Link zum Projekt Millenniumsziele

Damit die Ladezeiten nicht zu groß werden, sind die Meldungen und Nachrichten rund um's MWG und die MWGler zu Monatsdateien zusammengefaßt. Die Links sind chronologisch absteigend von links nach rechts sortiert. Es gibt auch eine komplette Link-Liste zu allen Beiträgen, die nicht mehr über die Eingangsseite erreichbar sind.
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Einblick in die Naturwissenschaften
Uni Bayreuth: Ab kommendem Semester Angebot zur Immatrikulation für Schüler
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 27. Juni 2008
Schülerinnen und Schüler als Studierende an der Uni – das ist ein Projekt, das die Universität Bayreuth ab dem kommenden Wintersemester 2008/09 mit Unterstützung der Deutsche-Telekom-Stiftung anbietet.

Bei dem Modell, das die Stiftung bereits an rund 50 Hochschulen ermöglicht hat, stehen naturwissenschaftlich-technische Fächer im Vordergrund. In diesen Fächern ist einerseits die Nachfrage am Arbeitsmarkt sehr groß – und zwar nicht nur aktuell, sondern auch langfristig. Andererseits gelten naturwissenschaftlich-technische Fächer aber auch als schwierig und anspruchsvoll.

Dies könnte Studieninteressierte auch dann abschrecken, wenn sie für ein Studium dieser Fächer sowohl Neigung als auch Talent mitbringen. An dieser Stelle setzt die Schüler-Universität an: Die Universität öffnet sorgfältig ausgewählte Veranstaltungen in den ersten Studiensemestern für naturwissenschaftlich-technisch interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler. Auf diese Weise möchte die Universität Bayreuth Begeisterung für naturwissenschaftlich-technische Fächer wecken und Studieninteressierten einen Einblick in das Universitätsleben geben.
Kein spezielles Angebot
Damit der Einblick auch realistisch ist, werden keine Spezialveranstaltungen angeboten: Schülerinnen und Schüler nehmen an regulären Lehrveranstaltungen teil (in den Fächern Mathematik, Physik und Informatik). Dabei ermöglichen die überschaubaren Studierendenzahlen eine individuelle Betreuung in Kleingruppen. Damit stellt das Projekt Schüler-Universität eine wertvolle Ergänzung zu den bisherigen Aktivitäten dar, die die Fakultät für Mathematik, Physik und Informatik zur Verstärkung der Kooperation zwischen Schulen und Universitäten vorangetrieben hat.

Teilnehmer an der Schüler-Universität immatrikulieren sich an der Universität Bayreuth, sie sind aber von den Studienbeiträgen befreit. Sie können Prüfungen ablegen und sich die Prüfungsleistungen bei einem späteren Studium anrechnen lassen, so dass dieses schneller abgeschlossen werden kann. Voraussetzung für die Teilnahme sind eine Empfehlung der Schule und gegebenenfalls eine Freistellung vom Unterricht. nk

Mehr  dazu  im  Internet: www.schueler-universitaet.uni-bayreuth.de

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Nordbayerischen Kuriers

Wasser und die weite Welt
Vorlesung in der Kinderuni zu Wirtschaft und Wasser
Von Anna Ihl
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 27. Juni 2008

„Das macht so Spaß, ich will unbedingt mal Studentin werden!“, strahlt die neunjährige Sophie. Sie und ihre Freundin Verena haben noch keine Vorlesung der Kinderuniversität verpasst. Diese Woche ging es um die Frage: „Warum braucht die Wirtschaft Wasser?“

In der fünften Vorlesung der diesjährigen Kinderuniversität ist Wirtschaftsprofessor Martin Leschke auf das Verhältnis von Wirtschaft und Wasser eingegangen. Wasser ist in jeder Hinsicht lebensnotwendig. Es wird nicht nur zum Trinken benötigt, sondern auch in Haushalten, für Industrie und Handel und besonders für die Landwirtschaft.

