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Damit die Ladezeiten nicht zu groß werden, sind die Meldungen und Nachrichten rund ums MWG und die MWGler zu Monatsdateien zusammengefaßt. Die Links sind chronologisch absteigend von links nach rechts sortiert. Es gibt auch eine komplette Link-Liste zu allen Beiträgen, die nicht mehr über die Eingangsseite erreichbar sind.
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Schüler bieten Handykurs an
Nordbayerischer Kurier — Dienstag, 23. Dezember 2008
Das Schülerunternehmen Mawindy des Markgräfin-Wilhelmine Gymnasiums bietet einen 90minütigen Handykurs für Jung und Alt an, in dem grundsätzliche Informationen rund ums Handy nähergebracht werden.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers
Die Kurse finden am 9., 16., 23., 30. Januar, 6., 13., 20. Februar sowie 6. und 13. März jeweils von 14 bis 15.30 Uhr statt. Die Kurskosten betragen zehn Euro. Anmeldungen sind möglich unter Telefon 09279/798 beziehungsweise per E-Mail Mawin-dy@gmx.de an.

Informationen und Anmeldung unter Telefon 09261/91314.


Zeit für Experimente
Komplexes Konzept für Hochbegabte am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium
Von Anja Halbauer
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 19. Dezember 2008

Hochbegabte Schüler aus ganz Oberfranken können ab dem neuen Schuljahr am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium (MWG) in Bayreuth ganz gezielt gefördert werden (der KURIER berichtete). Anstelle der Intensivierungsstunden erhalten die Schüler der Förderklasse ein Ergänzungsprogramm, dessen Schwerpunkte die Schulleitung jetzt vorgestellt hat.

„Wir haben zwischenzeitlich ein Konzept für die Hochbegabtenklasse erarbeitet, das sich aber in Nuancen noch ändern kann“, sagte Schulleiter Dieter Funk im KURIER-Gespräch. Fest stehe bereits, dass Schwerpunkte im sprachlichen und naturwissenschaftlichen Bereich gesetzt werden sollen. „Bis zur siebten Klasse werden die Kinder in beiden Bereichen gefördert“, sagte Funk. Danach könne je nach Neigung ein Bereich intensiviert werden.

Individuell könnten die Kinder zudem Wahlpflichtfächer belegen, in denen sie ebenso wie in Religion, Ethik oder Sport zusammen mit den Regelschülern unterrichtet würden, erklärte Projektleiter Thomas Stiegler. „Die Schüler sollen voneinander profitieren, angedacht ist deshalb auch, Tandems zwischen Regelschülern und Hochbegabten zu bilden.“ Die Integration der Schüler in der Hochbegabtenklasse solle so gefördert werden. „Wenn wir das richtig angehen, werden wir hier auch keine Zweiklassengesellschaft aufbauen“, ist sich Stiegler sicher.

INFO
Am 22. Januar findet in der Aula des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums ein Informationsabend für Eltern statt.
Anmeldeschluss für die Hochbegabtenklasse ist am 13. März.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers
Wissenschaftlich arbeiten
Deutliche Unterschiede zum Regelunterricht wird es für die rund 20 Fünftklässler in der Hochbegabtenklasse aber dennoch geben: In einem offenen Unterricht sollen die Kinder sehr früh lernen, selbständig zu arbeiten. Schon in der fünften Klasse sei eine Art Minifacharbeit geplant, um die Kinder an das wissenschaftliche Arbeiten heranzuführen, so Stiegler. Zudem seien praxisbezogene Experimentier- und Konversationskurse – eventuell in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth – angedacht, ergänzte Schulleiter Funk.


Dieses Zusatzprogramm sei möglich, nachdem die Intensivierungsstunden in der Hochbegabtenklasse wegfallen. „Nach einer Faustregel brauchen Regelschüler sechs bis acht Wiederholungen, hochbegabte Kinder nur eine bis zwei“, weiß Stiegler. Das gebe den Lehrern Zeit, komplexere Fragestellungen in der Klasse zu bearbeiten. Damit müsse aber auch die Lehrkraft eine neue Rolle einnehmen und die individuellen Befindlichkeiten der hochbegabten Schüler wahrnehmen und darauf eingehen, sagte Funk. „Die Lehrer müssen dann eventuell auch mal Kritik von den Schülern einstecken.“

