind, die am Wettbewerb teilgenommen haben. Alle jungen Forscher und Experimentierer versammelten sich gestern zum Abschluss der Festveranstaltung auf der Bühne der Stadthalle. Foto: Lammel
Den Regionalsieg im Bereich Arbeitswelt sicherte sich im Wettbewerb „Jugend forscht“ Eva Stöckmann vom RWG.

Sechs von 14 Platzierungen bei „Schüler experimentieren“ gingen ebenfalls nach Bayreuth: Lena Völkl (GMG) sicherte sich den dritten Platz im Fachbereich Biologie, Linus Reisner, Christoph Rusam und Cosmas Tanzer (alle GCE) gewannen im Bereich Biologie zweite und dritte Plätze, Rebecca Benelli, Florian Benelli und Magdalena Thomas (alle MWG) holten sich mit ihrer gemeinsamen Arbeit im Bereich Geo- und Raumwissenschaften einen zweiten Platz. Vincent Fischer (GCE) belegte in Mathe/Informatik den zweiten Platz und in Physik ging ebenfalls ein zweiter Preis an Rebekka Folosea und Selina Matusche. Sonderpreise gewannen Naemi Fischer (GCE), Adrian Beck, Bastian Brendel, Nico Chlebowski (Realschule Pegnitz), David Raithel und Paulina Dalinger (beide GCE).
Oberfranken – Hochburg der Forscher
Kein anderer Regierungsbezirk hat so viele Teilnehmer beim Wettbewerb „Jugend forscht“ – Preisverleihung
In Oberfranken sind mit Abstand die meisten jungen Forscher zu Hause. Das belegt eindrucksvoll der Wettbewerb „Jugend forscht“ mit seinem kleinen Bruder „Schüler experimentieren“. 115 Arbeiten – so viele kann kein anderer bayerischer Regierungsbezirk und kein anderer Bezirk in Deutschland bei dem Wettbewerb vorweisen – wurden am Donnerstag und Freitag in der Stadthalle präsentiert. Gestern Nachmittag war die mit Spannung erwartete Preisverleihung.

Bei der dreistündigen Veranstaltung zeigte sich, dass junge Forscher und Experimentierer vor allem mit Spaß, nicht mit glühendem Ehrgeiz, bei der Sache sind: Herzlichen Applaus gab es für alle Preisträger, enttäuschte Gesichter waren Mangelware. 17 Regionalsieger bei den beiden Wettbewerben, davon kamen vier aus Bayreuth, und 28 Zweit- und Drittplatzierte wurden auf der Bühne für ihren Erfindungsreichtum ausgezeichnet.

Die Jury bekam es an den beiden Tagen von den 177 Teilnehmern zwischen neun und 20 Jahren alles andere als leicht gemacht, am Donnerstag beriet sich die Jury sogar bis nachts um 23 Uhr, „manche Stände der Schüler mussten mehrfach regelrecht heimgesucht werden“, berichtete Jury-Sprecherin Doris Aschenbrenner auf Fragen der Moderatorinnen Kristina Kreutzer von Radio Mainwelle und Ulla Scheler vom Arnold-Gymnasium in Neustadt bei Coburg.

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Die Schirmherrin der Veranstaltung, die Staatssekretärin Melanie Huml, die gleichzeitig Vorsitzende von Oberfranken offensiv ist, hatte bei ihrem Rundgang mit den Sponsoren und Regierungspräsident Wilhelm Wenning durch die zum Teil liebevoll gestalteten oder mit viel Technik ausgestatteten 115 Stände viele innovative Ideen und Arbeiten gesehen, wie sie sagte: „Ich bin stolz, dass so viele junge Menschen aus Oberfranken an dem Wettbewerb teilgenommen haben und dass so viel Kreatives dabei herausgekommen ist. Das zeigt, welches Potenzial in Oberfranken vorhanden ist.“ Der einzige der sieben Bereiche, in denen sich die Jugendlichen bewerben können, der noch stärkeres Augenmerk verdiene, ist nach Humls Aussagen „der Bereich Arbeitsschutz, da könnten vor allem die Lehrlinge noch ein bisschen mehr Engagement zeigen“, sagte sie.

Stefan Gagel, der den Regionalwettbewerb organisiert, seit es ihn in Oberfranken gibt, lobte die Jugendlichen: „Was ich gesehen habe, war professionell gemacht und vor allem auch toll präsentiert. Denn genau darum geht es ja auch: dass man anderen Leuten erklären kann, was man gemacht hat.“

Die Regionalsieger in den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, In formatik/Mathe, Physik und Technik können ihre Arbeiten im April beim Landesentscheid vorstellen, vom 13. bis 16. Mai findet der Bundeswettbewerb in Essen statt.