Leider herrscht in vielen Teilen der Welt Wasserknappheit. Denn obwohl über 70 Prozent der Erde mit Wasser bedeckt ist, kann nur ein ganz kleiner Teil davon zum Trinken, Duschen oder Pflanzengießen genutzt werden. Denn der Großteil des Wassers ist salzig. Der Mensch braucht aber Süßwasser, um zu überleben. Die Vorräte schwinden jedoch zunehmend, während die Weltbevölkerung weiter wächst. Wasser wird also immer knapper.
Um das Wasser nutzen zu können, muss es allerdings auch noch sauber sein. „Jährlich sterben zirka sieben Millionen Menschen an Krankheiten, weil sie verdrecktes Wasser zu sich genommen haben“, erklärt der Professor. Zum Glück kann das Wasser in sogenannten Wasseraufbereitungsanlagen gereinigt werden, jedoch können sich arme Länder diese meist nicht leisten.

Neben diesen ernsten Themen kam der Spaß dennoch nicht zu kurz. Bei dem großen Test, ob billiges oder teures Mineralwasser besser schmeckt, durften 22 Freiwillige ihre Geschmacksnerven einsetzen – und entschieden sich mit einer knappen Mehrheit für das teurere.

Wenn ihr auch in das Studentenleben hineinschnuppern wollt und euch das Thema Wasser interessiert, dann habt ihr nächste Woche noch einmal die Gelegenheit dazu: nämlich am kommenden Mittwoch um 17.15 Uhr im Audimax der Universität Bayreuth. Dann wird Professor Andreas Jess die Antwort auf die Frage geben: „Warum dampft die Dampfmaschine und warum hat der Elefant so große Ohren?“


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Einer Prinzessin würdig
Zwölftklässler gestalten Wilhelmine-Jubiläumsbus – Erste Entwürfe mit floralen Motiven
Nordbayerischer Kurier — 26. Juni 2008
Markgräfin Wilhelmine soll sich im kommenden Jahr per Bus als Botschafterin für Bayreuths Kultur auf den Weg durch die Stadt machen: Anlässlich ihres 300. Geburtstags werden zwei Schüler des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG) einen Stadtbus zu Ehren der preußischen Prinzessin gestalten.

Josef Janac und Felix Behr, Schüler des Leistungskurses Kunst am MWG, haben sich viel vorgenommen: Trotz der Vielfalt möglicher Motive, die in Zusammenhang mit Wilhelmine verwendet werden können, soll ihr Aufdruck „festlich, feierlich und einer Prinzessin würdig, aber auch luftig sein und dem Betrachter Spielraum lassen“, so Janac, der für die künstlerische Gestaltung bei dem Projekt zuständig ist. Mit der technischen Umsetzung befasst sich sein Mitschüler Behr.

Janac und Behr wurden bei einem klasseninternen Wettbewerb für dieses Projekt ausgewählt. Die Idee, einen Wilhelmine-Jubiläumsbus zu gestalten, hatte Stadträtin Karin Heimler unter Mithilfe der Dritten Bürgermeisterin Dr. Beate Kuhn (beide SPD). Mit im Boot sind zudem die Bayreuther Verkehrs- und Bäder-GmbH (BVB), die den Stadtbus kostenlos zur Verfügung stellt, sowie das Rotmain-Center, das dieses Projekt unterstützt und die Marketingarbeit hierfür übernommen hat. Künstlerisch werden die Schüler von Stefan Mayer, Kunsterzieher am MWG, sowie Mitarbeitern des Kunstmuseums und der Bayerischen Schlösser- und Gärtenverwaltung betreut.

Siehe auch: Mit dem Wilhelmine-Bus durch die Stadt der Markgräfin ...
Sobald die Facharbeit der beiden Zwölftklässler, in deren Rahmen das Projekt erarbeitet wird, Anfang 2009 abgeschlossen ist, soll auch der Wilhelmine-Jubiläumsbus durch Bayreuths Straßen rollen. Welchen Aufdruck er haben wird, ist noch nicht klar, doch Janac hat bereits einige Konzepte entworfen: Dabei überwiegen florale Motive, die an das Bayreuther Rokoko erinnern sollen. Vorher hatten die Schüler sich intensiv mit dem Thema Wilhelmine auseinandergesetzt, um Ideen für die Gestaltung des Busses zu sammeln. Wie bei Janac geht es auch bei Behr stetig voran. Er ist derzeit dabei, ein maßstabsgetreues Modell von dem Bus zu bauen: Mit allen Einschränkungen, seien es Fenster, Lüftungsklappen oder Schilder, welche die Schüler dann auch bei der Realisierung des Projekts beachten müssen.