Hohe Ansprüche an sich und ihre Umwelt zu stellen, sei oft ebenso eine Eigenschaft hochbegabter Kinder wie besonders kreative Lösungen anzubieten, ein großer Wortschatz und gute Gedächtnisleistungen. „Wenn die Eltern vermuten, dass ihr Kind hochbegabt ist, sollten sie sich an den Grundschulpsychologen wenden“, rät Stiegler. Ein aktuelles Kurzgutachten des Schulpsychologen sei auch eine Aufnahmebedingung für die Förderklasse. Hinzu käme, neben dem Nachweis über den Leistungsstand aus der vierten Klasse sowie weitergehenden Zeugnissen, die Teilnahme an einem schulinternen Prüfungsverfahren, bei dem ein IQ-Test mit den Kindern gemacht werde.


Orchester auf Zeit sucht junge Talente
Das Jugendsymphonieorchester Oberfranken probt
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 18. Dezember 2008
Das Jugendsymphonieorchester Oberfranken sucht Musiker für eine Probenwoche in Weißenstadt.

Seit 25 Jahren bietet der Bezirk Oberfranken jungen Künstlern im Alter von 15 bis 21 Jahren die Gelegenheit, anspruchsvolle Werke unter professionellen Bedingungen einzustudieren. Mit den drei Abschlusskonzerten gibt der Bezirk Nachwuchskünstlern ein Podium, ihren Leistungsstand vor größerem Publikum zu präsentieren. Für die Probenwoche vom 4. bis 11. April 2009 im Schullandheim in Weißenstadt wird eine Gebühr von 150 Euro erhoben (Geschwister 110 Euro); die restlichen Kosten trägt der Bezirk Oberfranken als Veranstalter.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers
In der Arbeitsphase werden unter der Leitung der Dirigentin Hildegard Schön und des Generalmusikdirektors des Theaters und des Philharmonischen Orchesters am Theater Regensburg, Raoul Grüneis, voraussichtlich folgende Werke einstudiert:

Die „Rienzi“-Ouvertüre von Richard Wagner, das 1. Hornkonzert von Richard Strauss, die 3. Symphonie in d-Moll von Anton Bruckner. In diesem Jahr sind drei Abschlusskonzerte geplant: am 11. April in der Frankenhalle Naila, am Ostersonntag, 12. April, in Coburg und am Ostermontag, 13. April, in Stegaurach. Interessierte Musiker können sich bis zum 12. Januar bewerben.

Informationen und Anmeldung unter Telefon 09261/91314.


Händel und Mendelssohn
CD mit dem Bayreuther Bariton Günter Leykam
Von Sandra Blaß
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 18. Dezember 2008

Das Jahr 2009 gehört zwei Komponisten, die sich besonders um die Kirchenmusik verdientgemacht haben. So begehen wir nicht nur den 250. Todestag Georg Friedrich Händels, sondern feiern auch den 200. Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys. Anlässlich dieses Gedenkjahres hat der Bariton Günter Leykam gemeinsam mit dem Organisten Gotthart Schmidt und dem Trompeter Uwe Baumer eine CD mit Bassarien aus den großen sakralen Werken jener beiden Komponisten eingespielt.

Der erste Teil der CD widmet sich den schönsten Arien Georg Friedrich Händels, angefangen von dem Stück „Das Volk, das da wandelt im Dunkel“ aus dem Oratorium „Der Messias“ bis hin zu „Ombra mai fu“ (auch bekannt als „Largo“) aus der Oper „Xerxes“. Im zweiten Teil erklingen Arien Felix Mendelssohn Bartholdys, so zum Beispiel „Gott, sei mir gnädig“ aus dem Oratorium „Paulus“ oder „Sei stille dem Herrn“ aus dem „Elias“. Die Anordnung der Werke ist äußerst gelungen, gerade hinsichtlich des Titelstückes aus dem „Messias“ „Sie schallt, die Posaun’“, das tatsächlich die Mitte und unbestreitbar einen Höhepunkt vorliegender Einspielung darstellt.
Gut gewählt ist auch der weihnachtliche Rahmen mit dem Choral „Tochter Zion“ am Anfang und dem Adventslied „Gott sei Dank durch alle Welt“ am Ende. Eingespielt wurden die Werke auf zwei verschiedenen Orgeln: Die Arien Händels auf der 1998 renovierten Walcker-Orgel der evangelischen Kreuzkirche, die Arien Mendelssohns auf der Steinmeyer-Orgel des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums mit ihrer romantischen Disposition. Bei dieser Aufnahme vereint sich auf einzigartige Weise die sonore Stimme Günter Leykams mit den strahlenden Trompetenklängen Uwe Baumers sowie dem sensiblen Orgelspiel Gotthart Schmidts. Die neuerschienene CD ist ein gelungener Beitrag zum Gedenkjahr jener Komponisten, die mit ihrer Musik die Seele berühren.