Süchtig nach Singen
Nathalie Flessa studiert in Dresden Gesang bei „Beckmesser“ Andreas Schmidt
Von Christina Knorz
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 3. März 2010

Bloß nicht zu zimperlich: Es gibt Sänger, die laufen auch im Sommer mit Schal herum, um ihr empfindsames Stimmchen zu schonen. Dann gibt es Sänger Marke Klassik-entrückt, die „ihren“ Brahms, Schumann oder sonst wen ständig im Auto, auf dem MP3-Player oder den gespitzten Lippen mit sich tragen. Und dann gibt es Nathalie Flessa aus Fichtelberg, die im Auto Radio hört und sich auch im Winter keinen Schal umwickelt. „Man muss sich schließlich abhärten“, sagt die 23jährige Gesangsstudentin. Auf erfrischende Weise widerlegt sie innerhalb kürzester Zeit alle Klischees, die man vielleicht Sängern – zumal Sängerinnen – gegenüber haben könnte. Kurz: Sie ist nicht nur auf dem besten Weg, eine gute Sängerin zu werden, sondern auch eine der sympathischsten.

Ein Künstler-Klischee erfüllt aber auch die gebürtige Bayreutherin: Wie so vielen Kreativen war ihr das Talent offenbar in die Wiege gelegt und zeigte sich früh. „Es klang einfach immer ein bisschen kräftiger als bei anderen“, sagt die Altistin. Wahrscheinlich klang sie auch immer ein bisschen besser, aber nie nach Popmusik. Die Anlage ihrer Stimme sei es, klassisch zu singen. „Das hörte man.“ Mit sieben Jahren bekam sie ihren ersten Gesangsunterricht. Auch wenn sie erst mit 15 Jahren das erste Mal in die Oper ging, war ihre Antwort auf die Frage „Und was willst du mal werden?“, von klein auf immer die gleiche, nämlich: „Sängerin.“ Ihre Eltern hätten ihren Wunsch akzeptiert, kutschierten sie jahrelang von Fichtelberg nach Bayreuth zum Gesangsunterricht, auch wenn so ein Künstlerberuf unsicherer sei als ein BWL-Studium. „Es ging einfach nicht anders. Ich wollte immer nur das.“

Schöner Zufall: Bei ihrem ersten Opernbesuch sah sie Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ im Bayreuther Festspielhaus. Dass mit Andreas Schmidt als Beckmesser ihr späterer Gesangslehrer an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden auf der Bühne stand, konnte sie freilich damals noch nicht wissen. Aber genau so kam es. Nach dem Abitur am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium vor zwei Jahren bereitete sie sich mit einem Gaststudium an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth (HfK) auf die Aufnahmeprüfung in Dresden vor. Sie sang und wurde genommen.

Ihre Stimme kommt an: ob beim Kirchenchor in Fichtelberg, dem sie seit über zehn Jahren treu ist, bei ihrem ersten Gesangsunterricht in Wunsiedel, ihrer langjährigen Gesangslehrerin in Bayreuth, Anneliese Meyer-Adam, oder nun vor gut einem Jahr in Dresden.

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„Wo ich vorsinge, werde ich genommen“, sagt die Nachwuchssängerin. Eine fantastische Bilanz. Vor allem, wenn man sich die Zahlen anschaut: 200 Sänger bewarben sich in Dresden, acht wurden genommen, vier Frauen, vier Männer. Und es war ihr allererstes Vorsingen. Sie habe nicht an irgendeine Hochschule zu irgendeinem Dozenten gewollt.

Besser als ein Traum
Sie wollte zu Andreas Schmidt. Vor der eigentlichen Aufnahmeprüfung fuhr sie nach Dresden und sang ihm vor. Er sagte zu, sie in seine Klasse aufzunehmen, sollte sie die Prüfung schaffen. Sie schaffte es. Seit einem Semester hat ihr jahrelanges Üben und Arbeiten an der Stimme einen institutionellen Rahmen, einen festen Stundenplan, geregelte hochschulinterne Vorsingen, eine jährliche Opernproduktion und das ständige Feedback eines renommierten Sängers. „Es ist noch besser, als ich es mir immer erträumt habe“, freut sich Nathalie Flessa. Die Zusammenarbeit mit Schmidt sei großartig. Aber sie sei auch mit hohen Erwartungen nach Dresden gefahren. „Die Arbeit mit Anneliese Meyer-Adam hat mich verwöhnt.“

Sieben Jahre lang hatte sie wöchentliche Stimmbildung bei der Gesangsdozentin Meyer-Adam von der HfK und dem Opernstudio Oberfranken. „Musikalisch und auftrittstechnisch habe ich hier alles gelernt.“
Die Altistin fiebert sein einiger Zeit dem nächsten Montag entgegen. Dann geht endlich das Semester wieder los. „Nach fünf Wochen ohne Unterricht werde ich schon langsam verrückt“, lacht sie. Nicht, weil sie eine Streber-Nudel wäre – „dass ich eher zu denen gehöre, die weniger üben, wissen meine Lehrer“ –, sondern weil ihr die Musik einfach so viel Spaß macht. „Das ist wie eine Sucht.“

MWGlerin studiert Gesang Wer's etwas genauer
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Dramatischer Alt: Nathalie Flessa erfüllt sich ihren Traum und studiert Gesang in Dresden. Foto: Ritter
 
Zur Person
Ihre liebsten Komponisten sind zwei Richards, nämlich Wagner und Strauss. Das passe zu ihrem dramatischen Alt, sagt die 23jährige gebürtige Bayreutherin Nathalie Flessa. Seit Herbst studiert sie Gesang an der Musikhochschule in Dresden. Seit drei Jahren singt sie im Extrachor der Bayreuther Festspiele, seit sieben Jahren im Opernstudio Oberfranken. ck

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