„Der Wilhelmine-Jubiläumsbus wird der Höhepunkt im Jubiläumskalender 2009“, ist sich Rotmain-Center-Manager Christoph Feige bereits jetzt sicher. av

MWG-Stadtbuskünstler Wer's etwas genauer
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Felix Behr (links) und Josef Janac werden einen Wilhelmine-Jubiläumsbus gestalten. Gestern präsentierten sie erste Entwürfe. Foto: n

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Unterwäsche als Uniform
Die Theatergruppe des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums spielt „Leonce und Lena“
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — 26. Juni 2008

Styroporklötze, Saxofon-Musik und die Suche nach dem Sinn des Lebens: Die MWG-Theatergruppe feiert mit „Leonce und Lena“, ein Lustspiel von Georg Büchner, in der Studiobühne Premiere.

Die Proben zu „Leonce und Lena“ begannen schon im Juni 2007. „Im vergangenen Schuljahr gab es zwei Theatergruppen am MWG“, sagt Lena (17). „Die eine Gruppe hat schon einige Szenen aus dem Stück gespielt, und so wurde beschlossen, ,Leonce und Lena’ ganz einzustudieren.“
Das musische Gymnasium macht seinem Namen alle Ehre: Drei Schüler sind während der Aufführungen als Saxofonisten im Einsatz. „Die Musiker sind das ganze Stück über auf der Bühne präsent und spielen beim Umbau oder bei Übergängen“, sagt Lena. „In den Stücken sind Elemente von bekannten Liedern enthalten.“

Mauer aus Styropor
Das Bühnenbild zu Büchners Lustspiel besteht fast komplett aus Styropor-Klötzen. Zu Beginn des Stückes stehen die Klötze zu einer drei Meter hohen Mauer aufgeschlichtet, von quer gespannten Nylonschnüren gestützt auf der Bühne. „Das Schwierigste am ganzen Stück wird sein, dass die Mauer stehen bleibt“, sagt Julius (18), verantwortlich für Kostüme und Bühnenbild. Dann kommt Lena als Valerio auf die Bühne gelaufen, die Schnüre werden gelöst und die Mauer kracht zusammen. Im späteren Verlauf des Stückes sind die Klötze dann ein Wanderweg, ein Bett und ein Rednerpult. „Das Bühnenbild braucht das Licht“, sagt Julius. „Durch die verschiedenen Farben, mit denen das Styropor angeleuchtet wird, entstehen verschiedene Orte auf der Bühne.“ Fast alle Schauspieler tragen als eine Art Uniform Ski-Unterwäsche, die die Schüler vom Roten Kreuz bekommen haben. „Es war gar nicht so einfach, alle dazuzukriegen, diese Altherren-Unterwäsche anzuziehen“, sagt Julius.
Da die Proben nicht nur im MWG sondern auch in der Magdalenenkirche in Aichig stattgefunden haben, trägt die Gruppe unter der Leitung von Beate Sturm den Namen Wilma.

Bei den Bayreuther Schultheatertagen haben die MWGler bereits eine gekürzte Version ihres Stückes gespielt. Das Theaterstück besteht aus dem leicht gekürzten Originaltext von Büchner.

Die Aufführungen von „Leonce und Lena“ finden am Samstag, 28. Juni, am Sonntag, 29. Juni, so wie am Montag, 30. Juni, jeweils um 19 Uhr in der Studiobühne statt. „Wer am Sonntag zur Aufführung kommt, schafft es rechtzeitig zum EM-Finale nach Hause“, sagt Selma (14). Der Eintritt ist frei.

Karten für die Premiere am Samstag gibt es nicht mehr. Platzreservierungen sind im MWG-Sekretariat unter der Nummer 09 21/79 99 10 möglich.

WILMA spielen "Leonce und Lena" Wer's etwas genauer
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Lena als Valerio (links) und Judith als Leonce thronen auf den Styropor-Klötzen, im Hintergrund ist der Staatsrat zu sehen.
Foto: Hieckmann

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Karibik-Feeling am MWG
Nordbayerischer Kurier — 26. Juni 2008

Am Samstag, 28. Juni, wird im MWG eine kubanische Nacht gefeiert.