Die CD ist in der KURIER-Geschäftsstelle in der Maxstraße erhältlich. Ein Teil des Erlöses geht an die KURIER-Stiftung „Menschen in Not“.


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Roboter-Mannschaft kann Fußball spielen
Rekord bei „Jugend forscht“ – Aber kaum Hauptschulen
Von Peter Engelbrecht, RNT
Nordbayerischer Kurier — Donnerstag, 18. Dezember 2008

Unter dem Motto „Du willst es wissen!“ findet bereits zum achten Mal der Wettbewerb „Jugend forscht“ in Oberfranken statt – mit einer Rekordbeteiligung von 258 Teilnehmern und 158 Arbeiten, wie Wettbewerbsleiter Stefan Gagel in Bayreuth berichtete.

Die Zahl der Teilnehmer hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 50 erhöht teilte Regierungspräsident Wilhelm Wenning mit. Der oberfränkische Regionalentscheid, dessen Sieger am 19. und 20. Februar in Bamberg gekürt werden, gehört laut Wenning zu den teilnehmerstärksten Wettbewerben in ganz Deutschland. „Wir brauchen wissbegierige junge Menschen, die forschen und hinterfragen“, motivierte er den Nachwuchs.

Wie Wettbewerbsleiter Gagel berichtete, greifen die Jugendlichen und Schüler auch aktuelle gesellschaftliche Themen auf. Geforscht wird beispielsweise über ein energiesparendes Ökohaus, über Apollofalter im Kleinziegenfelder Tal oder die Verbesserung der Gewässerqualität. Auch Themen wie ein Gummibärchenkleber, das Elektroschrott-Recycling, ein Notenvorhersage-Programm oder ein Putzroboter stehen auf dem Programm. Drei findige Gymnasiasten aus Bayreuth haben zudem Fußballroboter per Funk zu einer Mannschaft verbunden.

Die meisten Teilnehmer kommen aus der Region Bamberg (62), gefolgt vom Raum Bayreuth (39) und Coburg (35). Das Schlusslicht bilden erneut die Stadt und der Landkreis Hof mit gerade einmal zwei Aktivisten. Spitzenreiter bei den Schulen ist das Gymnasium Burgkunstadt mit 15 Projekten, auf Platz fünf folgt das MWG Bayreuth mit zehn Vorhaben. Die meisten eingereichten Arbeiten kamen aus den Fächern Biologie (62), Chemie (59) und Technik (49).
Der Wettbewerb wird klar durch Gymnasien dominiert: Von dessen Schülern wurden 150 Arbeiten eingereicht, von Hauptschülern lediglich ein Vorschlag. Auch die Realschulen und die Fachoberschulen (jeweils zwei) schneiden vergleichsweise schwach ab. Entscheidend für die Teilnahme sei das Engagement der Lehrer vor Ort, berichtete Projektleiter Gagel.

Zur Frage, ob sich der erhöhte Leistungsdruck durch das achtstufige Gymnasium nachteilig auswirkt, sagte Gagel, durch veränderte Stundentafeln ergäben sich zum Teil Kollisionen. Die Arbeiten für „Jugend forscht“ müssten deshalb häufig am Freitag nachmittag durchgeführt werden. Gagel warnte davor, pauschal auf das G8 zu schimpfen: „Jugendliche, die sich engagieren wollen, finden nach wie vor die Zeit.“ Allerdings fallen Facharbeiten, die bislang eine gute Basis für den Wettbewerb waren, künftig weg. Eine Stundenermäßigung für beteiligte Lehrer wäre wünschenswert, „viele machen das in ihrer Freizeit.“

Paten der Regionalwettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ sind neben dem Regionalmarketingverein „Oberfranken offensiv – Forum Zukunft Oberfranken“ auch die Unternehmen Loewe und Scherdel, Sonderpreise hat zudem die Rehau AG gestiftet. Die Industrie erhofft sich durch den Wettbewerb die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte, zudem soll Oberfranken „attraktiver und zukunftsfähiger“ gemacht werden.