Anlass dafür ist der Schüleraustausch mit Kuba, den die Bayreuther Schule seit diesem Schuljahr betreibt.
Geboten werden kubanische Musik, Spezialitäten und Filme.

Die Noche Cubana beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Im Abendkleid auf die Fete
Nordbayerischer Kurier — 26. Juni 2008
Am Freitag, 27. Juni, finden nicht nur die Abibälle und -verabschiedungen der Bayreuther Gymnasien statt. Anschließend wird beim Abi Clubbing im Hotel Rheingold weitergefeiert.

Im Foyer des ehemaligen Hotels in der Austraße am Unteren Tor in Bayreuth steht DJ Sasha R. aus Nürnberg an den Plattentellern. Los geht’s ab 22 Uhr. Einlass ist ab 18 Jahren. Der Eintritt kostet vier Euro, Abiturienten in Abendgarderobe zahlen drei Euro.
Für die GMGler und MWGler gibt es von Mitternacht bis 2.30 Uhr einen Shuttle-Service zwischen der Bärenhalle und dem Best Western Hotel in Bindlach zum Hotel Rheingold.

x-bay verlost zwei Gästelistenplätze für die Party. Wenn ihr gewinnen wollt, schickt bis heute nachmittag um 17 Uhr eine Mail mit dem Betreff „Abi“, eurem Namen und Alter an contact@x-bay.de.

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Abischerz-Spende überreicht
Abiturienten des MWGs übergaben Scheck ans Bayreuther Asylbewerberheim
Nordbayerischer Kurier — Freitag, 20. Juni 2008
Zum 250. Geburtstag der Markgräfin Wilhelmine, der Namensgeberin ihrer Schule, hatten die Abiturienten des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums ihren Abischerz mit einer Spendenaktion verknüpft. Donnerstagvormittag überreichten die Schüler nun 600 Euro in bar und Sachspenden im Wert von 200 Euro ans Asylbewerberheim.

Mit Tüten und Kartons beladen erschienen die MWGler Katharina, Florian, Benny und Steffi in Vertretung für ihre Kollegstufe an der staatlichen Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Wilhelm-Busch-Straße. Gemeinsam mit Peter Jung von der VR Bank Bayreuth übergaben sie ihren Scheck an Kerstin Tischer vom Sozialdienst für Flüchtlinge der Caritas und an Christel Stein, die Initiatorin von „Bunt statt braun“, die auch den Abischerz am MWG am 6. Juni besucht hatte. Die Initiative „Bunt statt braun“ unterstützt Kinder von Asylbewerbern.
„Unser Geld wird vor allem dafür verwendet werden, um Besuche in der Eisdiele oder im Schwimmbad für die Kinder zu finanzieren“, sagt Steffi. Sachspenden wie T-Shirts, Bücher und Spiele werden als Weihnachtsgeschenke für die Kinder verwendet. Mit dem Ergebnis ihrer Spendenaktion sind die Abiturienten sehr zufrieden: „Es kam mehr zusammen als wir erwartet hatten“, sagt Benny. „Auch große Firmen haben gespendet und natürlich Schüler und Lehrer vom MWG.“ mls

MWGler überreichen Abischerz-Spende Wer's etwas genauer
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Kerstin Tischer von der Caritas und Christel Stein, Initiatorin von „Bunt statt Braun“ nahmen den Scheck über 600 Euro und die Sachspenden im Wert von 200 Euro von Peter Jung von der VR-Bank Bayreuth und vier MWG-Abiturienten entgegen. Foto: Stegbauer

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Nach dem Spiel ist vor der Schulaufgabe
Leistungsnachweise wegen der Fußball-EM zu verschieben, halten Bayreuther Schulleiter nicht für praktikabel
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Samstag/Sonntag, 7./8. Juni 2008

Kurz vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft kam die Diskussion auf, ob Schülern am Tag nach einem Spiel der deutschen Mannschaft ein Leistungsnachweis zuzumuten sei. Ausgelöst wurde die Diskussion durch eine Äußerung des bayerischen Kultusministers Siegfried Schneider in einem Interview. Eine Weisung vom Kultusministerium für die Schulen gibt es nicht. Der KURIER hat Bayreuther Schulleiter nach ihrer Meinung gefragt.

„Die Schulaufgabentermine sind schon lange im voraus geplant worden“, sagt Helmut Opel, stellvertretender Schulleiter des Graf-Münster-Gymnasiums (GMG). „So schreiben die Schüler in einer Woche nicht mehr als zwei Schulaufgaben.“ Verschiebungen könnten zu Verdichtungen in einer anderen Woche führen. „Das wäre eine größere Belastung“, so Opel. Ein Nachteil wäre es auch, Schulaufgaben von der ersten bis vierten Stunde nach hinten zu verlegen.

Gerhard Kraus, Schulleiter des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WWG), ist der Meinung, die Diskussion um eine Verschiebung von Schulaufgabenterminen sei aus der Fußballbegeisterung geboren und nicht aus reiflichen Überlegungen. „Wenn eine Schulaufgabe leicht verschoben werden kann, sind wir dazu bereit“, sagt Kraus. „Aber manche Termine müssen auch beibehalten werden, um mit dem Stoff hinzukommen.“ Er hätte sich gewünscht, dass die Diskussion schulintern angeregt worden wäre und nicht von Seiten der Öffentlichkeit.

Horst Anclam, Schulleiter des Richard-Wagner-Gymnasiums, hält Fußballschauen nicht für eine zu große Belastung vor Schulaufgaben. Anclam: „Wir haben unseren Schülern schon immer Leistungsnachweise zugemutet, auch wenn sie sich die Nächte um die Ohren geschlagen haben.“ Auch der Direktor des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums (MWG), Dieter Funk, ist der Ansicht, dass Sonderregelungen für eine Fußball-Europameisterschaft Konsequenzen für andere Sportereignisse nach sich ziehen müssten.

„Schuss nach hinten“
Außerdem sei eine kurzfristige Verschiebung von Terminen ein Schuss nach hinten: „Wenn die Planung kurz vorher umgeschmissen wird, belastet das die Schüler womöglich mehr, als wenn die Schulaufgaben wie geplant geschrieben werden“, so Funk.
Dass es der Kultusminister bei der Information durch die Medien belässt, ist für ihn ein Zeichen, dass die Diskussion nicht so ernst zu nehmen ist.
Über diese Art der Benachrichtigung wundert sich auch Rainhard Kreutzer, Direktor des Gymnasium Christian Ernestinum (GCE). Auch er fragt sich, warum es ausgerechnet für die Fußball-EM Sonderregelungen geben soll. Kreutzer: „Wo setze ich dann die Grenze? Ein Boxfan schaut sich immer nachts die Übertragungen im Fernsehen an. Und im Sommer findet die Olympiade statt.“ Die EM ist für ihn kein Grund, den Unterricht später beginnen oder Stunden ausfallen zu lassen. Allerdings stellt er dem Lehrerkollegium frei zu entscheiden, ob sie am Tag nach einem Spiel eine Ex schreiben lassen.

Hans Hagen, Rektor der Hauptschule St. Georgen, sieht kein Problem darin, Schulaufgaben zu verschieben, wenn es sich organisieren lässt. Natürlich gebe es Zwangssituationen, in denen eine Verschiebung nicht möglich sei. Zum Beispiel, wenn ein Fachlehrer nur einmal in der Woche in einer Klasse Unterricht habe und so einen Leistungsnachweis nicht um einen Tag, sondern nur um eine gesamte Woche verschieben könne. „In solchen Fällen ist aber ja auch immer nur eine begrenzte Schülerzahl betroffen und nicht die gesamte Schule“, so Hagen.