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Jahrgangsstufentests 2008
16. Dezember 2008
Seit dem Schuljahr 2005/2006 werden die jeweils 10 % besten Grund- und Hauptschulen sowie die jeweils 25 % besten Realschulen, Gymnasien und Wirtschaftsschulen bei den Orientierungsarbeiten bzw. Jahrgangsstufentests nach Fächern getrennt im Internet veröffentlicht.

Bei den Jahrgangsstufentests, die im Oktober 2008 geschrieben wurden, befinden sich folgende Bayreuther Gymnasien unter den 25 % besten Gymnasien Bayerns:
 
Deutsch, Jahrgangsstufe 06 GCE
Englisch, Jahrgangsstufe 06 GCE, MWG
Latein, Jahrgangsstufe 06 *) GCE
Englisch, Jahrgangsstufe 10
Mathematik, Jahrgangsstufe 10 GCE, MWG
*) Latein als erste Fremdsprache (ab der 5. Klasse) gibt es in Bayreuth nur am GCE.

„Spannung und Freude“
  Jannis hofft auf ersten Pokalsieg
Nordbayerischer Kurier — Montag, 15. Dezember  2008
Klappt es im zweiten Anlauf? Jannis Hagen von der JFG Hummelgau musste vor zwei Jahren im Landkreis-Finale der D-Jugend noch passen, am Sonntag soll nun im C-Jugend-Endspiel gegen die JFG Fichtelgebirge der Pokaltriumph gelingen.

„Ich bin überzeugt, das wird ein starkes Finale, denn auch unser Gegner hat ein gutes Team“, meinte der 14-jährige Gymnasiast vom MWG in Bayreuth, der zum Hummelgauer Stützpunkt zählt.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers
„Wir werden jedenfalls um den Erfolg kämpfen. Ich freue mich darauf.“ Das Vorrundenturnier sei aus seiner Sicht spannend verlaufen, denn sein Team musste zum Schluss bangen. Als Grund dafür nannte der neunfache Torschütze das Programm mit sechs Spielen.

Jannis Hagen Wer's etwas genauer
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Händels „Messias“ in der Kreuzkirche
Untertitel
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 08. Dezember 2008
Das Händel-Jahr wirft seine Schatten voraus: Der Konzertreigen für das Jahr 2009 mit dem 250. Todestag von Georg Friedrich Händel wurde bereits am Samstagabend in der evangelischen Kreuzkirche mit der Aufführung des Oratoriums „Der Messias“ eröffnet. Im traditionellen Weihnachtskonzert war erstmals die Kantorei der evangelischen Kreuzkirche Bayreuth zusammen mit dem Kammerchor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums zu hören. Außerdem musizierten das Bachsolisten-Ensemble Bayreuth sowie das Nymphenburger Trompetenensemble.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers
Bei der Aufführung kam die sogenannte „Dubliner Fassung“ zu Gehör, also jene Fassung, die Händel selbst als Uraufführung in Dublin dirigiert hatte. Die musikalische Leitung des Konzerts in der Kreuzkirche lag in den Händen von Kantor Günter Leykam.

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Foto: Harbach

Echte Freunde gefunden
Die 16jährige Mariana besucht elf Monate lang den Unterricht am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium
Von Svenja Wagner
Nordbayerischer Kurier — Mittwoch, 01. Dezember 2008

Seit Februar dieses Jahres ist Mariana Guadalupe de la Barrera schon in Bayreuth und hat in dieser Zeit viele Eindrücke über das Land und die Menschen gesammelt, Eindrücke, die für sie teilweise ganz neu und fremd waren.

Als Mariana im Januar nach Deutschland kam, konnte sie noch kein Wort Deutsch und besuchte zunächst einen Kurs in Hamburg, in dem sie vieles über das Leben in Deutschland und die Kultur lernte. Einen Monat später, im Februar, kam sie dann nach Bayreuth, wo sie seitdem bei einer Gastfamilie wohnt. Zu dem Auslandsaufenthalt, zu dem sie auch von ihren Eltern ermutigt wurde, kam die 16jährige durch die private Organisation „Youth for Understanding“ (YFU). Ursprünglich wollte Mariana in ein englischsprachiges Land, da sie in der Schule neben Portugiesisch auch Englisch lernt, als dies aber nicht möglich war, kam sie eben nach Deutschland.

Zwei ganz verschiedene Länder
Traurig darüber, dass es sie in ein anderes Land verschlagen hat als geplant, ist Mariana aber nicht. Denn die Zeit hier war für sie reich an Erlebnissen und neuen Erfahrungen. Am MWG, das auch ihre Gastschwester besucht, wurde sie einer 11. Klasse zugeteilt, in der sich das Mädchen wohlfühlt und auch Freundschaften geknüpft hat. Ungewohnt war es für Mariana allerdings, so früh schlafen gehen zu müssen. „Zu Hause in Uruguay gehe ich normal erst um 24 Uhr ins Bett, das ist hier anders.“

Überhaupt werden viele Unterschiede zwischen den beiden Ländern deutlich. In ihrer Heimat lebt Mariana in der Stadt Rivera – Santana do Livramento, die genau auf der Grenze zwischen Uruguay und Brasilien liegt, während sie in dem uruguayischen Teil (Rivera) lebt. „Wir haben immer warmes Wetter und sind es gewohnt, jedes Wochenende auf eine Party zu gehen. Generell werden in Uruguay auch Geburtstage größer gefeiert.“ Die Menschen in Südamerika beschreibt Mariana als emotionaler und temperamentvoller, während ihr die Deutschen schüchterner und zurückhaltender vorkommen. „In Uruguay werden schneller Freundschaften geknüpft, aber ich glaube, dass Freunde in Deutschland dafür echte Freunde sind.“ Ein weiterer Unterschied zeigt sich in Sachen Pünktlichkeit. Wenn man sich in Deutschland zu einer bestimmten Zeit verabredet, wird diese auch eingehalten, in Uruguay kann es da schon mal eine halbe bis ganze Stunde später werden.

Das erstemal im Schnee
Auch die landestypische Küche ist nicht die gleiche. Während es ihrer deutschen Gastfamilie schier unvorstellbar erschien, wie man ein Gürteltier essen kann, hat sich Mariana mit der bayerischen Kost – Weißwurst, Kartoffeln, Sauerkraut – schon angefreundet, jeden Tag könnte sie es aber nicht essen.

Ein besonderes Erlebnis war für die Uruguayerin, die in ihrer Freizeit gerne reitet, Freunde trifft und Handball spielt, erstmals in ihrem Leben Schnee zu sehen. Deswegen würde sie gerne die Gelegenheit ergreifen und das Skifahren ausprobieren, bevor sie Ende Dezember in ihre Heimat zurückkehrt.

Weihnachten wird sie allerdings noch in Deutschland verbringen, was für sie sicherlich auch anders ablaufen wird als gewohnt. Während man bei uns vielleicht eher einen Gänsebraten zu Weihnachten isst, wird in Uruguay gerne Schweinefleisch gegessen, was dort sonst nur selten zubereitet wird. Aufgrund der Hitze feiert Mariana am Abend des 24. Dezembers mit ihrer ganzen Familie meist im Garten, später geht es dann noch in die Stadt zum Tanzen, und der Tannenbaum wird durch einen Laubbaum aus Plastik ersetzt.

Zahlreiche Ausflüge führten Mariana in diesem Jahr unter anderem nach Barcelona und Madrid, wo sie Verwandte besuchte, aber auch quer durch Deutschland. So konnte sie sich neben Hamburg auch ein Bild von Bremerhaven, Bremen, Karlsruhe, Lübeck, Nürnberg und München machen, wobei sie zugibt, dass es ihr nicht nur die bayerische Gegend, sondern auch Norddeutschland angetan hat.

Ein durchweg positives Erlebnis
Auf die Frage, was ihr an ihrem Aufenthalt besonders gefallen hat, antwortet die Schülerin: „Es war spannend, eine neue Kultur kennenzulernen und zu sehen, dass nicht die ganze Welt so ist wie in Uruguay.“ Mittlerweile spricht Mariana übrigens fast fließend Deutsch, was sie nur durchs Reden und ohne die Hilfe irgendwelcher Grammatiken gelernt hat. Nach ihrem Abitur möchte die Schülerin auf eine Universität in Brasilien gehen und Tierärztin werden. Für den Beruf wird ihr die deutsche Sprache wahrscheinlich nicht nützlich sein, für sich selbst findet sie es aber trotzdem gut, Deutsch zu können. Dies ist auch wichtig, denn Mariana möchte in vielen Jahren gerne noch einmal nach Deutschland kommen, um ihre dazugewonnenen Freunde zu treffen.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

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