Prüfung nach dem Finale
Wenn die deutsche Nationalmannschaft ins Finale am 29. Juni käme, wäre das für Real- und Hauptschüler der Abschlussklassen besonders hart. Die Mathematik-Abschlussprüfung an den Realschulen findet einen Tag nach dem Endspiel statt. Auch die Hauptschüler haben noch wichtige Prüfungen kurz nach dem EM-Finale. „Die Prüfungstermine sind zentral festgelegt“, sagt Christoph Kassecker, Schulleiter der Johannes-Kepler-Realschule. „Wir kommen nicht darum herum, alles normal weiterlaufen zu lassen.“

Eine bayernweite Weisung des Ministeriums hätte sich Hans-Heiner Müller, Schulleiter der Alexander-von-Humboldt-Realschule, gewünscht. Allerdings sieht er nicht unbedingt die Notwendigkeit, die EM zu berücksichtigen: „Das müssen die Schüler bewältigen können, in der Arbeitswelt ist das auch nicht anders.“ Müller hält es für verwunderlich, dass vor der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren keine Diskussion um die Verschiebung von Schulaufgaben aufkam. „2006 haben wir die Fußballeuphorie auch bewältigt“, sagt er. „Man darf das an den Schulen nicht so hochspielen.“


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„Nachts um drei
kommen die besten Ideen“
Layouten, Pizza essen, Artikel schreiben – Schülerzeitungsnacht am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium
Von Marielies Stegbauer
Nordbayerischer Kurier — Montag, 2. Juni 2008

Am Freitagnachmittag ging eine Gruppe Schülerzeitungsredakteure des „mwgxpress“ ins Markgräfin-Wilhelmine-Gymansium (MWG), schloss sich dort ein und sagte: „Wir kommen erst wieder heraus, wenn unsere Zeitung fertig ist. Und wenn es die ganze Nacht dauert.“

Die Schülerzeitungsnacht am MWG hat inzwischen Tradition. Seit vier Jahren treffen sich die xpressler, wenn es auf den Drucktermin zugeht in der Schule, um vom Nachmittag an bis zum nächsten Morgen über Artikeln und Layout ihrer Zeitung zu brüten.

Nächtliche Geistesblitze
Die Idee, eine ganze Nacht lang an der Schülerzeitung zu feilen, hatte Lehrer Wolfgang Witt. „So kommen alle Kräfte gebündelt zusammen, um die Zeitung in einem kreativen Chaos in zwei Tagen fertigzustellen“, sagt er. „Und außerdem kommen nachts um drei die besten Ideen.“ So kann es schon mal passieren, dass den Schülern mitten in der Nacht ein Geistesblitz für einen Artikel kommt, der unbedingt noch mit ins Blatt muss. Witt sorgt (fast) rund um die Uhr für das leibliche Wohl seiner Schreiberlinge. Die Pizza-Pause am frühen Abend ist ein fester Programmpunkt der Schülerzeitungsnacht am MWG. Layouter, Bildbearbeiter, Redakteure und Korrekturleser schlagen kräftig zu, um sich für die weitere Arbeit zu stärken. „Das leckere Essen ist mit das Coolste an unserer Schülerzeitungsnacht“, sagt Basti (15). Ebenfalls auf dem Speiseplan stehen Kaffee und ein Frühstück am nächsten Morgen.
Übernachten in der Schule
Nach der Pizza geht es weiter. Die Schüler sitzen im SMV-Zimmer, in dem immer die Schülerzeitungstreffen stattfinden, und im Computerraum, wo sie ihre Artikel und Bilder vor sich auf dem Schirm haben. „Das Besondere an der Schülerzeitungsnacht ist die Möglichkeit, mit allen Leuten zusammenzuarbeiten“, sagt Steffi (19). Im Idealfall ist die Zeitung irgendwann im Morgengrauen fertig, und die Schüler kriechen glücklich und zufrieden in ihre Schlafsäcke.

Diesmal machte allerdings die Technik im Computerraum Probleme. Aber kein Grund zur Panik: „In diesem Schuljahr war die Schülerzeitungsnacht ziemlich früh im Schuljahr und bis zum Drucktermin haben wir noch Zeit“, sagt Ann-Charlott (17). So wartet also noch etwas Arbeit auf die Schülerzeitungsmacher. Aber der Spaß kam in der Nacht von Freitag auf Samstag auf keinen Fall zu kurz.

Arme, verhungerte Schülerzeitungsredakeure Wer's etwas genauer
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Zwischendurch stärken sich die Schülerzeitungsmacher und ihr Lehrer Wolfgang Witt (links) mit großen Mengen Pizza. Danach arbeitet es sich einfach besser ...
Foto: Stegbauer

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